Chaos und Überforderung (lange Jammerei)

Hallo,

im Moment scheint mir alles über den Kopf zu wachsen…

Ich habe zwei Mädchen von 9 und 11 Jahren, bin verheiratet und arbeite drei Vormittage in der Woche. Mein Mann ist im Schichtdienst und ist daher viel zu Hause - nimmt mir auch eine Menge ab, kocht usw. wenn ich nicht da bin, richtet dabei aber mindestens ebensoviel Chaos an :smile:.

Unsere Kinder sind nicht die Ordentlichsten und… mein Mann leider auch nicht . So stehe ich dann meist am Wochenende vor einem riesigen Berg Arbeit, nebst der Wäsche und so langsam gehen mir wirlich die Kräfte aus.
Oft habe ich auch gar keine Lust irgendwo anzufangen, weil ich weiß, dass das spätestens zwei Tage später wieder … im Chaos versinkt.
So langsam nimmt das alles unüberschaubare Dimensionen an und ich habe keine Ahnung, wie ich dem entgegenwirken kann. Zum Beispiel ist unser Schlafzimmer schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich herzeigbar, weil da einfach alles landet, was „mal eben schnell“ verschwinden muss und ich nicht einsehe, warum ich das immer alles regeln muss.

Ich fühle mich nicht mehr wohl in diesen vier Wänden und brache dringend ein paar Ratschläge, wie ich hier so etwas wie „Organisation“ rein bringe.

Die Mädchen sind … wahrscheinlich ist es lächerlich, aber ich rege mich eben auf, wenn ständig irgendwo was liegenbleibt. Sie finden die Mülleimer nicht, oft finde ich Bonbon-, Schokoladenpapier und sonstigen in den Sofaritzen oder einfach auf dem Boden.
Sie haben einen Teil des Wohnzimmerregales, in dem sie Spiele und Bücher aufbewahren dürfen. Meistens bleibt alles in einem unübersehbaren Haufen davor liegen oder wird einfach irgendwie da rein „entsorgt“. Im Bad liegen Zahnbürsten auf dem Boden, in der Toilette wird die Seife zerbröselt und verstreut usw. usw. Immer was Neues.

Natürlich fordere ich sie dann zum Aufräumen auf und dann geschieht das auch, aber nur mit viel Gemurre, Gestöhne und Theater obwohl ich dann auch helfe. Das selbe Bild im Kinderzimmer.
Totales Chaos, obwohl sie nicht mit Spielsachen überschüttet wurden. Aber das, was da ist, wird trotzdem nicht pfleglich behandelt. Auch hier treffen sie die Papierkörbe nicht, was bei der momentanen Bastelwut eben… es ist gräßlich. Dazwischen liegt Spielzeug und die Unterwäsche von vor drei Tagen - weil ich mich einfach weigere da dran zu gehen. Stört sie aber auch nicht.

Am liebsten würde ich ausziehen. Es gibt kein Zimmer hier, in dem sich die Kiddies nicht „ausgebreitet“ hätten.

Ich weiß, das klingt alles irgendwie komisch. Wir sind ja schließlich eine Familie … bei meinen Eltern hätte ich mich aber nicht gewagt im Wohnzimmer zu spielen und nachher alles liegenzulassen. Obwohl sie wirklich nicht streng waren.

Meine Kinder sind absolut respektlos und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.

Entschuldigt, dass es so lang geworden ist.

Grüße
Jayne

Hallo Jayne
bin keine Mutter, aber kann Dein Problem durchaus verstehen. Mache es doch so, daß Du mal Deiner Familie sagst, wie es Dir damit zumute ist.
Versuche mal, jedem, auch Deinen Kindern, an die Hausarbeit zu gewöhnen, brauchen sie ja für später eh mal.
Deinem Mann kannst Du ja sagen, daß, wenn er schon Schichtarbeit macht, und die ganze Zeit dann zuhause ist, wenn Du arbeitest, auch mitarbeitet und die Kinder halt dann auch zur Ordnung erzieht.
Die Kinder haben bestimmt auch ein eigenes Zimmer und da würde ich dann auch darauf zu verweisen, wenn sie woanders spielen möchten.
Und wenn sie keinen Platz dazu haben, müssen sie halt erst aufräumen. Und daß Seife und Zahnbürsten und sonstige Dinge überall herumfliegen, muß ja auch nicht sein. Würde mich einfach mal am Wochenende mit der Familie hinsetzen und die Arbeiten verteilen. Du mußt ja auch arbeiten und bist müde, wenn Du heimkommst.
Also einfach klar machen, daß es so nicht weitergehen kann, weil du ja auch dort wohnst und Du keine Unordnung möchtest.
Hoffe, daß ich Dir weitergeholfen habe und wünsche Dir noch einen schönen Tag.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne

Hallo jayne,

verschaffe dir Respekt :wink: und stelle klare Regeln auf.

Als erstes empfehle ich dir das Buch:

Rudolf Dreikurs, Loren Grey - Kinder lernen aus den Folgen. Wie man sich Schimpfen und Strafen sparen kann. ISBN 3451048841 Buch anschauen

Meine Tipps (aus Erfahrung natürlich :wink::

Du rufst am besten eine Familienkonferenz au und schilderst alles, was dich stört.
Du verlangst von deinen Familienmitglieder LÖSUNGSVORSCHLÄGE, jeder darf zu Wort kommen. natürlich darf auch jede sagen was ihn persönlich stört.
Und …ganz wichtig: jede darf sagen was er gut findet und was lobenswert war (denke nach, die machen bestimmt auch etwas, was du loben kannst, oder?)
Auch Konsequenzen müssen besprochen werden, eben auch BELOHNUNGSkonsequenzen - wenn alles GUT klappt (je nach Wichtigkeit: zusammen spielen, schwimmen gehen, Kino…etc)
Zusammen alle gemeinsame Arbeiten aufschreiben und verteilen.
Am Ende von jedem unterschreiben lassen.

