Hallo zusammen,
Ich suche einen vernünftigen Chat für unsere Kleine (9J.).
Hat jemand Erfahrung mit diesem Kinderchat(http://www.kids-chat.eu)? Scheint auf den 1. Blick ok zu sein. Über Tipps würden wir uns sehr freuen.
Gruß Detlev
Hallo zusammen,
Ich suche einen vernünftigen Chat für unsere Kleine (9J.).
Hat jemand Erfahrung mit diesem Kinderchat(http://www.kids-chat.eu)? Scheint auf den 1. Blick ok zu sein. Über Tipps würden wir uns sehr freuen.
Gruß Detlev
Hi,
ich halte die Vorstellung eines „sicheren“ Chats für Kinder für eine Illusion. Niemand kann sicherstellen dass sich keine perversen Säcke als Kinder getarnt im Chat anmelden.
Meine Tochter war mal bei Habo im Chat - dort wurde dann einer Freundin das Passwort gezogen.
Kompromiss mit meiner Tochter (12): Nur msn chatten - nur Leute die man kennt dürfen auf die Kontaktliste.
Wenn du dein Kind mit 9 Jahren in einem offenen Chatraum chatten lässt musst du eigentlich immer da sein und ein Auge auf den Bildschirm haben - und das ist doch nicht Sinn der Sache?
viele Grüße
susanne
Hallo,
wie wäre es, für die Tochter einen eigenen Chatroom einzurichten? Evtl. gleich ein eigenes Forum dazu?
Geht kostenlos z. B. bei www.carookee.com
Die Foren kann man so stellen, dass sie nur für (Foren-)Mitglieder sichtbar sind.
Ein Chatroom ist dort mit angehängt. Die Foren sind, wenn man nicht etwas Werbung akzeptiert, kostenlos. Die Werbung ist nicht sehr nervig und auch für Kinder akzeptabel.
Das Forum kann in eine HP eingebunden werden, muss aber nicht.
Gruß
Ingrid
hallo detlev
einen sicheren chatraum wirst du nicht finden. ich war lange zeit selber in vielen chats unterwegs und meine meinung ist das chatten in öffentlichen räumen für kinder auf keinen fall geeignet ist. messengers (msn, icq usw.) können da wohl schon abhilfe schaffen wenn deine tochter zb mit schulfreundinnen chatten möchte. vor allem aber bei icq ist dann angebracht die liste sorgfältig im auge zu behalten. zu gerne wird mit einer nachricht von jemanden der nicht auf der liste steht ein unliebsamer trojaner, ein virus oder dergleichen mitgeliefert.
ich habe selber eine 15jährige tochter. sie darf nur in ihre liste im icq aufnehmen den sie auch „real“ kennt. zu groß ist die gefahr das infos rausschlüpfen die kein fremder wissen sollte. kinder können
diese gefahr nicht einschätzen. freie chaträume habe ich per kindersicherung gesperrt.
lieben gruß
Mona
Hallo Mona,
ich habe selber eine 15jährige tochter. sie darf nur in ihre
liste im icq aufnehmen den sie auch „real“ kennt. zu groß ist
die gefahr das infos rausschlüpfen die kein fremder wissen
sollte. kinder können
diese gefahr nicht einschätzen. freie chaträume habe ich per
kindersicherung gesperrt.
eine 15jährige ist doch kein Kind mehr!
Wenn eine 15jährige so blauäugig ist, dass sie die Gefahren nicht abschätzen kann, ist imho in der Erziehung etwas gewaltig schief gelaufen.
Beste Grüße
=^…^=
*mit13jährigertochter*
off topic
eine 15jährige ist doch kein Kind mehr!
stimmt
Wenn eine 15jährige so blauäugig ist, dass sie die Gefahren
nicht abschätzen kann, ist imho in der Erziehung etwas
gewaltig schief gelaufen.
und hier bin ich andere Meinung.
Wenn eine 15jährige komplett fit ist im Umgang mit PC und allen Gefahren, was tut das Kind außer am PC hocken?
Beste Grüße
=^…^=
*mit13jährigertochter
13?
meine Kids daddeln auch viel vorm pc, aber fit sind die noch lange nicht. Die haben auch andere Interessen wie Fußball, Volleyball usw.
