Castor Transport am 10.4

Hallo,

ihr habt es wahrscheinlich mitbekommen: Nächsten Dienstag
fahren Atommüll-Transporte nach Frankreich. Der Gorleben-
Transport war also nur der Türöffner für eine Lawine von
Transporten ins Ausland.
> SWR Nachrichten 16 Uhr 2.04.01
>
> Neuer Castor-Transport nächste Woche
>
> Mainz: Der nächste Castor-Transport mit Atommüll rollt voraussichtlich
> am Dienstag nächster Woche durch Rheinland- Pfalz. Nach Informationen
> des SWR werden in Wörth Castoren aus
> den Kernkraftwerken Grafenrheinfeld, Biblis und Philippsburg zu einem
> Zug nach Frankreich zusammengekoppelt. Dies wird ca. 2 Stunden dauern.
> Der Grenzübergang soll Lauterbourg sein. Um den Transport zu sichern,
> werden mehrere Hundertschaften Polizei und Grenzschutz eingesetzt

und

> Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
>
> Es gibt im wesentlichen drei Typen von Atomtransporten. Über zwei reden Umweltminister Trittin und Wirtschaftsminister Müller gerne. Ein dritter wird gerne totgeschwiegen … obwohl er in wenigen Tagen rollt.
>
> Typ A) Der Rücktransport von deutschem Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Deutschland (Gorleben) war ein notwendiger Transport, sagt Trittin. Aus internationaler Verantwortung. Müll muß man zurücknehmen.
>
> Typ B) Innerdeutsche Atomtransporte wollen Bundesregierung und Atomwirtschaft vermeiden. Die Castoren sollen kurzerhand an den Kraftwerken verbleiben - auch wenn dann gelegentlich die genehmigte Menge an radioaktiven Substanzen auf dem Kraftwerksgelände überschritten wird. Mit dem Versprechen auf ein Endlager - irgendwann einmal - soll das Zeug einfach dort stehen bleiben.
>
> Über Typ A und B redet die Regierung gerne. Denn der erste Atomtransport ist gut und den zweiten möchte man verhindern (weil er wegen der Demonstrationen politisch und finanziell zu teuer ist).
>
> Geschwiegen wird gerne über …
>
> Typ C), den „Hintransport“ von neuem deutschem Atommüll nach Frankreich. In wenigen Tagen - am 10. April - soll ein solcher Transport mit Müll aus den deutschen Atomkraftwerken Philippsburg, Biblis und Grafenrheinfeld nach Frankreich rollen.
>
> Klammheimlich soll er rollen, denn Wirtschaftsminister Müller (der parteiische ehemalige Manager des Atomkonzerns e.on, Deutschlands größtem Atomkraftwerksbetreiber) geht in Talkrunden elegant über diese - real bevorstehenden - Transporte hinweg und erzählt lieber etwas von den notwendigen und vermiedenen Transporten (z.B. in n-tv 2. April).
>
> Das zeigt: In wenigen Tagen rollt ein nicht notwendiger, ein „böser“ Tranport, über den man lieber schweigt. Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken soll nach Frankreich in die schmutzige Wiederaufarbeitung geschafft werden, damit die deutschen Atomkraftwerke nicht im Atommüll ersticken und noch jahrzehntelang weiterbetrieben werden können.
>
> Es geht einzig und allein um den Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke.
> Das hat auch mit Verantwortung zu tun. Denn die Bundesregierung hat der mächtigen Atomwirtschaft im sogenannten Atomkonsens zugesagt, dass die deutschen Atomkraftwerke noch jahrzehntelang ungestört weiterbetrieben werden dürfen. Sie wird also ihrer Verantwortung gegenüber der Atomwirtschaft gerecht und schafft den störenden Atommüll nach Frankreich.
>
> Auch beim Atomtransport vom Typ A, der soeben aus Frankreich kommend nach Gorleben rollte, ging es weniger um das Verantwortungsgefühl Deuschlands gegenüber Frankreich als vielmehr um das Verantwortungsgefühl dieser Bundesregierung gegenüber ihrer Atomwirtschaft.
>
> Denn der Transport vom Typ C aus dem Atomkraftwerk Philippsburg wäre beinahe schon im vergangenen Herbst nach Frankreich gerollt - wäre dies nicht kurzfristig von der französischen Regierung unterbunden worden. Frankreich
> bestand darauf, dass Deutschland zunächst einmal Müll zurücknimmt, bevor weiterer nach Frankreich geschafft wird. Allein aus diesem Grund rollte vor wenigen Tagen Atommüll aus Frankreich nach Deutschland.
>
> Jetzt also kann endlich wieder deutscher Atommüll nach Frankreich geschafft werden. Damit die deutschen Atomkraftwerke weiterhin Atommüll produzieren können.
>
> Was aber macht die Bevölkerung, wenn sie merkt, dass ihre Regierung klammheimlich das Geschäft Dritter betreibt? Sie geht auf die Straße. Sie nimmt ihr verfassungsrechtlich verbrieftes Demonstrationsrecht war und demonstriert gegen diese Atomtransporte. Diejenigen, die gegen diese Atommülltransporte demonstrieren, stehen im übrigen sicherer auf dem Boden unserer Verfassung als diejenigen, die unter permanenter Rechtsbeugung das Geschäft der Atomindustrie betreiben.
>
> Am Dienstag, den 10. April rollt voraussichtlich früh morgens der Atommüll aus dem Atomkraftwerk Philippsburg (bei Speyer) nach Frankreich.
>
> Nach den sehr erfolgreichen Demonstrationen gegen den Atommülltransport nach Gorleben sind jetzt wieder alle gefragt, sich einzumischen und zu demonstrieren. Auch dieser Atomtransport wird für den Staat nicht ganz billig werden.
>
> An den hohen Kosten aber scheiterten schon unzählige Atomtransporte, die nie fuhren, und unzählige Atomkraftwerke, die nie gebaut wurden. Und wenn die Proteste gegen die Atomenergie weiterhin stark sind, wird auch dieser „Atomkonsens“ zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft wieder zur
>Disposition stehen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Henrik Paulitz
> (Ärzteorganisation IPPNW)
>
>
>
> Weitere Informationen zum Atomtransport
>
> INFO-Telefone:
> 0175/7112894
> 07141/903 363
> 0721/966 3 977
>
>
> INTERNET-Adressen:
>
> http://neckarwestheim.antiatom.de
> http://sortirdunucleaire.org
> http://home.t-online.de/home/anti-atom