Konsequent sein: z.B. nach dreimaligen *nichtaufräumen* im Wohnzimmer gibts kein Regal mehr für die Spiele-basta! Ein Frist geben zum aufräumen und danach wird alles was im Gemeinschaftsräumen rum liegt ENTSORGT.
Erstmal (alles z.B.) für zwei Wochen weggestellt, wenn der Sack/Karton bis dahin nicht sortiert wird - dann ganz weg (je nach dem: entweder verschenken, oder in die Tonne schmeißen).

Im Kinderzimmer müsste es dir egal sein - außer Biomüll, da musst du hart bleiben.

Kinder sind kooperativ und fantasievoll, nutze das für dich aus.

Und wenn man das Ganze halbwegs demokratisch angeht, auch mitmachbereit. :smile:

Viel Erfolg und gute Nerven,
Maja

Hallo,
einiges davon kommt mir wirklich bekannt vor :wink:

  1. Regeln aufstellen - jeder räumt sein Zeug auf. Kinderspielzeug gehört ins Kinderzimmer. Wenn nicht, ab in den Müllsack damit (was meinst du, wie schnell Platz geschaffen wird).

  2. Prioritäten setzen.
    Das Schlafzimmer muss vielleicht nicht vorzeigbar sein, aber das Wohnzimmer schon. Mir reichen da 5 Minuten früh, um alles in einen relativ ordentlichen Zustand zu versetzen, das muss dann aber auch reichen.

Es hilft bei den Kindern nur, konsequent zu sein- schließlich ist es auch eine „Übungssache“.

Ich habe gerade so eine „goldene Regel“ gelesen - was man binnen 1 Minuten weg- oder einräumen kann, soll man SOFORT machen und nicht erst zwischenlagern, da es ansonsten das Aufräumen dessen doppelte (oder mehr) Zeit erfordert.

Beatrix

Hallo Jayne,

vielleicht musst Du das Thema mal in einer Familienkonferenz bereden und dann gemeinsam mit den Kindern und Deinem Mann Regeln aufstellen. Wie Aufgaben verteilen, Zeitpläne erstellen wer was macht: z.B. jeden Abend werden alle Speilsachen aufgeräumt, generell haben die Kinder in ihren Zimmern zu spielen, Bauten im Wohnzimmer und Küche etc. sind nur erlaubt, wenn Mami oder Papi dem zustimmen, denn schließlich ist das WZ Dein /Euer Reich.

Hilft ein gemeinsames Ausmisten und Trennen von Gegenständen? Was landet denn bei Euch alles im SZ? Gibt es dafür auch andere Lagermöglichkeiten? Müssen die Sachen aufgehoben werden? Können Dinge nicht gut verpackt in beschriftete Kisten gepackt werden, die dann bei Bedarf raus geholt werden?

Mit dem Umzug haben mein Mann und ich unsere Wohnungen zusammen gelegt. Erst mal haben wir alles mitgenommen. Jetzt arbeite ich mich gerade durch alle Schränke und sortiere aus, und packe zum Teil Kisten mit einem Thema zusammen. Haba z.B. alle Weihnachtssachen in Bananenkisten gepackt und die Kisten außen mit DIN A 4 Blättern genau beschriftet und in Kellerregalen gestapelt. Da sind zum Teil dann auch Vasen etc. drin, die wir wirklich nur Weihnachten benutzen, dh. im normalen Schrank im Haus ist Platz. Dadurch macht das Wegräumen viel mehr Spaß, weil man nicht alles rumschieben und stapeln muss.

In einer Zeitschrift habe ich eine tolle Todo Liste gesehen. Es wurde eine große magnetische Fläche genommen auf der jedes Familienmitglied seinen Bereich bekommen hat: Also bei Euch wären das 4 Felder. Dann wurden für die standard Aufgaben im Haushalt Magnetschilder angefertigt (bekommt man bei Firmen die Schilder beschriften). Immer wenn eine Aufgabe fällig war, wurden die zu erledigenden Aufgaben in eines der Felder gelegt. So müsstest Du Dir den Mund nicht mehr fusselig reden und es wird nichts vergessen. GGF kann man das Ganze für die Kinder mit einem Punktesyste verbinden: Wenn X Sterne/Punkte voll sind, gehts in den Zoo, ins Kino…

Hast Du einen Lieblingsplatz, wo Du mal ausspannen kannst? Schaffe Dir so eine Ecke, die dann nur für Dich ist und nur von Dir gestaltet werden kann. Nimm Dir jeden Tag ein paar Minuten nur für Dich, bevor Du Dich wieder in den Alltag stürzt.

Reicht das Familiengeld für eine Putzfrau? Manchmal sind die gar nicht so teuer. Ich gebe z.B. das Fensterputzen seit neuestem ab. Bei 15 Fenstern die meisten 3,50 hoch… da sind die Wochenenden verplant. Habe eine professionelle Reinigungsfirma beauftragt. Die kommen in regelmäßigen Abständen von sich aus. Der Spaß kostet gerade mal zwischen 60 und 80 Euro.