Nur zur Info meine Tochter ist 17 1/2 mein Sohn 16
Gruß
Katl
noch mehr off topic
Für die vor 1978 geborenen…
Für die vor 1978 geborenen zur Erbauung, für die danach zur Information:
Genauso war das !
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun.
Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte gepackt…
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt in stahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde.
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns… Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.
Hallo,
meine Kinder sind in den community chats. Da sind alle ihre Freunde und Schulkameraden drin. Das Ganze ist einigermaßen überschaubar. Ich habe ihnen auch eingeschärft nur mit Leuten zu chatten, die sie im realen Leben auch kennen. Man bekommt da ja solche Freundschaftsanträge, die man auch ablehnen kann. Eine Freundin meiner Tochter hat sich auch schon mit einem Unbekannten getroffen, da bin ich ausgerastet.Als Elternteil muß man schon immer die Augen und Ohren offen halten, ohne ein Dauerkontrolleur zu sein, gar nicht einfach.
Gruß,
Claudia
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ist das von dir oder zitiert? (owT)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
die Frage kannst du dir selbst beantworten, in dem du eine Zeile bei google eingibst (Anführungszeichen nicht vergessen) --> siehe da, es gibt das (und vieles Ähnliches) in vielfacher Ausfertigung (ich bin sogar ziemlich sicher, dass es bei werweisswas schon mehr als einmal zitiert wurde).
Nochwas: Bitte lösch doch das Vollzitat und lass nur die Teile stehen, auf die du dich direkt beziehst. Das belastet das Archiv nicht so sehr und außerdem macht es das lesen für die anderen einfacher und müheloser (siehe dazu auch [FAQ:29] und auch Punkt 3.7 aus der Netiquette).
Gruß
Elke
die Antwort hast du eigentlich schon bekommen: Nein, das ist aus dem Festpark, nicht von mir.
Ich hab es nur hineingesetzt, weil ich ziemlich wütende werde, wenn Kids nur vorm PC hocken, sonst keine Interessen haben und die Eltern das auch noch gut finden.
Nix gegen PC, der gehört heute nun mal bei den Kids dazu, aber Bewegung an der frischen Luft auch.
Gruß
Katl
Hallo,
ich seh das auch so wie Claudette. Frag doch mal Nachbarskinder oder Schulkameraden deiner Tochter, in welchen Chaträumen sie sind. Du kannst auch danach suchen. Bei uns sind die chaträume beliebter Radiosender sehr gefragt.
Gruß
Katl
Hallo Katl,
Wenn eine 15jährige komplett fit ist im Umgang mit PC und
allen Gefahren, was tut das Kind außer am PC hocken?
nur weil eine Jugendliche über ordentliche Kenntnisse im Umgang mit moderner Informationstechnologie und den Gefahren des Internets (um diese ging es ja im UP) verfügt, heißt das doch noch lange nicht, dass sie nichts anderes in ihrem Leben tut. Im Zweifelsfall reichen für Letzteres schon Gespräche mit der Mutter … ;o)
meine Kids daddeln auch viel vorm pc, aber fit sind die noch
lange nicht. Die haben auch andere Interessen wie Fußball,
Volleyball usw.
Mein Tochterherz hat auch diverse Interessen und Hobbys - stell Dir vor, sie liest sogar Bücher … ;o)
Tja, und fit im Umgang mit Computern ist sie trotzdem. Sie ‚daddelt‘ allerdings nicht.
Vielleicht solltest Du nicht ganz so viel in ein Posting hineininterpretieren … ;o))
Beste Grüße
=^…^=
Hallo Katl,
Ich hab es nur hineingesetzt, weil ich ziemlich wütende werde,
wenn Kids nur vorm PC hocken, sonst keine Interessen haben und
die Eltern das auch noch gut finden.
tja, nur leider, leider hatte ich dies überhaupt nicht geschrieben … ;o))
Beste Grüße
=^…^=
PS: Noch einmal zur Erinnerung: Es ging um die Gefahren , die im Internet auf Kinder und Jugendliche lauern - um darüber informiert zu sein, muss man noch nicht einmal einen Computer besitzen!
sorry!
Das war gedankenlos.
Halt ich mich in Zukunft dran.
