Chaos und Überforderung (lange Jammerei)

Hallo

Er glaubt nur, dass das einzige ist, was zum Ziel führen kann.

Dazu müsste man wissen, daß die SS jeden erschossen hat, der
nicht sofort spurt…

Dass es so nicht gemeint ist, ist ja wohl klar.

Es geht mir einfach darum, daß in Zeiten gewaltfreier (oder
meist wenigstens gewaltarmer) Erziehung der Vergleich mit SS-
Disziplinierung mehr als geschmacklos ist.

Ich vermute mal, es war hier eben nicht die gewaltfreie Erziehung gemeint. Deswegen wurde ja wohl auch angeraten, die Sache lieber so zu lassen wie sie ist.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Anja,

Er glaubt nur, dass das einzige ist, was zum Ziel führen kann.

Dazu müsste man wissen, daß die SS jeden erschossen hat, der
nicht sofort spurt…

Aha.

Meiner Ansicht nach ist die „SS“ (von der ich nicht
sprach) dadurch charakterisiert, dass sie die Organisation
war, welche Millionen von Menschen aus „biologischen“ und
„soziogeographischen“ Aspekten vergaste, verbrannte oder
anderweitig ermordete.

Deine Charakterisierung der SS als "[hat] jeden erschossen,
der nicht sofort spurt " macht (mir) deutlich, wie
wenig vorstellbar (für Dich) die Dimension des Ganzen war
und ist überdies damit „ziemlich deutsch“.

(Ich schreibe dies, weil Du dich explizit als „wissend“ outest.)

Es geht mir einfach darum, daß in Zeiten gewaltfreier (oder
meist wenigstens gewaltarmer) Erziehung der Vergleich mit SS-
Disziplinierung mehr als geschmacklos ist. Das empfinde ich
übrigens nicht nur im Erziehungssektor so.

Leider. Was im „Erziehungssektor“ vor allem (imho) fehlt,
*ist* die Gewalt. Und zwar die Gewalt des Erziehers über
sich selber.

Und hierin liegt auch der Grund für meinen
„infamen Nazivergleich“. Die Waffen-SS war
per Definition eine Struktur, in der sich die
„kleinste Einheit“ (der Stoßtrupp => übertragen
„die Familie“) 100%ig aufeinander verlassen können
sollte und einander sich auch 100%ig vertrauen sollte.
Das wurde so dekretiert. Weiterhin hatten die
Vorgesetzten (übertragen „die Eltern“) nur eine
einzige Möglichkeit, „Autorität“ zu besitzen, und
zwar das „persönliche Vorbild“. Diese „Autorität“
musste letztlich jeden Tag neu, in allen Situationen

  • gezeigt und erneuert werden.
    Das war quasi das „strukturelle Profilziel“ der
    Waffen-SS (Hausser).

Wir haben Frieden.
Und es gibt Leute, die aus der Vergangenheit, besonders der
GEWALT- Herrschaft des dritten Reiches nichts lernen WOLLEN!
Und derartige Kommentare haben in der heutigen Zeit einfach
nichts mehr verloren.

IMHO orientieren sich heute faktisch alle Eliteverbände
der Armeen der befreundeten Staaten (bewusst oder unbewusst)
zumindest an einigen strukturellen Aspekten der Waffen-SS,
insbesondere das USMC, teilweise sogar explizit.

Übrigens, Dein „wir haben Frieden“ fand ich
gut. Ist das so?

Grüße

CMБ

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Hallo,

Seit 11/9 Jahren lebt Deine Familie, Dein
Mann und Deine Kinder unter der Bedingung
des „Chaos“, wie Du es nennst.

Noch nicht ganz so lange - es war noch lange nicht so schlimm, als die Kinder noch kleiner waren :smile:.
Und nicht nur ich nenne es „Chaos“, selbst ein Mensch mit mittelmäßig oder schwach ausgeprägtem Ordnungssinn würde es so nennen :wink:.