Und dann mag es hart sein: ich kann mich dran erinnern, dass ich als Kind auch nicht aufgeräumt habe und da hat meine Mutter nach langer Vorwarnung einfach irgendwann als ich in der Schule war den blauen Sack genommen und alles was rum lag entsorgt. Die Spielsachen sind so weit ich mich erinnern kann nicht mehr aufgetaucht. Ab da habe ich aber drauf geachtet, dass alles an Ort und Stelle liegt. …bei meinem Mann hat das Thema auch sehr gut funktioniert. Eine zeit lang haben wir seinen Schreibtisch beide genutzt und das Chaos auch in den SChubladen war nicht zu ertragen. Ich habe mir einen Tag die Mühe gemacht alles zu sortieren und auch zu entsorgen… das Ergebnis war klar. Zur Abwechslung hat er nichts wieder gefunden und damit ich nicht wieder aufräume wird jetzt von ihm für Ordnung gesorgt.

…und zu guter Letzt: Wenn Du es zu Hause nicht aushälst, dann mache Dir doch mal ein schönes WE bei einer alten Freundin oder im Hotel, wo Du alleine machen kannst was Du willst. Manchmal benötigt man einfach mal Raum und Zeit für sich - auch wenn man seine Familie noch so liebt. Ich freue mich zum Beispiel rieseig, dass ich demnächst ein WE meine Oma besuchen kann, und der Hund die alte Klette zu Hause bei meinem Mann bleibt…ich endlos mit der Oma shoppen gehen kann, etc… Das wird super!
Ab und an verschwinde ich auch mal nen Tag mit einer Freundin in der Saunawelt und nehme interessante Bücher mit und tauche zumindest für ein paar Stunden ab.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

Hallo Susanne,

Mache es doch so, daß Du mal Deiner Familie sagst, wie es Dir
damit zumute ist.

Das ist schon öfter geschehen - wir halten relativ regelmäßig Familienrat und danach wird es auch ein bisschen besser. Für ein paar Tage. Danach schleichen sich wieder die alten Verhaltensweisen ein - und ich stehe wieder da.

Versuche mal, jedem, auch Deinen Kindern, an die Hausarbeit zu
gewöhnen, brauchen sie ja für später eh mal.

Gute Idee - getestet - funktioniert drei Tage. Dann muss ich mir anhören „bin ich Aschenputtel?“ (von der Großen) und bekomme ein mürrisches Gesicht, wenn ich die entsprechende Gegenfrage stelle.

Deinem Mann kannst Du ja sagen, daß, wenn er schon
Schichtarbeit macht, und die ganze Zeit dann zuhause ist, wenn
Du arbeitest, auch mitarbeitet und die Kinder halt dann auch
zur Ordnung erzieht.

Nein, das war ein Missverständnis. Er hilft ja auch wo er kann. Nur … wir haben auch noch einen recht großen Garten in dem auch immer allerhand zu tun ist (nicht zuletzt dank der Kinder, die es immer wieder schaffen alles mögliche anzustellen). Dann hat er einen wirklich anstrengenden Job (pysisch und auch psychisch) und war dieses Jahr auch schon ein paar Wochen in einer Kurklinik, weil er einfach ausgebrannt war, unter Schlafstörungen litt und wegen jeder Kleinigkeit die Nerven verloren hat.
Eine Zeit lang war es besser und jetzt haben wir wieder mal ein paar schlaflose Nächte verbracht in denen wir uns über alles mögliche ausgesprochen haben. Wir sind uns einig, es muss sich einiges tun - nur wissen nur nicht, wie wir das durchsetzten können.
Klingt schlimm, hm? Wir sind auch recht verzweifelt…

Ich habe das Gefühl hier nur noch den Hampelmann zu spielen, sobald die Bande das Haus betritt. Mittlerweile kann ich mein eigenes Gemecker nicht mehr hören und bin ständig müde…

Die Kinder haben bestimmt auch ein eigenes Zimmer und da würde
ich dann auch darauf zu verweisen, wenn sie woanders spielen
möchten.

Soll ich sie komplett aus dem restlichen Wohnraum aussperren?

Und wenn sie keinen Platz dazu haben, müssen sie halt erst
aufräumen.

Das passiert nicht. Nicht freiwillig.

Also einfach klar machen, daß es so nicht weitergehen kann,
weil du ja auch dort wohnst und Du keine Unordnung möchtest.

Ich weiß auch nicht - bei mir musste Ordnung nicht „anerzogen“ werden. Aus meiner Kindheit und auch jetzt noch ist es so, dass ich es einfach HASSE wenn ich was suchen muss. Die Dinge sollten einen Platz haben.
Statt dessen suche ich überall den ganzen Tag - weil einfach nichts da ist, wo es hingehört. Es wird kreuz und quer alles mögliche durchs Haus geschleppt, auch meine Sachen sind Allgemeingut.

Ich habe schon öfter klargemacht, dass durch solche Suchaktionen soviel kostbare Zeit verloren geht, die ich lieber mit meinen Kinder im Spiel verbringen würde. Aber irgendwie kommt das nicht an.

Ebenfalls konnte und kann ich es nicht leiden, wenn verschiedene Spiele durcheinander geworfen wurden, Puzzleteile fehlten oder irgendwas im Müll landete, woran ich wirklich hing undundund… meine Kinder STÖRT das überhaupt nicht und das kann ich nicht begreifen.

