Chaos Lebenslauf - wie verpacken?

Hallo,
dies ist mein erster Hilferuf bei Wer-Weiss-Was und ich hoffe, es
kann mir jemand helfen!

Mein Lebenslauf ist alles andere als zielstrebig. War ich auch nicht,
da ich keine Karriere machen wollte.
Es fing alles ganz „normal“ an.

-Mittlere Reife auf dem Gymnasium (1993)
-Ausbildung zur Groß-und Außenhandelskauffrau mit „sehr gut“ (1996)
-überbrückende 2-monatige Übernahme im Ausbildungsbetrieb
-1 Jahr USA (Au-Pair und Sprachkurse) (1996-1997)
-direkt im Anschluß 1,5 Jahre bei einem großen Elektrokonzern im
Vertriebsinnendienst als Sachbearbeiterin gearbeitet (1997-1999)
-hab mich noch zu jung zum „bis zur Rente arbeiten“ gefühlt und hab
mich mit Gastronomie, selbst. Promotion und Modeln über Wasser
gehalten
-War in der Zeit auch 2 Jahre mit einem berühmten Musiker zusammen,
bin auch in seine Stadt gezogen und habe mich nebenbei ein bißchen
seinen Papierkram gekümmert.
-Nach der Trennung wieder zurück in meine Heimat. (2001) Wollte dann
ein paar Monate zum „Wiedereinleben“ jobben. Mir ging es nämlich
aufgrund der Trennung sehr schlecht und ich hatte Angst, wieder
richtig zu arbeiten. So habe ich hier ein Haus weiter in einem
ambulanten Pflegedienst gearbeitet. Hat mir widererwartend großen
Spaß gemacht und bin dort geblieben, bis ich im Winter 2003 Mutter
wurde.
-2 Jahre Elternzeit und ich hab diesen Februar dann wieder dort
angefangen.

So, nun ist Schluß mit dem ganzen Chaos, ich habe gekündigt und will
wieder ins Büro zurück. Und das zum ersten Jannuar! :frowning:

Ich habe vor, mein Chaos wie folgt zu verpacken.

Am Anfang alles wie erwähnt. Dann das ganze gejobbe und den
Pflegedienst weglassen.

Stattdessen von 1999-2003 angeben, dass ich das koplette Management &
Booking von Herrn „Superstar“ gemacht habe. (Er ist damit
einverstanden und bestätigt mir dies schriftlich)

Dann 2003-2006 Elternzeit ( sind nur 2 Jahre und 2 Monate )

02/2006 - 12/2006 Sowas wie „mein persönliches soziales Jahr“ im
Pflegedienst.

Oder soll ich von 2001 an schon den Pflegedienst angeben?
Und vorher nur 2 Jahre die Managment-Variante.

Soziales Engargement ist zwar gern gesehen, aber wie wirkt denn das.
Top Ausbildung, super Arbeitszeugnisse und dann Pflegedienst?

Mir ist Karriere halt nicht so wichtig und ich hab einfach das
gemacht, was mir Spaß gebracht hat.
Muß auch dazu sagen, dass ich jetzt nicht den „Top-Job“ suche.
Bürokauffrau, Sachbearbeitung, Telesales (KEIN Outbound :smile:

Sorry, dass es so lang geworden ist.
Wer hat eine Idee wie ich meinen Lebenslauf schreibe?

Herzlichen Dank!!!
Emmchen

finde ich nicht
Hallo Emmchen,

unter Chaos würde ich eher große Lücken von Nichtstun verstehen.

Du hast doch immer was gemacht! Gib den Dingen jeweils einen ordentlichen Begriff und liste sie ruhig auf.

Vertriebsinnendienst als Sachbearbeiterin gearbeitet
(1997-1999)
-hab mich noch zu jung zum „bis zur Rente arbeiten“ gefühlt
und hab

von bis Tätigkeit in Gastronomie, Produkt-Promotion und Kaltaquise, Photomodell für Berufsbekleidung (z.B. weniger seriöse Produkte lieber nicht ausdrücklich benennen)sModeln über

ein paar Monate zum „Wiedereinleben“ jobben. Mir ging es

Das Jobben hat doch auch einen Namen oder? Telephonzentrale, Versand, Ausfahrer, Paketdienstleister, Büroservice …

ambulanten Pflegedienst gearbeitet.

… also Umgang mit vielen wechselnden Menschen - auch eine Qualifikation. Ist doch nichts schlechtes.

wurde.
-2 Jahre Elternzeit und ich hab diesen Februar dann wieder
dort
angefangen.