Die chaotische Wohnung, das „Mit-Sein“ in
allen Zimmern und der Vater, der all die
Jahre ein „Vorbild“ war - das ist bei
beiden Mädchen ganz tief verankert.

„Ihr Zuhause“, das was sie überhaupt kennen
können, das womit sie vertraut sind, ist
die (Deiner Ansicht nach) chaotische Wohnung
(eine andere haben sie nicht und können sie
sich nicht vorstellen).

Du löst gerade ein ganz, ganz tief im Magen beginnendes Gefühl der Panik in mir aus… besteht denn noch Hoffnung für uns?

Ich brauche daher sicher hier nicht
fortzufahren und zu schildern, wie
meine „Prognose“ ist …

Ach du meine Güte… werden sie noch so sein, wenn sie ihre eigene Wohnung haben? :wink:

Eine Veränderung kannst Du imho nur durch
die „Zerstörung der vertrauten Wohnung“
bewirken, also durch Umzug und mehrmonatige
Waffen-SS-artige „Disziplinforderungen“ durch
Dich und Deinen Mann gleichermassen.

Manchmal komme ich mir jetzt schon vor, wie ein General…

Danach ist es möglich, dass die „neue Wohnung“
der Mädchen „die sauber Aufgeräumte“ ist, eine
„Unaufgeräumte“ würden sie gar irgendwann nicht
mehr vertragen.

Aber nach nochmaligem Lesen deines Beitrags
denke ich, - den Aufwand kannst Du Dir sparen.
Vielleicht solltest Du versuchen, Dir ein Mini-
revier „freizukämpfen“ und Dich ansonsten damit
abzufinden, so wie die letzten 11 Jahre auch :wink:

Wirklich abgefunden habe ich mich nie damit, sonst würde es mir ja Bestens gehen… aber Du macht mich wahrhaftig nachdenklich. Vielleicht sollte ich mir keine Gedanken mehr um die ÄUSSERE Unordnung machen, sondern mich um meine inneres Gleichgewicht bemühen? Fünfe grade sein und die Seele baumeln lassen?
Sehr… verführerisch. Wirklich :smile:.

Zu pessimistisch?

Nein.

Mein Senf, Grüße

CMБ

/die Bratwurst dazu spendier/
Jayne

Antwort auf den verschwundenen Beitrag
Hallo

Gerade eben wollte ich meine Antwort abschicken, da ging es irgendwie nicht mehr. Da ich sie aber schon fertig habe, möchte ich sie trotzdem hier einstellen. Da wirst du allerdings teilweise zitiert. Wenn das nicht sein soll, musst du mir das mitteilen, dann lösche ich den Beitrag wieder.

Wenn ich es allerdings hier geschrieben sehe, dann kommen mir
diese Gedanken recht selbstsüchtig und albern vor. Als wäre
ich ein Putzteufel der nur glücklich sein kann, wenn alles um
ihn herum penibel in Ordnung ist.

Ne überhaupt nicht. Wenn du deine Sachen zum Teil gar nicht mehr oder im Müll wiederfindest, dann ist das ganz klar keine Putzteufelei.

Ich finde es auch wirklich extrem wichtig, dass die Kinder mal was anderes kennenlernen, sonst werden die es irgendwann mal sehr schwer haben.

Doch, er entlastet mich.
Aber, wie ich feststellen muss, auf die falsche Art und Weise.

Wenn es auf die falsche Art und Weise geschieht, dann ist es doch keine Entlastung.

Meine
(leider schon vor vielen Jahren verstorbene) Schwiegermutter
hat es irgendwann einfach aufgegeben ihm ein bisschen Ordnung
beizubiegen.

Oh, schade. Wo lag da das Problem? Gab es da auch einen Vater, der die Arbeit der Mutter nicht geachtet hat?

Er hat sie schon
ziemlich früh überall mit hingenommen, damit ich mal Ruhe
hatte oder eben den Haushalt auf Vordermann bringen konnte.