Gruß Mic
http://www.mibor.de

wen interessierts??? o.T.
wurschdn!

Mich interessiert’s!
Danke, Mic!

> Typ C), den „Hintransport“ von neuem deutschem Atommüll
nach Frankreich. In wenigen Tagen - am 10. April - soll ein
solcher Transport mit Müll aus den deutschen Atomkraftwerken
Philippsburg, Biblis und Grafenrheinfeld nach Frankreich
rollen.

Konsens ist Nonsense! Weil er als Beruhigungspille nur eine Hintertür zum Weiterbetrieb bildet. Dazu waren die Grünen blöde genug, sich vor den Karren spannen zu lassen. Und jetzt wundern sie sich, daß ihnen scharenweise die Wähler davonlaufen, weil die eben nicht ganz so blöde sind.

> Klammheimlich soll er rollen, denn Wirtschaftsminister
Müller (der parteiische ehemalige Manager des Atomkonzerns
e.on, Deutschlands größtem Atomkraftwerksbetreiber) geht in
Talkrunden elegant über diese - real bevorstehenden -
Transporte hinweg und erzählt lieber etwas von den notwendigen
und vermiedenen Transporten (z.B. in n-tv 2. April).

Deshalb hat also der parteilose Wirtschaftsminister den Herrn Trittin so beherzt vor dem Parlament bei der Rausschmißdebatte in Schutz genommen? Ach so ist das.

> Das zeigt: In wenigen Tagen rollt ein nicht notwendiger,
ein „böser“ Tranport, über den man lieber schweigt. Atommüll
aus deutschen Atomkraftwerken soll nach Frankreich in die
schmutzige Wiederaufarbeitung geschafft werden, damit die
deutschen Atomkraftwerke nicht im Atommüll ersticken und noch
jahrzehntelang weiterbetrieben werden können.

Business as usual.

