CEO/CFO per Inserat suchen lassen - warum?

Hallo Experten,

in der Zeitung sehe ich regelmäßig zwischen den vielen Jobinseraten auch welche für absolut hochkarätige Positionen, wo es um die allererste Führungsriege geht wie etwa CEO, CFO etc.

Ich frage mich nun, warum Unternehmen solche Posten nicht intern besetzen.
Würde ich in einem solchen Unternehmen arbeiten und mir ein Neuer vor die Nase gesetzt, könnte ich mir schon vorstellen, dass mich das nicht besonders freut. Das hat weniger damit zu tun, dass der „Neue“ einer alteingesessenen „Clique“ gegenübersteht, sondern ich würde mich so fühlen, als würde ich an eine gläserne Decke stoßen, wo ich nicht mehr weiter karrieremäßig nach oben könne, weil die Firmenleitung lieber externe Leute holt als mir oder meinen Kollegen Chancen zu ermöglichen.

Davon mal abgesehen kennt ein Fremder weder das Unternehmen noch nie informellen Unternehmensabläufe, muss sich erst einarbeiten und so weiter.

Kurzum meine Frage: Warum werden solche Posten dennoch oft extern besetzt?

Mit freundlichen Grüßen, Jerry

Hallo,

ganz einfach: wegen der Seilschaften.

Ist auch bei Universitäten üblich, Hausberufungen nicht durchzuführen.

Gruß

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo PantherX,

Ich frage mich nun, warum Unternehmen solche Posten nicht
intern besetzen.

Weil frischer Wind mal ganz gut wäre ?
Weil durch das viele Händewaschen niemand mehr zum Tun kommt ?
Weil der Eigentümer das Peter-Prinzip* kennen und vermeiden wollen ?

Ciao maxet.

*http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

Nicht nur bei höheren Positionen
Hi,
(…)

Ich frage mich nun, warum Unternehmen solche Posten nicht
intern besetzen.

Interne Besetzung ist glaub ich immer noch der Normalfall.
Wenn die Firma gut läuft und keine grossen Kulturänderungen erforderlich sind, ist das die beste Möglichkeit.

Würde ich in einem solchen Unternehmen arbeiten und mir ein
Neuer vor die Nase gesetzt, könnte ich mir schon vorstellen,
dass mich das nicht besonders freut.

Allein das ist Grund genug, dir einen Neuen vor die Nase zu setzen.
Nicht gleich einschnappen. Lies erstmal weiter.

Das hat weniger damit zu
tun, dass der „Neue“ einer alteingesessenen „Clique“
gegenübersteht, sondern ich würde mich so fühlen, als würde
ich an eine gläserne Decke stoßen, wo ich nicht mehr weiter
karrieremäßig nach oben könne, weil die Firmenleitung lieber
externe Leute holt als mir oder meinen Kollegen Chancen zu
ermöglichen.

Spätestens jetzt wäre ich mir sicher, dass du einen Neuen vor deiner Nase brauchst.
Das ist nicht gegen dich gerichtet, ich will damit sagen, dass du mit deiner Grundhaltung ein „vor die Nase Gesetzter“ in einer anderen Firma werden solltest. So kommst du auf der Karriereleiter schneller vorwärts.

Davon mal abgesehen kennt ein Fremder weder das Unternehmen
noch nie informellen Unternehmensabläufe, muss sich erst
einarbeiten und so weiter.

Das stimmt zwar, allerdings tun neue Ideen von ausserhalb jedem Unternehmen gut.
Es ist auch oft so, dass Ideen einem Neuen eher abgekauft werden als einem langjährigen Mitarbeiter, selbst wenn es sich um genau die selben Ideen handelt.

Gruss,

Hallo Jerry,

wie wäre es mit einem offensichtlichen Argument: weil man überzeugt ist, es eigne sich keiner der eigenen Mitarbeiter? Wer es in die zweite Führungsebene geschafft hat, ist nicht zwangsläufig auch willens und/ oder in der Lage, in den Vorstand zu wechseln. Häufig wird zudem ein Kandidat gesucht, der bereits Erfahrung als, meinetwegen, CFO hat - die hat im eigenen Unternehmen wahrscheinlich eher niemand.

Dazu kommen gelegentlich Probleme (auf allen Ebenen), wenn ein bisher als Kollege wahrgenommener Mitarbeiter auf einmal zum Chef mutiert.

Gruß
Ramona