CD-R-Rohlinge

Hallo,

welche CD-R-Rohlinge sind am geeignetsten für den universellen Einsatz?
Gemeint ist das Brennen auf verschiedenen CD-Brennern und das
Lesen bzw Abspielen dito.

mfg Manni

PS: Schnelle Antwort käme mir sehr gelegen.

Hallo,

welche CD-R-Rohlinge sind am geeignetsten für den universellen
Einsatz?

Meinst du jetzt spezielle Marken?
Mittlerweile Standard sind 700 MB / 80 Minuten CD-R-Rohlinge.
Mit „Billigrohlingen“ wie z.B. denen von Aldi habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber wenn du sicher gehen willst, kannst du Markenrohlinge (TDK, Philips, MMore etc.) kaufen, die sind sehr haltbar.

hi manfred,

ich arbeit seit jahren mit „platinum“ rohlingen auf 3 verschiedenen brennern (teak, hp, plextor). Hatte nie nen problem mit denen.

lg,
fred

Hallo,

welche CD-R-Rohlinge sind am geeignetsten für den universellen
Einsatz?

Taiyo Yuden = Plextor und Mitsui = MAM = Teac - Rohlinge sollen sehr gut sein. Diese beiden Marken schneiden i.d.R. in eingängigen Tests am besten ab und werden von Experten häufig empfohlen. Sie sind aber nicht besonders preisgünstig.

Ich selbst nehme aus Preisgründen oft Aldi-Rohlinge. Die Aldi-Teile laufen wirklich bombing, solange man es nicht mit der Brenngeschwindigkeit übertreibt. Das Problem ist, daß sie keine UV-Beschichtung haben und daher für die Archivierung von wichtigen Daten vielleicht nicht sicher genug und nur bedingt outdoor geeignet (Sonneneinstrahlung) sind.

Das Problem ist, daß sie
keine UV-Beschichtung haben und daher für die Archivierung von
wichtigen Daten vielleicht nicht sicher genug und nur bedingt
outdoor geeignet (Sonneneinstrahlung) sind.

Was ist denn eine UV-Beschichtung?

Gruß
Daniel

… MMore

Hi Olaf,

ist bei dir ein Markenrohling = gut oder langt das, wenn er aus den nicht unbedingt geeignetsten Materialien von ungelernten Indern gefertigt wurde, Hauptsache, es steht eine Firma drauf?

Gruß
Daniel

Was ist denn eine UV-Beschichtung?

Meinte eine Lackierung, die undurchlässig für ultraviolettes Licht ist. Markenrohlinge haben so etwas normalerweise. Die Aldi-Rohlinge haben aber gar keine Lackschicht auf der Oberseite. Wenn du die gegen das Licht hälst, kannst du glatt durchgucken. :smiley:
Aber ansonsten sind sie sehr gut, laufen bei mir im Mp3-Player (der eine miese Shock-Protection hat) besser als Verbatim und TDK.

Ok, ich schreibe meine Antwort ganz schnell:
Keine.
Jeder Brennerhersteller hat seinen eigenen Favoriten, die meist daher kommen, daß Abkommen getroffen worden sind, um auf der einen Seite die Brennerhersteller und auf der anderen Seite die Disc-Hersteller durch möglichst viel Zusammenarbeit möglichst weit vorne im Technologierennen zu halten.

Wenn man nun aber nach den von Philips entworfenen Spazifikationen für CD-R geht, so sind alle Discs gleich gut geeignet, soweit sie diese Spezifikationen einhalten.
Halten sie diese Specs nicht ein, so sind es keine CD-Rs.

(Im Zeifel immer den Hersteller, der vom Brennerhersteller genannt wird)

Gruß
Daniel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ok, ich schreibe meine Antwort ganz schnell:
Keine.

Wenn man nun aber nach den von Philips entworfenen
Spazifikationen für CD-R geht, so sind alle Discs gleich gut
geeignet, soweit sie diese Spezifikationen einhalten.
Halten sie diese Specs nicht ein, so sind es keine CD-Rs.

Ich denke schon, dass man sinnvolle statistische Aussagen über die Qualität diverser Rohlingsmarken treffen kann.
Die c’t und andere Computerzeitschriften führen ja bisweilen Vergleichstests unter verschiedenen Rohlingen (auf verschiedenen Brennern) auf Kompatibilität, Signalqualität, Material- und Schreibfehler, UV- und Hitzebeständigkeit, Beständigkeit gegen Verkratzen etc. durch und ermitteln schon aussagekräftige Ergebnisse und klare Testsieger.
So gibt es durchaus Rohlinge, die auf den meisten CD-Brennern eine gute Qualität erbringen und im Gegensatz dazu auch Rohlinge, die auf vielen Geräten rumzicken, Schreibfehler und eine schlechte Signalqualität liefern.

