Hallo,
ihr habt es wahrscheinlich mitbekommen: Nächsten Dienstag
fahren Atommüll-Transporte nach Frankreich. Der Gorleben-
Transport war also nur der Türöffner für eine Lawine von
Transporten ins Ausland.
> SWR Nachrichten 16 Uhr 2.04.01
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> Neuer Castor-Transport nächste Woche
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> Mainz: Der nächste Castor-Transport mit Atommüll rollt voraussichtlich
> am Dienstag nächster Woche durch Rheinland- Pfalz. Nach Informationen
> des SWR werden in Wörth Castoren aus
> den Kernkraftwerken Grafenrheinfeld, Biblis und Philippsburg zu einem
> Zug nach Frankreich zusammengekoppelt. Dies wird ca. 2 Stunden dauern.
> Der Grenzübergang soll Lauterbourg sein. Um den Transport zu sichern,
> werden mehrere Hundertschaften Polizei und Grenzschutz eingesetzt
und
> Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
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> Es gibt im wesentlichen drei Typen von Atomtransporten. Über zwei reden Umweltminister Trittin und Wirtschaftsminister Müller gerne. Ein dritter wird gerne totgeschwiegen … obwohl er in wenigen Tagen rollt.
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> Typ A) Der Rücktransport von deutschem Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Deutschland (Gorleben) war ein notwendiger Transport, sagt Trittin. Aus internationaler Verantwortung. Müll muß man zurücknehmen.
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> Typ B) Innerdeutsche Atomtransporte wollen Bundesregierung und Atomwirtschaft vermeiden. Die Castoren sollen kurzerhand an den Kraftwerken verbleiben - auch wenn dann gelegentlich die genehmigte Menge an radioaktiven Substanzen auf dem Kraftwerksgelände überschritten wird. Mit dem Versprechen auf ein Endlager - irgendwann einmal - soll das Zeug einfach dort stehen bleiben.
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> Über Typ A und B redet die Regierung gerne. Denn der erste Atomtransport ist gut und den zweiten möchte man verhindern (weil er wegen der Demonstrationen politisch und finanziell zu teuer ist).
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> Geschwiegen wird gerne über …
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> Typ C), den „Hintransport“ von neuem deutschem Atommüll nach Frankreich. In wenigen Tagen - am 10. April - soll ein solcher Transport mit Müll aus den deutschen Atomkraftwerken Philippsburg, Biblis und Grafenrheinfeld nach Frankreich rollen.
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> Klammheimlich soll er rollen, denn Wirtschaftsminister Müller (der parteiische ehemalige Manager des Atomkonzerns e.on, Deutschlands größtem Atomkraftwerksbetreiber) geht in Talkrunden elegant über diese - real bevorstehenden - Transporte hinweg und erzählt lieber etwas von den notwendigen und vermiedenen Transporten (z.B. in n-tv 2. April).
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> Das zeigt: In wenigen Tagen rollt ein nicht notwendiger, ein „böser“ Tranport, über den man lieber schweigt. Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken soll nach Frankreich in die schmutzige Wiederaufarbeitung geschafft werden, damit die deutschen Atomkraftwerke nicht im Atommüll ersticken und noch jahrzehntelang weiterbetrieben werden können.
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> Es geht einzig und allein um den Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke.
> Das hat auch mit Verantwortung zu tun. Denn die Bundesregierung hat der mächtigen Atomwirtschaft im sogenannten Atomkonsens zugesagt, dass die deutschen Atomkraftwerke noch jahrzehntelang ungestört weiterbetrieben werden dürfen. Sie wird also ihrer Verantwortung gegenüber der Atomwirtschaft gerecht und schafft den störenden Atommüll nach Frankreich.
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> Auch beim Atomtransport vom Typ A, der soeben aus Frankreich kommend nach Gorleben rollte, ging es weniger um das Verantwortungsgefühl Deuschlands gegenüber Frankreich als vielmehr um das Verantwortungsgefühl dieser Bundesregierung gegenüber ihrer Atomwirtschaft.
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> Denn der Transport vom Typ C aus dem Atomkraftwerk Philippsburg wäre beinahe schon im vergangenen Herbst nach Frankreich gerollt - wäre dies nicht kurzfristig von der französischen Regierung unterbunden worden. Frankreich
> bestand darauf, dass Deutschland zunächst einmal Müll zurücknimmt, bevor weiterer nach Frankreich geschafft wird. Allein aus diesem Grund rollte vor wenigen Tagen Atommüll aus Frankreich nach Deutschland.
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> Jetzt also kann endlich wieder deutscher Atommüll nach Frankreich geschafft werden. Damit die deutschen Atomkraftwerke weiterhin Atommüll produzieren können.
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> Was aber macht die Bevölkerung, wenn sie merkt, dass ihre Regierung klammheimlich das Geschäft Dritter betreibt? Sie geht auf die Straße. Sie nimmt ihr verfassungsrechtlich verbrieftes Demonstrationsrecht war und demonstriert gegen diese Atomtransporte. Diejenigen, die gegen diese Atommülltransporte demonstrieren, stehen im übrigen sicherer auf dem Boden unserer Verfassung als diejenigen, die unter permanenter Rechtsbeugung das Geschäft der Atomindustrie betreiben.
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> Am Dienstag, den 10. April rollt voraussichtlich früh morgens der Atommüll aus dem Atomkraftwerk Philippsburg (bei Speyer) nach Frankreich.
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> Nach den sehr erfolgreichen Demonstrationen gegen den Atommülltransport nach Gorleben sind jetzt wieder alle gefragt, sich einzumischen und zu demonstrieren. Auch dieser Atomtransport wird für den Staat nicht ganz billig werden.
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> An den hohen Kosten aber scheiterten schon unzählige Atomtransporte, die nie fuhren, und unzählige Atomkraftwerke, die nie gebaut wurden. Und wenn die Proteste gegen die Atomenergie weiterhin stark sind, wird auch dieser „Atomkonsens“ zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft wieder zur
>Disposition stehen.
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> Mit freundlichen Grüßen
> Henrik Paulitz
> (Ärzteorganisation IPPNW)
>
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> Weitere Informationen zum Atomtransport
>
> INFO-Telefone:
> 0175/7112894
> 07141/903 363
> 0721/966 3 977
>
>
> INTERNET-Adressen:
>
> http://neckarwestheim.antiatom.de
> http://sortirdunucleaire.org
> http://home.t-online.de/home/anti-atom
Gruß Mic
http://www.mibor.de
asst immer irgendwas nicht. Dass sich die Fundis nicht von :den Grünen abspalten wundert aber auch nicht. Sie würden dann :in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.
iskusion über hätte man damals das Geld in die Forschung nach :Umweltverträglichen Energien wie Solarenergie gesteckt… :leider wars halt nicht so, und jetzt muss man halt sehen was :man draus macht.