Hallo!
Ich habe einen Fragebogen auszuwerten. Bei zwei Fragen scheitere ich jedoch: Diese sind offen formuliert, in SPSS codiert heißen die vier Möglichkeiten 1=1 richtig, 2=2 richtig, 3=3 richtig, 4=falsch.
Wenn ich nun diese Werte für den ersten Fragebogen auszählen lasse, kommt z. B. für 1 richtig 5 Werte, für 2 richtig 12 Werte, für 3 richtig 10 Werte und für falsch 2 Werte. Normalerweise würde ich das ja unter Nichtparametrische Tests, Chi², bei Values eingeben. Wenn ich das mache, passiert es allerdings, dass ich ein Chi von 0 bekomme bei einer hohen Signifikanz (auch 0). Das Problem scheint zu sein, dass bei den Vergleichswerten nur noch Werte für 3 richtig und für falsch rauskommen.
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte, dass Chi² hier 0 wird? Bzw. wie ich das rechnen kann? Es geht darum, dass der Fragebogen dreimal ausgefüllt wurde und es soll getestet werden, ob sich eine Veränderung zwischen ersten und zweiten bzw. ersten und dritten Fragebogen ergeben hat.
Danke schön.
Fanny
Hallo, Fanny,
Normalerweise würde ich das ja unter Nichtparametrische Tests,
Chi², bei Values eingeben.
was meinst Du mit „das“? Unter „Values“ werden beim Chi-Quadrat-Tests in SPSS die erwarteten Häufigkeiten für die Kategorien eingetragen, beginnend mit der Kategorie mit dem kleinsten Wert (in diesem Fall „1“) und aufsteigend bis zur Kategorie mit dem größten Wert (in diesem Fall „4“). Wenn Du dort die beobachteten Häufigkeiten für die Kategorien einträgst, dann nimmt SPSS an, die beobachteten Häufigkeiten seien die erwarteten Häufigkeiten und logischerweise (Formel für Chi-Quadrat!) folgt daraus ein Chi-Quadrat-Wert von Null.
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte, dass Chi² hier
0 wird? Bzw. wie ich das rechnen kann? Es geht darum, dass der
Fragebogen dreimal ausgefüllt wurde und es soll getestet
werden, ob sich eine Veränderung zwischen ersten und zweiten
bzw. ersten und dritten Fragebogen ergeben hat.
Heißt „3 Richtige“, daß bei jeder Befragung 1 Richtiger = 3 Richtige bei allen drei Befragungen ist? 08/15 würde ich die Rohdaten pro befragter Person pro Erhebung eingegeben: also drei Variablen, wobei jede Variable 0-1 codiert ist. Anschließend könnte man auf Erwartungswertunterschiede zwischen den Erhebungen testen.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Hallo Oliver,
Heißt „3 Richtige“, daß bei jeder Befragung 1 Richtiger = 3
Richtige bei allen drei Befragungen ist? 08/15 würde ich die
Rohdaten pro befragter Person pro Erhebung eingegeben: also
drei Variablen, wobei jede Variable 0-1 codiert ist.
Anschließend könnte man auf Erwartungswertunterschiede
zwischen den Erhebungen testen.
Drei Richtige heißt, es gibt in jedem Fragebogen, zu jedem der drei Messzeitpunkte t1, t2 und t3 die Möglichkeit, die Frage auf vier ARten zu beantworten. Falsch, mit einer richtigen Antwort, mit zwei, mit drei.
Wenn ich das nun in drei Variablen transformiere, mit welchem Test und wie kann ich dann zwischen den drei Erhebungszeitpunkten testen? Müsste ich dann nicht viel zu oft testen?
Oder war damit nur gemeint, für t1 eine Variable, für t2 eine Variable, für t3 eine? Das geht leider nicht, da ich mit der 0-1 Codierung wichtige Informationen verliere.
Wäre für eine Lösung sehr dankbar, da mir einfach nichts mehr einfällt.
Liebe Grüße
Stefanie
Hallo, Stefanie,
Drei Richtige heißt, es gibt in jedem Fragebogen, zu jedem der
drei Messzeitpunkte t1, t2 und t3 die Möglichkeit, die Frage
auf vier ARten zu beantworten. Falsch, mit einer richtigen
Antwort, mit zwei, mit drei.
Wie wäre es, wenn Du zu jedem Meßzeitpunkt eine Variable bilden würdest, die angibt, ob jemand 0 Richtige, 1 Richtigen, 2 Richtige oder 3 Richtige hat?
Wenn ich das nun in drei Variablen transformiere, mit welchem
Test und wie kann ich dann zwischen den drei
Erhebungszeitpunkten testen?
Erster Gedanke: Varianzanalyse mit Meßwiederholung.
Ist Dein N = 29?
