Hallo, ich habe eine Frage zum Cash Flow.
Und zwar, diesen „Kassazufluss“ den ich (in einer bestimmten Periode) habe, kann man ja „tätig werden“. Investieren, Schulden zahlen, …
Ist dieses Geld aber tatsächlich vorhanden?
Ich meine damit, man geht ja vom Jahresüberschuss aus, und darunter sind ja auch die ganzen Lieferforderungen --> heißt, dass ich zum Beispiel einen hohen Cash Flow habe, aber kein Geld, weil ein Groß Teil Forderungen sind und ich die erst in ein paar Monaten kriege?
DANKE!
Hallo,
Und zwar, diesen „Kassazufluss“ den ich (in einer bestimmten
Periode) habe, kann man ja „tätig werden“. Investieren,
Schulden zahlen, …
Ist dieses Geld aber tatsächlich vorhanden?
der Cashflow bildet die Veränderung des Kassenbestandes bzw. der Kreditkonten ab. Was da am Ende steht, ist vorhanden bzw. eben nicht.
Ich meine damit, man geht ja vom Jahresüberschuss aus, und
darunter sind ja auch die ganzen Lieferforderungen --> heißt,
dass ich zum Beispiel einen hohen Cash Flow habe, aber kein
Geld, weil ein Groß Teil Forderungen sind und ich die erst in
ein paar Monaten kriege?
Ein hoher Cashflow aufgrund einer Reduzierung von Lieferantenforderungen bedeutet, daß man weniger Kredite braucht, um diese zu finanzieren (bzw. sich der Kassenbestand entsprechend erhöht hat), weil Lieferanten ihre Kredite zurückgeführt haben. Der Cashflow ist eine Stromgröße und keine Bestandsgröße.
Gruß
Christian
danke!
Das heißt, dass Geld ist teilweise noch nicht da, man rechnet aber schon damit, oder?
Hallo,
Das heißt, dass Geld ist teilweise noch nicht da, man rechnet
aber schon damit, oder?
nein.
Beispiel 1:
Eröffnungsbilanz Jahr 1:
Forderungen ggü. Kunden 100
Kasse 50
Eigenkapital 50
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 100
Im Laufe des Jahres begleicht der Kunde die offenen Forderungen; da die Verb. ggü. KI langfristig sind, werden diese nicht zurückgeführt. Sonst passiere nichts.
Schlußbilanz Jahr 1:
Kasse 150
Eigenkapital 50
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 100
Cashflow-Rechnung:
Veränderung des Umlaufvermögens (+Reduzierung/-Erhöhung) 100
Cashflow 100
Beispiel 2:
Eröffnungsbilanz Jahr 1:
Forderungen ggü. Kunden 100
Kasse 50
Eigenkapital 50
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 100
Im Laufe des Jahres begleicht der Kunde die offenen Forderungen; mit dem Zahlungseingang werden die Verb. ggü. KI zurückgeführt. Sonst passiere nichts.
Schlußbilanz Jahr 1:
Kasse 50
Eigenkapital 50
Cashflow-Rechnung:
Veränderung des Umlaufvermögens (+Reduzierung/-Erhöhung) 100
Tilgung von Verb. ggü KI -100
Cashflow 0
Ich hoffe, nun ist es klarer. Wenn nicht, weiterfragen.
Gruß
Christian