LG ChrisTine
‚Medienkompetenz‘
Hallo Detlev und alle anderen,
Chaträume für Kinder halte ich nicht für eine angemessene Freizeitbeschäftigung. Wenn es darum geht, mit Bekannten, der Tante aus Hamburg oder dem große Bruger im Erasmusjahr in Italien in Kontakt zu beleiben, ist nicht dagegen einzuwenden.
Aber wie kann eine Neunjährige die Gefahren, die von diesen Chaträumen ausgehen, einschätzen? Die Kinder müssen heute wo viel mehr Kompetenzen haben. Um nicht in den Medien einfach unterzugehen braucht es viel Zeit und Arbeit. Täglich ballern auf die Kinder ein Haufen Werbung ein mit der ihre kleinen Persöhnlichkeiten zu zombiehaften Konsumsüchtigen dressiert werden sollen. Als ich jung war (oh Gott!!) gab es Poster in der Bravo die im Kinderzimmer hingen von den Idolen, dennen wir nacheiferten. Heute gibt es eine unüberschaubare Fülle an Retortenstars die durch Handy, Fernsehen und Internet omnipräsent sind. Den Kindern dann noch beizubringen, keine persönlichen Daten von sich an „Fremde“ in einem Chat weiterzugeben- ist das nicht ein bischen zu viel verlangt vom Kind?
Es ist unfair den Eltern zu unterstellen, es sei ihre Erziehung die nicht stimme, wenn denn mal etwas passiert.
Was ist denn mit der guten, alten Brieffreundschaft?
Wäre das nicht eine alternative?
Liebe Grüße
Fabian
Hallo,
Chaträume für Kinder halte ich nicht für eine angemessene
Freizeitbeschäftigung.
Darüber lässt sich diskutieren.
Was ist denn mit der guten, alten Brieffreundschaft?
Wäre das nicht eine alternative?
Aber meinst du das wirklich ernst?
Ich fand schon in meiner Jugend, als es nichts anderes gab, Briefkontakt mit Freunden ätzend. Weil es so lang dauert bis man Antwort bekommt.
Später habe ich viele und lange Briefe geschrieben (aber das war mehr einseitige Kommunikation: ich teilte meinen Briefpartnern mit, was ich erlebte, da ich in ein anderes Land gezogen war, hatte ich - subjektiv gesehen - etwas zu erzählen). Zur Kommunikation zwischen Kindern eignen sich Briefe IMHO nicht wirklich.
Gruß
Elke
Hallo Fabian,
Aber wie kann eine Neunjährige die Gefahren, die von diesen
Chaträumen ausgehen, einschätzen?
in dem ihre Eltern mit ihr darüber sprechen vielleicht?
Imho verhalten sich Kinder durchaus wie vernunftbegabte Wesen, wenn man sie auch wie solche behandelt.
Die Kinder müssen heute wo viel mehr Kompetenzen haben.
Das stimmt. Und sofern sie frühzeitig und mit elterlicher Unterstützung an die elektrotechnischen Wunderwerke der heutigen Zeit herangeführt werden, so erwerben sie diese Kompetenzen auch - im Zweifelsfall schneller als ihre Altvorderen … ;o)
Um nicht in den Medien einfach unterzugehen braucht es viel Zeit und
Arbeit.
Dem will ich allerdings widersprechen. Zur Medienkompetenz gehört zwingend auch die Fähigkeit zur Selektion - dies fängt z.B. schon mit der Lektüre einer Fernsehprogrammzeitschrift an.
Täglich ballern
auf die Kinder ein Haufen Werbung ein mit der ihre kleinen
Persöhnlichkeiten zu zombiehaften Konsumsüchtigen dressiert
werden sollen.
Komisch - ich bin zehn Jahre älter als Du und kann mich trotzdem daran erinnern, in zartem Alter fürchterlicher Fernsehwerbung (und auch zweifelhaften Sendungen - bei nur zwei bis drei Sendern wurde eben das geguckt, was lief) ausgesetzt gewesen zu sein. Trotzdem bin ich kein Konsumzombie geworden.
Als ich jung war (oh Gott!!) gab es Poster in
der Bravo die im Kinderzimmer hingen von den Idolen, dennen
wir nacheiferten.
Na jaaa … Du sprichst da wohl eher für Dich - ich habe wohl manche Musik gemocht, aber nie einem ‚Star‘ nachgeeifert; ich wusste nämlich, dass diese Pappnasen nichts mit meinem wirklcihen Leben zu tun hatten.
