Hy,
Aber nun lese ich, dass es selbst bei Cat.5e noch ungeschirmte
„UTP“-Kabel gibt. Wo liegen die Unterschiede wenn man durch
ein ungeschirmtes Kabel auch Gbit laufen lassen kann?
Die Zuverlässigkeit. Können tut man alles, aber obs
dann auch zuverlässig nach Norm ist, ist was anderes.
Abgesehen davon gibts ja auch noch Unterschiede zwischen
verlege und Patchkabel…
Die sind klar. Für in die Wände (das Flexrohr EN32) nehme ich starres Verlegekabel.
Was ist zu empfehlen? Das Kabel dass ich bis jetzt gewählt
hatte, ist angegeben mit „100 Meter Cat5e geschirmt
Verlegekabel - AWG 24 für AP und UP Dosen“.
Verlegekabel würde ichpersönlich nicht sparen und hier eher
ein CAT6 oder noch höher verwenden. Ist natürlich immer eine
Preisfrage, aber das verlegt man nur einmal … nicht am
falschen Ende sparen…
Naja, ich muss es nicht „nur einmal“ verlegen.
Das Verlegen ist eine Kleinigkeit (mit meinem System).
Das hier ist ein Bungalow mit Keller. Ich werde unter dem Fussboden (an der Kellerdecke) 110x60mm-Tehalit-Kabalkanal anschrauben.
Durch die Decke wird ein 32m Loch schräg gebohrt, so dass man innerhalb eines Schlitzes herauskommt den man vom Boden bis zur Steckdosenhöhe (daneben ist eine Steckdose die natürlich auf gleicher Höhe sein soll) gestemmt hat. Dort ist dann ein Loch für die UP-Dose (Zentrum ca. 33cm). Die UP-Dose bekommt selbstgemachte 32mm-Löcher, damit die Kabel auch Platz haben. Besser geht es nicht. Besser als der Standard.
Durch das dicke 32mm-Rohr lässt sich jederzeit problemlos Kabel neu ziehen.
Dass das auch geht beweist die erste „Probebohrung“ im Wohnzimmer. Ein perfektes Beispiel. Auch die Dosen sind schon angepasst. Neben die erste kommen noch zwei. Da sind die großen Löcher/Übergänge und das dicke Rohr zur ersten schon wichtig. Die Kabel soll man ja auch nicht knicken. Die erste Dose wird eine Sat-Dose (2 x 8mm dicke Koaxkabel), dann 2x Netzwerk und dann einmal ISDN. an den anderen Stellen reicht eine ISDN-Netzwerk-Kombi. Beim TV sollen es aber zwei Netzwerkanschlüsse für zwei DVB-Empfänger. Erst mal 2 D-Box2en mit Neutrino. Dann, falls ich mal eine gute HTPC-Lösung zum laufen bekomme, kommen die in andere Räume (bis dahin evtl. noch alte analoge) und der HTPC übernimmt das Medienzentrum inkl. Server für die DBox2en (speichern und abspielen von Filmen, Audios, Fotos usw. auf/vom PC).
Soviel zur Situation…
Cat6 kostet anscheinend das sechsfache von Cat.5e, und es hat anscheinend keinen Vorteil. Nicht technisch (GBit geht noch, und darüber kommt eh was anderes als Kupfer, bzw. irgendwann wird dann eher auf LWL gewechselt, als noch auf ein eventuell mögliches 10Gbit-Kupfer für dann eh andere Dosen und Stecker nötig sind), und auch nicht unter Ökonomischen Punkten, denn das Kabel kostet ja mindestens das sechsfache und es ist wie angegeben kein problem es irgendwann zu wechseln (was „irgendwann“ sowieso beim Übergang zu LWL geschehen müsste). Und mehr als 20 Meter wird es wohl nie am Stück werden. Evtl. mal an die 22 Meter (hatte das schon skizziert, um grob die Menge zu bestimmen).
Daher stellt sich erst mal die Frage: Ist „SFTP“ mit doppelter Schirmung (Folie und Geflecht) für das verlegen nötig, oder reicht da das oft günstig angebotetene „FTP“ mit reiner Folienschirnung? Die fertig konfektionierten Patchkabel für z.B. 1,5 Euro/2m sind bis jetzt alles „SFTP“ (was ich so fand). Ist es da also so, dass für das Verlegekabel „FTP“ reicht, und für die losen Kabel doppelt geschirmtes? Ist ja alles „Cat.5e“ dass Gbit kann.
Beim Satkabel haben wir Vierfach geschirmtes inkl. Gel (da kleben einem die Draht"fusseln" an den Fingern…) mit >120db gewählt (besser geht es anscheinend nicht).
Aber ich meine dass Sat auch empfindlicher ist. Gerade und hauptsächlich wegen dem Schnurlostelefon was sonst die digitale Frequenz des ProSiebenSat.1-Transponders stört. Das kenne ich schon.
Ansonsten kann man mal unter http://www.kabelfaq.de/ wegen den
enstprechenden Normen/Aufbauten des Kabels nachschauen.
Ja, aber ob das meine Frage bezüglich der Kabelwahl beantwortet? Was da steht, weiß ich ja (jetzt auch durch zwischenzeitliche Recherche) anscheinend schon.
Das sind Fragen die nicht in Normen beantwortet werden. Z.B. ob doppelt geschirmtes Cat.5e zum Verlegen einen merklichen bzw. messbaren (praktisch) Unterschied gegenüber einfach geschirmtem bringt. Mehr als 1 Gbit maximal musss da eh nie durch. Es kommt darauf an, ob es in der Benutzung später mal merkliche Unterschiede macht. Für 100Mbit ist das wohl sowieso irrelevant ob Cat.5e oder aufwärts (abgesehen vom starken Preisunterschied), und ob es bei 1Gbit einen merklichen Unterschied macht ist die Frage.