Chatraum für Kids

Hallo,

ich weiß das die Idee der Brieffreundschaft gegen die
Möglichkeiten, die ein Chat bietet, total abstinkt.

Das habe ich nirgends geschrieben.

Lustige
Bildchen und Animationen hin-un-herzuschicken ist schon toll.

Auch das habe ich nicht geschrieben. Ich habe nicht mal geschrieben, dass ich Chat besser finde als Brieffreundschaften.

An einem Brief sitzt man ja auch Stunden, man reflektiert über
sich selbst und so…

Das kann ich bei einer E-mail genauso. Die Tatsache, dass viele E-mails wie Office-Memos schreiben, ist ja nur eine Nutzung des Mediums.

Die Befriedidung tritt erst sehr spät
ein,

IMHO zu spät bei einem Kind (ich rede von Kind, nicht von Teenager, obwohl es auch für mich selbst zutrifft).

wenn denn mal eine Antwort kommt,

Eben „wenn denn mal“. Diese Art von Briefen sind Selbstdarstellung, aber keine wirkliche Kommunikation.

Ich selbst schreibe so gut wie keine Briefe mehr. Chat ist für mich kein Ersatz, sondern etwas anderes.

Es geht mir vor allen Dingen, um das schneller. Gerade für Kinder ist die Chance BALD eine Antwort zu bekommen (nicht „instant“, ich rede NICHT vom Chat) für die Motivation ungeheuer wichtig.

Ich weiß, als ich jung war, gab es überall diese Anzeigen „Brieffreund gesucht“. Ich kenne aber niemanden, der als Kind eine wirklich gute dauerhafte Brieffreundschaft mit einem anderen Kind aufrechthalten konnte. Man schrieb sich mal (schon damals waren Postkarten beliebt) und hoffte auf fremde Briefmarken.

Gruß
Elke

Hallo,

in dem ihre Eltern mit ihr darüber sprechen vielleicht?

Hör´mal, da gibt so Männer die vorm Computersitzen und an sich
herumfummeln, wenn sie mit Kindern chatten. Die versuchen an
Fotos und so von den Kindern zu kommen und benutzen die dann
als Wi***vorlage. Stell ich mir unterhaltsam vor, so ein
Gespräch. Beim Abendbrot vielleicht sogar.

Wie sonst schützt du deine Kinder vor Übergriffen, die auch im realen Leben vorkommen, wenn nicht durch Gespräche?
Es ist auch nicht „appetitlich“ (das Abendbrotszenario kam von dir) mit Kindern über Gefahren in der Welt im Allgemeinen zu sprechen, dennoch muss man es gelegentlich tun.

Wow, gewagte These. Bis ich genau der selben Meinung. Auch bin
ich der Meinung, dass man Kindern erst Angst machen sollte,
wenn sie mit selbiger auch umgehen können.

Angst machen und über Gefahren sprechen sollte aber nicht das gleiche sein. Wenn du deinen Kindern Angst machst, um sie vor Gefahren zu warnen, machst du was falsch.

Wie schlau du doch gewesen sein mußt, als Kind schon.

Mir ging es nicht anders. Ich habe mir mit 13 genau 3x die Bravo gekauft, weil ich „so sein wollte, wie die anderen“. Nach 3x hat mich das extrem angek*** und ich hab es sein lassen. Aber gelitten, dass ich nicht mit den anderen mitredenkonnte.
Aber das hatte mit schlau gar nichts zu tun.

Leider
sind heute nicht alle Kinder so Überflieger. Auch haben heute
nicht alle Kinder Überfliegereltern, die sich die Zeit nehmen
um ihnen den Unterschied zu erklären.

Was soll die Polemik? Es gibt Kinder, deren Eltern nehmen sich die Zeit und es gibt Kinder, deren Eltern nehmen sich nicht die Zeit (warum auch immer). Das hat doch aber nichts mit der Aussage an sich zu tun.

siehst du, ich gehe von einem 9-jährigen Kind aus. Auch
15-jährige machen Dummheiten. Deine ist immer ein Engel
gewesen?

Katze hat auf die Mutter einer 15jährigen geantwortet, so habe ich ihre Antwort auch verstanden.

Gruß
Elke

eine 15jährige ist doch kein Kind mehr!