> Es geht einzig und allein um den Weiterbetrieb der
deutschen Atomkraftwerke.
> Das hat auch mit Verantwortung zu tun. Denn die
Bundesregierung hat der mächtigen Atomwirtschaft im
sogenannten Atomkonsens zugesagt, dass die deutschen
Atomkraftwerke noch jahrzehntelang ungestört weiterbetrieben
werden dürfen. Sie wird also ihrer Verantwortung gegenüber der
Atomwirtschaft gerecht und schafft den störenden Atommüll nach
Frankreich.

Ja, wenn’s ums Geld geht, hört das politische Gewissen auf. Die Lobbyarbeit muß ja auch fruchten, oder?

> Auch beim Atomtransport vom Typ A, der soeben aus
Frankreich kommend nach Gorleben rollte, ging es weniger um
das Verantwortungsgefühl Deuschlands gegenüber Frankreich als
vielmehr um das Verantwortungsgefühl dieser Bundesregierung
gegenüber ihrer Atomwirtschaft.

So ist es.

> Denn der Transport vom Typ C aus dem Atomkraftwerk
Philippsburg wäre beinahe schon im vergangenen Herbst nach
Frankreich gerollt - wäre dies nicht kurzfristig von der
französischen Regierung unterbunden worden. Frankreich
> bestand darauf, dass Deutschland zunächst einmal Müll
zurücknimmt, bevor weiterer nach Frankreich geschafft wird.
Allein aus diesem Grund rollte vor wenigen Tagen Atommüll aus
Frankreich nach Deutschland.

Das nennt man dann Stahlenstau.

> Jetzt also kann endlich wieder deutscher Atommüll nach
Frankreich geschafft werden. Damit die deutschen
Atomkraftwerke weiterhin Atommüll produzieren können.

Wahrscheinlich hatten die Franzosen Angst, auf dem Müll sitzen zu bleiben.

> Was aber macht die Bevölkerung, wenn sie merkt, dass ihre
Regierung klammheimlich das Geschäft Dritter betreibt? Sie
geht auf die Straße. Sie nimmt ihr verfassungsrechtlich
verbrieftes Demonstrationsrecht war und demonstriert gegen
diese Atomtransporte. Diejenigen, die gegen diese
Atommülltransporte demonstrieren, stehen im übrigen sicherer
auf dem Boden unserer Verfassung als diejenigen, die unter
permanenter Rechtsbeugung das Geschäft der Atomindustrie
betreiben.

Wie wahr!

> Am Dienstag, den 10. April rollt voraussichtlich früh
morgens der Atommüll aus dem Atomkraftwerk Philippsburg (bei
Speyer) nach Frankreich.
>
> Nach den sehr erfolgreichen Demonstrationen gegen den
Atommülltransport nach Gorleben sind jetzt wieder alle
gefragt, sich einzumischen und zu demonstrieren. Auch dieser
Atomtransport wird für den Staat nicht ganz billig werden.

> An den hohen Kosten aber scheiterten schon unzählige
Atomtransporte, die nie fuhren, und unzählige Atomkraftwerke,
die nie gebaut wurden. Und wenn die Proteste gegen die
Atomenergie weiterhin stark sind, wird auch dieser
„Atomkonsens“ zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft
wieder zur Disposition stehen.

Beides, sowohl die Kosten als auch die politische Unverträglichkeit, kann dazu beitragen, die Verantwortlichen eines Besseren zu belehren. Nochmals vielen Danke für Deinen Beitrag und die Links.

Gruß Richard

Danke, Mic!

> Typ C), den „Hintransport“ von neuem deutschem Atommüll
nach Frankreich. In wenigen Tagen - am 10. April - soll ein
solcher Transport mit Müll aus den deutschen Atomkraftwerken
Philippsburg, Biblis und Grafenrheinfeld nach Frankreich
rollen.

Konsens ist Nonsense! Weil er als Beruhigungspille nur eine
Hintertür zum Weiterbetrieb bildet. Dazu waren die Grünen
blöde genug, sich vor den Karren spannen zu lassen. Und jetzt
wundern sie sich, daß ihnen scharenweise die Wähler
davonlaufen, weil die eben nicht ganz so blöde sind.

