nein, ich will wirklich nur pro und contra einer solchen behandlungswise erfahren und keine werbung machen…
hintergrund: ich habe von einem ZA einen kostenvoranschlag für die bei mir mit inlays zu behandelnden 4 zähne, der diese technologie verwendet (http://www.sirona.de/ecomaXL/index.php?site=cerec_za…). das ganze hat neben den vorteilen ‚behandlung an einem tag‘ etc. auch einen nicht unerheblichen kostenvorteil gegenüber den kostenvoranschlägen anderer ZAs.
einer davon hat mich jetzt doch zum nachdenken gebracht. er hat das verfahren nochmal genauer beschrieben und darauf hingewiesen, dass das aus einer computeraufnahme zu fertigende inlay nicht vollautomatisch erstellt wird sondern vom ZA ‚händisch‘ (am computer) auf basis der aufnahme. neben den menschl. fehlern könne man das inlay gar nicht 100%ig identisch mit der ausbohrung machen, weil es sonst ja gar nicht mehr einzupassen sei. etc. pp.
hat hier jemand schon erfahrung mit der vorgehensweise, womöglich sogar als ZA? interessieren tun mich alle, auch subjektiv empfundene, vor- und nachteile.
hat hier jemand schon erfahrung mit der vorgehensweise,
womöglich sogar als ZA? interessieren tun mich alle, auch
subjektiv empfundene, vor- und nachteile.
vielen dank!
stefan
Servus Stefan,
das Cerec-Verfahren als ‚chairside‘ CAD/CAM-Verfahren ist lange etabliert- und in den Händen erfahrener ZÄ’s eine brauchbare Alternative. Daß Zahnärzte ‚händisch‘ zu ihren Ergebnissen kommen, ist nichts neues und gilt für die traditionellen Verfahren nicht minder. Nur daß bei denen noch ganz andere Hände (Zahntechniker mit-, oder ohne Schlitzaugen involviert sind. Gerade Du als ‚Füsiga‘ bist doch bestimmt mißtrauischer gegenüber einem Verfahren, wo erst ein Negativ hergestellt wird (Abdruck), aus dem wieder ein Positiv (Gipsmodell), dann ein Positivmodell des Inlays aus Wachs, das in eine gipsartige Masse kommt. Dann wird das Wachs thermisch ausgetrieben, damit man die entstandene Hohlform mit einer geschmolzenen Edelmetallegierung vollschütten kann, etc.
Wenn man solche Werkstücke 100% ig mit der Ausbohrung identisch machen will, klappt das genauso gut/schlecht, wie bei Cerec. Ein Spalt von ca. 30 my ist schon ein sehr gutes Ergebnis. Irgendwo muß ja auch das Befestigungsmedium hin können.
Kurzum: jedes der Verfahren hat seine spezifischen Fehlermöglichkeiten und -kompensationen. Zahnmedizin ist zum Gutteil ein Handwerk, und es kommt auf die beteiligten Handwerker an. Man kann mit CAD/CAM pfuschen und mit Gold atemberaubend genaue Ergebnisse erzielen. Es geht aber auch anders’rum. Es gilt, wie sonst auch: Du mußt Dich letzten Endes auf Deinen ‚Handwerker‘ verlassen, wurscht für welche Methode Ihr Euch entscheidet.
Servus Stefan,
da müßte man wahrscheinlich einen Werbefachwirt fragen. Es ist schon immer wieder mal vorgekommen (ITI z.B.) daß die Industrie, die Denatalmaterialien herstellt, sich nicht an die Zahntechniker oder -ärzte gewendet hat, sondern - über Publikumszeitschriften - an die präsumptiven PatientInnen. Immer haben die Fachleute pikiert reagiert und das Aufklärungsmonopol für sich beansprucht. Wenn erst mal eine >60 000 € - Investition plus spezifische Kurse notwendig sind, bis man den Patienten so etwas anbieten kann, will man selber werberisch angesprochen werden. Ich denke jedenfalls, das das Aufwand-Ertrags-Verhältnis für die Hersteller der CAD/CAM-Systeme gegen den Weg über die Patienten gesprochen hat
Kai
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