Liebe Grüße
Jayne

Klare Strukturen und Durchsetzung
Hallo Jayne.
Du musst deiner Familie, auch deinem Mann, klare Ansagen machen. Wenn die Kinder sehen, daß es deinem Mann egal ist, warum sollten sie es dann bei Mama machen?!
Schlechtes Verhalten mit Ignoranz beachten, gutes Verhalten fördern.
Wenn sie nicht aufräumen wollen, dann gibt es keine Vergünstigungen. Kein Fernsehen, kein heißgeliebter Nachtisch, keine Süssigkeiten… Du weißt am besten, was deinen Kindern am meisten fehlen würde.
Halte die Zeiträume dann aber auch konsequent ein. Eine Woche ist eine Woche und keine 3 Tage.
Stelle einen Plan auf für die ganze Woche. Jeder bekommt innerhalb dieser Woche jeden Tag eine bestimmte Arbeit zugeteilt. Laß sie anfangs aber nur „Kleinkram“ machen, wie Müllrausbringen z.B.!
Werden diese zur VOLLEN Zufriedenheit ausgeführt, dann vergib Pluspunkte. Das können Aufkleber in einem Stickeralbum sein. Ab einer bestimmten Anzahl gibt es Vergünstigungen wie länger aufbleiben.
Auf keinen Fall materielle Dinge versprechen, da dies als eine Art Bezahlung aufgefasst werden könnte und Spielraum zum Verhandeln lässt.
Und verhandelt wird nicht!
Wichtig:
Bleib ruhig und mache deine Ansage mit fester klarer Stimme. Sag niemals: Du machst das jetzt, ja!?
Der Frageanhang gibt deinen Kindern die Möglichkeit nein zu sagen und zeigt an, daß du auch andere Wege in der Hinterhand hast.
Sag: Du machst das jetzt, bitte!
Sag, bis wann eine Arbeit erledigt sein muss. Und kündige sie anfangs früh genug an:
In fünf Minuten wird der Fernseher ausgemacht und dann bringst du bitte den Müll raus.
Zieh nach den Fünf Minuten bei fehlender Mitmachbereitschaft kommentarlos den Stecker und wiederhole die Arbeitsanweisung mit der Androhung von entsprechenden Konsequenzen.
Lass dich nicht auf Diskussionen ein, denn das macht dich angreifbar.
Sie werden recht schnell lernen, daß es keinen Sinn macht, mit dir zu diskutieren. Deine Meinung steht!
Gruß Anja

Hallo Jayne,

Das ist schon öfter geschehen - wir halten relativ regelmäßig
Familienrat und danach wird es auch ein bisschen besser. Für
ein paar Tage. Danach schleichen sich wieder die alten
Verhaltensweisen ein - und ich stehe wieder da.

Oh… Naja, das ist dann natürlich ungeschickt. Hm…

Gute Idee - getestet - funktioniert drei Tage. Dann muss ich
mir anhören „bin ich Aschenputtel?“ (von der Großen) und
bekomme ein mürrisches Gesicht, wenn ich die entsprechende
Gegenfrage stelle.

Ich kann mir vorstellen, daß das dann ziemlich viele Nerven kostet, wenn man sowas immer wieder sagen muß und dann halt die Kinder auch noch sowas zu einem sagen. Aber du bist die Mutter und kannst das den Kindern dann sagen, daß Du nicht möchtest, daß sie mit Dir so reden.

Nein, das war ein Missverständnis. Er hilft ja auch wo er
kann.

Entschuldigung, also ich meine damit, daß es mir leid tut, daß ich Dich falsch verstanden habe.

Dann hat er einen wirklich anstrengenden Job
(pysisch und auch psychisch) und war dieses Jahr auch schon
ein paar Wochen in einer Kurklinik, weil er einfach
ausgebrannt war, unter Schlafstörungen litt und wegen jeder
Kleinigkeit die Nerven verloren hat.

Ach so, das vereinfacht diese Sache auch nicht unbedingt. Vielleicht, daß ihr sowas wie einen Familienplan aufstellt, wer an welchen Tagen was erledigt, das halt abwechselnd. Also halt für die Kinder. Ist halt auch schwierig, weil die noch so jung sind.

Soll ich sie komplett aus dem restlichen Wohnraum aussperren?

Nein, natürlich nicht. Ich meinte damit, daß sie ihre Spielsachen dann halt wieder mitnehmen oder in das Wohnzimmerregal stellen, was Du erwähnt hast oder ins Kinderzimmer.

Ich weiß auch nicht - bei mir musste Ordnung nicht „anerzogen“
werden. Aus meiner Kindheit und auch jetzt noch ist es so,
dass ich es einfach HASSE wenn ich was suchen muss. Die Dinge
sollten einen Platz haben.

Vielleicht gehört das ja nicht so zum Thema, aber es gibt Gene, die sich vererben, also so ein Ordnungsgen. Und je nachdem, von wem man es erbt ist man ordentlich oder nicht. Habe ich jedenfalls mal gehört. Vielleicht stimmt es ja ein bißchen.

auch meine Sachen sind Allgemeingut.

Sage, daß Du DEINE Sachen, wenn die anderen sie schon benutzen, sie wieder dahintun, wo es war. Es sind schließlich DEINE Sachen und nicht die von den anderen.

Ebenfalls konnte und kann ich es nicht leiden, wenn
verschiedene Spiele durcheinander geworfen wurden, Puzzleteile
fehlten oder irgendwas im Müll landete, woran ich wirklich
hing undundund… meine Kinder STÖRT das überhaupt nicht und
das kann ich nicht begreifen.

Das kann ich jetzt allerdings auch nicht verstehen, wenn Deine Kinder das nicht stört. Frage mal Deine Kinder, ob sie es gut finden würden, wenn man ihre Sachen einfach wegwirft.
Und sage Deinen Kindern, daß die Spielsachen, Puzzle, etc. ja auch Geld kosten und sie nicht so mit ihnen umgehen sollen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne

Hallo Jayne,

gute Ratschläge und Tips hast du ja schon ne ganze Menge bekommen, darum nur mein Eindruck:
Du verbringst eindeutig zu viel Zeit mit deiner Familie und scheinst dringend ein bisschen Abstand zu brauchen.

