Chef zwingt zur Kündigung

Hallo an alle, die sich die Zeit nehmen hier mal reinzuschauen :smile:
Ich werd das ganze so kurz wir möglich halten.
Ich arbeite seit 2002 in einem Lebensmittelmarkt. Dieser wurde im Frühling privatisiert. Nach knappen 7 Wochen Ausfall (Krankheitsbedingt) habe ich heute wieder angefangen zu arbeiten. Natürlich wurde ich direkt ins Büro gerufen und mir wurde vom Chef gesagt „Entweder, Sie kündigen unverzüglich und suchen sich einen anderen Job oder ich mache Ihnen das Leben zur Hölle!“.

Wie kann ich nun reagieren, was kann ich tun?

Hallo Dani,

wende dich bitte an deinen zuständigen Betriebsrat. Wenn er dich unbedingt raushaben will, dann soll er dich doch kündigen aber „das Leben zur Hölle machen“ nur weil du nichts freiwillig kündigst, ist Mobbing.
Du solltest mit ihm auch nochmal das Gespräch suchen.

Hier schonmal was vorbeugendes, falls es so weit kommen sollte:

http://www.onpulson.de/themen/1788/mobbing-am-arbeit…

Ich an deiner Stelle, würde direkt zum Arbeitsgericht laufen und die Sachlage schildern. Das ist Erpressung und absolut für Ihn nicht möglich, dich zur Kündigung zu zwingen! _ Oh gott ! Oh Gott…

Hallo Dani,
ich weiß nicht was für ein Mensch dein Chef ist,so wie Du schilderst, kann man ja Angst vor so einem bekommen.Selber kündigen würde ich auf keinen Fall. Wenn er Dich unbedingt loswerden will,muss er Dich kündigen. Ich kenne das, wenn der Chef so ein Druck macht. Ich war auch in der Situation in diesem Jahr, und ich habe einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Ich habe eine Einigung mit meinem Chef getroffen, und das war es dann für mich. Vielleicht wäre das eine Option für Dich, vorausgesetzt, Du bist Rechtschutzversichert. Ich habe dann eine ordentliche Kündigung bekommen, so das mir auch keine Nachteile in Bezug auf Arbeitslosengeld entstanden sind. Deinen jetzigen Job kannst Du glaube ich vergessen. Oder hast Du Nerven aus Draht ??

Gruß
Schnucki

Hallo,

zuerst mal: keinesfalls selbst kündigen!! zu viele Nachteile! ALG-Sperre, entsprechende Fragen bei Bewerbungen, auch die Jobsuche ist einfacher, wenn man noch in einem Job ist etc… Übrigens: bei Bewerbungen auf andere Jobs auasschliesslich persönliche Gründe nennen! Niemals auf Probleme mit dem jetzigen Arbeitgeber verweisen!!

Bei zukünftigen Gesprächswünschen des Chefs immer unbedingt darauf bestehen, dass ein Betriebsratsmitglied dabei ist (darauf haben Sie Anspruch). Wenns keinen Betriebsrat gibt oder der grade nicht da ist, eine andere Person des persönlichen Vertrauens bitten, sich dazuzusetzen. Dann immer anschliessend „Gedächtnisprotokolle“ der Gespräche anfertigen und von Zeugen (s.o.) gegenzeichnen lassen.
Wenn es Betriebsrat gibt, dann den informieren über das gewesene Gespräch.
Darüberhinaus gilt natürlich: besonders aufmerksam sein und sich nichts zu schulden kommen lassen. Besondere, fragwürdige oder sonstwie auffällige Anweisungen des Chefs schriftlich geben lassen (ggf. nachträglich) oder alternativ auch hier „Gedächtnisprotokolle“ anfertigen. Ansonsten 4-Augen-Situationen mit dem Chef nach Möglichkeit vermeiden, immer in hörweite von Kollegen aufhalten.
…und natürlich: nach einer Job-Alternative suchen.
Manchmal kann es auch angesagt sein, ein Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber zu verlangen (am besten schriftlich bei der Personalabteilung). Und gewerkschaftlichen Beistand suchen. Eventuell einer Gewerkschaft beitreten. Auch wegen Rechtsschutz bei möglichen Arbeitrechtsverfahren.
Viel Glück!

Hallo Dani142,

es gibt sie also immer wieder… diese „Chefs“. Dieser hat es hald knallhart gesagt, andere verpackens gekonnt in „Watte“, meinen aber dasselbe!