Heute gibt es eine unüberschaubare Fülle an
Retortenstars
In Deiner Jugendzeit gab es dagegen solch ‚echte‘ Bands wie Take That … ;o)
die durch Handy, Fernsehen und Internet
omnipräsent sind.
Jau, und unsere armen Kinder werden an den Stuhl gefesselt und geknebelt und gezwungen, sich das alles anzusehen.
Und was genau hat das mit dem sicheren Umgang mit dem Medium Internet zu tun?
Den Kindern dann noch beizubringen, keine
persönlichen Daten von sich an „Fremde“ in einem Chat
weiterzugeben- ist das nicht ein bischen zu viel verlangt vom
Kind?
Nein, das gehört doch zu den Grundlagen - genauso, wie Du in Deiner Kindheit gelernt hast, nicht mit Fremden mitzugehen.
Es ist unfair den Eltern zu unterstellen, es sei ihre
Erziehung die nicht stimme, wenn denn mal etwas passiert.
Aus gegebenem Anlass habe ich mich vorhin mit meinem Tochterherz noch einmal darüber unterhalten und ich gebe lieber nicht wörtlich wieder, was sie von einer 15jährigen hält, die so blauäugig ist, ihr unbekannten Personen persönliche Daten zu geben oder gar sich mit einer solchen zu treffen.
Und ja, wenn eine 15jährige (um eine solche ging es in dem Teilthread) tatsächlich so naiv ist, gehe ich davon aus, dass in den 15 Jahren davor etwas nicht richtig gelaufen ist.
Beste Grüße
=^…^=
Hallo KamikazeKatze,
Aber wie kann eine Neunjährige die Gefahren, die von diesen
Chaträumen ausgehen, einschätzen?in dem ihre Eltern mit ihr darüber sprechen vielleicht?
Hör´mal, da gibt so Männer die vorm Computersitzen und an sich herumfummeln, wenn sie mit Kindern chatten. Die versuchen an Fotos und so von den Kindern zu kommen und benutzen die dann als Wi***vorlage. Stell ich mir unterhaltsam vor, so ein Gespräch. Beim Abendbrot vielleicht sogar.
Imho verhalten sich Kinder durchaus wie vernunftbegabte Wesen,
wenn man sie auch wie solche behandelt.
Wow, gewagte These. Bis ich genau der selben Meinung. Auch bin ich der Meinung, dass man Kindern erst Angst machen sollte, wenn sie mit selbiger auch umgehen können.
Um nicht in den Medien einfach unterzugehen braucht es viel Zeit und
Arbeit.Dem will ich allerdings widersprechen. Zur Medienkompetenz
gehört zwingend auch die Fähigkeit zur Selektion - dies fängt
z.B. schon mit der Lektüre einer Fernsehprogrammzeitschrift
an.
Für das es viel Zeit und Arbeit braucht.
Täglich ballern
auf die Kinder ein Haufen Werbung ein mit der ihre kleinen
Persöhnlichkeiten zu zombiehaften Konsumsüchtigen dressiert
werden sollen.Komisch - ich bin zehn Jahre älter als Du und kann mich
trotzdem daran erinnern, in zartem Alter fürchterlicher
Fernsehwerbung (und auch zweifelhaften Sendungen - bei nur
zwei bis drei Sendern wurde eben das geguckt, was lief)
ausgesetzt gewesen zu sein. Trotzdem bin ich kein Konsumzombie
geworden.
Und du meinst das liegt daran, das du zehn Jahre älter bist als ich?
Du kennst Viva und MTV? Die Zeiten ändern sich, Moral und Hemmschwellen der Werber und Marketingabteilungen auch. Wie du schon sagst, früher gab es zwei bis drei Sender. Heute gibt es Satelitenreceiver mit 3000 Programmplätzen.
Als ich jung war (oh Gott!!) gab es Poster in
der Bravo die im Kinderzimmer hingen von den Idolen, dennen
wir nacheiferten.Na jaaa … Du sprichst da wohl eher für Dich - ich habe wohl
manche Musik gemocht, aber nie einem ‚Star‘ nachgeeifert; ich
wusste nämlich, dass diese Pappnasen nichts mit meinem
wirklcihen Leben zu tun hatten.