Oder war damit nur gemeint, für t1 eine Variable, für t2 eine
Variable, für t3 eine? Das geht leider nicht, da ich mit der
0-1 Codierung wichtige Informationen verliere.
Ich hatte die Möglichkeit in Betracht gezogen, daß Deine Variable die über alle drei Meßzeitpunkte aggregierten Ergebnisse enthält. Aber so ist es anscheinend nicht.
Beste Grüße,
Oliver
Hallo Oliver,
Wie wäre es, wenn Du zu jedem Meßzeitpunkt eine Variable
bilden würdest, die angibt, ob jemand 0 Richtige, 1 Richtigen,
2 Richtige oder 3 Richtige hat?
Habe ich das nicht im Prinzip? Ich habe eben als Antwort, 1 Richtiger, 2 Richtige, 3 Richtige, falsch. Welchen Gewinn hätte ich, wenn ich statt falsch auf 0 Richtige codieren würde?
Erster Gedanke: Varianzanalyse mit Meßwiederholung.
Ist Dein N = 29?
Wie mach ich eine Varianzanalyse mit Meßwiederholung?
N(t1)=45, N(t2)=45, N(t3)=27. Liegt vielleicht hier das Problem?
Gruß
Stefanie
Hallo, Stefanie,
Habe ich das nicht im Prinzip? Ich habe eben als Antwort, 1
Richtiger, 2 Richtige, 3 Richtige, falsch. Welchen Gewinn
hätte ich, wenn ich statt falsch auf 0 Richtige codieren
würde?
würdest Du jemandem mit 0 Richtigen 4 Punkte geben, jemandem mit 3 Richtigen aber nur 3 Punkte? Wenn ja, dann würde der Mittelwert für diejenigen, die alles falsch gemacht haben, höher sein als für diejenigen, die alles richtig gemacht haben. Kann sinnvoll sein, muß aber nicht. Ich würde prüfen, ob Deine Codierung inhaltlich sinnvoll ist, sprich: zu Deiner inhaltlichen Fragestellung paßt.
Erster Gedanke: Varianzanalyse mit Meßwiederholung.
Ist Dein N = 29?
Wie mach ich eine Varianzanalyse mit Meßwiederholung?
N(t1)=45, N(t2)=45, N(t3)=27. Liegt vielleicht hier das
Problem?
Das Problem lag zunächst bei der ungünstigen Eingabe der „Values“ für den Chi-Quadrat-Test.
Wenn Du nun eine Varianzanalyse mit Meßwiederholung machen wolltest, würden die Personen, für die nicht zu allen drei Zeitpunkten Daten vorliegen, aus der Analyse herausgenommen werden, so daß sich der Stichprobenumfang verkleinert. Du hättest dann maximal Daten von 27 Personen, die in die Analyse eingehen würden.
Welche Auswertungsstrategie für Deine Daten die beste ist, hängt wesentlich von den inhaltlichen Fragestellungen ab, denen Du nachgehen möchtest.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo!
würdest Du jemandem mit 0 Richtigen 4 Punkte geben, jemandem
mit 3 Richtigen aber nur 3 Punkte? Wenn ja, dann würde der
Mittelwert für diejenigen, die alles falsch gemacht haben,
höher sein als für diejenigen, die alles richtig gemacht
haben. Kann sinnvoll sein, muß aber nicht. Ich würde prüfen,
ob Deine Codierung inhaltlich sinnvoll ist, sprich: zu Deiner
inhaltlichen Fragestellung paßt.
Klar, das klingt einleuchtend. Stellt sich nur die Frage, ob ich bei SPSS überhaupt Null als Wert eingeben kann, oder ob es dann als Missing wertet?
Vielen, vielen Dank. War grade schon dabei, das Chi² per Hand zu rechnen…
Gruß Stefanie
Hallo, Stefanie,
Klar, das klingt einleuchtend. Stellt sich nur die Frage, ob
ich bei SPSS überhaupt Null als Wert eingeben kann, oder ob es
dann als Missing wertet?
ja, man kann bei SPSS Null als Wert eingeben und SPSS betrachtet die Null tatsächlich als Null und nicht als fehlenden Wert (es sei denn, man hat Null als Indikator für fehlende Werte definiert).
Viel Erfolg.
Beste Grüße,
Oliver
Hallo
ja, man kann bei SPSS Null als Wert eingeben und SPSS
betrachtet die Null tatsächlich als Null und nicht als
fehlenden Wert (es sei denn, man hat Null als Indikator für
fehlende Werte definiert).
Ich habe das jetzt gemacht und bekomme t-Werte von -5,205, -4,158 und 1,285. Kann das stimmen? Im Prinzip habe ich ja jetzt aus kategorialen Werten intervallskalierte gemacht. Ist das ok?
Gruß
Stefanie
Hallo,
schreib mir bitte eine Mail, in der Du genau beschreibst, was Du gemacht hast.
Grüße,
Oliver