Wenn eine 15jährige so blauäugig ist, dass sie die Gefahren
nicht abschätzen kann, ist imho in der Erziehung etwas
gewaltig schief gelaufen.

Beste Grüße

=^…^=
*mit13jährigertochter*

nein mit 15 jahren ist sie kein kind mehr sondern ein teenager! in der erziehung meiner tochter ist auch nicht gewaltig was schiefgelaufen…
ich gehe sogar soweit zu sagen das noch nichtmal ein erwachsener der in die „chat-szene“ neu kennenlernt, die WIRKLICHEN gefahren die dort lauern sofort real abschätzen kann!!
das was wir in den medien mitbekommen was sich dort abspielt, was man dort für möglichkeiten hat, wie unsicher diese chaträume sind…all das kratzt grad mal die oberfläche an.
ich weiß jetzt wohl wie sich das lesen mag…wie ne alte oma die das internet für teufelszeug hält. das gegenteil ist der fall, denn ich leite selber communitys, und die frei von spinnern zu halten ist schwerer als man glaubt…
gruß Mona

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Hallo Elke,

Wow, gewagte These. Bis ich genau der selben Meinung. Auch bin
ich der Meinung, dass man Kindern erst Angst machen sollte,
wenn sie mit selbiger auch umgehen können.

Angst machen und über Gefahren sprechen sollte aber nicht das
gleiche sein. Wenn du deinen Kindern Angst machst, um sie vor
Gefahren zu warnen, machst du was falsch.

Mache ich ihnen Angst oder die Gafahren? Mache ich was falsch, wenn ich die Dinge beim Namen nenne?
Mir so plakativ vorzuwerfen ich mache etwas falsch, das ist Polemik

Leider
sind heute nicht alle Kinder so Überflieger. Auch haben heute
nicht alle Kinder Überfliegereltern, die sich die Zeit nehmen
um ihnen den Unterschied zu erklären.

Was soll die Polemik? Es gibt Kinder, deren Eltern nehmen
sich die Zeit und es gibt Kinder, deren Eltern nehmen sich
nicht die Zeit (warum auch immer). Das hat doch aber nichts
mit der Aussage an sich zu tun.

Aber die Augen zu verschließen macht es auch nicht besser.

siehst du, ich gehe von einem 9-jährigen Kind aus. Auch
15-jährige machen Dummheiten. Deine ist immer ein Engel
gewesen?

Katze hat auf die Mutter einer 15jährigen geantwortet, so habe
ich ihre Antwort auch verstanden.

Ja, vielleicht liegts daran,

Gruß
Fabian

ich hab mir nochmal die antworten hier durchgelesen die zu diesem thema geschrieben wurden und möchte mit eine kleinen geschichte antworten, die mit sicherheit NICHT weit hergeholt, sondern bittere realität ist!

Das ist eine Geschichte über ein 13-jähriges Mädchen. Es kann aber durchaus auch Erwachsene betreffen.Fußschritte…Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach hause ging. Der Gedanke, dass sie verfolgt wird, lies ihr Herz schneller schlagen. „Du bist lächerlich,“ sagte sie sich selbst, „Niemand verfolgt dich.“ Um sicherzugehen beschleunigte sie ihr Schritttempo, doch die Schritte glichen sich ihrer an. Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh, dass sie fast zu hause war. Shannon sagte ein schnelles Gebet
„Gott, bitte lass mich sicher nach hause kommen.“
Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus. Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür.
Erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhauses zu sein.
Sie sah aus dem Fenster, um nachzusehen ob jemand da draußen war.
Der Gehweg war leer.
Nach dem durchblättern ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.
Sie loggte sich unter Ihren Nicknamen ByAngel213 ein. Sie sah in ihre Buddyliste und stellte fest, dass GoTo123 online war.
Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi. Ich bin froh , dass du online bist! Ich hab geglaubt, dass mich jemand nach hause verfolgt hat.

Es war total komisch!

GoTo123: Du guckst zu viel Fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohn ich in einer sicheren Gegend.Ich nehme an, dass ich mir das nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden gesehen, als ich raus geschaut habe.

GoTo123: Es sei denn, du hast deinen Namen übers Internet raus gegeben.
Das hast du doch nicht gemacht oder?

ByAngel213: Natürlich nicht.
Ich bin doch nicht doof!

GoTo123: Hattest du ein

Softball-Spiel heute nach der Schule?

ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!!