Wie schlau du doch gewesen sein mußt, als Kind schon. Leider sind heute nicht alle Kinder so Überflieger. Auch haben heute nicht alle Kinder Überfliegereltern, die sich die Zeit nehmen um ihnen den Unterschied zu erklären.
Heute gibt es eine unüberschaubare Fülle an
RetortenstarsIn Deiner Jugendzeit gab es dagegen solch ‚echte‘ Bands wie
Take That … ;o)
Kannst du noch 10 weitere Retortenbands aus dieser Zeit aufzählen? Huete könnte ich dir 5 DINA4Seiten füllen. Kennst du alle Musiker, die deine Tochter auf ihrem Mp3-Player hat?
die durch Handy, Fernsehen und Internet
omnipräsent sind.Jau, und unsere armen Kinder werden an den Stuhl gefesselt und
geknebelt und gezwungen, sich das alles anzusehen.
Es gibt Eltern, die 10 Stunden am Tag arbeiten, alleinerziehend sind oder Alkoholiker. Deren Kinder genießen ihre Erziehung einzig und allein durch die Glotze. Später verfeinern sie ihre Weltanschauung durch den Einfluß ihrer Kumpels und diversen multimedialen Freizeitbeschäftigungen.
Das so albern abzutun finde ich geschmack- und respektlos. Wenn du so willst dann ja, gibt es Kinder die im übertragenen Sinne an den Stuhl gefesselt und geknebelt werden und gezwungen sind, sich das alles anzusehen weil keine Zeit hat für sie.
Und was genau hat das mit dem sicheren Umgang mit dem Medium
Internet zu tun?
Medienkompetenz schließt den sicheren Umgang mit dem Internet ein. Um sich dort nicht zu verlieren ist eine klare Wahrnehmung der Realität und die Fähigkeit zu selektieren nötig. Das ist dir weiter oben ja selber eingefallen.
Den Kindern dann noch beizubringen, keine
persönlichen Daten von sich an „Fremde“ in einem Chat
weiterzugeben- ist das nicht ein bischen zu viel verlangt vom
Kind?Nein, das gehört doch zu den Grundlagen - genauso, wie Du in
Deiner Kindheit gelernt hast, nicht mit Fremden mitzugehen.
Ich finde mit einem Kind das 9 Jahre alt ist, kann man noch nicht mit Erfolg das ganze Programm durchgemacht haben:
Selbstwertgefühl
Selbst-Fremdwahrnehmung
Empatie
Emanzipation
Medienkompetenz
(Demokratiebewußtsein)
Selbstsicherheit
Wenn du das kannst, dann freu ich mich zu erfahren, wie!
Es ist unfair den Eltern zu unterstellen, es sei ihre
Erziehung die nicht stimme, wenn denn mal etwas passiert.Aus gegebenem Anlass habe ich mich vorhin mit meinem
Tochterherz noch einmal darüber unterhalten und ich gebe
lieber nicht wörtlich wieder, was sie von einer 15jährigen
hält, die so blauäugig ist, ihr unbekannten Personen
persönliche Daten zu geben oder gar sich mit einer solchen zu
treffen.Und ja, wenn eine 15jährige (um eine solche ging es in dem
Teilthread) tatsächlich so naiv ist, gehe ich davon aus, dass
in den 15 Jahren davor etwas nicht richtig gelaufen ist.
siehst du, ich gehe von einem 9-jährigen Kind aus. Auch 15-jährige machen Dummheiten. Deine ist immer ein Engel gewesen?
Grüße
Fabian
Hallo Elke,
ich weiß das die Idee der Brieffreundschaft gegen die Möglichkeiten, die ein Chat bietet, total abstinkt. Lustige Bildchen und Animationen hin-un-herzuschicken ist schon toll.
An einem Brief sitzt man ja auch Stunden, man reflektiert über sich selbst und so… Die Befriedidung tritt erst sehr spät ein, wenn denn mal eine Antwort kommt,
Vielleicht bin ich da ja auch ein bischen idealistisch. Aber wenn man mal so überlegt, wann habe ich denn das letzte Mal einen Brief von Hand an einen Freund geschickt? Viel zu lange ist das her.
Das „neue“ Medium ist halt einfach einfacher und schneller.
Gruß
Fabian