Chef ...launisch oder bin ich ein Problem

Hallo,

dies ist ein eher triviales Problem …aber es beeinträchtigt mich und vielleicht hilft es, wenn ich es verstehe …es geht um meinem Arbeitsplatz.

Ich arbeite nicht an einem der Themen, die „bei uns“ angesiedelt sind, sondern bin quasi ausgeliehen.
Vor nicht allzulanger Zeit sollte dies sich ändern …hat es aber nicht, die Initiative lag nicht bei ihm, aber er hat auch nichts dazu getan, es zu verhindern. Das ganze lief ein bisschen merkwürdig, ich erfuhr es von Dritten wirklich darüber gesprochen hat er mit mir darüber nicht, seitdem ist der Kontakt etwas gezwungen (zumindest empfinde ich das so), wenn es überhaupt welchen gibt …er vermeidet z.B. im Gegensatz zu vorher, in meetings den Blickkontakt.
Durch sein momentan eher abweisendes Verhalten habe ich das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben und sozusagen „abgeschrieben zu sein“, bin mir aber keiner Schuld bewußt (die Initiative ging auch nicht von mir aus, ich war in Urlaub)

…kann es sein, dass er eigentlich gar keine Verwendung für mich in seinem Bereich hat und nur überlegt, wie er mir das am besten beibringt?
…oder hätte er von mir irgendwas erwartet?
…oder bin ich überempfindlich?

Mit ihm reden möchte ich erst mal nicht, denn es wäre mir zu peinlich, wenn ich völlig falsch liege, obwohl er eigentlich auf Offenheit Wert legt.

Und ich fühle mich aus der Gruppe ausgegerenzt obwohl ich das objektiv gesehen nicht bin.

Danke und Grüße
SelmaHo

Hi SelmaHoooooo

dies ist ein eher triviales Problem …aber es beeinträchtigt
mich und vielleicht hilft es, wenn ich es verstehe

es beeinträchtigt dich - also ist es ein Problem.

Ich arbeite nicht an einem der Themen, die „bei uns“
angesiedelt sind, sondern bin quasi ausgeliehen.
Vor nicht allzulanger Zeit sollte dies sich ändern …hat es
aber nicht, die Initiative lag nicht bei ihm, aber er hat auch
nichts dazu getan, es zu verhindern. Das ganze lief ein
bisschen merkwürdig, ich erfuhr es von Dritten wirklich
darüber gesprochen hat er mit mir darüber nicht, seitdem ist
der Kontakt etwas gezwungen (zumindest empfinde ich das so),
wenn es überhaupt welchen gibt …er vermeidet z.B. im
Gegensatz zu vorher, in meetings den Blickkontakt.
Durch sein momentan eher abweisendes Verhalten habe ich das
Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben und sozusagen
„abgeschrieben zu sein“, bin mir aber keiner Schuld bewußt
(die Initiative ging auch nicht von mir aus, ich war in
Urlaub)

Das ist jetzt ein Problem für mich. Findest du auch Worte, die mir kurz und knapp aber glasklar sagen um was es hier geht???

…kann es sein, dass er eigentlich gar keine Verwendung für
mich in seinem Bereich hat und nur überlegt, wie er mir das am
besten beibringt?
…oder hätte er von mir irgendwas erwartet?
…oder bin ich überempfindlich?

Mit ihm reden möchte ich erst mal nicht, obwohl er eigentlich
auf Offenheit Wert legt.

Wäre es nicht auch da hilfreich, du würdest einfach sagen was du denkst und fühlst. Ich- Botschaften wenns geht.
Wenn du mit solchen Sätzen (siehe oben) in eine Besprechung gehst wundert es mich nicht, dass du dich ausgegrenzt fühlst. - Du grenzt dich möglicherweise selbst aus.

maddin

Hei,

ich denke, dass es doch am besten wäre, mit Deinem Chef zu sprechen. Du sagst ja auch, dass er Wert auf Offenheit liegt, und er ist der einzige, der Dir Deine Fragen richtig beantworten kann.