Ich denke nicht dass die sich wundern, daß Ihnen die Wähler davon laufen.
Was aber mit Sicherheit nicht nur an deren Atompolitik liegt.
Gut, deswegen rennen vielleicht auch Stammwähler davon. Aber auch die sollten mal einsehen, daß es nicht damit getan ist gegen etwas zu sein, sondern dass das machbare getan wird.

Realismus statt Illusionen. Schließlich sind die Grünen nun nicht mehr in der Opposition, wo man einfach mal gegen alles sein kann. Regieren ist eben nicht so einfach.

> Klammheimlich soll er rollen, denn Wirtschaftsminister
Müller (der parteiische ehemalige Manager des Atomkonzerns
e.on, Deutschlands größtem Atomkraftwerksbetreiber) geht in
Talkrunden elegant über diese - real bevorstehenden -
Transporte hinweg und erzählt lieber etwas von den notwendigen
und vermiedenen Transporten (z.B. in n-tv 2. April).

Deshalb hat also der parteilose Wirtschaftsminister den Herrn
Trittin so beherzt vor dem Parlament bei der Rausschmißdebatte
in Schutz genommen? Ach so ist das.

Dass Trittin kein Fettnäpfchen ausläßt, weiss jeder objektive Betrachter. In einer Partei, die in Fundis und Realos gespalten ist, arbeitet sich es wohl auch schwer. einer dieser Gruppen passt immer irgendwas nicht.
Dass sich die Fundis nicht von den Grünen abspalten wundert aber auch nicht. Sie würden dann in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.

> Das zeigt: In wenigen Tagen rollt ein nicht notwendiger,
ein „böser“ Tranport, über den man lieber schweigt. Atommüll
aus deutschen Atomkraftwerken soll nach Frankreich in die
schmutzige Wiederaufarbeitung geschafft werden, damit die
deutschen Atomkraftwerke nicht im Atommüll ersticken und noch
jahrzehntelang weiterbetrieben werden können.

Business as usual.

So habt es die alte Regierung in lang laufenden Verträgen geregelt, deren Bruch verdammt teuer würde. Abgesehen davon gibt es derzeit kein Alternativkonzept, das sofort greifen könnte.
Eine Aufbereitung in Deutschland haben die Atomgegner ja selbst verhindert (siehe Wackersdorf).
Was also tun mit dem Scheiss??? Haben die Gegner irgend einen vernünftigen Vorschlag, der auch realisierbar wäre? Ich denke nicht.

> Es geht einzig und allein um den Weiterbetrieb der
deutschen Atomkraftwerke.
> Das hat auch mit Verantwortung zu tun. Denn die
Bundesregierung hat der mächtigen Atomwirtschaft im
sogenannten Atomkonsens zugesagt, dass die deutschen
Atomkraftwerke noch jahrzehntelang ungestört weiterbetrieben
werden dürfen. Sie wird also ihrer Verantwortung gegenüber der
Atomwirtschaft gerecht und schafft den störenden Atommüll nach
Frankreich.

Ja, wenn’s ums Geld geht, hört das politische Gewissen auf.
Die Lobbyarbeit muß ja auch fruchten, oder?

Das ganze läuft mangel Alternativen so. Und jetzt bitte keine Diskusion über hätte man damals das Geld in die Forschung nach Umweltverträglichen Energien wie Solarenergie gesteckt… leider wars halt nicht so, und jetzt muss man halt sehen was man draus macht.

> Auch beim Atomtransport vom Typ A, der soeben aus
Frankreich kommend nach Gorleben rollte, ging es weniger um
das Verantwortungsgefühl Deuschlands gegenüber Frankreich als
vielmehr um das Verantwortungsgefühl dieser Bundesregierung
gegenüber ihrer Atomwirtschaft.

So ist es.

Hier ging es um bestehende Verträge aus der Regierung Kohl, deren Bruch zu Klagen in mehrselliger Mrd. Höhe führen würde.

