Chef rechnet falsch ab Minijob, 400 Euro

Hallo zusammen.

Bei mir (Tankstelle) werden Aushilfen auf 400 Euro Basis angestellt.
Die Aushilfen bekommen 6 Euro die Stunde und keine zulagen (Nachtzuschlag oder Wochenendzuschlag).
Alles mündlich ausgemacht.

Jetzt kam heraus das der Chef die Aushilfen auf dem Papier mit 8 Euro und zuschlägen abrechnet. Dazu kommt das die Aushilfen bis auf 400 Euro genau abgerechnet werden ob sie nun 1 Stunde arbeiten oder 50 Stunden. Als der Chef darauf angesprochen wurde druckste er nur herum und konnte keine Vernünftige erklärung dafür geben.
Der Lohn wird in Bar ohne Quittung an die Aushilfen übergeben, sodass man keinen Nachweiß hat.

Hat einer eine Idee was mit dem Geld passiert, weil ich glaube nicht das dieses auf den Konten bleibt.
Was kann man tun um an die richtigen Abrechnungen zu kommen?

Danke für eure Antworten

hallo,
also das klingt ja sehr nach betrug, woher weist du denn, das auf dem papier der betrag von 8,- euro steht?
6 euro stundenlohn ist ja auch extrem wenig.
Ich verstehe auch nicht, wieso die aushilfen keine schriftliche abrechnung erhalten oder fordern oder geht bei denen das geld auch beim finanzamt ( arbeitsamt ) vorbei und die arbeiten schwarz. Ob man den chef zwingen kann in die abrechnungen einsicht zu erhalten weiß ich nicht, da es ja seine abrechnungen sind und er den aushilfen keine gibt, da bin ich überfragt. Wenn du dem chef eins auswischen willst, könntest du wohl nur dem finanzamt einen tip geben, klingt jedenfalls so als ob er bewußt falsch abrechnet um in seine tasche zu wirtschaften.
gruß koni

Genau kann ich Dir auch keine Antwort dazu geben.
Weiß nur, habe auch schon mal auf 400,00 Euro gearbeitet. Wo gibt es denn sowas, er muss Dir monatlich eine schriftliche Abrechnung geben.

Das ist zufällig aufgefallen weil eine Aushilfe die Abrechnungen verlangt hatte um bei einem Amt unterstützung anzufordern.
Darauf hin hat er erst nur eine Verdienstbescheinigung bekommen auf dem die Monatlichen Verdienste aufgeführt waren.
Daraufhin wurde eine genaue Abrechnung für jeden Monat verlangt. Auf dieser Standen dann diese Zahlen.
Und wie schon beschrieben konnte der Chef keine Erklärung abgeben was das soll und druckste nur rum.

Hallo, jeder Minijob muss bei der Bundesknappschaft gemeldet werden. Also einfach mal nachfragen, wer da eigentlich angemeldet ist. Viele Grüße

Hallo Arbeitstier 66,

zunächst einmal gehe ich davon aus, daß Du selbst eine der Aushilfskräfte an der Tankstelle bist (bei mir [Tankstelle] werden …, könnte auch den Anschein erwecken, Du bist selbst Chef der Tankstelle)!

Rechnet der Chef eine Minijob mit € 400,00/ Mon. ab und zahlt der Aushilfe z. B. lediglich € 200,00 aus, so m u ß er sich die Differenz auf die „eigene Tasche tun“!
Alles andere wäre schlichtweg blöd, weil er sonst die betreffenden € 200,00 als Lohnverbindlichkeit in den Büchern stehen hätte.

Mit einer solchen Vorgehensweise betreibt der Chef schlichtweg Steuerhinterziehung.

Durch die „Bezahlung“ von z. B. Nachtzuschlägen, kann der Chef die einschlägig bekannten € 400,00 sogar noch überschreiten, soweit derartige Zuschläge auch tatsächlich steuerfrei sind. Steuerfreie Zuschläge unterliegen nämlich auch nicht der Pauschalabgabe von 30% an die Minijobzentrale (Bundesknappschaft Bahn See in Bochum).

