CD brennen

Hallo!

Hab mal 'ne dumme Frage:
Ein Kommilitone von mir meint, dass CDs, die mit der maximalen Brenngeschwindigkeit gebrannt werden nicht so lange halten, wie CDs, die mit einer langsameren Geschwindigkeit gebrannt werden. Also unter Benutzung meint er, dass die CDs auch mal im Auto rumfliegen!
Stimmt das?!?!?!?
Ich habe ihn ausgelacht, aber er ist der festen Überzeugung!

Gruß Carsten

Hi Carsten

Hab mal 'ne dumme Frage:
Ein Kommilitone von mir meint, dass CDs, die mit der maximalen
Brenngeschwindigkeit gebrannt werden nicht so lange halten,
wie CDs, die mit einer langsameren Geschwindigkeit gebrannt
werden. Also unter Benutzung meint er, dass die CDs auch mal
im Auto rumfliegen!
Stimmt das?!?!?!?
Ich habe ihn ausgelacht, aber er ist der festen Überzeugung!

in der Anfangszeit der CDs war das tatsächlich manchmal so, dass zB externe CD-Leser die CD besser auslesen konnte, wenn sie langsam gebrannt war. (das war noch mit Geschwindigkeiten von 2x, 4x, 8x)
Mittlerweile stimmt das schon lange nicht mehr.
Moderne CD-Laser brennen ihre Bits auch mit maximaler Geschwindigkeit korrekt, und nicht besser, wenn sie langsamer laufen.
Ergo: est stimmte einmal, aber es stimmt schon lange nicht mehr :smile:

Gruss
ExNicki

Moien

Inzwischen ist ein anderer Punkt deutlich wichtiger als die Brenngeschwindigkeit. Der Brenner muss dne Rohlingstypen kennen. In der Firmware der Brenner sind Rohlingarten vermerkt. Wenn man einen solchen Rohling benutzt ist das Resultat besser (weil der Brenner weiss wie er mit dem Rohling umzugehen hat).

cu

Hallo!

Ich wage mal, meinen Vorgängern zu widersprechen.

Laut Ct Untersuchung ist die Schreibqualität schnell gebrannter Datenträger tatsächlich schlechter als bei langsamer gebrannten Datenträgern. Und das nicht nur, weil die schneller drehende Scheibe natürlich mehr Probleme mit Unwucht hat.

Bei einer gepressten CD sind die Pits und Lands schön ausgeformte regelmäßige Formen (abgerundete Vierecke), bei Lasergebranntem versucht der Laser das nachzuzeichnen. Konkret brennt er eine wesentlich dünnere Spur und versucht die Pits und Lands dadurch zu bekommen dass er die benötigte Form praktisch „ausmalt“ indem er seinen Brennpunkt leicht nach innen und außen „zittern“ lässt. Schwer zu erklären. leicht zu zeichnen :smile:

Brennt man schneller, wird die Qualität der „Ausmalung“ schlechter. Das kann natürlich dazu führen, dass ein schlechtes/altersschwaches Laufwerk eine schneller gebrannte CD eventuell gerade nicht mehr lesen kann, während eine langsamer gebrannte gerade noch geht. Auf jeden Fall kann man aber nachweisen, dass bei schneller gebrannten CDs die eingebaute Fehlerkorrektur des Laufwerks mehr ackern muss als bei langsamer gebrannten CDs. Schade dass die meisten Laufwerke darüber keine Zähler nach außen geben, sonst wäre es leichter, das nachzustellen. So muss ich mich leider auch auf Hörensagen berufen.

Aber die ursprüngliche Aussage, langsamer gebrannte CDs seien „haltbarer“, ist natürlich Unfug.

…Armin

Sagen wir mal - er hat indirekt recht.

Wenn man langsamer brennt, ist die Brennqualität i.A. besser.
Soll heissen: wenn man nicht mit der maximalen Brenngeschwindigkeit rangeht. Und irgendwo gibt’s dann auch eine sinnvolle Untergrenze.

Also, die Brennqualität eines DVD-Rohlings ist mit 8-facher Brenngeschwindigkeit meist besser als mit 16-fach. Eine weitere Reduzierung auf 4-fach bringt allerdings nichts (nennenswertes) mehr. Ist genau so auch bei jedem Brenner/Rohlingstest der c’t nachzulesen.

Nun altern gebrannte Rohlinge - immer, auch wenn man sie noch so gut behandelt. Irgendwann wird bei diesem Alterungsprozess eine Marke erreicht, bei der unvermeidbare Fehler so gehäuft auftreten, das sie nicht mehr korrigierbar sind. Dann gibt’s die ersten Fehlermeldungen von Windows bzw. die ersten Aussetzer vom Player.
Je besser der Rohling gebrannt ist, desto größer ist ganz einfach die Reserve, bis dieser Punkt erreicht ist. Ergo halten langsam gebrannte Rohlinge länger.

Und da es keinen nennenswerten Unterschied macht, ob die Brennung einer DVD nun 6, 9 oder 15 Minuten dauert (schließlich hau ich keine 20 Stück am Tag durch) brenne ich nie schneller als 4-fach und bin damit immer gut gefahren.

Bei CDs, die im Auto liegen, ist diese Frage allerdings nicht wirklich sinnvoll. Extreme Temperaturen und u.U. direkte Sonneneinstrahlung töten Rohlinge mit hoher Geschwindigkeit. Gebrannte CDs für’s Auto sollte man vorneherein unter „Verbrauchsmaterial“ abschreiben.

Kleines Experiment für Ungläubige: Legt einen Rohling mit der Datenseite nach oben auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung. Teilweise abdecken (z.B. mit einer Tasse). An schönen Tagen kann man den Unterschied zwischen der abgedeckten und der „bestrahlten“ Seite schon nach einem Tag sehen, nach spätestens einer Woche ist die CD nur noch Müll.