Das deckt sich übrigens auch mit meinen Erfahrungen. Es gibt einige Rohlingsmarken, die bringen wirklich auf allen Brennern super Ergebnisse und es gibt welche, die hier oder da Probleme machen.

Meinte eine Lackierung, die undurchlässig für ultraviolettes
Licht ist. Markenrohlinge haben so etwas normalerweise. Die
Aldi-Rohlinge haben aber gar keine Lackschicht auf der
Oberseite. Wenn du die gegen das Licht hälst, kannst du glatt
durchgucken. :smiley:

Ach so.
Nee, das hat kein Rohling. Und wenn sie das zehnmal auf der Verpackung stehen haben.
Wenn nämlich kein Schutzlack drauf wäre, könntest du das Silber mit dem Finger wieder abnehmen.
Der Lack muss das Eindringen von Sauerstoff verhindern, damit das Silber nicht oxidiert, sonst nichts.
Er schützt nicht vor Kratzern, noch vor UV-Strahlung, noch macht er besseres Wetter oder mehr Geld auf meinem Konto.
Ein spezieller vor UV-Strahlung schützender Lack existiert in dieser Welt nicht, würde auch keinen Sinn machen, weil von der Seite und von unten immer noch genügend Licht auf die Farbstoffschicht treffen kann.
Also muss das der Farbstoff abkönnen.
Es gibt Farbstoffe, die können das nicht, die kosten auch nur rund 1 Euro/g, dann gibt es halt noch andere, bessere Farbstoffe, die locker das 50fache kosten.
Rate mal, welche Sorte Farbstoffe von den Billigherstellern genommen werden?

Nachtrag:
Die Bedruckung mit dem Herstellerlabel hat nichts mit irgeneiner wie auch immer gearteten Schutzfunktion der Discs zu tun, es ist vollkommen irrelevant, ob nicht, halb oder vollflächig mit einer oder mehreren Farben bedruckt wurde.
Das steuert alleine das Aussehen des Produktes, aber nicht seine Eigentschaften
(Wobei man beim Bedrucken die Discs auch so verziehen kann, daß sie nicht mehr erkannt werden, weil sie schüsseln, aber das kommt eher seltenst vor.)

Gruß
Daniel

Ich denke schon, dass man sinnvolle statistische Aussagen über
die Qualität diverser Rohlingsmarken treffen kann.
Die c’t und andere Computerzeitschriften führen ja bisweilen
Vergleichstests unter verschiedenen Rohlingen (auf
verschiedenen Brennern) auf Kompatibilität, Signalqualität,
Material- und Schreibfehler, UV- und Hitzebeständigkeit,
Beständigkeit gegen Verkratzen etc. durch und ermitteln schon
aussagekräftige Ergebnisse und klare Testsieger.
So gibt es durchaus Rohlinge, die auf den meisten CD-Brennern
eine gute Qualität erbringen und im Gegensatz dazu auch
Rohlinge, die auf vielen Geräten rumzicken, Schreibfehler und
eine schlechte Signalqualität liefern.

Ja, das ist schon richtig. Abgesehen von der Tatsache, daß die wenigsten "Fach"Zeitschriften normgerecht testen.
Da kommen dann so Klopper wie Tests von CD-R mit CD-ROM Testern usw… alles schon erlebt und viel drüber gelacht…wir haben es schon erlebt, daß unsere Discs unter 3 verschiedenen Labeln getestet wurden, mit komplett unterschiedlichen Ergebnissen(die Discs waren handverlesen und absolut gleich), soviel zu Zeitschriftentests.

Trotzdem ist es so, daß ein Rohling, der Zicken macht, nicht den Specs entspricht, und damit keine CD-R ist.
Was in der Mehrzahl aller Fälle aber leider passiert, ist, daß nicht der Rohling rumzickt, sondern die Firmware des Brenner schlicht und ergreifend scheisse ist.
Es gibt auf dem Markt 2 verschiedene Brennerpickups, das eine von Philips, das andere Taiwanschrott.
Das Philipsdrive wird von mehreren Herstellern verbaut, wobei es einige schaffen, die Firmware so zu schreiben, daß sie normgerechte Discs auslesen kann, andere Hersteller schaffen dies jedoch nicht.
Da kann der Rohling dann so gut oder schlecht sein, wie er will.

Das deckt sich übrigens auch mit meinen Erfahrungen. Es gibt
einige Rohlingsmarken, die bringen wirklich auf allen Brennern
super Ergebnisse und es gibt welche, die hier oder da Probleme
machen.