GoTo123: Das ist klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt.
Die irren Uniformen sind total schrecklich! Sie sehen aus wie Bienen.

GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats.
Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.
Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg.
Meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach hause kommen. Ich will sie nicht verärgern. Cu!

GoTo123: Bis dann. Cu!

Während dessen…

GoTo123 ging zum Mitgliedsmenü und begann die Suche nach ihrem Profil.
Als er es fand, markierte er es und druckte es aus. Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben was er bis jetzt über Angel wusste.

Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: Jan. 3, 1985 Alter:13
Staat in dem sie wohnt:
North Carolina
Hobbies: Softball, Chore, skating und Shoppen.

Neben dieser Information wusste er, dass sie in Canton wohnt,
weil sie es ihm grad gesagt hatte.
Er wusste, dass sie bis 18:30 Uhr alleine war und das jeden Nachmittag,
bis ihre Eltern von der Arbeit kamen.
Er wusste, dass sie im Schulteam Donnerstag Nachmittag Softball spielte.
Und er wusste, dass sich das Team Canton Cats nennt.
Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken ihrer Uniform aufgedruckt.
Er wusste, dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.
Das hatte sie ihm erzählt.
All dies in einer Unterhaltung die sie online hatten.
Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden.
Shannon erzählte ihren Eltern nichts von dem Geschehen auf dem weg nach haus. Sie wollte nicht, dass sie ihr eine Szene machten und ihr verboten zu Fuß nach Haus zu gehen nach einem Softball-Spiel.Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die schlimmsten. Sie wünschte sie wäre kein Einzelkind. Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch. Bis Donnerstag, hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen. Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie anstarrte. In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein. Sie sah von ihrem second Base nach oben, um festzustellen, dass ein Mann sie genau beobachtete. Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah. Er sah überhaupt nicht Angsteinflössend aus und sie vergaß schnell wieder Ihre bedenken. Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in Ihrer nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach. Sie bemerkte sein lächeln auf ein neues und ging an ihm vorbei. Er nickte und sie lächelte zurück. Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf und er wusste, dass er sie gefunden hatte. Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her. Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.
Als er wusste wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen. Jetzt musste er warten. Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen war um zu Shannons Haus zurück zu gehen.
Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war seinen Schritt zu machen. Shannon war in ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte. „Shannon, komm her,“ rief ihr Vater. Er hörte sich besorgt an und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum. Sie ging ins Zimmer und sah den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
„Setz dich!“ fing ihr Vater an,
„Dieser Mann hat mir gerade eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt.“ Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
Wie konnte er ihrem Vater überhaupt irgendetwas erzählen? Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!
„Weißt du wer ich bin, Shannon?“ fragte der Mann sie.
„Nein.“ antwortete Shannon.
„Ich bin ein Polizist und dein Onlinefreund, GoTo123.“
Shannon war erstaunt.
„Das ist nicht möglich! GoTo ist ein Kind in meinem Alter! Er ist 14 und wohnt in Michigan!“
Der Mann lächelte. „Ich weiß, dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr. Siehst du, Shannon, es gibt Menschen die online nur so tun als wenn sie Kinder wären.
Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen um Kinder zu finden und ihnen weh zu tun, gehör ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu schützen. Ich bin her gekommen um dich zu finden und um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann zu viel Informationen raus zugeben, an Menschen übers Internet. Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen dich zu finden. Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Softball -Teams und die Position in der du spielst. Die Nummer und der Name auf deinem Trikot, machte das finden nur noch einfacher.“
Shannon war immer noch erstaunt. „Du wohnst nicht in Michigan?“
Er lachte. „Nein, ich wohne in Raleigh. Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?“
Sie nickte.
„Ich hatte Freunde deren Tochter war genauso wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück. Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus war. Kinder wird beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie allein zu hause sind, jedoch tun sie es ständig, online.
Sie tricksen dich aus Informationen raus zugeben, ein wenig hier, ein wenig da. Bevor du es weißt hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.“ „Das werd ich“ versprach Shannon.
„Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicher sind?“
„Das verspreche ich!“

ich hoffe das war nicht zu lang…
klar WISSEN die kids im grunde das sie ihren namen und ihre daten im internet nicht rausgeben dürfen „sie sind ja nicht blööd“
nur dummerweise stellen es dies männer die fabian schon erwähnte so geschickt an beim ausfragen, das sie nicht bemerken was sie an infos rausgeben. und es kann mir keiner erzählen das sowas ein 9-jährige durchschaut…auch keine 13-jährige, keine 15 jährige…sogar erwachsene fallen da ja drauf rein!