Das ist ja ein toller Ehemann! Der geht mit seinem Kind aus, damit die Frau zu Hause aufräumen kann! Oder hattest du ihn damals noch drum gebeten?

War es eher so:

Er (denkt: hier ist es aber ungemütlich): Ich geh mal mit dem Kind raus, kommst du mit?
Sie: Nein, hier muss doch noch aufgeräumt werden.
Er: Na gut. Ich würde ja mitmachen, aber es geht bestimmt schneller, wenn das Kind nicht dabei ist, gell? Ich nehm dir das Kind mal ab, dann hast du frei und kannst in aller Ruhe aufräumen.
Sie: Na gut.
Er: Tschau Schatz, erhol dich gut!

Oder war es eher so:

Sie: Ich will hier mal Ordnung schaffen. Kannst du bitte mal das Kind nehmen und spazieren gehen?
Er: Ja natürlich, gerne Schatz. Wann soll ich wiederkommen? Soll ich was mitbringen?

Als ich das bemerkte, hatten wir eine ziemliche Krise… weil
er absolut kein Verständnis für mich hatte, nicht verstand
worum es mir ging…

Wieso hat er das denn nicht verstanden? Meinte er, es macht dir besonderen Spaß, aufzuräumen?

…die Kinder, als sie noch kleiner
waren, sich logischer Weise eher in meiner Nähe aufgehalten
haben, ist eben das Wohnzimmer, Esszimmer und die Küche
automatisch mit „in ihren Besitz“ übergegangen.

Das finde ich normal so, aber Kinder akzeptieren es auch, wenn man sich seinen Bereich zurückerobert, allerdings nicht gerne. Das ist der Lauf der Welt, dass die Mutter ab einer gewissen Größe der Kinder nicht mehr alles mit ihnen teilen will.

Ich habe häufig, bei Bekannten oder Freunden, gesehen, dass
die Kinder im Wohnzimmer nicht spielen oder toben durften…
bei uns hat es sich eben anders ergeben.

Manche Eltern geben ja von Anfang an den Kindern einen eigenen Bereich und halten sie aus einigen Bereichen raus, wahrscheinlich, weil sie später diese Kämpfe nicht haben wollen. Ich halte es aber für natürlicher, wenn Kinder zuerst immer bei der Mutter sind, und irgendwann schrittweise immer mehr aus dem Paradies vertrieben werden. Diese Kämpfe gibt es auch im Tierreich, z. B. bei unseren Verwandten, den Menschenaffen, es muss also etwas Natürliches sein.

Natürlich haben wir schon oft und endlos darüber gesprochen,
gestritten, geheult… aber er steht am Ende meistens auf dem
Standpunkt „Solange sie sich so respektlos verhalten, haben
sie auch keinen Respekt verdient“.

Das ist natürlich kein pädagogisch wertvoller Standpunkt. Das ist doch ein Teufelkreis. Wenn er sich den Kindern gegenüber so respektlos verhält, hat er doch dann logischerweise auch keinen Respekt verdient, und so weiter und so fort. Na ja, nutzt ja nichts, ihn können wir hier nicht ändern.

Ich weiß im Moment nicht, wer es richtig macht… es tut mir
einfach nur leid, wenn die Mädchen Standpaukenmäßig
heruntergeputzt werden.

Das ist ja auch nicht richtig.

Ich denke dann auch, wie kann er so etwas wie Ordnung fordern,
wenn er es selbst nicht auf die Reihe bringt?

Macht er es denn? Na ja…

Dann bin ich natürlich diejenige, die ihm in den Rücken
fällt… das ist mir schon klar. Und ich fühle mich sehr, sehr
unwohl dabei.

Irgendwie in Abwesenheit der Kinder könnt ihr das nicht mal ausdiskutieren und zu irgendeiner gemeinsamen Lösung kommen? Diese Kämpfe sollte man eigentlich nicht in Anwesenheit der Kinder führen. Aber wenn keine Einigung möglich ist, dann weiß ich auch nicht, wie man das vermeiden kann.