Also, erstmal rate ich dir, dass du bei ALLEN Gesprächen mit diesem „Chef“ einen Zeugen dabei hast. Er wird wohl immer Zeugen dabei haben, wenns um Dinge geht, in denen er gut beraten ist, einen Zeugen zu haben. Bei der Aussage, die er aktuell dir gegenüber gemacht hat, wird wohl kein Zeuge dabei gewesen sein!?
Mach auch keine Äußerungen im Beisein von Zeugen, die dich später belasten könnten, wie z.B. dass er DIR kündigen soll.
Punkt 1: auf KEINEN FALL selbst kündigen!
Grund: du bekommst 3 Monate Sperre beim Arbeitsamt!
Ausser, du hast bereits einen neuen Job SICHER in der Tasche, dann kannst selbst kündigen.
Punkt 2: warten auf die Kündigung vom Chef und daraufhin sofort Kündigungsschutzklage einreichen beim Arbeitsgericht.
Grund: nur so bekommst du erstens Arbeitslosengeld und zweitens obendrauf evtl. noch eine Abfindung.
Dort weiterarbeiten würde ich nun nicht mehr, geht unter diesen Umständen wohl kaum noch. Such dir einen Arzt deines Vertrauens, am besten für die Psyche (die sicher nun auch angeschlagen ist). Dem Arzt kannst du alles erzählen! Lass dich krank schreiben, solange, bis es deinem „Chef“ zu blöd wird. Mein Rat hört sich schon krass an, aber glaub mir, anders gehts nicht…

Ich drück dir die Daumen, man muss sich sowas nicht an den Kopf schmeissen lassen!
Kopf hoch :wink:

Grüße
Hubel

Sehr geehrte Fragerin herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. Sie haben ein echtes Problem. Sie arbeiten seit 2002 auf dieser Arbeitsstelle. Sicher verfügen Sie auch über ein gutes Maß an Lebenserfahrung und Realismus. Selbst kündigen würde ich nicht. Der Ärger mit dem Arbeitsamt ist programmiert. Wie stark sind Sie? Sie können sich rausklagen lassen und wenn nötig durch alle Instanzen. Der Kontakt zu einer Gewerkschaft verschafft Ihnen mehr Wisse, Zeit und neue Einsichten. Bemühen Sie sich um ein Gespräch. In dieser Zeit sehen Sie sich nach einem geeigneten Arbeitsplatz um. Es ist schwer, die vergiftete Situation, mit Ihrem Chef zu klären. Mit freundlichen Grüßen.

Hallo Dani142,

auf gar keinen Fall selber kündigen.

Wenn ihr Chef meint er müsste Sie moppen, dann gehen Sie wieder zum Arzt sagen Ihm das und lasssen sie sich gegebenfalls wieder krank schreiben.

mfg
Angela06

wurde vom Chef gesagt „Entweder, Sie kündigen unverzüglich und
suchen sich einen anderen Job oder ich mache Ihnen das Leben
zur Hölle!“.

Wie kann ich nun reagieren, was kann ich tun?

Hallo,

lass dich keines Falls unter Druck setzten. Wenn Du kündigst, dann hast du Probleme, Arbeitslosengeld zu bekommen und büßt auch die Abfindung („Für die Bemessung der Abfindung gibt es allerdings eine „Messlatte“, nämlich die so genannte „Regelabfindung“. Diese beträgt ein halbes Bruttomonatseinkommen pro Beschäftigungsjahr“) ein.

Daher: krankheitsbedingt - ist es eine Krankheit, die auch weiterhin „vorgeschoben“ werden kann? … Falls nicht - dreh den Spieß um - sei weiterhin krank, wenn es dir zuviel wird. Das kostet ihn viel Geld (er muss Gehalt + Nebenkosten weiter zahlen) und du bist nicht auf Arbeit um dich mobben zu lassen.

Ggf. wenn das Mobbing einsetzt - gehe zum Arzt und die schreiben dich daraufhin krank. Hier ist auch der Vorteil, dass du das, wenn du das Mobbing vorm Arbeitsamt nachweisen kannst (Attest vom Arzt), keine Sperrung bekommst.

Und - wenn das Mobbing nachgewiesen wird - erhältst du - mit einem guten Anwalt - eine höhere Abfindung!!!

Lass dich keinesfalls „rausekeln“!!!

Viel Glück!!!

Hallo,
… schwierige Frage. Wie genau man hier reagieren sollte kann ich auch nicht beantworten.
Persönlich würde ich auf so eine Drohung gar nicht groß reagieren. Zumindest würde ich um einen Gesprächstermin bitten um zu erfragen WARUM gekündigt werden soll.
Ansonsten Vorsorge treffen um ggf. Nachweise für „das-Leben-zur-Hölle-machen“ sprich Mobbing zu sammeln - aufzuzeichnen, wie auch immer und gleichzeitig Rat bei einem Anwalt für Arbeit suchen.
mfg

hallo
weil das komplex ist wegen der krankheit nimm dir einen anwalt.
gruss