Danke (owt)
.

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Hallo Mona,

dieses nette - allerdings völlig fiktive - Geschichtlein (in solchen Fällen ist es übrigens angebracht, die Quelle zu nennen) illustriert hervorragend den Unterschied zwischen ‚über Gefahren aufklären‘ und ‚Angst machen‘. Es handelt sich dabei um letzteres.

Kinder und Jugendliche erwerben imho nicht dadurch die Fähigkeit mit allen möglichen Gefahren, die das Leben - nicht nur das Internet - so bietet, umzugehen, in dem man sich, so wie von Fabian visualisiert. hinsetzt und mit ihnen DAS GESPRÄCH führt, sondern, indem man ständig mit ihnen über alles und jedes im Gespräch ist und kein Thema dabei auslässt, nur weil man annimmt, dass dies ‚nichts für Kinder‘ sei, sondern sich bemüht, es ihnen altersgemäß nahezubringen.

Darüber hinaus gilt es, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu stärken, und dies gelingt gewiss nicht, indem man seine Kinder in Watte packt und ständig kontrolliert - auch ein Teenager hat ein Recht auf Privatsphäre, und es geht, sofern nicht konkrete Vorfälle Anlass zu Befürchtungen geben, die Mutter nichts, aber auch gar nichts an, wer in dessen Adressbuch oder auch Tagebuch steht.

Tatsächlich sagen verschiedenste Untersuchungen, dass eher Kinder, die überbehütet oder in sehr autoritär strukturierten Familien aufwachsen, missbrauchsgefährdet sind, und nicht die Kinder, deren Eltern ihnen vermittelt haben, wie wichtig eigene Grenzen und deren Durchsetzung sind, und die auch die Grenzen ihrer Kinder (z.B. deren Privatsphäre) respektieren. Und die ihnen vermitteln, dass sie Vetrauen in ihre Fähigkeiten haben.

Übrigens findet die überwiegende Mehrheit der Missbrauchsfälle im engsten Umfeld der Opfer statt - auch wenn derlei Fälle natürlich viel spektakulärer sind und gerne in den Medien dargestellt werden, so ist es in der Regel nicht der böse Mann hinterm Busch oder im Internet, sondern der eigene Onkel, der nette Nachbar, der vertrauenswürdige Trainer.

ich hoffe das war nicht zu lang…
klar WISSEN die kids im grunde das sie ihren namen und ihre
daten im internet nicht rausgeben dürfen „sie sind ja nicht
blööd“
nur dummerweise stellen es dies männer die fabian schon
erwähnte so geschickt an beim ausfragen, das sie nicht
bemerken was sie an infos rausgeben. und es kann mir keiner
erzählen das sowas ein 9-jährige durchschaut…auch keine
13-jährige, keine 15 jährige…sogar erwachsene fallen da ja
drauf rein!

Ich habe noch einmal den Realitäts-Check gemacht und Deinen Text meiner Tochter zu lesen gegeben (welche ihn allerdings schon kannte, weil er so oder in ähnlicher Form wohl massenweise zirkuliert) - und nein, Du möchtest ihren Kommentar dazu nicht verbatim lesen … ;o)

Wenn Du ihn Dir noch einmal anschaust, wirst Du feststellen, dass das darin geschilderte fiktive Mädchen tatsächlich sehr freizügig mit den Angaben zu ihrer Person ist - angefangen mit ihrem real life Vornamen. Da braucht es keine großen Ausfragekünste …

Und dass manche Erwachsene ebenfalls mit ihren Daten sehr sorglos umgehen, ist doch wohl kein Argument, dass ein Jugendlicher nicht lernen kann, selbst vorsichtiger zu sein. Meine Tochter jedenfalls kann es. Versuche doch auch Du einmal, in die Fähigkeiten der Deinen zu vertrauen.