Mach dich mal ein bisschen rar, es gibt auch ein Leben neben der Familie. Die sind schon alle ganz groß und kommen auch gut mal ohne dich zurecht… auch wenns schwer vorstellbar ist.

Ausserdem würd ich die Position des „Ordnungshüter“ zumindestens zeitweilig an deinen Mann abgeben, kann Wunder wirken. :o)

Liebe Grüße
Simone

Hallo.

Wozu haben die zwei Zicken eigene Zimmer, wenn sie doch sowieso das ganze Haus okkupieren?

Regeln aufstellen:

  • Sachen, die außerhalb des Kinderzimmers unbenutzt liegenbleiben, sind Gemeinschaftseigentum.

  • Was auf der Erde liegt, ist Müll.

  • Müll, siehe vor, wird zeitnah entsorgt.

  • Es gibt feste Arbeitszuweisungen. Nichterledigung bedeutet: kein Essen, keine frische Wäsche, Automat im Kinderzimmer raus, etc.

Wichtig: Setz das jetzt durch! In zwei Jahren, wenn beide Gören mitten in der Pubertät stecken, hast Du sonst gar keine Chance mehr. Genauso wichtig: Mach deutlich, dass diese Sachen nicht verhandelbar sind. Verhandelbar ist bspw., mal eine Arbeit gegen eine andere zu tauschen; aber nicht, alles doch wieder der Mutter zuzuschieben.

Und Dein Mann muss in diese Regelung einbezogen werden. Was in der Gegend herumfliegt und stört, kommt weg. Bauz, aus. Das muss nicht heißen, dass tatsächlich alles im Müll landet (obwohl das manchmal sehr heilsam sein kann), sondern es ist dann eben der iPod oder die CD oder Peng für ein paar Tage nicht auffindbar … Du verstehst?

Für den Anfang solltest Du mit Deinem Mann ein Wochenende ausmachen, das dem gründlichen Hausputz gewidmet ist. Die lieben Kleinen werden, ob ihnen das passt oder nicht, dafür mit verplant - ob an diesem Wochenende Mickymaustag oder Eisdieleneröffnung ist, juckt nicht. Das darf ruhig ein wenig weh tun, wenn der Sa./So. wegen der Aufräumerei völlig im eimer ist. Daraus folgt nämlich die Lehre: „Lässt man das kleine Elend schleifen, kommt das große unweigerlich“.

Wenn weder Dein Mann noch die Bälger zugänglich sind, bleibt als Notbremse noch „Mama macht Urlaub“. Dann lässt Du die Bagage eben mal eine Woche im eigenen Gammel sitzen … was glaubst Du, wie schnell die aufwachen.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallo Jayne!

Vor diesem Problem stand ich vor ein paar Jahren auch mal! Zwar nur mit einem Kind und Mann, aber Ganztagsjob!

Nun, wie hab ich das Problem gelöst? :

  • Gemeinsam einen Plan aufgestellt, wer was wann macht!

  • Freizeit für jeden - einschließlich mich - eingeplant!
    Dinge tun, die man schon immer machen wollte- alleine in Ruhe
    schoppen! Frisör und Kosmetik! Basteln! Lesen! Bad abschließen
    und ein Bad nehmen bei Kerzenschein!

  • Wenn Aufgaben nicht erledigt wurden, nicht selbst gemacht! Es drauf
    ankommen gelassen! Irgendwann murrt schon jemand, daß Müll
    rumliegt!

  • Wenns ganz schlimm kam, hab ich total gestreikt und ganz schnell
    wurden die Regeln wieder eingehalten! (Nicht gewaschen, nicht
    gebügelt etc.)

  • Wichtig dabei, trotzdem das Gespräch mit allen suchen! Es darf
    nicht zur Machtprobe werden!!

Für Deinen Mann wäre wichtig, daß er genauso wie Du auf die Einhaltung der Pläne achtet. Und Du mußt ihn bei dem Ganzen auf Deiner Seite haben, sonst habt Ihr beide nachher noch Krach - und das soll dabei ja nicht rauskommen :wink:)!!

Heute, wo alles ganz gut bei uns klappt, muß ich nur noch ab und an Hinweise geben. Es hat sich eingespielt: Sohn (19) macht sein Zimmer oben alleine -komplett. Haushalt und Garten sind aufgeteilt. Und wir lassen auch mal „alle Fünfe grade“, wenn wir was Schönes vorhaben.

So kann immer jemand kommen, aber ich putze mich nicht tot!

Vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen!

Liebe grüße, Doreen!

Hi Jayne,

Vorsicht! Hier kommt ein Posting einer totalen Ordnungsfanatikerin. Wenn du also alle Ratschläge ein wenig abmilderst, müsste es auch schon ganz gut klappen…

  1. Kleinigkeiten sofort erledigen. Post sofort durchgehen. Alle wichtigen Sachen gleich ablegen oder in ein „zu erledigen“ Fach. Den Rest sofort in die Papiertonne. Zettelchen mit Rezepten oder Telefonnummern gleich weg. (Pinnwand oder Telefonbüchlein oder Rezeptbuch) So entsteht erst gar keine Zettelwirtschaft.

  2. Jeglichen Kram den man nicht braucht weg! Nix „könnte man vielleicht irgendwann brauchen“ 80% solcher Sachen braucht man nie mehr. Und am besten so ein Zeug gar nicht erst anschleppen. Nichts kaufen, was man auch nicht wirklich braucht.