Du hast ALLE Brenner zu Hause?
Wir haben ALLE Brenner in der Firma, auch asiatische Modelle und Herstellerprototypen, ich glaube nicht, daß du ca. 580 Brenner getestet hast…und wir sehen Unterschiede auch bei „Marken“-Herstellern.
Und das nicht jeder Rohling, der gleich verpackt und gelabelt wird, immer aus der gleichen Anlage kommt, ist dir bewusst?
Auch wenn der Stampercode der gleiche ist, muss das noch lange nichts bedeuten, weil die Fertigung für jede Disc individuell ist.

Gruß
Daniel

Trotzdem ist es so, daß ein Rohling, der Zicken macht, nicht
den Specs entspricht, und damit keine CD-R ist.

Das kann man natürlich so sehen. *fg*
Leider nützt diese Definition dem Verbraucher wenig, da der entsprechende Rohling ja nicht mit dem Aufdruck „nicht CD-R-konform“ gekennzeichnet ist. :smile:

Du hast ALLE Brenner zu Hause?
Wir haben ALLE Brenner in der Firma, auch asiatische Modelle
und Herstellerprototypen, ich glaube nicht, daß du ca. 580
Brenner getestet hast…und wir sehen Unterschiede auch bei
„Marken“-Herstellern.

Nein, habe ich natürlich nicht, ich habe selbst nur zwei. Aber ich stehe über diverse Internetforen in Kontakt zu vielen Leuten mit vielen Brennern, die viel brennen und da ist ein gewisser Erfahrungsschatz abrufbar.

Und das nicht jeder Rohling, der gleich verpackt und gelabelt
wird, immer aus der gleichen Anlage kommt, ist dir bewusst?
Auch wenn der Stampercode der gleiche ist, muss das noch lange
nichts bedeuten, weil die Fertigung für jede Disc individuell
ist.

Das ist mir schon bewusst, auch dass Rohlinge aus derselben Anlage durchaus eine qualitative Streuung haben können. Eine Qualitätsstreuung hast du aber bei jeglicher Hardware, selbst wenn man meint, dass bei hochwertigen und teuren Geräten auch ein entsprechend intensives Qualitätsmanagement greifen sollte. Ich habe persönlich viel mit CRT-Monitoren zu tun und sehe dort immer wieder, dass eigentlich jedes Gerät ein Unikat ist. Mit CPU’s etc. ist es ähnlich. Ich erinnere mich auch noch gut an das Olivenöl einer Discount-Kette, welches von der Stiftung Warentest für „sehr gut“ befunden wurde und bei einem Nachtest mit Pauken und Trompeten durchgefallen ist (okay, das war jetzt ein wenig vom Thema abgewichen) *g*. So ist es nun mal das Leben, Perfektion gibt es nicht. Trotzdem muss man diese Geräte (bzw. Rohlinge) ja irgendwie testen, um dem Verbraucher bei der riesigen Auswahl behilflich zu sein, oder?

Ein spezieller vor UV-Strahlung schützender Lack existiert in
dieser Welt nicht, würde auch keinen Sinn machen, weil von der
Seite und von unten immer noch genügend Licht auf die
Farbstoffschicht treffen kann.
Also muss das der Farbstoff abkönnen.
Es gibt Farbstoffe, die können das nicht, die kosten auch nur
rund 1 Euro/g, dann gibt es halt noch andere, bessere
Farbstoffe, die locker das 50fache kosten.
Rate mal, welche Sorte Farbstoffe von den Billigherstellern
genommen werden?

Danke für die Erklärung, wieder was dazu gelernt.

Da hätte ich aber noch zwei Fragen zu:

  1. Ähm, welche Sorte Farbstoffe wird denn bei den Aldi-Rohlingen verwendet? ??? :wink:
  2. Korreliert der UV-Schutz irgendwie mit der sichtbaren Färbung des Kunststoffs. Es gibt ja stark eingefärbte, blaue Rohlinge, welche sich in vielen Geräten sehr schlecht lesen lassen. Bieten diese dafür einen besseren UV-Schutz, oder sind hochwertige (hell)grüne, silberne oder goldene Rohlinge mit sichtbar schwächerer Färbung diesbezüglich gleichwertig?

Danke für die Erklärung, wieder was dazu gelernt.

Bitte.

Da hätte ich aber noch zwei Fragen zu:

  1. Ähm, welche Sorte Farbstoffe wird denn bei den
    Aldi-Rohlingen verwendet? ??? :wink:

Der billigste: Cyanin-Dye, aber da der Feinkost-Albrecht immer da kauft, wo es am billigsten ist, kann da auch schon mal ein Phthalocyanin dabei sein, weil der Lieferant nichts anderes im Lager hatte.
Im Übrigen kaufe ich auch günstige Rohlinge, aber ich würde nie auch nur auf die Idee kommen, mich beschweren zu wollen, wenn diese mal ihren Dienst versagen sollten.