Je nachdem, was nun tatsächlich der Grund für Deinen momentanen Arbeitsplatz ist, ist es für ihn evtl. auch einfacher, wenn DU IHN darauf ansprichst - falls es wirklich so ist, dass er nicht weiß, wie es er Dir sagen soll. Er scheint ja im Grunde ein netter Chef zu sein, kommt irgendwie bei mir so an bei dem, was Du schreibst.

Sprich ihn in einer ruhigen Minute drauf an, aber nicht zwischen Tür und Angel. Wenn es so üblich bei Euch ist, lass Dir einen Termin geben, wie auch immer. Aber nicht in Dich reinfressen, dann wird es auf Dauer nur eine unerträgliche Situation. Für Euch alle.

Grüßlis & viel Glück
Natascha

Hi SelmaHoooooo

dies ist ein eher triviales Problem …aber es beeinträchtigt
mich und vielleicht hilft es, wenn ich es verstehe

es beeinträchtigt dich - also ist es ein Problem.

Ich arbeite nicht an einem der Themen, die „bei uns“
angesiedelt sind, sondern bin quasi ausgeliehen.
Vor nicht allzulanger Zeit sollte dies sich ändern …hat es
aber nicht, die Initiative lag nicht bei ihm, aber er hat auch
nichts dazu getan, es zu verhindern. Das ganze lief ein
bisschen merkwürdig, ich erfuhr es von Dritten wirklich
darüber gesprochen hat er mit mir darüber nicht, seitdem ist
der Kontakt etwas gezwungen (zumindest empfinde ich das so),
wenn es überhaupt welchen gibt …er vermeidet z.B. im
Gegensatz zu vorher, in meetings den Blickkontakt.
Durch sein momentan eher abweisendes Verhalten habe ich das
Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben und sozusagen
„abgeschrieben zu sein“, bin mir aber keiner Schuld bewußt
(die Initiative ging auch nicht von mir aus, ich war in
Urlaub)

Das ist jetzt ein Problem für mich. Findest du auch Worte, die
mir kurz und knapp aber glasklar sagen um was es hier
geht???

betroffene Kollegen meinten, der Zeitpunkt wäre nicht günstig (viel Arbeit …wenig Leute), er wollte mir eigentlich darlegen, was meine zukünftigen Aufgaben sein sollten, dazu kam es aber nie, weil ich nun durch die Initiative der Kollegen in meinem alten Aufgabengebiet tätig sein soll (ohne Befristung). Ich befürchte, es hätte keine neuen Aufgaben gegeben und er weicht mir deshalb aus…

…kann es sein, dass er eigentlich gar keine Verwendung für
mich in seinem Bereich hat und nur überlegt, wie er mir das am
besten beibringt?
…oder hätte er von mir irgendwas erwartet?
…oder bin ich überempfindlich?

Mit ihm reden möchte ich erst mal nicht, obwohl er eigentlich
auf Offenheit Wert legt.

Wäre es nicht auch da hilfreich, du würdest einfach sagen was
du denkst und fühlst. Ich- Botschaften wenns geht.
Wenn du mit solchen Sätzen (siehe oben) in eine Besprechung
gehst wundert es mich nicht, dass du dich ausgegrenzt fühlst.

  • Du grenzt dich möglicherweise selbst aus.

danke :wink: …es es nicht unbedingt meine Art, über Gefühle zu sprechen. „Die Gruppe“ grenzt mich nicht aus …ich fühle mich eher von ihm missachtet, ich wüßte gerne seine Gründe
…und ich weiß, dass ich manchmal übersensibel bin, vielleicht denkt er sich gar nichts dabei und ist einfach nur froh, wieder eine Zeit gewonnen zu haben (bei uns wird permanent Personal abgebaut). Ich hätte es vielleicht nur gerne gehabt, wenn er sich die Mühe gemacht hätte, mit mir zu reden.
Vermutlich sollte ich mit ihm reden, aber meine Hemmschwelle ist zu groß.

maddin

Wer fragt - führt!
Hi SelmaHo,

was sollen wir in Deine Geschichte reininterpretoeren, wenn Du es angeblich selbst nicht einmal weisst. Es ist in Deinem Job elementar was nicht klar (zumindest für Dich) - was liegt also näher als das durch Nachfragen zu klären?