  3. Nimm dir mal ein Wochenende Zeit, schick Mann und Kinder weg. Miste jeden Schrank aus (Kleiderschrank auch). Und ensorg alles was du schon Monate lang nicht gebraucht hast. Danach konsequent irgendwelchen Kram gar nicht mehr in die Schränke rein lassen. Das unnütze Zeug kann man auch verschenken oder auf dem Flohmarkt verkaufen.

  4. Wenn dir dein Mann schon hilft, dann zeig ihm wie. Denkt euch ein auf euch abgestimmtes System aus. Es nützt nichts, wenn er denkt er erspart dir Arbeit und im Endeffekt hast du dadurch noch mehr zu tun. Sag ihm, wie du was gehandhabt haben möchtest, das schafft eine gute Basis.

  5. Deine Kiddies… Das ist natürlich nicht ganz sooo einfach zu organisieren. Dazu erst Mal ne Frage. Warum haben sie denn im Wohnzimmer einen Platz für ihre Sachen? Sie haben doch ihre Zimmer. Das wär das Erste, das ich abschaffen würde. Ihr Zimmer ist ihr Zimmer und im Rest der Wohnung haben ihre Sachen nichts verloren, es sei denn sie spielen grad damit. Wenn sie damit fertig sind, weg mit dem Zeug…

Du solltest dir auch mal überlegen, ob es nicht auch mal Zeit wäre, die Zimmer deiner Mädels mit ihnen zusammen auszumisten. Spielsachen mit denen du sie schon ewig nicht mehr hast spielen sehen, weg.

Den Ratschlag, sie sollten sich an der Hausarbeit beteiligen, finde ich sehr gut. Und selbst wenn sie maulen, lass sie doch. Genau wie du ja auch arbeiten gehst um Geld zu verdienen, müssen auch mal deine Mädels ein wenig Verantwortung übernehmen. Wie du selbst schon gesagt hast, ihr seid eine Familie. Da muss jeder was dazu beitragen, nicht nur die Eltern. Stell Regeln auf oder einen Haushaltsplan. An den müssen sie sich halten. Daran ist nicht zu rütteln. Das ist so und basta. Wenn die Damen es nicht einsehen, sich an die Regeln zu halten, gibt es keine Vergünstigungen. „Du möchtest gern ins Kino? Hast du deine Aufgaben erledigt? Nein? Tja ich fürchte für dich gibt es heut kein Kino.“ Und dann auch nicht weich werden. Selbst wenn sie auf die Tränendrüse drücken, schmollen, schimpfen oder wütend rum schreien… Nie nachgeben! Und auch dein Mann nicht. Das ist mind. genauso wichtig. Papa muss! hinter dir stehen. Nein heißt nein - von beiden Eltern. Lass gar keinen Raum für Diskussionen.

Sei konsequent! Deine Bande lässt ihr Zeug überall rum liegen? Weg mit dem Zeug (muss ja nicht endgültig sein). Meine Mutter ist abends mit einem Wäschekorb durch die Wohnung gelaufen. Da hat sie alles rein geschmissen, was von mir rum lag. Auch Müll, den ich liegen gelassen hab. Dann kam sie in mein Zimmer hat den Inhalt auf den Boden gekippt mit den Worten: „Aufräumen. Halbe Stunde komm ich wieder, dann ist der Kram weg. Sonst kommt er in die Mülltonne. Und beim nächsten Mal mach ich keinen Umweg mehr über dein Zimmer!“ Tja was soll ich dir sagen, beim nächsten Mal hat sie wirklich keinen Umweg mehr über mein Zimmer gemacht…

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und das bei euch bald wieder das geordnete Chaos einzieht :wink:

Lieben Gruß
Heli

Hallo Jayne

Die Kinder haben bestimmt auch ein eigenes Zimmer und da würde
ich dann auch darauf zu verweisen, wenn sie woanders spielen
möchten.

Soll ich sie komplett aus dem restlichen Wohnraum aussperren?

Ja, genau. Dann wird es irgendwann klappen mit dem Aufräumen. Allerdings müsste es vorher in aller Deutlichkeit angekündigt werden, dass es in Zukunft so gehandhabt wird, und wenn man es einmal anfängt, sollte man es auch dringend durchhalten.

Statt dessen suche ich überall den ganzen Tag - weil einfach
nichts da ist, wo es hingehört. Es wird kreuz und quer alles
mögliche durchs Haus geschleppt, auch meine Sachen sind
Allgemeingut.

Das könnte sich ja ändern. Du müsstest ja deine Sachen nicht hergeben.

Ich habe schon öfter klargemacht, dass durch solche
Suchaktionen soviel kostbare Zeit verloren geht, die ich
lieber mit meinen Kinder im Spiel verbringen würde. Aber
irgendwie kommt das nicht an.

Erklärungen nützen nichts, wenn keine Taten folgen. Es kann übrigens gut sein, dass die Kinder regelrecht darauf warten, dass endlich mal etwas passiert. Wahrscheinlich finden sie es selber nämlich auch nicht wirklich gut, dass du dich nicht durchsetzt. Aber deine Ansprüche durchzusetzen, das ist dein Job, nicht der deiner Kinder, und du sitzt ja eigentlich auch am längeren Hebel, wenn du ihn nur mal benutzen würdest.

Ebenfalls konnte und kann ich es nicht leiden, wenn
verschiedene Spiele durcheinander geworfen wurden, Puzzleteile
fehlten oder irgendwas im Müll landete, woran ich wirklich
hing undundund… meine Kinder STÖRT das überhaupt nicht und
das kann ich nicht begreifen.

Wie gesagt, das wird sie auch weiterhin nicht stören, wenn du ihnen trotzdem deine Sachen zur Verfügung stellst, obwohl sie so schlecht damit umgehen.