> Denn der Transport vom Typ C aus dem Atomkraftwerk
Philippsburg wäre beinahe schon im vergangenen Herbst nach
Frankreich gerollt - wäre dies nicht kurzfristig von der
französischen Regierung unterbunden worden. Frankreich
> bestand darauf, dass Deutschland zunächst einmal Müll
zurücknimmt, bevor weiterer nach Frankreich geschafft wird.
Allein aus diesem Grund rollte vor wenigen Tagen Atommüll aus
Frankreich nach Deutschland.

Das nennt man dann Stahlenstau.

Vielleicht StRahlenstau. Aber das ändert auch nix am dilema das wir da haben.

> Jetzt also kann endlich wieder deutscher Atommüll nach
Frankreich geschafft werden. Damit die deutschen
Atomkraftwerke weiterhin Atommüll produzieren können.

Wahrscheinlich hatten die Franzosen Angst, auf dem Müll sitzen
zu bleiben.

Möglich, abgesehen davon haben die wohl auch nur beschränkte Lagermöglichkeiten.

> Was aber macht die Bevölkerung, wenn sie merkt, dass ihre
Regierung klammheimlich das Geschäft Dritter betreibt? Sie
geht auf die Straße. Sie nimmt ihr verfassungsrechtlich
verbrieftes Demonstrationsrecht war und demonstriert gegen
diese Atomtransporte. Diejenigen, die gegen diese
Atommülltransporte demonstrieren, stehen im übrigen sicherer
auf dem Boden unserer Verfassung als diejenigen, die unter
permanenter Rechtsbeugung das Geschäft der Atomindustrie
betreiben.

Wie wahr!

Demonstrieren finde ich ja auch o.k., schließlich muss irgendwann mal eine Lösung für den Mist her.
Aber bitte ein bischen mehr Realismus. Deutscher Müll zurück nach Deutschland ist erst mal normal.
Gleise zu blockieren und Schienen anzusägen ist definitiv keine Art.
Auch finde ich es lustig, wie sicher sich die Blockierer sein können, daß Sie von der Polizei entfernt werden. diese 4 einbetonierten wären ohne Polizeiliche Hilfe wahrscheinlich nie mehr da los gekommen…

> Am Dienstag, den 10. April rollt voraussichtlich früh
morgens der Atommüll aus dem Atomkraftwerk Philippsburg (bei
Speyer) nach Frankreich.
>
> Nach den sehr erfolgreichen Demonstrationen gegen den
Atommülltransport nach Gorleben sind jetzt wieder alle
gefragt, sich einzumischen und zu demonstrieren. Auch dieser
Atomtransport wird für den Staat nicht ganz billig werden.

> An den hohen Kosten aber scheiterten schon unzählige
Atomtransporte, die nie fuhren, und unzählige Atomkraftwerke,
die nie gebaut wurden. Und wenn die Proteste gegen die
Atomenergie weiterhin stark sind, wird auch dieser
„Atomkonsens“ zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft
wieder zur Disposition stehen.

Beides, sowohl die Kosten als auch die politische
Unverträglichkeit, kann dazu beitragen, die Verantwortlichen
eines Besseren zu belehren. Nochmals vielen Danke für Deinen
Beitrag und die Links.

Wer hier extra hohe Kosten verursacht, der verschwendet des Steuerzahlers Gelder die anderswo eigentlich dringend gebraucht werden.

Ich bin auch dafür, dass hier eine entgültige Lösung gefunden wird, da Atommüll problematisch ist, aber bitte werft euch nicht vor die Gleise…

Gruß Ivo

Ich denke nicht dass die (Grünen) sich wundern, daß Ihnen die :Wähler davon laufen. Was aber mit Sicherheit nicht nur an deren :Atompolitik liegt. Gut, deswegen rennen vielleicht auch :Stammwähler davon. Aber auch die sollten mal einsehen, daß es :nicht damit getan ist gegen etwas zu sein, sondern dass das :machbare getan wird.
Realismus statt Illusionen. Schließlich sind die Grünen nun :nicht mehr in der Opposition, wo man einfach mal gegen alles :sein kann. Regieren ist eben nicht so einfach.

