Carport, an allen Seiten geschlossen, dämmen

Hallo zusammen. Ich möchte ein Carport dämmen. Das Carport ist an drei Seiten mit 2cm dicken Holzbrettern begrenzt, eine Seite schließt direkt an die Hauswand an. Das Dach besteht aus einer Kunststoffhohlkammerplatte, die transparent ist. Diese Carport soll derartig gedämmt sein, dass ich es ganzes Jahr als Werkstatt verwenden kann. Welches Dämmmaterial und welche Stärke davon ratet ihr mir für die Wände. Durch das transparente Dach kommt ausreichend Licht, also wäre es ideal dieses transparente Kunststoffdach auf eine transparente Art und Weise zu dämmen, oder zumindest dass es, so gut es geht das Licht hindurchläßt. Gibt es hierfür Folien oder Anstriche, die man anbringen kann, die als Dämmung dienen, aber noch Licht hindurchlassen. Oder wenn nicht, gibt es transparentes Dachmaterial, welches aber einen guten Dämmwert hat? danke schon mal,
lg Josef

Hallo,

das:

Das Carport ist an drei Seiten mit 2cm dicken Holzbrettern begrenzt, eine Seite schließt direkt an die Hauswand

kann aber kein Carport sein.

Ein Carport im Sinne des Baurechts darf nicht geschlossen sein.

Abgesehen von der fragwürdigen baurechtlichen Siituation:

Lichtdurchlässige Dämmung kann man in begrenzter Weise mit Isolierglas(dach)fenstern realisieren.
Im Übrigen müsste die Dämmung allseitig mindestens 18cm Mineralwolle oder 12 cm Styropor sein. Dazu entsprechender mechanischer Oberflächenschutz und eingebrachte Dampfsperre.
Dabei stellt die nachträgliche Bodenisolierung noch ein besonderes Problem dar.

Insgesamt eine Arbeit für Spezialisten.
Als Laie kann man einfach zu viel verkehrt machen und hat hinterher die reinste Schimmelfabrik.

Was liegt denn aktuell drauf? Eine Einfachstegplatte hat einen u-Wert von ca. 3W/m²K.
Mit einer Sechsfachstegplatte könnte man ca. auf die Hälfte kommen, allerdings kommt dann auch deutlich weniger Licht durch. Für noch bessere Dämmung und deutlich bessere Transparenz braucht’s dann schon richtiges Isolierglas, was natürlich deutlich teurer ist.

Gruß

Michael

Dann nennen wir es Hütte. Anfangs wars ein Carport, wurde dann aber an allen Wänden mit Bretter geschlossen, und nätürlich einer Tür. Baurechtlich ist das Objekt bewilligt und abgenommen.

Das Objekt Ist in seiner Form baurechtlich bewilligt. Als Tischler mit vielseitigen darüber hinausgehenden Erfahrungen im handwerklichen Bereich bezeichne ich mich nicht als Laie und vor allem mit den nötigen Informationen ist es, wenn für den besten „Experten“ möglich, für mich auch möglich.
Danke erstmal für die Informationen. Der Boden besteht derzeit aus Pflastersteinen. Dampfsperre ist klar. Was meinen sie mit Oberflächenschutz?
Das Objekt soll und muss ja bzgl. Dämmung keinen wohneinheitsstandart erfüllen. Ich möchte nur im Winter wie Sommer einen Temperaturbereich von 10 bis 30 Grad erreichen, ohne dass ich im Winter heize.
Lg Josef

Hallo, danke für die Antwort
Aktuell liegt eine hohlkammerplatte aus Kunststoff drauf. Die dicke davon ist 1cm.

Lg Josef

Vergiss es.

Oder vielleicht nur leicht heizen. Vergessen tu ich es nicht. Ich werde auf jeden Fall für eine geringere Temperaturspannbreite sorgen.

Oder vielleicht ein wenig heizen, ich bin ja flexibel bei meinen Plänen

Eine witterungsbeständige feste Oberfläche, die möglichst glatt ist, um die Oberfläche zu minimieren. Das könnnte man nach Aussen z.B. mit von innen gegen die Bretter angebrachten Siebdruckplatten (Schalungplatten für Sichtbeton) realisieren.
Nach innen z.B. eine harte Mineralfaserplatte schon alleine als mechanischem Schutz für die Dampfsperre.
Ausgehend vom „Nullenergie“- Wunsch(traum) wäre unter der Wand eine verrottungssichere und wasserbeständige Isolierung bis in mindestens 80cm Tiefe in den Erdboden einzubauen.

Nur mal so als Anhaltswert: Niedrigenergiehäuser haben ca 25cm Mauerwerk und nochmal ca 25cm Dämmung. Da sind schnell ein paar m² Grundfläche „verschwunden“. Die Dachdämmung hat dann mindestens 30cm.
Gegen das Erdreich wird mit mindestens 10cm Glasschaum unter der Bodenplatte isoliert. Dazu nochmal ca. 10cm (druckfeste?) Dämmung zwischen Bodenplatte und Estrich.
Der Luftaustausch erfolgt kontrolliert über eine Zwangslüftung mit Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung. Hier rechnet man mit ca 10W/m² an erforderlicher Heizleistung.
Letzendlich wirst du wegen der relativ grossen Aussenfläche im Bezug zur Grundfläche und wegen der nicht durchgeheneden Nutzung immer noch mit mindestens 20Watt/m² an Heizleistung rechnen müssen.
Ein Teil davon wird ggf. durch die erforderliche Beleuchtung oder auch Arbeitsmaschinen „geliefert“ werden.