Was für eine Carboxylase benötigt man für die Carboxylierung von ch4 mit co2?
Hallo Tobias, (sagt man hier so)
Was für eine Carboxylase benötigt man für die Carboxylierung
von ch4 mit co2?
hast Du Belege, daß das überhaupt geht?!
Gandalf (auch das ist hier üblich)
Tach Zauberer!
hast Du Belege, daß das überhaupt geht?!
Gibet, gibet - zumindest den umgekehrten Vorgang, d.h. Acetat wird in CO2 und MH4 umgewandelt.
Und da Enzyme immer Reaktionen in beide Richtungen katalysieren, gibt es so ein Enzym, und ich meine, irgendwelche Methanoautotrophen machen da Zucker draus.
Ich finde nur gerade keinen Namen für das Enzym, geschweige denn die Reaktion in die andere Richtung.
Hier ist jedenfalls ein Suchansatz:
http://www.springerlink.com/content/r02511565p830532/
Viele Grüße!
Ph.
Was für eine Carboxylase benötigt man für die Carboxylierung
von ch4 mit co2?
Wie Scrabz unten schon sagte, wird man bestimmt bei Bakterien fündig. Gibt ja nix, was die nicht könnten…
So habe ich denn mal im Fritsche:Mikrobiologie nachgelesen und bin, glube ich, ungefähr fündig geworden:
Es gibt eine Anaerobe Acetogenese, wo - IM PRINZIP - CO2 and Methan gebunden wird, um daraus Acetat zu machen. Natürlich ist das nicht ein Schritt, sondern viele. Das Methan ist als Methyl-Gruppe an die B12-Methy-Transferase gebunden (das Ch3 wird übrigends zuvor ebenfalls aus CO2 aufgebaut!). Das CO2 wird zunächst zu CO reduziert, und auf dieses Wird die Methyl-Gruppe übertragen. Reduktion und Transfer werden vom Enzym CO-Dehydrogenase katalysiert. Wenn, dann ist das das gesuchte Enzym.
Ja, und dann gibt es ja noch die Methanbakterien. Die Nehmen ja Methan auf und bauen es in ihre Biomasse ein. Das geschieht aber über den Serin-Zyklus, d.h., das (zu Formaldehyd oxidierte) Methan wird auf Glycin übertragen, wobei dann Serin entsteht. Erst drei Reaktionsschritte wird nochmal CO2 aufgenommen und an das entstandene Phosphoenol-Pyruvat gebunden, wobei Oxalecetat entsteht, auf welchem dann nach einigen weiteren Schritten Acetyl abgespalten wird. In der BILANZ ist das also CH4+CO2 -> Actetat, aber das ist nicht ein Schritt, sondern eine ganze Reaktionskette, wo insgesamt 9 verschiedene Enzyme beteiligt sind.
Ich hoffe, das hilft erstmal weiter.
LG
Jochen
Tach Philipp,
und ich meine,
irgendwelche Methanoautotrophen machen da Zucker draus.
ich habe einige Jahre mit Methanbildnern gearbeitet, Methanosarcina Barkeri um es genau zu sagen.
Aber da war es so (wenn ich mich recht erinnere), daß der Schritt Acetat --> CO2 + CH4 irreversibel was. Der Grund ist, daß die Reaktion enthalpisch leicht positiv ist und nur deshalb abläuft, weil das Entropieglied extrem groß ist. Ein mol Flüssigkeit ergibt zwei mol Gas.
Aber Jo hat oben auch gemeint, daß es geht. Da waren die Barkeris entweder eine Ausnahme oderich erinnere mich falsch.
Gandalf
ich habe einige Jahre mit Methanbildnern gearbeitet,
Methanosarcina Barkeri um es genau zu sagen.
Aber da war es so (wenn ich mich recht erinnere), daß der
Schritt Acetat --> CO2 + CH4
irreversibel was.
Methanbildner produzieren bei dieser Reaktion ATP. Da wäre etwas ungünstig, wenn sie reversibel wäre. Wenn man dagegen ATP hinein steckt, dann könnte es zumindest theoretisch auch umgekehert funktionieren, weil die Katalyse selbst in der Tat reversibel ist. Man bräuchte also ein Enzym mit dem gleichen katalytischen Zentrum, aber einer anderen Substratbindungsstelle, die eine hohe Affinität zu CH4 und CO2 und eine geringe Affinität zu Acetat hat.