Beste Grüße

=^…^=

PS: Natürlich gibt es Spinner jedweder Couleur zuhauf im Internet - aber ein Jugendlicher mit halbwegs gefestigtem Selbstwertgefühl kann mit derlei durchaus adäquat umzugehen lernen. So hat mir mein Tochterherz aus gegebenem Anlass von einer Unappetitlichkeit in dem Tierforum, in dem sie aktiv ist, erzählt, gegen die der an anderer Stelle derzeit in diesem Forum hier zu lesende ‚Hamster in der Mikrowelle‘ eine Gutenachtgeschichte ist. Sie ist darob aber nicht in eine Schockstarre oder was auch immer verfallen, sondern hat das getan, was jemand, der gelernt hat, mit dem Medium unzugehen, sinnvollerweise tut: sie hat sich nicht weiter daruf eingelassen, sondern die Sache umgehend dem Team gemeldet.

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Bitte ;o)
Hallo Fabian,

Dein Kind ist noch sehr klein, nicht wahr?

Beste Grüße

=^…^=

Habe mal Infos zusammengetragen.
Hallo KamikazeKatze,

du hast einiges geschrieben, dem ich voll und ganz zustimme:

Kinder und Jugendliche erwerben imho nicht dadurch die
Fähigkeit mit allen möglichen Gefahren, die das Leben - nicht
nur das Internet - so bietet, umzugehen, in dem man sich, so
wie von Fabian visualisiert. hinsetzt und mit ihnen DAS
GESPRÄCH führt, sondern, indem man ständig mit ihnen über
alles und jedes im Gespräch ist und kein Thema dabei auslässt,
nur weil man annimmt, dass dies ‚nichts für Kinder‘ sei,
sondern sich bemüht, es ihnen altersgemäß nahezubringen.

Darüber hinaus gilt es, die Selbstständigkeit und
Eigenverantwortung zu stärken, und dies gelingt gewiss nicht,
indem man seine Kinder in Watte packt und ständig kontrolliert

Ich habe einen sehr interessanten Artikel von NetKids e.V. gelesen und möchte aus diesem zitieren.

Übrigens findet die überwiegende Mehrheit der Missbrauchsfälle
im engsten Umfeld der Opfer statt - auch wenn derlei Fälle
natürlich viel spektakulärer sind und gerne in den Medien
dargestellt werden, so ist es in der Regel nicht der böse Mann
hinterm Busch oder im Internet, sondern der eigene Onkel, der
nette Nachbar, der vertrauenswürdige Trainer.

Hierzu NetKids e.V.:

„Die Liste der aufgeführten Fälle (sexuelle Übergriffe und realer Missbrauch in und durch Chatrooms) ist unvollständig, weil Taten dieser Art erst seit 2004 bundesweit einheitlich registriert werden. Dazu kommt, dass viele Opfer bis heute gar nicht in der Statistik landen. Sind die weiblichen Opfer beispielsweise über 14 Jahre alt und nicht beweisbar vergewaltigt worden, wird der Missbrauch meist erst gar nicht verfolgt.“

Die Vorgehensweise der Täter ist sehr raffiniert. Kinder, die darauf reinfallen sind nicht blauäugig.

Komisch - ich bin zehn Jahre älter als Du…

Du denkst ich sei zehn Jahre jünger als du, männlich und heiße Fabian nur weil das in meiner Visitenkarte steht?
Vielleicht heiße ich ja auch Renate und bin 68.

„Schnell werden die Chatpartner zu vermeintlich echten Freunden. Schnell wird Vertrauen gefasst. Schnell werden Adressen,Handy nummern und so weiter preisgegeben. Stellt es der Täter nicht ganz ungeschickt an, wird er lange etwas von seinem Opfer haben, bis dieses merkt, dass es zum Opfer geworden ist. Denn das Kind hat noch ein weiteres Problem: Es sieht seinen »Freund« nicht, hört nicht seine Stimme. Es kann Warnzeichen (Körpersprache, Gesichtsausdruck, sprachlichen Ausdruck) nicht unmittelbar wahrnehmen und bewerten. Das Opfer tappt unfreiwillig freiwillig in die Falle.“

Deine Tochter spricht mit dir offen über alles, was sie beschäftigt? Du hast Glück und ALLES richtig gemacht.

"Fast alle chattenden Kinder und Jugendliche geben an: »Über Chatprobleme rede ich mit meiner Freundin, aber nicht mit meinen Eltern oder anderen Erwachsenen«.

