Chatten, Spieleseiten

Also… mein Sohn ist 11 und möchte sich gern in verschiedenen Foren (knuddels, icQ und koins) anmelden - für michso ziemlich unbekantes terrain. ich habe so etwasdie Befürchtung, dass der Knabe dann ständig vor dem computer sitzt, was wir bisher recht gut im Griff haben. allerdings auch nur weil ich so ätzend konsequent bin (O-Ton Kind) Ich bin mir nicht so ganz im klaren, wer sich in solchen Foren herumtreibt und habe die Entscheidung erstmal verschoben bis wir Eltern etwas mehr durchblicken. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen? Ich danke euch schon im voraus Kaja

Hallo Kaja

Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?

In ICQ und MSN chattet man eigentlich nur mit Leuten, die man aus dem realen Leben kennt. Wenn man da nicht die Adresse von jemandem hat, kann man mit dem nicht chatten. Wenn man das zeitlich begrenzt, finde ich das keine schlechte Sache.

Bei Knuddels kannst du dich ja mal probehalber selber anmelden (das geht ruck-zuck, in ein paar Sekunden). Da wirst du dein 11-jähriges Kind nicht haben wollen in diesem Verein. Wenn, dann müsstest du immer daneben sitzen und aufpassen und mit dem Kind darüber reden.

Koins kenne nicht nicht.

Da gibt es noch Schüler-VZ, aber ich schätz, das kommt erst später.

Viele Grüße
Simsy

Hi,

ich glaube es ist das erste Mal, dass ich einer Frage einen Stern gegeben habe und auch wenn ich dir nicht wirklich helfen kann, finde ich dein Vorgehen klasse.

Sich im Vorwege als Eltern schlau zu machen um einen gute Entscheidung zu treffen ist nicht nur der richte Weg sondern wohl auch noch nicht durchweg üblich, zumindest nach meinem Empfinden.

Als ich deine Frage gelesen hatte, kam mir als erstes in den Sinn es zu untersagen oder soweit einzuschränken, dass das Kind keine Lust mehr hat, alles nur aus der Tatsache heraus, das ich es für schwer regulierbar halte und für mich selbst auch überflüssig. Somit wäre mein Rat an dich aus Unwissenheit an Details ein rein emotionaler gewesen. So wie du die Sache aber angehest finde ich es viel viel besser :wink:

Vorweihnachtliche Grüsse
Me

Hallöchen,

ich finds immer wieder schön, wenn es anderen Eltern genauso geht wie mir.:smile:
Mein Sohn (heute 13) wollte auch anfangen zu chatten, weil seine Kumpels in der Schule dies taten.
Den Knuddelchat haben wir uns dann erstmal angeschaut und ich fand ihn okay.

Wir haben einige Regeln vorher aufgestellt wie z.B. niemals die Adresse oder Telefonnummer rausgeben. Die Anmeldung und das Tamtam drumherum machten wir mit ihm gemeinsam. Mehr als eine Stunde am Tag darf er nicht am PC sitzen (außer Wochenende mal länger).

Ich finde bei Knuddels den Jugendschutztest gut. Auch bekommen die Eltern eine Mail, in der sie die Erlaubnis für ihr Kind geben müssen, sich dort anzumelden.

Am Anfang war er vom chatten so begeistert, dass er gar nicht wieder aufhören wollte. Mittlerweile ist das ein alter Hut und nicht mehr sooo interessant.

Viel Spaß euch mit dem Knirps!

Liebe Grüße Herzblume

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Hallo

Mein Sohn (heute 13) wollte auch anfangen zu chatten, weil
seine Kumpels in der Schule dies taten.

Wenn er wirklich mit seinen Kumpels da chattet, dagegen ist ja nichts zu sagen.

Ich finde bei Knuddels den Jugendschutztest gut. Auch bekommen
die Eltern eine Mail, in der sie die Erlaubnis für ihr Kind
geben müssen, sich dort anzumelden.