Alles, was Du hier mutmaßt, solltest Du Deinen Chef/Vorgesetzten fragen und um eindeutige Antworten bitten - wie denn sonst?

Reden - reden - reden!

Vereinbare einen Termin mit deinem Chef, mache ihm aber keine Vorwürfe, rede nur von dir und deinen Gefühlen, denn immerhin verletzt er deine Gefühle mit seinem Verhalten. Vielleicht ist es ihm gar nicht bewußt was er macht, aber wenn er auf Offenheit wert legt, dann würde ich auf ihn zugehen.

Sag und doch wie es ausgegangen ist!

Viel Erfolg und denk immer daran „Er ist auch nur ein Mensch und weiß eben wohl auch in machen Dingen nicht wie er sich verhalten soll…“ Möglich, dass er nur darauf wartet, dass du das Gespräch mit ihm suchst…

Gruß, Schnuffelmu

Hi SelmaHoooooo

betroffene Kollegen meinten, der Zeitpunkt wäre nicht günstig
(viel Arbeit …wenig Leute), er wollte mir eigentlich
darlegen, was meine zukünftigen Aufgaben sein sollten, dazu
kam es aber nie, weil ich nun durch die Initiative der
Kollegen in meinem alten Aufgabengebiet tätig sein soll (ohne
Befristung).

Was ich verstehe ist, dass du einen unbefristeten Job in deiner Firma hast.
Du wolltest/solltest neue Aufgaben übernehmen, worauf du dich auch gefreut hast.
Daraus wird zunächst aber nichts.
Jetzt bist du enttäuscht.
Bitte korrigiere mich, wenn daran was falsch war.

danke :wink: …es es nicht unbedingt meine Art, über Gefühle zu
sprechen. „Die Gruppe“ grenzt mich nicht aus …ich fühle mich
eher von ihm missachtet, ich wüßte gerne seine Gründe
…und ich weiß, dass ich manchmal übersensibel bin,

Was sich bei dir abspielt liegt, soweit ich das beurteilen kann überwiegend auf der Gefühlsebene. wenn du allein oder im Kontakt mit anderen da keine Klarheit rein kriegst - ich meine was da gerade in dir passiert - bleibt dir der Weg, es direkt anzusprechen, bei deinem Chef.

vielleicht denkt er sich gar nichts dabei

eben

und ist einfach nur
froh, wieder eine Zeit gewonnen zu haben (bei uns wird
permanent Personal abgebaut).

Hast du Sorge, demnächst auch abgebaut zu werden?
Möchtest du deshalb gerne neue Aufgaben übernehmen um mehr Gewissheit zu haben , noch gebraucht zu werden?
Hindert dich das möglicherweise daran, mit deinem Chef zu sprechen?

Ich hätte es vielleicht nur
gerne gehabt, wenn er sich die Mühe gemacht hätte, mit mir zu
reden.
Vermutlich sollte ich mit ihm reden, aber meine Hemmschwelle
ist zu groß.

Wer ein Gespräch beginnt ist nur im ersten Satz relevant, danach befindest du dich im Gespräch egal wer es begonnen hat.

Vielleicht findest du ja heraus, was dich davon abhält das Gespräch zu beginnen.
und sollte ich mit meinen obigen Mutmaßungen richtig liegen - Angst vor Job- Verlust - dann kannst du das auch einfach thematisieren.

maddin

hineingeheimst
Hallo SelmaHo,

ein bisschen habe ich den Eindruck, dass du sein Problem zu deinem gemacht hast.
Richtig verstehen kann ich deine Arbeitssituation nicht. Was ich vermute ist, dass du in seinem Verhalten eine zur Schau gestellte Gleichgültigkeit erkennst, hinter der ein Nichteinverstandensein stecken könnte.

seitdem ist der Kontakt etwas gezwungen (zumindest empfinde ich das so),

dann beobachte doch einmal genauer, und stelle fest, wann er eine zufällig zustande kommende Kontaktaufnahme zu dir abbremst. (Begegnungen, Gespräche in Runden)

er vermeidet z.B. im Gegensatz zu vorher, in meetings den Blickkontakt.