Was mir noch nicht ganz klar ist, wie das mit deinem Mann ist. Der muss natürlich auch mal drauf achten, wo er den Krempel hintut. Auch da müsstest du dich wahrscheinlich mit eher drastischen Mitteln durchsetzen, sonst tut sich da auch nichts.

Viele Grüße
Simsy

Manches kann man sich sogar ‚kaufen‘
Hallo Jayne,

du Arme, das hört sich wirklich schlimm an. Ich antworte dir, weil ich in einer ähnlichen Lebenssituation bin, Kinder im gleichen Alter, ich auch teilzeit berufstätig.
Du hast schon viele gute Tips bekommen, hier kommen meine noch dazu:

  1. An deiner Stelle würde ich unbedingt eine Haushaltshilfe engagieren. Die soll einmal in der Woche kommen, durchsaugen, wischen, Bad putzen. Vielleicht sogar bügeln? Das geht normalerweise in 4 Stunden, wenn das Haus nicht zu groß ist. Das waeren z.B. 4x8 EUR = 32 EUR, also 128 EUR im Monat. Überlege dir, ob du nicht auf etwas anderes verzichten kannst, falls ihr dieses Geld nicht übrig habt. Ich hab vor einigen Jahren auch einen Nebenjob gehabt, dessen Verdienst gerade für eine Haushaltshilfe gereicht hat. Mir war es das wert! Es wird dann auch automatisch am Tag bevor sie kommt, aufgeräumt. Du wirst sehen, das wirkt Wunder!!

  2. Meine Kinder sind zwar nicht sooo unordentlich, aber mich nervt es auch immer, wenn sie Sachen im Haus liegen lassen. Darum hab ich eine Kiste eingeführt, die im Flur steht. Wenn ich aufräume, werfe ich da alles rein, was von den Kindern herumliegt - einschliesslich Müll.
    Abends vor dem Abendessen ist die Zeit wo alle aufräumen. Ich mache kein Abendessen, bevor nicht aufgeräumt ist. Diese Kiste muss leer sein und es darf auch sonst im Haus nichts mehr von den Kindern verstreut sein (auch keine Zahnbürsten am Boden oder zerkrümelte Seife), dann gibts Abendessen.
    Das Gemurre entfällt, weil das Aufräumen RITUALISIERT ist, also JEDEN ABEND stattfindet. UND: Weil es in einer gemeinsamen Familiensitzung vereinbart wurde. Motivation der Kinder: Wenn wir rechtzeitig mit Abendessen fertig sind, gucken wir noch eine halbe Stunde gemeinsam einen Video bzw. danach wird sogar noch vorgelesen.
    Ich hasste es, hinter den Kindern herzumaulen. Also vereinbarten wir, dass ich sie EINMAL darauf hinweise, dass jetzt Aufräumzeit ist. Der weitere Verlauf des Abends geht dann seinen Gang. Wenn sie nicht aufräumen, verzögert sich das Abendessen und die Video- und Lesezeit verstreicht (Uhrzeiten sind festgelegt). Das ist fast immer Motivation genug. Und essen wollen sie schliesslich auch.

Am liebsten würde ich ausziehen. Es gibt kein Zimmer hier, in
dem sich die Kiddies nicht „ausgebreitet“ hätten.

Da lässt du dich ganz schön von den Kindern diktieren. Es wird Zeit, dass auch DEINE Rechte geachtet werden.

Meine Kinder sind absolut respektlos und ich weiß einfach
nicht, was ich tun soll.

Das unten genannte Buch von Dreikurs würde ich dir nicht empfehlen. Deine Kinder sind schon zu groß dafür, denn auch die Dreikurs-Methoden basieren auf Machtausübung. Ich empfehle dir statt dessen Gordon und die Familienkonferenz. Noch besser: Es gibt da auch Kurse, erkundige dich mal. Das ist SEEEEEHR hilfreich. Letztlich geht es darum, dass jedes Familienmitglied Rechte hat, und dass gemeinsam Wege gesucht werden, wie man allen gerecht werden kann. Das funktioniert fast immer, sogar in Situationen, die man für ausweglos hält.

Ich wünsche dir Kraft und Durchhaltevermögen. Und denk wirklich über die Putzhilfe nach. Deine Zufriedenheit und Gesundheit ist nicht mit Geld aufzuwiegen, und im Gegensatz zu allen anderen guten Vorsätzen „funktioniert“ die einfach immer!

Alles Gute,

Julia

Hallo Jayne

Ich habe zwei Mädchen von 9 und 11 Jahren, bin verheiratet und
arbeite drei Vormittage in der Woche. Mein Mann ist im
Schichtdienst und ist daher viel zu Hause - nimmt mir auch
eine Menge ab, kocht usw. wenn ich nicht da bin, richtet dabei
aber mindestens ebensoviel Chaos an :smile:.

Seit 11/9 Jahren lebt Deine Familie, Dein
Mann und Deine Kinder unter der Bedingung
des „Chaos“, wie Du es nennst.

Die chaotische Wohnung, das „Mit-Sein“ in
allen Zimmern und der Vater, der all die
Jahre ein „Vorbild“ war - das ist bei
beiden Mädchen ganz tief verankert.

„Ihr Zuhause“, das was sie überhaupt kennen
können, das womit sie vertraut sind, ist
die (Deiner Ansicht nach) chaotische Wohnung
(eine andere haben sie nicht und können sie
sich nicht vorstellen).

Ich brauche daher sicher hier nicht
fortzufahren und zu schildern, wie
meine „Prognose“ ist …

Eine Veränderung kannst Du imho nur durch
die „Zerstörung der vertrauten Wohnung“
bewirken, also durch Umzug und mehrmonatige
Waffen-SS-artige „Disziplinforderungen“ durch
Dich und Deinen Mann gleichermassen.