Ja, das ist soweit ok. Aber ich finde, dass es ein bisschen einfach geht, sich dort anzumelden. Da kann jeder ohne Mühe mehrere Accounts haben, ohne einmal aufgefordert zu werden, irgendwo seinen richtigen Namen anzugeben. Das einzige, was man haben muss, ist eine Mail-Adresse. Man kann sich ohne irgendein Hindernis eine völlig gefakte Identität aufbauen, man kann das Alter und das Geschlecht falsch angeben, und ich bin sicher, dass das auch eine Menge Leute dort tun.

Man kann als Kind zwar nicht so einfach in die Erwachsenen-Channels, aber man kann sich als Erwachsener ohne jede Schwierigkeit und ohne jedes Risiso z. B. als 13-jähriger Kevin im Kinder-Chat aufhalten und einzelne Kinder im Privatgespräch (so dass es die anderen nicht mitkriegen) mit irgendwelchen Perversitäten anquatschen, und sowas passiert da auch.

Sicher wird den Kindern vorher beigebracht, wie man dagegen vorgehen kann, aber schön finde ich das trotzdem nicht. Ich finde nicht, dass das Erlebnisse sind, die ein junger Mensch unbedingt mal gemacht haben muss.

Viele Grüße
Simsy

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Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?

Tag.

In ICQ und MSN chattet man eigentlich nur mit Leuten, die man
aus dem realen Leben kennt. Wenn man da nicht die Adresse von
jemandem hat, kann man mit dem nicht chatten…

Dies ist natürlich schon richtig, aber mit einer nicht unwesentlichen Einschränkung:

Angenommen, jemand kontaktiert Dein Kind per Email (oder auch Handy). Dabei fordert er Dein Kind auf, mit ihm per MSN in Kontakt zu bleiben…

Und so weiter und so fort.

Wenn das Kommunizieren per MSN dann im Gange ist, kann es sein, daß dies völlig ohne Dein Wissen geschieht; Denn das findet ja, sagen wir mal, unter der Modusnutzung der Quasi-Lautlosigkeit(en) statt.

Will meinen, wenn telefonisch gesprochen wird, bekommst Du mehrere Fetzen zumindest zum Teil wahrscheinlich mit. MSN ist demgegenüber aber „Tippen“ und dies merkst Du eventuell gar nicht. Du bemerkst nur, daß Dein Kind am PC hockt.

Worum es geht und vor allem mit wem, erkennst Du schwer.

Da gibt es noch Schüler-VZ, aber ich schätz, das kommt erst
später.

Viele Grüße
Simsy

Gruß, Michael; Hof/Saale

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Hallo

In ICQ und MSN chattet man eigentlich nur mit Leuten, die man
aus dem realen Leben kennt. Wenn man da nicht die Adresse von
jemandem hat, kann man mit dem nicht chatten…

Dies ist natürlich schon richtig, aber mit einer nicht
unwesentlichen Einschränkung:

Angenommen, jemand kontaktiert Dein Kind per Email (oder auch
Handy). Dabei fordert er Dein Kind auf, mit ihm per MSN in
Kontakt zu bleiben…

Na ja, aber immerhin muss er die Mail-Adresse von ihm haben, und bei MSN muss der Kontakt angenommen werden. Im Gegensatz zu einem offenen Chat wie Knuddels, wo einen ja jeder Fremde zu einem traulichen Zweiergespräch anquatschen kann.

Ich geh ja davon aus, dass das Kind nicht unbedingt pervers angequatscht werden will. Wenn es das natürlich will, dann wird es sowieso kompliziert.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

mir fällt dazu ein, ob Ihr für Junior und seine Kumpels nicht einen eigenen Chat und evtl. ein Forum dazu einrichtet?

Es gibt Anbieter, da kann man das kostenlos machen. Wenn das Forum und der dazugehörige Chat nur für eingetragene Mitglieder sichtbar ist (ist einstellbar), können sich auch keine unerwünschten Personen hineinverirren.

Anbieter wäre z. B. www.carookee.de

Lass ihn den Admin spielen, seine Freunde einladen usw. und er ist erst mal in einem geschützten Raum doch etwas sicherer unterwegs. Die Anmeldung wirst aber Du als Erwachsener machen müssen. Es wird keine HP dazu benötigt und alles ist kostenlos.