Vielen Dank, so etwas in der Richtung habe ich mir auch schon
überlegt. Das wird wohl das Richtige sein…

Würde er denn da mitmachen?
Wenn nicht, würde ich das alleine machen, das geht auch. Scheint mir wirklich nötig zu sein.

Viel Glück
Simsy

Am liebsten würde ich ausziehen. Es gibt kein Zimmer hier, in
dem sich die Kiddies nicht „ausgebreitet“ hätten.

hALLO;

dazu fällt mir spontan der Vorschlag ein, daß Du Dir Raum zurückerobern könntest. Z.B. sei das Schlafzimmer Dein. Du hältst es sauber und ordentlich. Das bedeutet, daß Du alles, was Du da nicht drinnehaben möchtest, wahllos ins Kinderzimmer schmeißt.
Natürlich bleibt es Dir unbenommen, jeglichen Unrat von anderswo, dreckiges Geschirr, Wäsche, was auch immer es sei, wahllos ins Kinderzimmer zu schmeißen. Das mit dem halben Regal im Wohnzimmer hat sich ja wohl in der Praxis nicht bewährt - richtig: ins Kinderzimmer schmeißen.
Wenn etwas dringend gesucht wird, dann sagst Du, daß das Schlafzimmer picobello aufgeräumt ist, und folglich der gesuchte Gegenstand da mit Sicherheit nicht drinne ist.

Grüße

Anny

Hallo Jayne,

du hast ja schon eine Menge Ratschläge bekommen, wie du das Chaos in den Griff bekommen kannst. Am besten fand ich die Putzhilfe, muss ich mir auch mal überlegen.
Mein Eindruck ist, dass du erst mal eine Auszeit brauchst. Fahr mal für eine Woche weg, am besten zum Wandern, Fasten, Meditieren, Wellness oder ähnliches. Einen Ort, an dem du deine innere Ruhe und Gelassenheit wiederfinden kannst. Mit etwas mehr Gelassenheit lassen sich auch die Ratschläge der anderen besser umsetzen.
Bei mir hat sich auch bewährt, dass ich einen Abend in der Woche zum Yoga gehe. Tust du in deiner Freizeit wirklich etwas für dich? Hast du ein Hobby, dem du dich regelmäßig widmen kannst?
Wenn du dich wieder gut (gelassen, nicht gestresst) fühlst, wirst du dein Problem auch in den Griff bekommen.

Alles Gute, Sigrid

nur ein wort zur empfohlenen putzhilfe:
hallo jayne,

du hast ja bereits ratschläge über ratschläge bekommen :smile:

ich möchte nur nochmal auf den vorschlag mit der putzhilfe eingehen:

auch wenn nur 1x pro woche jemand für ein paar stunden kommt: das ist gar nicht blöd! so ein fester termin ist „aufräumtechnisch“ der wahnsinn überhaupt: die wohnung muß nämlich PUTZBAR sein! man kann keinem menschen zumuten, eine wohnung zu putzen, in der das völlige chaos herrscht. also: montag früh kommt die zugehfrau -> sonntag abend spätestens bricht das große aufräumen an.

meine freundin hat es so bestens in den griff gekriegt!

viel erfolg (mit welcher methode auch immer)!
agnes

Hallo Jayne, ohne alle Postings gelesen zu haben, denn
ich habe heute noch mehr vor, kann
ich sagen:
Ich habe selten so einen konstruktiven
Artikelbaum gesehen!
Das wichtigste,sozusagen die Quintessenz daraus sind

*logische Konsequenzen und
*Konsequenz
die etwas bewirken können.

zB Das mit der Tonne und dem Essen machen,nur wenn sie
geleert wurde.(wunderbar!!!)
Das ist mein Favorit,denn es ist hier eine
logische Konsequenz möglich.
Aber du musst ja wählen, denn du musst es in deinem
Alltag umsetzen und dazu wünsche ich dir viel Kraft.