Nur jedes dritte befragte Kind gibt an, dass sich seine Eltern dafür interessieren, was es im Internet so macht und mit wem es Kontakt hat. (Quelle: Canadian News in the Wired World, Canada, 2001). 70 Prozent der Eltern wissen definitiv nicht, was ihre Kinder im Internet machen (The European Institute for the Media, World Internet Project 2004, Prof. Dr. J. Cole und Prof. Dr. J. Groebel).
Diese Zahlen sind auf Deutschland übertragbar.
Eine Studie aus Kanada belegt: Bei der Befragung von 5682 Mädchen und Jungen im Alter von neun bis siebzehn Jahren, jeweils unterteilt in die Gruppe der neun bis zwölf und dreizehn bis siebzehn Jahre alten Kinder, gaben diese zu 99 Prozent an, das Internet zu nutzen. 79 Prozent nutzten das breite Netzangebot auch von zu Hause aus. Zwei Drittel besaßen eine eigene E-Mail-Adresse, von der die Eltern wussten. 45 Prozent gaben an, eine E-Mail-Adresse zu besitzen, von der die Eltern keine Ahnung hatten. 56 Prozent nutzten die Chat-Angebote unterschiedlicher Anbieter, also über die Hälfte. 43 Prozent geben an, dass sie schon zu Personen Kontakt hatten, die von ihnen persönliche Daten, Bilder oder andere Informationen haben wollten. Ein Viertel erhielt vom Chat-»Freund« das Angebot, sich mit ihm zu treffen. Jedes zweite von diesen Kindern gab an, auf ein solches Angebot eingegangen zu sein."

„Kinder und Jugendliche werden heute sowohl über die Werbung als auch in den Schulen dazu animiert, sich über das Internet zu informieren. Sie sollen das Netz kennen und nutzen lernen.Das neue Medium gehört selbstverständlich ins Klassenzimmer und möglichst auch nach Hause. Eltern, die dem Netz-Nutzungsverhalten ihrer Sprösslinge skeptisch gegenüber stehen, grenzen sich schnell aus. Ebenso ergeht es Schulen, die nicht mit der entsprechenden Ausrüstung aufwarten können oder wollen.“

Ein weiteres, ernstes Thema ist das s.g. Cyberbullying
Im Chat kann man sich prima hinter seinem Nicknamen verstecken. Das Gesagte ist sehr episodisch.
Du sagst:

Ich habe noch einmal den Realitäts-Check gemacht und Deinen
Text meiner Tochter zu lesen gegeben (welche ihn allerdings
schon kannte, weil er so oder in ähnlicher Form wohl
massenweise zirkuliert) - und nein, Du möchtest ihren
Kommentar dazu nicht verbatim lesen … ;o)

Aus gegebenem Anlass habe ich mich vorhin mit meinem Tochterherz noch :einmal darüber unterhalten und ich gebe lieber nicht wörtlich wieder, :was sie von einer 15jährigen hält, die so blauäugig ist, ihr :unbekannten Personen persönliche Daten zu geben oder gar sich mit :einer solchen zu treffen.

Kannst du dir vorstellen, wie und mit welchen Mitteln diese Kinder im Chat behandelt werden? Wie man von ihnen spricht? Hierzu gab es in der Zeit, Printausgabe Nr. 25, 12. Juni 2008 „Verloren im Netz“ interessante Artikel:

„Vor ein paar Wochen stand eine Schülerin aus der 11. Klassenstufe im Mobbingbüro, Laura Jansen. Sie habe Angst, sagte Laura, sie traue sich nicht mehr zur Schule, sie müsse sich verstecken. Laura war verzweifelt, sie weinte. Die Sozialpädagogin Schulzke war überrascht, obwohl doch so viele persönliche Dramen bei ihr enden. Monat für Monat spitzen sich durchschnittlich zwei Konflikte pro Klasse so zu, dass Astrid Schulz ke davon erfährt, und fast immer hat sich der Streit unter den Jugendlichen in den Chatrooms im Internet hoch geschaukelt. Fick dich, du Hure. Fresse, du Fotze. Stirb, du Bastard. »Man merkt es schon an der Sprache«, sagt Astrid Schulzke, »das Internet enthemmt die Kinder, und die Erwachsenen kriegen es nicht mit.« Meist kann die Erzieherin die Angriffe beenden, aber mit Laura geht sie zur Polizei. (…)
Lauras Daten auf dem Forum SchülerCC zu finden ist nicht schwer. Jeder Schüler ordnet sich dort seiner Klasse in seiner Schule zu, kürzt manchmal seinen Nachnamen ab, legt aber immer ein Profil von sich an, mit echten Fotos, Angaben über Hobbys und den »Beziehungsstatus«. Jeder, der sich bei SchülerCC angemeldet hat, kann die Profile der anderen lesen und an jeden Nachrichten senden, öffentlich sichtbare Nachrichten, in digitalen Gästebüchern und auf Online-Pinnwänden, auch persönliche Nachrichten, die im privaten Postfach eines Einzelnen landen.
Binnen Sekunden hat die Freundin des Schreiners Lauras Profil vor sich und legt los. Laura, duHure, du wirst noch sehen. Ich weiß, wo du wohnst. Bis zu zehn Hassbotschaften treffen täglich in Lauras Postfach ein. Nach einer Woche meldet sich Laura bei Schüler-CC ab, aber wenige Tage später meldet sie sich wieder an. Sie fürchtet das unerträgliche Nachrichtenloch, das ihrer Jägerin erlauben könnte, unbemerkt nachzuladen. Laura glaubt, sie gerate in eine Falle, wenn sie einfach den Stecker zieht. Sie hofft, der Postfachterror werde von ihr abfallen wie ein Blutegel. Tapfer müsse sie sein, die Verletzungen ertragen.“

Ich bin absolut der gleichen Meinung das es wichtig ist, Kinder zu selbstständigen Wesen zu erziehen. Aber wir leben nun mal in der Welt in der wir leben und es sollte alles zu seiner Zeit geschehen, sprich altersgerecht.

Viele Grüße
Fabian

© Die Zeit und
Beate Schöning (39), Journalistin und Gründerin von NetKids e.V.
recherchiert im fünften Jahr zum Thema »Sexuelle Gewalt gegen
Kinder im Internet«.
Weitere Informationen zur Arbeit von NetKids e.V., Präventions-
mitteln und zum Thema unter www.kindersindtabu.de

Hallo KamikazeKatze,

sie ist zwei aber nutzt das Medium auch schon. Wir chatten ab und zu mit der Tante von anderen Kontinent. Sie mag es, wenn sich alle vor der Kamera versammeln und Faxen machen. Außerdem findet sie diese kleinen bunten Animationen lustig.

Ob ihr Alter relevant ist fürs Thema bezweifel ich aber.

Ich will chatten ja gar nicht verteufeln. Ich finde es super, mit Freunden oder Familie in Kontakt zu bleiben. Wir nutzen es ja auch.

Schönen Gruß
Fabian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fabian,

Du denkst ich sei zehn Jahre jünger als du, männlich und heiße
Fabian nur weil das in meiner Visitenkarte steht?
Vielleicht heiße ich ja auch Renate und bin 68.

weißt Du, ich habe schon diverse Deiner Artikel gelesen - aus der Gesamtheit ergibt sich dann schon, ob die Angaben zur Person halbwegs stimmig sind oder nicht. Ich achte hier im Forum bei häufiger auftauchenden Namen generell darauf. Okay, bei Frauen nehme ich die Angaben zum Alter nicht so ernst … ;o)

„Schnell werden die Chatpartner zu vermeintlich echten
Freunden. Schnell wird Vertrauen gefasst. Schnell werden
Adressen,Handy nummern und so weiter preisgegeben. Stellt es
der Täter nicht ganz ungeschickt an, wird er lange etwas von
seinem Opfer haben, bis dieses merkt, dass es zum Opfer
geworden ist. Denn das Kind hat noch ein weiteres Problem: Es
sieht seinen »Freund« nicht, hört nicht seine Stimme. Es kann
Warnzeichen (Körpersprache, Gesichtsausdruck, sprachlichen
Ausdruck) nicht unmittelbar wahrnehmen und bewerten. Das Opfer
tappt unfreiwillig freiwillig in die Falle.“

Gerade das ist es, was mir - und auch meinem Tochterherz - völlig unverständlich ist: Über privateste Dinge, die noch nicht einmal die beste Freundin wissen darf, sprechen ja, aber Daten austauschen niemals nie nicht. (BTW: obwohl ich bereits ein Forumstreffen organisiert habe, kennen hier weniger als eine Handvoll meinen Realnamen)

Deine Tochter spricht mit dir offen über alles, was sie
beschäftigt?