Jetzt lernen die Grünen in der Regierung, wie man Wähler verschaukelt, was ihnen ja schon Joschka Fischer zuvor in jahrelanger subtiler Kleinarbeit auf diversen Parteitagen mit ausgefeilten rhetorisch brillanten Reden vorexerciert hat. Bloß die Masse der Delegierten hat es gar nicht gemerkt und ist ihm auf den Leim gegangen, nachdem er Leute mit Verstand wie Jutta Ditfurt oder Manfred Zieran herausgeekelt hatte. Fundis gibt’s doch schon lange nicht mehr bei den Grünen.

Dass Trittin kein Fettnäpfchen ausläßt, weiss jeder objektive :Betrachter. In einer Partei, die in Fundis und Realos gespalten :ist, arbeitet sich es wohl auch schwer. einer dieser Gruppen :stuck_out_tongue:asst immer irgendwas nicht. Dass sich die Fundis nicht von :den Grünen abspalten wundert aber auch nicht. Sie würden dann :in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Schnee von gestern, es gibt keine Fundis mehr. Trittin mag wohl links stehen, aber realissimo, sonst hätte er den Konsens mit der Industrie nie unterschrieben.

So habt es die alte Regierung in lang laufenden Verträgen :geregelt, deren Bruch verdammt teuer würde. Abgesehen davon :gibt es derzeit kein Alternativkonzept, das sofort greifen :könnte. Eine Aufbereitung in Deutschland haben die Atomgegner :ja selbst verhindert (siehe Wackersdorf). Was also tun mit :dem Scheiss??? Haben die Gegner irgend einen vernünftigen :Vorschlag, der auch realisierbar wäre? Ich denke nicht.

Ach Du meinst die in ihrer Harmlosigkeit einer Fahrradspeichenfabrik (O-Ton Strauss) gleichende Anlage in Wackersdorf, die die Proteste Gott sei Dank verhindert haben (aber nur aus wirtschaftlichen Überlegungen letztendlich). Einstieg in die Plutoniumwirtschaft mit dem ganzen atomwaffentechnischen Rattenschwanz? Trotz La Hague und Sellafield? Nein, Wiederaufbereitung verstärkt ja nur den Profitkreislauf und erhöht das Gefährdungspotenzial.

Das ganze läuft mangel Alternativen so. Und jetzt bitte keine :smiley:iskusion über hätte man damals das Geld in die Forschung nach :Umweltverträglichen Energien wie Solarenergie gesteckt… :leider wars halt nicht so, und jetzt muss man halt sehen was :man draus macht.

Aber aus Fehlern sollte man lernen und die Regierung sollte endlich mit dem Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (EEG) vorankommen, wenn sie es mit dem Ausstieg ernst meint.

Demonstrieren finde ich ja auch o.k., schließlich muss :irgendwann mal eine Lösung für den Mist her. Aber bitte ein :bischen mehr Realismus. Deutscher Müll zurück nach Deutschland :ist erst mal normal. Gleise zu blockieren und Schienen :anzusägen ist definitiv keine Art. Auch finde ich es lustig, :wie sicher sich die Blockierer sein können, daß Sie von der :stuck_out_tongue:olizei entfernt werden. diese 4 einbetonierten wären ohne :stuck_out_tongue:olizeiliche Hilfe wahrscheinlich nie mehr da los :gekommen…

Die Einbettonierer haben gezeigt, daß sie Mut haben für ein Ziel: nämlich den tatsäöchlichen Ausstieg aus der Kernenergie und nicht nur den vorgegaukelten, um das Volk erst mal ruhig zu stimmen. Je weniger bzw je langsamer der Rücktransport nach Deutschland funktioniert, um so langsamer geht der „Vortransport“ nach La Hague vonstatten. Da ist dann irgendwann mal die Rentabilitätsgrenze erreicht. Spätestens dann, wenn der Shareholder Value nicht mehr stimmt und die Aktionäre sich abwenden, werden die AKW’s tatsächlich abgeschaltet. Deshalb halte ich die Demos für richtig und wichtig.

Wer hier extra hohe Kosten verursacht, der verschwendet des :Steuerzahlers Gelder die anderswo eigentlich dringend gebraucht :werden.
Ich bin auch dafür, dass hier eine entgültige Lösung :gefunden wird, da Atommüll problematisch ist, aber bitte werft :euch nicht vor die Gleise…

Steuergelder nur, was die Kosten für die Bereitstellung der polizeilichen Schutztruppen angeht, nicht aber, was die Rentabilität der Kraftwerke selbst angeht (s.o.). Und wo kein Profit, da auch keine Lobbies, da auch keine Korruption, keine Köfferchen aus der Schweiz oder Liechtenstein für den Wahlkampf. So einfach ist das.