So, nun ist Schluß mit dem ganzen Chaos, ich habe gekündigt
und will
wieder ins Büro zurück. Und das zum ersten Jannuar! :frowning:

Management & Booking von Herrn „Superstar“ gemacht habe. (Er ist damit
einverstanden und bestätigt mir dies schriftlich)

OK, wird jeder mit ein bisschen Ahnung als Arbeit auffassen.

Oder soll ich von 2001 an schon den Pflegedienst angeben?

Ja.

Und vorher nur 2 Jahre die Managment-Variante.

Soziales Engargement ist zwar gern gesehen, aber wie wirkt
denn das.
Top Ausbildung, super Arbeitszeugnisse und dann Pflegedienst?

Du warst nicht Arbeitslos, du willst arbeiten, du kannst arbeiten. Das heisst das - für mich zumindest.

Muß auch dazu sagen, dass ich jetzt nicht den „Top-Job“ suche.
Bürokauffrau, Sachbearbeitung, Telesales (KEIN Outbound :smile:

Wenn ich in HH so jemand bräuchte, würde ich dich nur wg. dem Posting hier schon mal zum Vorstellen einladen.

Gruß & viel Erfolg

STefan

Lieber Stefan
Vielen Dank für Deine Antwort!
Durch das „kopieren“ meiner Zitate und Deinen netten Kommentaren
dazu, habe ich ein bißchen den Überblick verloren…
Also, nochmal ganz konkret gefragt!

  1. Soll ich angeben, dass ich schon 2001 im Pflegedienst gearbeitet
    habe. Spricht für mich, da die mich nach der Elternzeit wieder
    wollten. Dazu kommt, dass ich dann inkl. der Elternzeit 5 Jahre da
    gewesen wäre. Was ich ja auch tatsächlich war. Hilfe, wie die Zeit
    läuft!!

  2. Oder soll ich ein bisschen schummeln und angeben, ich hätte von
    1999 an bis zur Elternzeit straight das Management gemacht.

Ich komme einfach nicht weiter und der ganze Mist belastet mich.
Hoffentlich schaff ich das alles. Wollt eigentlich Mitte November
schon einen Job haben. Naja, wenn ich Mitte nächster Woche die ersten
Bewerbungen rausschicke, wär ich auch mehr als froh!!!

  1. Soll ich angeben, dass ich schon 2001 im Pflegedienst
    gearbeitet :habe. Spricht für mich, da die mich nach der Elternzeit wieder
    wollten. Dazu kommt, dass ich dann inkl. der Elternzeit 5
    Jahre da :gewesen wäre. Was ich ja auch tatsächlich war.

Ja, so sehe ich das auch

  1. Oder soll ich ein bisschen schummeln und angeben, ich hätte
    von :1999 an bis zur Elternzeit straight das Management gemacht.

Hmm. Was spricht dagegen sich an die echten Zeitangaben zu halten? Zeugt auch von einer gewissen Flexibilität und es waren doch (lt. Erinnerung) immer mindestens 2 Jahre in einer Tätigkeit. Sieht also auch nicht nach soziopathischem Job-Hopping aus.

Darf ich dir noch diese Links ans Herz legen:

http://jova-nova.com bzw. http://jova-nova.de
http://klafuenf.de/links_arbeit.shtml

Gruß

Stefan

Layout
Dann sähe „er“ so aus

Schulabschluß:

1993 Mittlere Reife
Gymnasium „Schlaumeier“

Berufsausbildung:

08/93 - 06/96 Ausbildung zur Groß - und Außenhandelskauffrau
Süßwaren und Spirituosengroßhandel

06/96 Kaufmannsgehilfenbrief

Berufliche Tätigkeiten:

06/96 - 09/96 Servicetätigkeit im Außendienst
Tochter Frima des Ausbildungsbetriebes
-> hier gibt es kein Zeugnis, eine Übernahme ist
aber im Zeugnis des AB bescheinigt.
Ist es zu erkennen, dass dieser Job zum
Überbrücken bis zum Au-Pair-Jahr diente?

09/96 - 09/97 USA - Aufenthalt, New Haven / Connecticut
Au-Pair und Sprachstudium
-> inkl. offzieller Bescheinigung

??? gehört das hier überhaupt rein?
Oder soll ich noch eine Extrasparte machen?