Wer verändern will, muss neue Wege gehen.
Joachim Löw

Gruß Kai

auch, wenn’s schon offtopic wird…
Hallo Semjon.
Wissend ist in meiner Generation (Dein Alter lässt sich wohl kaum wirklich auf 125 deklarieren!) bei dem Thema wohl keiner! Zum Glück war ich nicht dabei. Aber meine Großeltern. Und wenn die erzählen (und erzählten), welche Panik die SS ausgelöst hat, wenn sie nur die Straße lang sind… Herzlichen Glückwunsch!!!
Von willkürlichen Erschießungskommandos derer will ich hier garnicht anfangen. Einige Nachbarn und enge Freunde meiner Großeltern wurden durch die SS auf offener Straße erschossen. Damit es ja jeder sieht!
Und das wegen Nichtigkeiten, wegen denen man heute niemanden mehr anfassen würde.
Kritik am Regime war tödlich!
Ist die Disziplin, die du meinst etwa die, daß man alles mitmacht, nur um nicht bestraft zu werden?
Heißt das zu kuschen und den eigenen Willen gebrochen an der Haustür abzugeben?
Heißt das, das Maul halten und sich ohne Hinterfragen der Spitze unterzuordnen?
Wir (als Eltern) sind nicht bei den Marines oder irgendeiner elitären militärischen Einheit, in der einer den „Feldwebel“ spielt und der Rest springt.
Unser Tun wird durch Versuch und Irrtum geleitet. Ansonsten könnte man allen Eltern staatliche Pflichtseminare mit einem, allgemeingültigen, Gedanken- und Erziehungsgut aufbrummen.
Womit wir wohl wieder ganz am Anfang sind…
Erziehung heißt auch, uns und unseren Kindern eben keine ABSOLUTE Disziplinierung aufzuoktruieren sondern immer auch Freiraum für eigenes Denken, Sagen und Handeln zu lassen.
Auch, wenn man damit mal (böse) baden geht.
Man muss wieder lernen, sich nicht auf ein System zu verlassen, sondern auf den gesunden Menschenverstand.
Aktion= Reaktion!
Das muss man auch den Kindern klar machen.
Du kannst denken und machen was du willst, aber sei dir gewiss, was für Konsequenzen daraus hervorgehen.
Man muss den Freiraum haben seine Grenzen und Fehler SELBER zu erfahren.
Und das ist in einem totalitär disziplinierten System nicht möglich!
Anja

Hallo Jayne!
Mein Beileid-nicht nur Chaoskinder sondern auch den passenden Mann dazu?
Das ist sicher nicht einfach.
Aber tröste Dich:bis auf den Gatten war es bei mir lange Jahre ähnlich.Nur habe ich 5 von diesen reizenden Chaoten und einen Mann,der viel mehr arbeitet als im Vertrag steht.
Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt.Nicht nur,daß mein Tagwerk daheim aus Aufräumen,aufräumen,hinterherräumen,verlegtes suchen-habe ich aufräumen schon erwähnt?:smile:-bestand…die Mithilfe meiner Herrschaften(und zwar aller!) war als äußerst dürftig anzusehen.
Ich habe dann meiner liebreizenden Familie den Mist vor die Füße geworfen und bin für 1 Woche mitsamt Hund zu einer entfernter wohnenden Freundin geflüchtet.
Inzwischen haben wir Pläne und Regeln-wenige und einfache.
Wenn meine Kinder dagegen verstossen habe ich ein paar nette Strafen,die wirklich wehtun.
Bloß beim Gatten ist mir noch nix eingefallen…
Aber eins habe ich in dieser Zeit der Umstellung von Hotel Mama auf „Auch du kannst was tun“ gemerkt:eine gewisse Feldwebelmentalität ist von Vorteil genauso wie die sprichwörtliche Sturheit eines Esels(das ist so und du machst das einfach so).Es schadet auch nicht,wenn frau ihren Wortschatz auf ja,nein,tu es einfach beschränkt.Zudem sollte man auch die Fähigkeit besitzen stur wie ein Panzer auf Einhaltung der Regeln zu bestehen.Und vor allem:nie in Diskussionen verwickeln lassen!!Das ist so und gut ist.
Nach fast 1 Jahr Übergangsphase haben meine Herrschaften die neuen Regeln schon ganz gut verinnerlicht.Klar,es gibt immer noch Tage wo es nicht wirklich läuft-aber sie sind inzwischen die Ausnahme nicht die Regel.
Allerdings darfst Du bei der Umsetzung deiner Ansprüche nicht zulassen daß der alte Schlendrian wieder einzieht.Ich hatte anfangs auch so Phasen wo ich fast am aufgeben war.Dann habe ich mir immer wieder vorgebetet warum ich das will.
Viel Glück
Andrea

