Mehr oder weniger durch Zufall haben wir nach der ambulanten OP unserer Tochter mitbekommen, dass der Chefarzt der die OP machen sollte gar nicht operiert hat. Dennoch hat der Chefarzt nun eine Chefarztrechnung gestellt. Die Umstände im Krankenhaus (also das Verhalten vor Ort), könnten schon eine betrügerische Absicht vermuten lassen. Da ich aber noch an das Gute glaube
warte ich derzeit noch auf Feedback vom Krankenhaus, würde aber gerne mal eure Meinung wissen. Hier eine Zusammenfassung:
-
Am Tag der OP-Vorbesprechung (1 Tag vor der OP) hatten wir unser OP-Vorgespräch mit Fr. Dr. Müller (Name geändert), welche uns mehrfach darauf Hinwies, dass die OP am Folgetag vom Chefarzt (Hr. Dr. Meier (ebenfalls Name geändert)) durchgeführt wird. Zum Abschluss des Vorgespräches hat der Chef zwar kurz „Hallo“ gesagt, aber keine Leistung erbracht, das Kind noch nicht einmal angefasst und für ein „Hallo“ muss man ja wohl (hoffentlich) nichts bezahlen.
-
Am Tage der Operation gingen wir davon aus, dass die OP auch vom Chef durchgeführt wird, zumal dies am Vortag wiederholt (fast schon nervig) im Vorgespräch betont wurde. Auch nach der OP gingen wir noch davon aus, dass dem so gewesen sei. Erst bei einem Gespräch zwischen den Schwestern im Aufwachraum, kam zur Sprache, dass unsere Tochter von Fr. Dr. Müller operiert wurde. Da uns dies merkwürdig vorgekommen ist, haben wir nochmals nachgefragt und bekamen bestätigt, dass es Fr. Dr. Müller gewesen sei, welche operiert hat.
-
Kurz vor unserer Entlassung aus dem Krankenhaus versuchte die Schwester des Aufwachraumes den Operateur (Fr. Dr. Müller) zu erreichen, damit eine Abschlussuntersuchung gemacht werden kann. Wir erhielten die Auskunft, dass sich Fr. Dr. Müller derzeit in einer OP befindet und diese eine Kollegin vorbei schickt, damit wir nicht unnötig lange zu warten haben.
-
Erschienen ist eine Assistenzärztin, welche die Abschlussuntersuchung vorgenommen hat und Herrn Dr. Meier für seine Abwesenheit damit entschuldigt hat, dass dieser sich gerade im OP befindet und sie geschickt hätte, damit wir nicht so lange warten müssen. Merkwürdig!?!? So hat die Schwester des Aufwachraumes doch den tatsächlichen Operateur (Fr. Dr. Müller) entschuldigt.
-
Ich fragte umgehend auch die Assistenzärztin wer denn eigentlich operiert hätte? Diese bestätigte mir, dass der Chef operiert hätte und wiederholte die zuvor genannte Entschuldigung. Da wir an diesem Tag uns mehr um unsere Tochter gesorgt hatten, habe ich eine Debatte an dieser Stelle vermieden und nicht widersprochen.
-
Als die Assistenzärztin wieder weg gewesen ist, habe ich nochmals die Schwester des Aufwachraumes gefragt wer denn nun eigentlich operiert habe. Diese bestätigte mir erneut und wesentlich glaubwürdiger, dass es sich um Fr. Dr. Müller gehandelt habe. Die Glaubwürdigkeit untermauerte Sie damit, dass sie mir den OP-Bericht zeigte, welche eindeutig Fr. Dr. Müller als Operateur ausgewiesen hat. Auch in der Spalte zu anderen Ärzten, welche anwesend waren, ist kein Hr. Dr. Meier aufgeführt. (Ich habe die entscheidende Information dieses Berichtes abfotografiert).
Meine Frage lautet nun, ob hier tatsächlich Chefarzt verkauft wird, wo gar keiner drin ist, oder ob es sich einfach um ein Missverständnis handelt???
Ergänzend die Info, dass Frau Dr. Müller Oberärztin und nicht die Chefärztin ist. Der Chefarzt Dr. Meier stellt uns nun aber die Privatrechnung obwohl der das Kind noch nicht einmal angefasst hat. Wir sind privat versichert und die Versicherung hat die Wahlleistungen inklusive, es geht uns hierbei auch nicht um den Rechnungsbetrag, sondern um das Prinzip. Der Chefarzt Dr. Meier war an diesem Tage im Haus, hat auch den Arztbrief über die Assistenzärztin weitergeben lassen. Hat sich aber nicht einmal bei uns blicken lassen.