'camera obscura'

Wer kann mir erklären wie eine „camera obscura“ funktioniert?
Und wie bastelt man sich selber eine? Wie werden „solche“ Bilder entwickelt…

Grüße,
Renee

jede lichtdichte Schachtel mit einem kleinen Loch auf der einen Seite ist eine C.O.
Die Bedingungen sind: sehr viel Licht (abhängig von der Lichtentfindlichkeit des Schichtträgers) und genau berechneter Abstand des abzulichtenden Objektes. Hier gibt´s eine Formel (wer kennt die??) Als Trägermaterial musst Du eine absolut ebene Fläche verwenden. Unsere Vorväter habe dazu eine Glasplatte verwendet, die mit einer lichtempfindlichen Emulsion frisch bestrichen war. Die ersten Fotos wurden Stunden Belichtet. Später kam man mit Minuten aus. Die Portraits, die so schön steif aussehen, sind deshalb so, weil die Personen minutenlang stillhalten mussten. Das konnten sie nur, weil sie eine Nackenstütze bekamen.
die Schärfe einer C.O. ist auch nicht gerade überwältigend.

Grüße
Raimund

Hallo Renee!

Eine „Camera obscura“ ist nicht nicht notwendigerweise eine Fotokamera, denn es gab sie schon lange vorher (ca. 17.Jh., wenn ich mich richtig erinnere). Die C.o. ist zuerst einmal ein dunkler Raum der nur auf einer Seite ein (relativ kleines) rundes Loch hat, welches ähnlich einer Linse (durch die Lichtbeugung) ein Abbbild der Außenwelt auf die gegenüberliegende (weiße) Innenwand projeziert. Diese geheimnisvolle Spektakel dient der Belustigung des adeligen Publikums und Malern als Zeichenhilfe. Eine solche C.o. gibt in stationärer Form noch heute im Holographiemuseum in Edingburgh. Dort wird ein Bild von der Spitze des Turms über einen Umlenkspiegel auf einen gewölbten, runden Tisch projeziert. Wegen der langen Brennweite ist es wie der Blick durch ein Fernrohr.

Erst sehr viel später wurden lichtempfindliche Materialien erfunden und dann meist auch in Kameras mit einfachen Linsen eingesetzt.

Heute gibt es seit einigen Jahren wieder einige Lochkameras für experementierfreudige Fotografen zu kaufen, in denen auch normaler Film verwendet werden kann. Alternativ gibt es auch Kappen mit präzisen Löchern für Spiegelreflexkameras zu kaufen, die einem einiges Experimentieren ersparen. Eine gute Bezugsquelle ist www.monochrom.com.

Viel Spaß dabei!
Viele Grüße aus Bonn

Rainer Freynhagen

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Stichwort Lochkamera
ein guter Link:

Viel Spaß!

Camera Obscura
Hallo Rainer !
Warum nach Edinburgh reisen , wenn das Gute so nah liegt :
Eine sehr gut funktionierende C. O. steht in Sachsen !!
Genauer in Hainichen.Wer Interesse daran hat, hier die Adresse:
09661 Hainichen
An der Camera

Gut erreichbar über die A4 , Abfahrt Hainichen.
Viel Spass
Steffen Kuntnawitz
Siehe auch : www.hainichen.de

Hallo Steffen!

Vielen Dank für die Erinnerung! Ich bin auch gleich mal auf die Seite
gesurft. Eigentlich hätte ich ja auch an Hainichen denken können. Irgendwo muß ich sogar noch so ein Info-Faltblatt von dort 'rumliegen haben, das ich mal im Leipziger Rathaus mitgenommen habe, aber da ich mittlerweile auch nicht mehr im schönen Leipzig wohne, bin ich leider noch nie dort gewesen. Interessanterweise wird auf der o.g. Seite auch noch auf andere C.o.'s in Oybin und Mühlheim/Ruhr
hingewiesen.
Also viel Spaß auch an alle anderen Mitleser aus Bonn

Rainer Freynhagen

P.S.: Die Camera in Edingburgh habe ich damals sogar zum Fotografieren benutzt, indem ich einfach die Kamera ohne Objektiv auf den Tisch gelegt habe. Die Ergebnisse sind damals überraschend gut geworden! Die rechnerische Brennweite dürfte bei einigen tausend Millimetern gelegen haben.

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ein guter Link:

Viel Spaß!

Yeah! Wirklich „Bingo!“
…an so was hatte ich gedacht!
Die anderen Antworten bekommen natürlich auch das Prädikat „wertvoll“, Danke Euch allen,

Renee

Bitteschön!

Yeah! Wirklich „Bingo!“
…an so was hatte ich gedacht!

Grüße aus Bonn

Rainer Freynhagen