  1. Korreliert der UV-Schutz irgendwie mit der sichtbaren
    Färbung des Kunststoffs. Es gibt ja stark eingefärbte, blaue
    Rohlinge, welche sich in vielen Geräten sehr schlecht lesen
    lassen. Bieten diese dafür einen besseren UV-Schutz, oder sind
    hochwertige (hell)grüne, silberne oder goldene Rohlinge mit
    sichtbar schwächerer Färbung diesbezüglich gleichwertig?

Nee, das hat damit nix zu tun.
Farbiges Polycarbonat ist ausser Spec, funktioniert halt mal mehr oder weniger.
PC an sich lässt UV schon nicht frei passieren, ohne als Filter zu wirken, aber auf die Dauer geht jeder Farbstoff kaputt.
Wenn das PC eingefärbt ist, muss auf jeden Fall der Laser im Nah-IR passieren können, bei blau geht das gerade so noch.
Trotzdem wird der Laser durch Farbstoffmoleküle aufgehalten, die er passieren muss, um überhaupt erst mal brennen zu können.
Gegen die reinen UV aus der Sonne hilft das aber auch nichts.

Die grüne Färbung bei den oben angesprochenen Discs ist der Farbstoff, in den gebrannt werden soll(naja, mit dessen Hilfe das Polycarbonat gebrannt werden soll triffts eher), schwach grün ist es, weil bei den aktuellen Geschwindigkeiten einiges an Farbstoffdicke weggenommen werden musste, weil sonst die Pits nicht mehr tief genug ausgeformt worden wären.
Gold als Metallspiegel ist übrigens Fubbes, weil Gold lange nicht so gut das Licht reflektiert wie Silber, es oxidiert höchstens weniger.
Das ist beim Silber aber schon lange im Griff.(Wenn die Maschinen richtig eingestellt sind)

Wenn man es genau nimmt, sind beschreibbare Discs mit Farbstoff eigentlich eine Fehlkonstruktion.
Denn einerseits soll der Farbstoff beim Beschreiben ja sofort zerstört werden, andererseits soll er ohne den Laser so lange wie möglich stabil bleiben. 2 vollkommen entgegengesetzte Eigenschaften, die da zu erfüllen sind, es bleibt also immer eine Gratwanderung.

Das alles noch bei vorgegebenen Molekülgrößen(Wellenlänge der Lasers ausschlaggebend) und vor allem Preisen…
Das wird übrigens noch viel schlimmer bei Blu-ray, bei DVD ist es ja schon schlimm.

Gruß
Daniel

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Das kann man natürlich so sehen. *fg*
Leider nützt diese Definition dem Verbraucher wenig, da der
entsprechende Rohling ja nicht mit dem Aufdruck „nicht
CD-R-konform“ gekennzeichnet ist. :smile:

Ich bin der Meinung, das MUSS man so sehen, die meisten Leute realisieren gar nicht, daß sie fabrikneuen Schrott kaufen, weil der doch 5 Euro billiger ist auf der 50er Spindel.
Vor allem sind sich die wenigsten Benutzer bewusst, wieviel Technologie dahintersteckt, wenn sie „mal eben ne CD brennen“.

Das ist mir schon bewusst, auch dass Rohlinge aus derselben
Anlage durchaus eine qualitative Streuung haben können. Eine
Qualitätsstreuung hast du aber bei jeglicher Hardware, selbst
wenn man meint, dass bei hochwertigen und teuren Geräten auch
ein entsprechend intensives Qualitätsmanagement greifen
sollte.

Eben das versuche ich ja auch zu vemitteln.
Nur sind Rohlinge eben keine teuren Geräte, wo unbegrenzt Geld zur Qualitätssicherung vorhanden ist.
Und so sehen viele Rohlinge dann auch aus…

Trotzdem muss man
diese Geräte (bzw. Rohlinge) ja irgendwie testen, um dem
Verbraucher bei der riesigen Auswahl behilflich zu sein, oder?

Das schon, aber wenn schon, dann auch richtig.
Und das machen naja, von 20 Tests vielleicht mal einer.
Es ist ja nicht so, daß wir davon nichts verstehen würden, aber manchmal können wir nur die Köpfe schütteln, wenn mal wieder eine Fachzeitschrift erklärt, Rohling XY wäre der Testsieger. Danaben stehen dann die Meßergebnisse und die sind komplett out of spec, während der 2. und 3. viel besser abgeschnitten haben…

Gruß
Daniel

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