12/97 - 03/98 Sekretärin, Vertriebsleitung
Riesen-TV GmbH

04/98 - 05/99 Sachbearbeiterin, Vertriebsinnendienst
Riesen-TV GmbH

06/99 - 10/01 selbständig

  • Management, Organisation und Booking für
    „Superstar“ ( Musiker, Komponist, Produzent,
    Dozent und Buchautor ), Stuttgart

  • Promotion

u.a. für Telekom, Johnson&Johnson, Polroid
und die Hamburger Olympiabewerbung
( Feuer und Flamme für 2012 )

-> muß ich hier noch nähere Zeitangaben machen?
Nö, oder?
Soll ich mir ein Zeugis von dem „Superstar“
geben lassen. Ist nur ein bisschen doof, bzgl.
Freigabe seine Telefonnummer und Adresse??

10/01 - 12/03 Pflegehelferin
Pflegedienst

12/03 - 02/06 Elternzeit

02/06 - 12/06 Pflegehelferin
Pflegedienst

Meine Güte, das mit dem Pflegedienst ( so lange ) ist mir ein Dorn im
Auge.

Meint Ihr, ich hab damit eine Chance?
Muss dazu sagen, dass ich super Arbeitszeugnisse habe, „erst“ 30 bin
und zum Glück eine nette äußere Erscheinung habe.
Allerdings habe ich auch eine 3-jährige Tochter, die in einem
Ganztageskindergarten ist. Leider höre ich immer wieder, die Chancen,
mit Kind einen Job zu bekommen, seien unglaublich schlecht!
Versuche, das nicht zu glauben, da ich ein Optimist bin!

So, für gestalterische Anregungen, bzgl. meines Lebenslaufes bedanke
ich mich schon mal herzlichst im voraus!!!

Nur ganz allgemein aus eigener Erfahrung. Wenn du irgendeine Ausbildung wirklich ABGESCCHLOSSEN hast, dann schreib das unbedingt hin.

Dann sähe „er“ so aus

Schulabschluß:

1993 Mittlere Reife
Gymnasium „Schlaumeier“

oder

bis 1993 Gymnasium Dingsda, Abschluss mit Abitur

Berufsausbildung:

08/93 - 06/96 Ausbildung zur Groß - und
Außenhandelskauffrau
Süßwaren und Spirituosengroßhandel

06/96 Abschluss mit dem Kaufmannsgehilfenbrief

Berufliche Tätigkeiten:

06/96 - 09/96 Servicetätigkeit im Außendienst
Tochter Frima des Ausbildungsbetriebes
-> hier gibt es kein Zeugnis, eine
Übernahme ist
aber im Zeugnis des AB bescheinigt.
Ist es zu erkennen, dass dieser Job zum
Überbrücken bis zum Au-Pair-Jahr diente?

Zeugnis ist nach 10 Jahren eh egal. Ist doch positiv, dass auch so kleine Löcher gestopft worden sind!

09/96 - 09/97 USA - Aufenthalt, New Haven / Connecticut
Au-Pair und Sprachstudium
-> inkl. offzieller Bescheinigung

??? gehört das hier überhaupt rein?
Oder soll ich noch eine Extrasparte
machen?

Gehört hier in ebenfalls mit Reizwort (buzzword) Abschluss. Sprachtkenntniste sollten in einem eigenen Punkt (Besondere Fähigkeiten, weitere Qualifikationen, oder so) aufgeführt werden. Ich schreibe da immer Maschinenschreiben hin.

12/97 - 03/98 Sekretärin, Vertriebsleitung
Riesen-TV GmbH

04/98 - 05/99 Sachbearbeiterin, Vertriebsinnendienst
Riesen-TV GmbH

Würde ich versuchen zusammenzufassen, sonst sieht es nach „nur ein paar Monate ausgehalten“ aus. Also z.B. anfänglich Sekretärin, aber bei der Kürze dieser Zeit kann das auch entfallen - nur Sachbearbeiterin Vertreib

06/99 - 10/01 selbständig

  • Management, Organisation und Booking für
    „Superstar“ ( Musiker, Komponist,
    Produzent,
    Dozent und Buchautor ), Stuttgart

  • Promotion

u.a. für Telekom, Johnson&Johnson,
Polroid
und die Hamburger Olympiabewerbung
( Feuer und Flamme für 2012 )

-> muß ich hier noch nähere Zeitangaben
machen?

Nein.

Soll ich mir ein Zeugis von dem
„Superstar“
geben lassen. Ist nur ein bisschen doof,
bzgl.
Freigabe seine Telefonnummer und
Adresse??

Kontakt vom Verlag oder einer Agentur ist da doch üblich, odrr?

10/01 - 12/03 Pflegehelferin
Pflegedienst

12/03 - 02/06 Elternzeit

02/06 - 12/06 Pflegehelferin
Pflegedienst

Wenn die die Langfristigkeit mehr betonen möchtest die ganze Zeit auflisten und dann dahinter

dabei von - bis Elternzeit

Gruß

Stefan

Soll ich mir ein Zeugis von dem
„Superstar“
geben lassen. Ist nur ein bisschen doof,
bzgl.
Freigabe seine Telefonnummer und
Adresse??