Danach ist es möglich, dass die „neue Wohnung“
der Mädchen „die sauber Aufgeräumte“ ist, eine
„Unaufgeräumte“ würden sie gar irgendwann nicht
mehr vertragen.

Aber nach nochmaligem Lesen deines Beitrags
denke ich, - den Aufwand kannst Du Dir sparen.
Vielleicht solltest Du versuchen, Dir ein Mini-
revier „freizukämpfen“ und Dich ansonsten damit
abzufinden, so wie die letzten 11 Jahre auch :wink:

Zu pessimistisch?

Mein Senf, Grüße

CMБ

Ich finde es anmaßend, von jemandem, der sich mit asymmetrischer Kriegsführung befasst Waffen-SS-Artige Disziplinforderungen als Alternative zum totalen Untergang zu fordern!!!

ZITAT:

Eine Veränderung kannst Du imho nur durch
die „Zerstörung der vertrauten Wohnung“
bewirken, also durch Umzug und mehrmonatige
Waffen-SS-artige „Disziplinforderungen“ durch
Dich und Deinen Mann gleichermassen.

Aber nach nochmaligem Lesen deines Beitrags
denke ich, - den Aufwand kannst Du Dir sparen.
Vielleicht solltest Du versuchen, Dir ein Mini-
revier „freizukämpfen“ und Dich ansonsten damit
abzufinden, so wie die letzten 11 Jahre auch :wink:

Verabscheuungswürdigen Gruß
Anja

Hallo,

du scheinst einen anderen Beitrag zu lesen als ich.
Semjon „fordert“ das gar nicht.
Er glaubt nur, dass das einzige ist, was zum Ziel führen kann. Und lehnt deshalb irgendwelche Maßnahmen ab.
Man kann gegenüber dieser Art Defätismus natürlich geteilter Meinung sein. Ich muss aber ehrlich sagen, dass seine Ansicht meinen persönlichen Erfahrungen sehr nahe kommt.

Gruß
Elke

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Gewaltvergleich
Hallo Elke.

Er glaubt nur, dass das einzige ist, was zum Ziel führen kann.

Dazu müsste man wissen, daß die SS jeden erschossen hat, der nicht sofort spurt…

Es geht mir einfach darum, daß in Zeiten gewaltfreier (oder meist wenigstens gewaltarmer) Erziehung der Vergleich mit SS- Disziplinierung mehr als geschmacklos ist.
Das empfinde ich übrigens nicht nur im Erziehungssektor so.
Wir haben Frieden.
Und es gibt Leute, die aus der Vergangenheit, besonders der GEWALT- Herrschaft des dritten Reiches nichts lernen WOLLEN!
Und derartige Kommentare haben in der heutigen Zeit einfach nichts mehr verloren.
Gruß Anja

  1. Prioritäten setzen.
    Das Schlafzimmer muss vielleicht nicht vorzeigbar sein,

doch, ich finde schon, denn es ist der Raum der Eltern und nicht der von anderen Mitgliedern der Familie oder gar Besuch.
Er sollte nicht als Kompensationsraum des „kranken Systems“ herhalten müssen.
Der „Gesundheitszustand“ der Partnerschaft kann man
stückweit auch am Schlafzimmer ablesen!
(Natürlich oft und nicht immer…)

Gruß Kai

Hallo

Am liebsten würde ich ausziehen.

Vielleicht solltest du es wirklich einfach mal tun und nur noch täglich zu Besuch kommen. Wenn du z. B. für sie kochst, kannst du ja zur Bedingung machen, dass du nichts suchen musst und alles an seinem Platz steht. Dann kannst du dich immer auf deine schöne saubere aufgeräumte Wohnung freuen und hast auch ein ganz einfach einsetzbares Druckmittel. Allerdings dürftest du ihnen nicht den Schlüssel von deiner Wohnung geben, denn dann wäre über kurz oder lang auch dieser Raum von ihnen besetzt.

Ich weiß nicht, ob das schon jemand anderes geschrieben hat: Mir erscheint nach ein bisschen Nachdenken die Sache doch eher ein Partnerschaftsproblem zu sein. Die Töchter verhalten sich aufräumtechnisch so wie der Papa. Und der denkt offensichtlich nicht dran, mal seine Willenskraft und seine Selbstdisziplin zu aktivieren, um dich zu entlasten.

Die Kinder stehen (unbewusst natürlich) vor der Wahl, ob sie sich in aufräumtechnischer Hinsicht lieber dich oder lieber den Papa als Vorbild nehmen. Da deine Position absolut nicht beneidenswert ist, wählen sie natürlich lieber Papas Rolle.
Reine Spekulation, aber könnte doch so sein.

Du müsstest dich also gegen den Papa durchsetzen, wenn du irgendwas erreichen willst. Sowas funktioniert oft, das habe ich schon mal ausprobiert.

Meine Kinder sind absolut respektlos …

In jeder Hinsicht? Wie stellt sich der Papa denn dazu? Sagt er irgendwas? Oder stehst du im Konfliktfall alleine gegen drei Kinder da?

Oder gibt es überhaupt noch ein anderes Problem, vielleicht mit deinem Mann oder so, das du hier nicht angesprochen hast? Ist es wirklich nur die Unordnung? Der Mann war doch bestimmt auch nicht ordentlicher, bevor die Kinder da waren. Wie war es denn da?

Eigentlich würde ich vielleicht doch eine professionelle Beratung empfehlen. Vielleicht ist es zu schwierig, das alleine hinzukriegen, ohne zuviel Porzellan zu zerschlagen.

Viel Glück
Simsy