Liebe/-r Experte/-in,
Ich hätte folgende Fragen:
1.Was unterscheidet die Chemie von der Alchemie?
Die Alchemie war/ist eine Wissenschaft, deren Ziel es war unedle Metalle, primär Blei in Gold umzuwandeln. Dieser Vorgang sollte mittels des „Steins der Weisen“ möglich sein. Der Alchemie verdankt man auch heute noch viele chemische Erkenntnisse.
Die Chemie selber beschäftigt sich mit der Umwandlung von Stoffen und ist im Prinzip die wissenschaftliche Fortsetzung der Alchemie, ohne abergläubische Anhängsel wie Mondphasen oder ähnliches.
2.Viele Anwendungen der Chemie bringen sowohl Vorteile
und Nachteile, können sie mir 2 Bsp. nennen?
Bsp1: Die Entschlüsselung des Struktur des Opiums
Vorteile: Durch die Kenntnis der Opioidstruktur ist es möglich Schmerzmittel herzustellen, die in ihrer Wirkung die des Opiums weit übertreffen und heute in der Medizin vielfach in der Schmerztherapie angewendet werden.
Nachteile: Durch die Kenntnis der Opioidstruktur ist die synthetische Herstellung von opioiden Drogen erst möglich.
2. Bsp.: Die Herstellung von Sprengstoffen (Erfindung von Dynamit durch Alfred Nobel):
Vorteile: Sprengstoffe sind wirtschaftlich sehr wichtige Substanzen, bei der Bildung von Infrastruktur, zum Bau von Tunneln, Bergbau, Abriss von Gebäuden und ähnlichem.
Nachteile: Ohne Sprengstoffe wären viele Attentate gar nicht möglich gewesen.
3.Warum kann man einzelnen Teilchen keinen
Aggregatzustand zuordnen?
Der Aggregatzustand bezeichnet immer die Beziehung von Teilchen untereinander, wie in der nächsten Antwort hoffentlich deutlich wird.
Wann ist der Aggregatzustand definiert?^^
Man unterscheidet drei Aggregatzustände:
Fest: Alle Teilchen sind untereinander fest verbunden, sie befinden sich in einer geordneten (!) Packung. Die Bewegungen der Teilchen sind dabei auf Schwingungen um ihre Ruhelage beschränkt, ihre Wechselwirkungen sind hierbei maximal.
Flüssig: Die Teilchen sind untereinander verbunden, aber ungeordnet, ein Teilchen kann innerhalb der Flüssigkeit prinzipiell an jede Stelle wandern, aber die Teilchen üben untereinander starke Wechelwirkungen aus.
Gasförmig: Die Teilchen sind untereinander nicht mehr verbunden und haben sehr großen Abstand zueinander (1 mol in über 24 Litern) und ihre Wechselwirkungen sind minimal und im Idealfall (der nur theoretisch existiert) nicht mehr vorhanden.
4.Wenn man Leitungswasser erwärmt , so steigen Gasblasen
auf, lange bevor die Siedetemperatur des Wassers erreicht
ist, wie kann man das verstehen??
Der Übergang von einem Aggregatzustand zu einem anderen ist ein fließender Prozess. Um einen Teilchenverbund (fest oder flüssig) verlassen zu können benötigt ein Teilchen eine bestimmte Menge Energie, aber nicht jedes Teilchen errreicht diesen Zustand gleichzeitig, sondern einige schneller und andere langsamer (zufällige Verteilung), je wärmer das Wasser wird, desto mehr Teilchen erreichen die benötigte Energie um die Flüssigkeit zu verlassen, diese sehen wir als Gasblasen aufsteigen. Das wir das sehen können liegt aber nur daran dass wir durch das erhitzen des Wassers so große Energiemengen zur Verfügung stellen, selbst aus Eis steigt in sehr geringen Mengen Wasserdampf auf weil einige wenige Moleküle die benötigte Energie dazu erreichen.
Ich danke Ihnen vielmals für die grosse Hilfe
Mit freundlichen Grüssen
Aurelio
Ich hoffe ich konnte mit den Antworten weiterhelfen, sollte noch irgendetwas unklar sein, dann scheuen Sie sich bitte nicht einfach nachzufragen,
Liebe Grüße,
Dennis