Kontakt vom Verlag oder einer Agentur ist da doch üblich, odrr?

Er macht das inzwischen wieder alles selbst. Er hat nur einen
Alwalts-Dr., der seine Rechnungen schreibt und die Steuern macht.
Da weiß ich nicht, ob wir den da mit reinziehen können.

Alte Adresse

Kontakt vom Verlag oder einer Agentur ist da doch üblich,
odrr?

Warum nicht die alte Adresse nehmen?

Weisst du, in meinem Zeugnis des letzten Arbeitgebers steht als Kontakt auch nur Müll drin. Dir Firma ist nämlich nicht mehr.

Gruß

Stefan

Kontakt vom Verlag oder einer Agentur ist da doch üblich,
odrr?

Warum nicht die alte Adresse nehmen?

Ja, könnte ich machen. Und dann einfach ohne Telefonnummer.
Gute Idee!

Weisst du, in meinem Zeugnis des letzten Arbeitgebers steht
als Kontakt auch nur Müll drin. Dir Firma ist nämlich nicht
mehr.

Gruß

Stefan

An alle Krativen :smile:
Und wie erkläre ich meine „Sidesteps“ (Pflegedienst) sinnvoll in
einem Anschreiben?
Man kann mit allem erfolgreich sein. Man muss es nur gut verkaufen
können. Bin gerad etwas unkreativ. Mag auch an meiner Grippe liegen.
Also, irgendwer hier gerad kreativ?

Hallo,

erstmal herzlich willkommen bei w-w-w! :smile:

Nun zum Thema: Stefan hat Dir schon den Link zu Jova-Nova genannt, eine der besten Seiten, die es zum Thema Bewerbung (und damit auch Lebenslauf) gibt.

Generell finde ich Deinen Lebenslauf nicht „total daneben“, Du hast eben VErschiedenes gemacht, und das ist OK. Die Frage, die ein zukünftiger AG beantwortet haben will, ich nur daß Du nicht ständig lustlos von einem zum anderen Arbeitgeber hüpfst, und man möchte gerne sehen wie Du dein bisheriges Leben so gestaltet hast.

Es ist immer gut wenn es lückenlos ist weil das eine gewisse Kontinuität zeigt und die Frage, die man in einer Bewerbung gerne beantworten sollte (zwischen den Zeilen oder direkt) ist: Was hat es Dir gebracht? Verschiedene Dinge probiert zu haben ist generell nicht verkehrt, wenn Du erklären kannst was Du dabei gelernt hast., warum es Dir nützlich war, daß Du etwas mitgenommen hast. „Lebenserfahrung“ im positiven Sinne…

Dein Lebenslauf ist insofern nicht problematisch.

Ansonsten mußt Du dich natürlich an die tatsächlichen Zeiten halten, laß’ alle Schummeleien!

Und , tja, lies Dir mal Jova-Nova durch, wir können Dir hier natürlich nicht die Bewerbung schreiben. Das mußt Du schon selber machen und den Elan dazu mußt Du auch selber aufbringen…

Gruß,

MecFleih

Hallo Emmchen!

Noch vor 5 Jahren hätte man Dir seitens des typischen Human-Ressources-Managers nahegelegt, Dich zu erschiessen.

Heute ist es so, dass mittlerweile einige, auch hoch qualifizierte, Menschen, die bis vor 2 Jahren eine karrieremäßige Exponentialkurve hingelegt hatten, einen oder mehrere „Schnitzer“ im CV haben. Das wissen viele mittlere Firmen auch und sehen sich (oft gerade) auch diejenigen Bewerber mit etwas schrägeren Werdegängen an.
Bewerbungen bei den typischen Großunternehmen kannst Du allerdings nach wie vor vergessen. Die suchen immer noch den 25-jährigen Doppeldoc mit 10 Jahren Managementerfahrung und niedrigem 5-stelligen Gehaltswunsch für eine Position als Vertriebsinnendienstmitarbeiter.