Richard

Mich auch nicht!!!

Eher lach’ ich mich kaputt, dass dem achso grünen Herrn Trittin (Porschefahrer !!!) auch klar werden musste, dass ein einfacher Ausstieg aus der Atomenergie nicht von heute auf Morgen zu schaffen ist. Nur grüne Jungs können so an eine Sache herangehen, keine ernsthaften Menschen, die wirklich etwas ändern wollen. Allerdings - selbst in letzterem hat der feine Herr so ziemlich versagt. Da bleibt doch den ehemals getreuen Anhängern wieder einmal nur EIN Argument: Rabatz machen ohne Sinn und Verstand! Wie im Kindergarten! Wie beim Castortransport…

Aber aus Fehlern sollte man lernen und die Regierung sollte
endlich mit dem Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus
Erneuerbaren Energien (EEG) vorankommen, wenn sie es mit dem
Ausstieg ernst meint.

Hallo,
dieses Gesetz gibt es schon seit einem Jahr.
ich zitiere aus einer Pressemitteilung der Grünen:

„Die rot-grüne Bundesregierung fördert umweltfreundliche Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Erdwärme. Ein Jahr nach seinem Inkrafttreten hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen Boom in der regenerativen Energieerzeugung ausgelöst. Seit Grüne mitregieren hat sich die Produktion des Stromes, der nach dem EEG vergütet wird, verdoppelt.
10.000 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und 15 Mio. t CO2 vermieden.
Die Energieeinsparung im Gebäudebereich ist wesentlich verbessert worden.
Durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden Altbauten mit schlechter Energiebilanz saniert und sparen damit Energie ein. Durch die Energieeinsparverordnung wird bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen Energieeinsparung zwingend vorgeschrieben.“

Gruß Mic
http://www.mibor.de

Energieeinspeisungsgesetz (EEG)

Hallo,
dieses Gesetz (Energieeinspeisungsgesetz) gibt es schon seit :einem Jahr.

Ist mir bekannt, nur die Umsetzung (das hatte ich mit Vorantreiben gemeint) leidet an der Finanzierbarkeit, das walte Hans Eichel.

ich zitiere aus einer Pressemitteilung der Grünen:
"Die rot-grüne Bundesregierung fördert umweltfreundliche
Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und
Erdwärme. Ein Jahr nach seinem Inkrafttreten hat das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen Boom in der
regenerativen Energieerzeugung ausgelöst. Seit Grüne
mitregieren hat sich die Produktion des Stromes, der nach dem
EEG vergütet wird, verdoppelt.

Gerade die Subventionierung des Solarstroms wird so in der Höhe sicher nicht fortgesetzt werden können, wenn man bedenkt, daß im Gegenzug bei der Ökosteuer viel weniger reinkommt als erwartet wurde. Außerdem ist das grünes Terrain; vor der Wahl wird Schröder samt Finanzminister eher die eigene Klientel bedienen, wie z.B. Herrn Scharping: das gibt Wählerstimmen, weil die Bundeswehr ein stattlicher Multiplikator ist.

10.000 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und 15 Mio. t CO2
vermieden.
Die Energieeinsparung im Gebäudebereich ist wesentlich
verbessert worden.
Durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden Altbauten mit
schlechter Energiebilanz saniert und sparen damit Energie ein.
Durch die Energieeinsparverordnung wird bei Neubauten und
Gebäudemodernisierungen Energieeinsparung zwingend
vorgeschrieben."

Alles richtig und schön. Nur wollen wir hoffen, daß die Anschubenergie auch ausreicht, die Lokomotive ins Ziel zu bringen. Die fiskalpolitischen Überlegungen innerhalb der SPD lassen nicht Gutes ahnen.

Gruß Richard

…und das schöne kam heute in den Nachrichten: Demonstrations- und Versammlungsverbot entlang der Wege. Und: „Wegtraggebühr“!
Grüße
Raimund