Kommt mir bekannt vor, bei mir klingt da sehr viel eigenes Erleben an! Tipps geben ist nicht so einfach.
Mögliche Piste: Nicht den Charakter ändern (wieso auch?), sondern vielleicht, hm, den Blick auf andere. (Sozialkompetenz? Wieso nicht)
Bei mir hat das mit sporadischen Gruppenerlebnissen in Richtung „Selbsterfahrung“ angefangen. Schliesslich habe ich eine Ausbildung in Gestalttherapie nebenbei gemacht, mit Lehrtherapie. (An einem Institut, das Therapie nicht im Sinne von Kranke behandeln sieht, sondern von sich persönlich weiterentwickeln) Das war die beste Investition meines Lebens.
Ich bin jetzt 42 und merke immer wieder erstaunt, dass ich viel wohlwollender auf andere blicke als früher, dass ich eher den gesamten Menschen mit seinen Widersprüchen wahrnehme als nur eine Seite, die mir gefällt oder eben oft auch nicht.
Ich bin Schulleiterin und schaffe es, mit allen einigermassen klarzukommen, weil ich inzwischen weiss, wo ich Dinge übersehen kann, die mir nicht gefallen, und wo (und wie) ich mich durchsetzen muss, ohne anderen zu sehr auf die Zehen zu treten.
Dahin zu kommen, ist ein langer Prozess, das geht nicht von heute auf morgen. Und es geht nur im Austausch mit anderen, die ehrlich, und WOHLWOLLEND, spiegeln, wie sich dich erleben.
Dazu gibt es tolle Gruppen, vor allem in den Städten, aber gesunden Menschenverstand einsetzen beim Suchen (ungutes Gefühl, unfaire bedingungen - Finger weg)
Es wird aber sicher kein vollständiges Umkrempeln deiner Person stattfinden, das wäre auch wohl nicht wÜnschenswert. Starke Charaktere darf man nicht in Weichspüler auflösen! 
Vielleicht ist das eine Piste?
Auf Nachfrage gerne mehr.
Ich hätte es vielleicht genauer ausdrücken können. Sorry!!!