Wenn das nicht besser wird…
Kurzer Werdegang: Er ist mittlerweile 33 und hat mit 21 angefangen an der Uni BWL zu studieren. Das war nie das Traumfach, er hat es mit Ach und Krach übers Vordiplom geschafft.
Warum hat er nicht gewechselt in ein Fach, was ihm liegt?
Danach erfolgte der wechsel zur FH, gleiches Studienfach.
Das muss man erstmal begründen, wenn man vorher schon wußte, dass man das Fach nicht mag!
Dort hat er sich bis zum Ende durchgekämpft, ist allerdings an der Diplomarbeit gescheitert.
Man kann Diplomarbeiten im 4er Bereich abliefern, bei denen man nichts tut außer Google und Zusammenschustern: Man muß ja keine 1 haben um zu absolvieren.
die Überlegung steht jetzt, zumindest noch den Bachelor zu machen.
In welchem Fach?
Bachelor gibt’s aber auch nicht geschenkt, bissle arbeiten muss man da!
Er hat während der letzten 8 Jahre nebenher immer Vollzeit gearbeitet,
Wenigstens.
allerdings alles keine hochqualifizierten Jobs, jetzt zuletzt als Kundenberater im Energiesektor im Call Center.
Dann weiß er ja, was er können und leisten müßte um da mehr als CC Agent zu werden.
Er ist dermassen down, dass er tw. wie paralysiert ist.
Teufelskreis, für Personaler eher uninteressant.
Ich finde das sehr schade, da ich nicht im Geringsten an der Intelligenz zweifle
A priori unterstellt man als Personaler erst mal, dass Menschen intelligent sind. Man läßt sich dann das Gegenteil beweisen.
sondern eher am Zeitmanagement,
Schlecht für Arbeitnehmer, die das nicht können.
Motivation
Schlecht für Arbeitnehmer, die das nicht haben.
und einer schlimmen Form der Aufschieberitis
Schlecht für Arbeitnehmer, die sowas tun.
gepaart mit Faulheit.
Schlecht für Arbeitnehmer, die sowas haben.
Habt ihr ein paar Ideen?
Auf Kösch: „Arsch huh!“
Unabhängig davon, ob er die Akademikerwelt verläßt, einen Bachelor macht, Master oder Promotion: Wenn er seine Arbeitsweise nicht in den Griff kriegt, hat er im freien Arbeitsmarkt keine Chance.
Mir persönlich ist es relativ egal, wenn jemand einen langen Durchhänger hatte, sich aber dann bekrabbelt und Vollgas gibt.
Aber wenn jemand sich mehr oder minder „durchwurstelt“ und weder die Symptome noch das Problem selbst im Griff hat, da gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an!
Da ist es schnurzepiepe ob da nach 17 Jahren ein Bachelor liegt oder nicht, der ist zu dem Zeitpunkt irrelevant. Viel wichtiger ist, welche Moral, welches Selbstbewußtsein, welche Ziele dieser Mensch besitzt.
Wenn ich da nicht viel sehe - keine Chance. Tut mir leid. Die Welt ist hart.
Im Übrigen gibt es für sowas Therapheuten, ich tippe mal auf klinische Depression - aber überlasse die Diagnose lieber einem Fachmann.
Gruß,
Michael