CallingCard hält nicht was sie verspricht

Hallo zusammen,

angenommen, jemand kauft sich in einem PhoneShop eine Callingcard für 5 Euro (sagen wir mal die EuroExpress von ATG), mit der laut Verkäufer und Aufdruck 632 Minuten in Europa, USA, Kanada telefoniert werden kann.

Der Kunde bekommt vor jedem Telefonat die noch verbleibenden Minuten angesagt. Da er sich die einzelnen Gespräche und deren Dauer genau notiert hat, fällt ihm bald auf, daß die Ansagen der Restzeit deutlich von den eigenen Notizen abweichen. So würden z. B. vor einem 27minütigen Gespräch noch 497 Minuten als Restzeit angesagt, beim nächsten Gespräch aber nur noch 344 statt der korrekten 470 Minuten. Nach mehreren Telefonaten wird dann irgendwann das Gespräch getrennt, da kein Restguthaben mehr auf der Karte sei. Statt der 632 Minuten hat der Kunde aber insgesamt nur 169 Minuten (also nur ca. ein Viertel der versprochenen Zeit) erhalten.

Wie ist hier die Rechtslage? Was kann der Betroffene tun? Reichen seine Notizen mit Datum/Uhrzeit, Dauer und angesagter Restdauer als Beweis aus? Es geht zwar „nur“ um 5 Euro, aber wer würde sich da nicht ein wenig beschissen fühlen?

Danke für Hinweise und Tipps,
Gruß
(Woly)

PS: Vielleicht hat ja auch schonmal jemand Erfahrung mit einer solchen Karte gemacht?

Hallo,

kann es evt. sein, daß Du den Aufdruck und den Verkäufer falsch verstanden hast? Die Anzahl der Minuten bezieht sich auf die billigste Verbindung. Wenn Du eine andere Verbindungsart gewählt hast, werden mehr Minuten abgebucht, als Du telefoniert hast. Schau mal bei Deinem Anbieter in die Tarifordnung, da sollte für jede Verbindungsart aufgelistet sein, was eine Minute oder auch Sekunde oder Einwahl kostet.

Teile einfach mal den Kartenpreis von 5Euro durch die aufgedruckten 632 Minuten - das ergibt einen Minutenpreis von 7,9Cent. Und die gelten eben nicht bei Ferngesprächen.

Auf der Karte steht bestimmt: ‚bis zu xxxx Minuten in xxxx telefonieren!‘

Gruß
Axel

Hallo Woly,

angenommen, jemand kauft sich in einem PhoneShop eine
Callingcard für 5 Euro (sagen wir mal die EuroExpress von
ATG), mit der laut Verkäufer und Aufdruck 632 Minuten in
Europa, USA, Kanada telefoniert werden kann.

dass das für Europa, USA und Kanada jeweils verschieden lang sein kann, wurde ja schon andiskutiert.

Der Kunde bekommt vor jedem Telefonat die noch verbleibenden
Minuten angesagt. Da er sich die einzelnen Gespräche und deren
Dauer genau notiert hat, fällt ihm bald auf, daß die Ansagen
der Restzeit deutlich von den eigenen Notizen abweichen. So
würden z. B. vor einem 27minütigen Gespräch noch 497 Minuten
als Restzeit angesagt, beim nächsten Gespräch aber nur noch
344 statt der korrekten 470 Minuten. Nach mehreren Telefonaten
wird dann irgendwann das Gespräch getrennt, da kein
Restguthaben mehr auf der Karte sei. Statt der 632 Minuten hat
der Kunde aber insgesamt nur 169 Minuten (also nur ca. ein
Viertel der versprochenen Zeit) erhalten.

Bei einzelnen Telefonaten kann auch noch eine sogenannte Verbindungsgebühr verlangt werden, die dann von den Minuten abgeht. Das müsste mal in dem Kleingedruckten auf der Calling Card oder evtl. geltenden AGBs festgestellt werden.

Wie ist hier die Rechtslage? Was kann der Betroffene tun?

AGBs lesen.

Reichen seine Notizen mit Datum/Uhrzeit, Dauer und angesagter
Restdauer als Beweis aus? Es geht zwar „nur“ um 5 Euro, aber
wer würde sich da nicht ein wenig beschissen fühlen?

Hm, zunächst würde ich mich auch betuppt fühlen, aber wenn in den AGBs was drinsteht, das diesen Sachverhalt erklärt, dann ist es doch wohl eigene Flüchtigkeit gewesen.

Gruß, Karin

Hallo Axel,

auf der Karte steht nicht sehr viel drauf: „EuroExpress, ATG, Europa, USA, Kanada, 0,79 ct., 632 Min., 5 Euro“ auf der Vorderseite. Hinten nur eine Kurzinfo zur Bedienung per Festnetz, Mobile und Telefonzelle und die „gültig 3 Monate nach Erstnutzung“-Klausel. Mehr nicht, nichtmal Kleingedrucktes. Und auch kein „bis zu…Minuten“.

Und der Händler hat meine leicht ungläubige Frage, ob man damit wirklich 632 Minuten telefonieren kann (Festnetz zu Festnetz, innerhalb Deutschlands) klar bejaht.

Ein Hinweis auf verschiedene Tarife findet sich definitiv nicht auf der Karte. Auf der Homepage des Herstellers (MOX.de) finde ich ebenfalls nichts zu dieser Karte - sie wird dort gar nicht (mehr) angeboten.

Noch 'ne Idee?

Gruß
(Woly)

Hallo Karin,

AGB und Kleingedrucktes finde ich weder auf der Karte selber, noch auf der Homepage des Herstellers bzw. Betreibers. Es steht wirklich so drauf, daß man für die 5 Euro 632 Minuten (nicht bis zu) telefonieren kann. Kein Hinweis auf verschiedene Tarife, Einwahlgebühren oder Ähnliches.

Gruß
(Woly)

Nächste Theorie:
Hallo Woly,

möglicherweise haben die Gespräche eine Taktung von mehreren Minuten, d.h. selbst, wenn Du nur eine Minute telefonierst, werden beispielsweise 10 abgezogen.
Nur so eine Idee…

Gruß
Thomas

Hallo,

vermutlich steht irgendwo im Kleingedruckten auf Plakat oder Karte, daß für jeden Anruf (und meist auch für jeden Versuch) eine bestimmte Einwahlgebühr berechnet wird und zudem das Guthaben binnen einer bestimmten Zeit verbraucht sein muß.

Davon nämlich leben diese Firmen…

Grüße

Wendy

Hallo Thomas,

das müssten aber immense Takte sein, auf die Karte wurden nämlich nur 5 Gespräche geführt…

Gruß
(Woly)

Hallo Wendy,

wie schon geschrieben: Es steht nichts im Kleingedruckten (auf der Karte ist nichts Kleingedrucktes). Und verbraucht werden müssen die Einheiten bis 3 Monate nach Erstnutzung - diese Karte ist aber nichtmal zwei Wochen alt…

Gruß
(Woly)