Wenn du ihn andauernd beobachtest (was ihn nicht entgehen wird), vermutet er zurecht eine Erwartungshaltung dahinter, mit der er nichts zu tun haben will. Ein Mißverständnis zwischen Euch, denn willst nur die Info, ob das ok ist was du machst. Vielleicht suchst du seit neuestem zu intensiven Blickkontakt, was ihn stören könnte.

Durch sein momentan eher abweisendes Verhalten habe ich das
Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben und sozusagen
„abgeschrieben zu sein“, bin mir aber keiner Schuld bewußt
(die Initiative ging auch nicht von mir aus, ich war in
Urlaub)

Deine Gedanken könnten ein Stolperstock für dich werden, weil du dich selbst dabei schlecht machst. Halte dir lieber ein paar Möglichkeiten vor Augen:

  1. er ist mies drauf, und es hat nicht mit dir zu tun
  2. er ist nicht einverstanden, dass jemand anderer die Arbeit macht, hat aber nichts mit dir zu tun
  3. er ist mit dir nicht einverstanden, weil du
    a) zu gut bist
    b) nicht gut genug
  4. er ist mit Freundlichkeiten zurückhaltend, weil er abwarten will wie sich das entwickelt, um deine Erwartungshaltung an ihn so gering wie möglich zu halten.

…kann es sein, dass er eigentlich gar keine Verwendung für
mich in seinem Bereich hat und nur überlegt, wie er mir das am
besten beibringt?

Ist das dein Problem?

…oder hätte er von mir irgendwas erwartet?

Sind seine unausgesprochenen Erwartungen an dich dein Problem? Oder hast du beim Einstellungsgespräch behauptet dass du Gedanken lesen kannst?

…oder bin ich überempfindlich?

Ich meine schon, wobei Empfindlichkeit kann eine feine Sache sein, wenn man nicht dabei ins Träumen gerät. Nimm das wahr, was du beobachtest, und vermeide es, dich selbst dabei als ungeliebtes Opfer zu sehen. Du kannst immer Einfluß nehmen und für Aufklärung sorgen, wenn du es brauchst. Die Wahl hast du immer.

Mit ihm reden möchte ich erst mal nicht, denn es wäre mir zu
peinlich, wenn ich völlig falsch liege, obwohl er eigentlich
auf Offenheit Wert legt.

Reden ist vielleicht nicht verkehrt. Das ist nur eine Frage über welches Thema und bei welcher Gelegenheit. In einer offiziellen Situation (Termin bei ihm, mit Angabe des Themas, in seinem Büro) müßtest du ihm wahrscheinlich wirklich komplett deine Beobachtungen und Befürchtungen mitteilen, und könntest irren.
In einer gelegentlichen Situation (10 Min. vorm meeting oder Tee-Küche) könntest du ihm mitteilen, wie es dir bei der Arbeit geht (mal angenommen, es macht dir Spaß, was du tust), und teilst ihm mit, wie motiviert du bist, du dir aber nicht sicher bist willkommen zu sein, was dich ein wenig belastet. Dann steht es ihm frei (sprich er hat die Gelegenheit) darauf zu reagieren. Besser kann man als Untergebene einen Einladung-zum-Gesprächs-Teppich zum Chef nicht ausrollen. Und ab dann solltest dir zuliebe das Wegguck-Getue von deinem Chef ignorieren. Es gibt nämlich Menschen, die wirklich keinen Mumm haben, und lieber ihre Mitmenschen am langen Arm verhungern lassen und sie dadurch gut beherrschen. Werde nicht zu seinem Medium.

Und ich fühle mich aus der Gruppe ausgegrenzt obwohl ich das
objektiv gesehen nicht bin.

wieso aus der Gruppe ausgegrenzt? Reagiert die Gruppe wie er? Na, dann ist dringend ein klärendes Gespräch in der Abteilung mit Chef nötig.

viele Grüße
claren