Viele Kleine und Mittelständler jedoch bieten auch Leuten eine Chance, die neben Berufs- auch Lebenserfahrung und soziale Kompetenz haben und ggf. „den Laden zusammenhalten“ können.
Ich persönlich stelle z.B. nur Leute ein, die einen Knick im Lebenslauf haben, denn ich will sehen, dass sie auch mal eine Niederlage wegstecken und nach links und rechts blicken können.
Leider habe ich aktuell keine Vakanz, unsere Neugründung ist noch nicht soweit. Wenn Du in einem Jahr noch nichts hast, melde Dich…

Was ich keinesfalls empfehle, ist zu lügen.
Schönfärben ist o.k., aber man sollte tunlichst bei der Wahrheit bleiben. Deine Zeit bei der Pflegefirma ist über die Sozialversicherungszeiten nachvollziehbar. Also bleibe bei der Wahrheit, lasse Trennungsgeschichten beim ersten Gespräch weg und bitte, bringe keinesfalls zum Ausdruck, dass Dir „halt die Karriere immer egal“ war. Das möchte selbst ich nicht hören. Bringe vielmehr zum Ausdruck, dass Du die Dinge gemacht hast, die Dir Spaß gemacht haben und Du nun als Mutter einen soliden und stabilen Job ausüben möchtest, so nach dem Motto „die wilden Jahre sind vorbei“.
Manche Personaler gestehen nämlich den Menschen eine persönliche Entwicklung über die Jahre zu und sehen die Sache nicht mehr ganz so statisch, wie deutsche Großunternehmen und deren HR-Manager das gerne tun.

Ich selbst habe auch einen recht wilden Lebenslauf, habe mich klar dazu entschieden und immer dazu bekannt. Ich wollte verschiedene Firmen kennenlernen und war am Ende mit 31 Jahren Europavertriebsleiter für ein international agierendes Technologieunternehmen mit dickem Dienstbenz, noch dickerem Gehalt und einem Haufen Verantwortung. Soweit war zu dieser Zeit kein einziger meiner Kommilitonen, Freunde und Bekannten, die oftmals promoviert hatten und sich teilweise sehr viel auf ihren Job bei Siemens & Co. einbildeten (soll keine Wertung oder Angeberei sein, man hat mich nur oftmals wegen meiner Entscheidungen belächelt, bis man dann neidisch auf die Dynamik wurde, die mein CV mit sich brachte).
Heute bin ich selbständig mit einem eigenen Unternehmen und einer neu gegründeten Firma, an der ich beteiligt bin. Ich verdiene momentan nicht die Hälfte wie zu der Zeit bei o.g. Firma, fahre einen gebrauchten Mercedes und bin so zufrieden im Job wie nie zuvor. Wenn der Laden in 3 Jahren richtig läuft und ich den Drang verspüren sollte, etwas anderes zu machen, werde ich wohl kaum arbeitslos auf der Straße sitzen. Nein, vielmehr ist mein Lebenslauf in den USA Gold wert, wenn mich in D niemand wollen sollte (was ich nicht glaube).

Lange Rede, kurzer Sinn: lasse Dich nicht entmutigen, trete ehrlich, offen und integer auf und überzeuge Deine Gesprächspartner davon, dass Du den Job wirklich willst, ihn ausfüllen kannst und auch eine Zeit lang bleiben wirst. Bewerbe Dich auf Jobs, die realistisch sind. Als Abteilungsleiter oder Chefbuchhalter wirst Du wohl erst mal nicht eingestellt werden, als Sachbearbeiter jedoch durchaus.
Dann hast Du bei den Firmen, die auch einigermassen zu Dir passen, eine Chance.

Grüße und viel Erfolg,

Mathias

Hallo,

diese Tätigkeit wird so bezeichnet: Pflegehelferin in der ambulanten Alten- und Krankenpflege. Nicht die Bezeichnung „Altenpflegehelferin“ verwenden, denn das ist man mit einer zweijährigen Ausbildung.
Hier könntest du noch etwas Inhaltliches über diese Tätigkeit finden, wenn du dies im Bewerbungsschreiben bzw. beim -gespräch einbringen wolltest - insbesondere auch die Terminologie.

Gruß
Otto

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Berufsausbildung:

08/93 - 06/96 Ausbildung zur Groß - und
Außenhandelskauffrau
Süßwaren und Spirituosengroßhandel

korrekte Berufsbezeichnung macht sich immer besser. Also Kauffrau im Groß- und Außenhandel - Großhandel mit dem Nebensatz, erfolgreich abgeschlossen. Denn

06/96 Abschluss mit dem Kaufmannsgehilfenbrief

den kann Emmchen nicht vorlegen, weil sie ein solches Dokument nicht hat, sondern ein Abschlußzeugnis als Kauffrau im Groß- und Außenhandel - Großhandel. Die Bezeichnungen Kaufmannsgehilfen- und Facharbeiterbrief sind seit dem Inkrafttreten des ersten BBiG, ca. 1968, nicht mehr offiziell und nur noch umgangssprachlich. Für jüngere PRM vielleicht auch fremd.

Gruß
Otto