Er wird zwar murren, dass er nicht in die anderen von Dir genannten Chats darf/kann, aber man kann ihm durch den Adminstatus das eigene Forum und den eigenen Chat ja vielleicht auch schmackhaft machen.

Gruß
Ingrid

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Also, Euch allen zunächst mal vielen Dank für Eure Mühe! Tatsächlich blicke ich jetzt deutlich mehr durch. Ich habe mich in beiden Foren selber eingeloggt, einmal mit Angabe von Alter/Geschlecht, einmal ohne, Nachfragen gab es da gar keine!!! Ich habe mir gemeinsam mit meinem Sohn Eure Antworten angeschaut, danach auch noch die Chatts, die er dann selber extrem dusselig fand - Woher nehmen die Leute bloß die Zeit, sich soviel dummes Zeug zu schreiben und was gibt einem das??? Wir haben uns jetzt auf neue Gesprächsverhandlungen im Alter von 14 geeinigt und dafür gibts etwas mehr PC-Zeit in der Woche. Eltern zufrieden, Kind glücklich - was will man mehr?

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Hallo,
hierzu:

Man kann als Kind zwar nicht so einfach in die
Erwachsenen-Channels, aber man kann sich als Erwachsener ohne
jede Schwierigkeit und ohne jedes Risiso z. B. als 13-jähriger
Kevin im Kinder-Chat aufhalten und einzelne Kinder im
Privatgespräch (so dass es die anderen nicht mitkriegen) mit
irgendwelchen Perversitäten anquatschen, und sowas passiert da
auch.

hierzu gab es auch mal einen Bericht im Stern. Ein Mitarbeiter von einer Organisation (ich weiß nicht mehr, welche) hatte sich als junges Mädchen angemeldet und ist auch sehr schnell angesprochen worden…

Im Übrigen reicht es nicht, Kindern zu sagen, sie sollten keine Adresse / Telefonnummer rausgeben.
Hier im Ort hat es einen Fall gegeben, wo ein Erwachsener ein Mädchen dadurch ausfindig gemacht hatte, dass sie ihm gesagt hat, in welchem Basketball-Verein sie spielt… (die Fragen werden sehr geschickt gestellt).
Vorsicht ist also angesagt; und soweit ich weiß hat Knuddels da nicht so den super Ruf!

Prinzipiell finde ich, sollten Eltern mit ihren Kindern zusammen chatten. Zumindest eine Zeit lang.
Selbst, wenn es um Chats zu Spielen gibt (also Online-Spiele, die eigene Chat-Channels haben), sind chats nun mal eine sehr begehrte Plattform für Pädophile usw.
Und selbst wenn es nicht darum geht:
das Internet vermittelt manchmal eine Vertrautheit, die man im Real Life so schnell nicht findet. (Viele sagen ja, im chat könnten sie mit manchen Personen besser reden, als sie es z.B. zu Hause können). Und das birgt auch eine Gefahr.

Wenn Ihr euch also noch nicht mit chats auskennt, hilft IMHO nur eins: meldet euch doch mal selbst an in einem Chat… und macht da ein bisschen mit. Nach 1-2 Wochen bekommt ihr vielleicht ein Gefühl dafür.

Das Bundesministerium für Familie und Soziales unterstützt die Seite
http://www.fragfinn.de
Auf dieser Seite gibt es auch Chaträume. Ich könnte mir vorstellen, dass die weitaus besser „gesichert“ und kontrolliert werden, als Knuddels (knuddels ist ja auch kein „Kinderchat“).
Und dorthin könnte euer Sohn sich ja auch seine Freunde einladen, so dass sie zusammen chatten können.

Wir haben es unserem 11jährigen Sohn (vorerst) verboten, alleine zu chatten.
Es gibt ein Spiel, bei dem er mitmacht, wo man Hilfen im chat bekommen kann. Aber wenn er dort mal hingeht, sitzt einer von uns daneben.

Liebe Grüße,
Shannon