Hallo Jayne,

ich kann Deinen Gram so gut nachempfinden!

Bei uns sieht es ähnlich aus. Wir haben zwar nur ein Kind aber mit meinem Mann habe ich ein zweites Kind.
Ich selber bin jetzt auch nicht die Superhausfrau und es kostet jeden Tag aufs neue unglaublich viel Kraft, unseren Haushalt nicht völlig verwahrlosen zu lassen.
Jeden Tag und immer wieder!

Wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederhole ich Anweisungen und Aufgaben und räum das weg, lass es nicht liegen, mach den Schrank zu, klapp den Klodeckel runter, räum Deine getragenen Sachen in die Schmutzwäsche und so weiter und so weiter.

Die vorher beschriebene Feldwebelmentalität hilft. Aber Du darfst Deine Deckung keinen Moment vernachlässigen, schon sind sie da hineingestossen und es ist alles wieder beim Alten! Also: Aufpassen!
Hört sich schrecklich an, oder?!?

Wie gesagt, ich kämpfe auch jeden Tag, darum bin ich eigentlich keine gute Ratgeberin. Denn den Stein der Weisen habe ich leider auch nicht gefunden!

Also, Kopf hoch. Spätestens wenn die Kinder aus dem Haus sind, wird es besser.

Bis dahin, liebe Grüße

Andrea

Vielen, ganz ganz lieben Dank…
… an alle die sich so viel Mühe gegeben haben, mich mit äußerst hilfreichen Tipps versorgt, neue Wege aufgezeigt und vor allem wieder mit neuem Mut „angereichert“ haben.

Über ein paar Formulierungen musste ich sehr lachen und bin dafür ebenso dankbar :wink:. Ich werde bemüht sein in die Haut eines Feldwebels zu schlüpfen, stur wie ein Maulesel zu sein und dabei an tibetanische Gebetsmühlen denken *lach* …

Leider kann ich noch keine Sternchen vergeben (was ich höchst ärgerlich finde), fühlt Euch aber überreichlich damit beschenkt :smile:.

Heute habe ich den „Tischdeck- und Spülmaschinendienst“ eingeführt (in Abstimmung natürlich), seit gestern wasche ich nur noch das, was auch tatsächlich in der Wäschetruhe landet (kurz und knapp angekündigt).

Am Sonntag werden wir dann weitere Dinge besprechen (unter anderem die fällige Ausmist- und die Frühjahrsputzaktion) und diesmal werde ich mich mit faulen Versprechungen nicht zufrieden geben, sondern einen Vertrag aushandeln den alle unterschreiben müssen. Zunächst wird es recht übersichtlich sein, darüber mache ich mir aber noch Gedanken. Bei Nichteinhaltung habe ich auch schon ein paar feine Sanktionen auf Lager.

Funktioniert das alles nicht - habe ich noch eine Freundin die 300km von mir entfernt wohnt und … :wink:.

beschwingte Grüße
Jayne