Na, ich hoffe doch nicht - es gehört zum Erwachsenwerden dazu, Dinge nicht der eigenen Mutter zu erzählen.

Über Dinge schwerwiegender Natur spricht sie mit mir allerdings durchaus.

Du hast Glück und ALLES richtig gemacht.

Ach, wenn Du wüsstest,was ich alles falsch mache … ;o) (ich bin definitv daran gescheitert, ihr das Ordnunghalten beizubringen - in Ermangelung der Fähigkeit zu demselben - , und ob sie sich jemals dazu durchringen kann, Vokabeln zu lernen, ist auch mehr als fraglich … *ggg*)

Nur jedes dritte befragte Kind gibt an, dass sich seine Eltern
dafür interessieren, was es im Internet so macht und mit wem
es Kontakt hat.

Der Knackpunkt ist dabei das Interessieren: ich interessiere mich sehr dafür, was meine Tochter macht - aber ich kontrolliere sie nicht! Sie weiß, dass ich ihr vertraue.

Darüber hinaus sollte dies - auch und gerade in Sachen Internet - imho durchaus auf Gegenseitigkeit beruhen. Wie Du gerade an diesem Thread siehst, spreche ich mit meiner Tochter auch über Dinge, die mich gerade beschäftigen, oder zeige ihr auch nur einmal einen lustigen Link. Ich bin mir sicher, dass dies bei ihr die eigene Mitteilungsbereitschaft befördert … ;o)

Zwei Drittel besaßen
eine eigene E-Mail-Adresse, von der die Eltern wussten. 45
Prozent gaben an, eine E-Mail-Adresse zu besitzen, von der die
Eltern keine Ahnung hatten.

Letzteres kann auch und gerade eine Reaktion auf kontrollierende Eltern sein. Ich käme ohne schwerwiegenden Anlass niemals auf die Idee die Korrespondenz meiner Tochter zu lesen - Du weißt schon, Privatsphäre und so.

43 Prozent geben an, dass sie schon zu Personen
Kontakt hatten, die von ihnen persönliche Daten, Bilder oder
andere Informationen haben wollten. Ein Viertel erhielt vom
Chat-»Freund« das Angebot, sich mit ihm zu treffen.

Die Anfrage als solche ist dabei letztendlich nicht das Entscheidende …

Jedes
zweite von diesen Kindern gab an, auf ein solches Angebot
eingegangen zu sein."

… sondern wie damit umgegangen wird. Und ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum es schwieriger sein soll, dieses Kindern und Jugendlichen beizubiegen, als das mit dem berühmten ‚Steig nicht in ein Auto ein‘.

Ein weiteres, ernstes Thema ist das s.g.
Cyberbullying
Kannst du dir vorstellen, wie und mit welchen Mitteln diese
Kinder im Chat behandelt werden? Wie man von ihnen spricht?

Tatsächlich gab es letztes Schuljahr in der Klasse meiner Tochter einen solchen Fall - klassisch für diese SchülerVZ-Dramen ist aber, dass es sich um Jugendliche handelt, die sich auch im ‚echten Leben‘ kennen und bekriegen. Das Medium Internet hat dabei nur auch schon früher vorhandene Konfliktmöglichkeiten um eine neue Dimension ‚bereichert‘.

Ich bin absolut der gleichen Meinung das es wichtig ist,
Kinder zu selbstständigen Wesen zu erziehen. Aber wir leben
nun mal in der Welt in der wir leben und es sollte alles zu
seiner Zeit geschehen, sprich altersgerecht.

Nun, mein erstes Posting in diesem Thread war die Antwort auf den Artikel der Mutter einer 15jährigen - und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass gerade in der heutigen Zeit eine 15jährige schon in der Lage sein sollte, sich auch ohne Mutter im Nacken nicht gröbst fahrlässig im Internet zu bewegen.

Beste Grüße

=^…^=

Kleiner Nachtrag
Hallo Fabian,

ich habe übrigens meiner Tochter, als diese sich selbst in ein Forum geschmissen hat, anhand eines Teilnehmers dieses Forums praktisch vorgeführt, dass man auch bei nur spärlichen persönlichen Angaben in relativ kurzer Zeit den vollständigen Namen und die Adresse herausfinden kann.

Manchmal wirkt so etwas besser als alles reden … ;o)

Beste Grüße

=^…^=