Der Chef bekommt nur dann Probleme, wenn eine Aushilfe ihre persönliche Jahresmeldung bei der Minjobzentrale anfordert (unter Angabe der persönlichen Rentenver-sicherungsnummer bzw. ggfls. der neuen ID-Nummer).
Weist diese Jahresmeldung einen höheren Betrag aus als der Aushilfe tatsächlich ausgezahlt wurde, so könnte die Aushilfe damit zum Finanzamt gehen und den Chef anzeigen.

Was die Frage nach den (Lohn-)Abrechnungen angeht, so hast Du einen Anspruch darauf!!!
Solche Abrechnungen werden auch zweifelsohne erstellt, weil die monatlichen Meldungen an die Minijobzentrale per Computer online erfolgen, und zwar automatisch aus dem Lohnabrechnungsprogramm heraus.

Bei einer Steuerprüfung wird der Chef wahrscheinlich noch zusätzliche Schwierigkeiten bekommen, wenn er keine Quittungen über die ausgezahlten Lohnbeträge vorlegen kann.

Mal ganz abgesehen von dem strafrechtlichen Tatbestand der Steuerhinterziehung, muß der Chef ganz schön dumm sein, weil sich diese Trickserei einfach nicht rechnet!

Nehmen wir einmal an, der Chef hat so viele Aushilfen, daß er je Monat eine abrechnen kann, der er nichts auszahlen muß und sich das Geld selbst „auf die Tasche tut“.

Er rechnet € 400,00 ab und muß dafür 30%, also € 120,00, an die Minijobzentrale abführten. Seine steuerlichen Kosten belaufen sich also auf € 520,00 (400,00 + 120,00 €).
Wenn der Chef mit seiner Tankstelle einen persönlichen Steuersatz von z. B. 30% hat, dann zahlt er 30% von 520 €, also €156,00 weniger an Steuern.
Da er aber 120,00 € an die Minijobzentrale zahlen musste, ohne tatsächlich Lohn an eine Aushilfe gezahlt zu haben, verdient er letztlich nur € 36,00 (156,00 € Steuerersparnis abzüglich € 120,00 an Minijobzentrale).

Die € 400,00 „getürkter Aushilfslohn“ spielen dabei überhaupt keine Rolle; die € 400,00 gehören dem Chef doch so oder so, ob er sie nun in der linken oder in der rechten Hosentasche hat. Der echte geldliche/ finanzielle Vorteil (Liquidität) legt ausschleßlich in den € 36,00 pro Monat bzw. mal 12 = € 432,00/ Jahr.

Wer sich dafür eine derartige Laus in den Pelz setzt, der muß schon sehr schlecht beraten sein.

Beste Grüße

maasterp

Erst mal Danke für die Antwort.

Aber ist es nicht so, wenn man selbst nur angestellter seiner Tankstelle ist (GmbH), und der Lohn den man selbst bekommt, durch den Konzern vorgegeben ist, dass dies doch ein ganz guter Nebenverdienst ist, da man das Gehalt ja im Prinzip nicht aus eigener Tasche zahlt.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Achso, ich selbst bin nicht der Chef.

Danke für Antworten

Acho und warum wird das überhaupt gemacht wenn es nur so einen minimalen Vorteil bringt.

Hallo Arbeitstier66,

maßgeblich bei Deinem Hinweis ist, wem die GmbH gehört!

Gehört die GmbH dem Chef selbst, so ändert sich die finazielle Auswirkung n i c h t !!!
Die steuerliche Abrechnung ist nur komplizierter. Gewinnbesteuerung bei der GmbH (Körperschaftsteuer) und anschließende Anrechnung (bei Ausschüttung) beim Gesellschafter der GmbH (dem Chef ???) in seiner persönlichen Steuererklärung.

Gehört die GmbH jedoch einem Konzern und nicht dem Chef selbst, dann liegt sicherlich nach wie vor Steuerhinterziehung vor; anderseits wird der Konzern (Arbeitgeber des Chefs) betrogen.

Beste Grüße

maasterp

Hallo maasterp

Die GmbH gehört dem Chef.
Was ich dann allerdings noch nicht verstehe ist warum der Aufwand überhaupt betrieben wird, wenn es doch keine großen Finanziellen Vorteile gibt?

