Cash Flow

Wer kann mir anhand eines praktischen Bsp.
erklären was der Cashflow ist ?

Weiters wie dies berechnet wird bzw.
die Zahl welche hinten rauskommt
was für eine Bedeutung hat.
Was weiß ich in Bezug auf andere
Firmeninfos wenn ich den Cash-Flow ermittelt habe ?

Bitte um Hilfe
Danke

Hallo Christian,

die Bezeichnung „Cash-flow“ ist nicht 100% eindeutig, es gibt verschiedene Auslegungen.

Ebenso gibt es verschiedene Berechnungsmöglichkeiten, z.B.

Zahlunsgbedingte Erträge (=Einnahmen)
abzgl. zahlungsbedingte Aufwendungen (=Ausgaben) = cash-flow

oder

Gewinn bzw. Verlust

  • nicht zahlungsbdingte Aufwendungen (z.B. Abschreibungen)
  • nicht zahlungsbedingte Erträge
    =cash-flow

Der cash-flow sagt also aus, wieviel Geld das Unternehmen tatsächlich frei zur Verfügung hat, um z.B. Zinsen / Tilgung für weitere Kredite zahlen zu können. Wenn der Cash-flow negativ ist, dann muß dem Unternehmen Geld zugeführt werden (z.B. vom Eigentümer). Für die Banken ist es also eine Kennzahl für die Kreditwürdigkeit.

Die meisten Bücher sind sehr theoretisch geschrieben und auch teuer, habe jetzt aber 2 günstige und einfach zu lesende Bücher gefunden:

Taschenguide „Bilanzen lesen“, ISBN 3-86027-172-5 Buch anschauen, Preis 12,90 DM

Taschenguide „Kennzahlen“, ISBN 3-86027-205-5 Buch anschauen, Preis 12,90 DM

Beide kommen vom STS-Verlag (gehört zum Haufe-Verlag).

Grüsse

Sven

*dersichinseinerSelbstständigkeitdamitbefassenmusste*

Cash flor heisst „Kassenfluss“, also alles was als Zweckertrag gemacht wurde. Wenn ein Bäcker einen Zweckertrag macht, kommt er aus der Bäckerei, nicht daraus, dass er einen bilanzierten PKW mit Buchwert TDM 5 zu TDM 8 verkauft hat und dadurch ausser-
ordentlichen Ertrag von TDM 3 gemacht hat.
Der fliesst nicht in den Cash Flow.

In der Regel läufts so:

Gewinn TDM 100

  • AfA TDM 100
    = Brutto-CF TDM 200

  • Zinsaufwand TDM 050
    = erweiterter Brutto-Cash-Flow TDM 250

  • Entnahmen TDM 100 (Leb.HaltgKosten usw.)
  • Einlagen TDM 050 (z.B. EST-RückVgt.)
    = Netto-CashFlow TDM 200
  • ZinsTilgg. TDM 130 für Kredite
    = TDM 70 Überdeckung.

So denke ich kann man den CF erklären.
Also die Summe aller selbsterwirtschafteten
Mittel innerhalb der Firma.

AfA heisst Absetzung für Abnutzung und ist ein steuerlicher Posten, der keinen auf-
wendungswirksamen Kostenpunkt ist, da weder was durch das Bankkonto noch über die Kasse fliesst. Es ist ein kalkulatorischer Posten.
Der Unternehmer hat um die Afa weniger Gewinn, von dem reduz. Gewinn zahlt er die EST, also weniger, als wenn keine Afa da wäre.
IdR stellt die Afa effektiv den Tilgungsposten für Kredite dar, d.h. dass die wenigsten Unternehmen ansparen um eine Investition zu finanzieren,s ondern einfach
einen Kredit aufnehmen. Die Afa ist sozusagen Zusatzgewinn, daraus wird die Tilgung bestritten.
Wenn Du mehr wissen willst , mail mir.

Servus, ein Banker

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Die Vorschreiber haben es schon so weit erklärt. Es stimmt, daß es verschiedene Auslegungen gibt, es kommt ja auch auf die Art des Unternehmens an.
Der Cash Flow betrachtet die tatsächlich vorhandenen Geldmittel. Grob gesagt:

Abschreibungen + Gewinn, dann korrigiert um die Differenz einmaliger Einnahmen - einmaliger Ausgaben.

Andreas

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