Grüße

Hallo Arbeitstier66,

wenn der Chef n i c h t Eigentümer der GmbH ist, dann hat er natürlich die € 400,00 für sich und verursacht bei dem Konzern noch zusätzlich die 120,- € Abgaben an die Minijobzentrale.

Es rechnet sich nur dann nicht, wenn dem Chef die Tankstelle, ob nun GmbH oder nicht, selbst gehört. Dann sind die 400,00 € so oder so sein eigenes Geld.

Beste Grüße

maasterp

Hallo Arbeitstier66,

wahrscheinlich ist es so, daß der Chef selbst nicht begreift was er tut. Die Fakten sind allerdings eindeutig.

Beste Grüße

maasterp

Guten Tag,
das schaut aus, als ob das Finanzamt betrogen wird!
Ich denke bei Deinem Fall,wird nicht sehr viel rauskommen. Wenn auch mündlich , sechs Euro sind ausgemacht.Trotzdem sollte ein Anwalt eingeschaltet werden, da alles nicht koscher ist.

Einen schönen Tag

Dem Beitrag, bzw. den Beiträgen von „maasterp“ ist nichts mehr hinzuzufügen.

Hallo,
mir ist nicht so ganz klar, welche Rolle du dabei hast. Bist du auch angestellt als Minijober? Meine Vermutung ist, dass die Differenz zwischen den 400 Euro auf der Rechnung und dem ausgezahlten Geld auf einem Schwarzgeldkonto des Chefs landet.
Wofür brauchst du die richtige Abrechnung?

Die Aushilfen bekommen 6 Euro die Stunde und keine zulagen
(Nachtzuschlag oder Wochenendzuschlag).
Alles mündlich ausgemacht.

Jetzt kam heraus das der Chef die Aushilfen auf dem Papier mit
8 Euro und zuschlägen abrechnet. Dazu kommt das die Aushilfen
bis auf 400 Euro genau abgerechnet werden ob sie nun 1 Stunde
arbeiten oder 50 Stunden.
Der Lohn wird in Bar ohne Quittung an die Aushilfen übergeben,
sodass man keinen Nachweiß hat.

Hallo,

ich gehe davon aus, dass der Chef sich so die Differenzen selbst auszahlt oder eben Schwarzgeld wäscht. Auf die Abrechnungen zahlt er voll Sozialabgaben an die Bundesknappschaft, so dass der höhere Stundenlohn diesen Beitrag nur erhöht.

Sie können auf eine Quittung pochen und eine Abrechnung verlangen, jedoch sieht es nicht so aus, als ob der Chef dort mitspielen wird. im Zweifelsfalle sollten Sie sich evtl. an die Bundesknappschaft (Minijobzentrale) wenden.

Alles, was Sie beschreiben, erscheint mir nicht gesetzmäßig.

Grüße
gorbes

Hallo,

zunächst müssen Aushilfen bei der Knappschaft gemeldet werden. Der Aushilfe muss ein Nachweis über An-bzw. Abmeldung ausgehändigt werden. Nützliche Hinweise findet man auf der Homepage der Bundesknappschaft, auch über Recht und Pflichten der Minijobber. Man kann sich auch die entsprechenden Broschüren schicken lassen.
Wer bitte schön, lässt sich entlohnen ohne eine Quittung oder Nachweis? Dann könnt ihr gleich schwarzarbeiten. Kläre erst einmal ab, wie ihr gemeldet seit. - Das hat auch versicherungstechnische Gründe. Wie der Chef das Geld hin - und herschiebt kann man nur mutmaßen. Tipp: Findet heraus, wer eure Buchhaltung macht. Vielleicht ist dies ein Möglichkeit hier mal nachzufragen wie und ob ihr überhaupt angemeldet seit. Wenn ja gibt es auch Lohnunterlagen.

Viel Erfolg

Leider kann ich nicht helfen.

Ich denke, das geht nicht mit rechten Dingen zu, habe aber leider keine Tips oder Vorgehensweisen für Dich.

Sorry!

Hallo,

ich würde Ihnen raten sich aus dieser Sache rauszuhalten da sonst Ihr Job in Gefahr ist.

Gruß