Chili und Schokolade

Hallo!

Gibt es irgendwelche Richtwerte, wieviel Chili in die Schokolade kann? Oder läuft alles nur auf Try-and-Error und vorsichtiges herumprobieren. Ziel soll es sein, der Schokolade, Kuchen, Nachtisch, Pralinen… einen leichten scharfen Unterton zu vermitteln. Dummerweise kennt man in der Regel nie die Schärfte der vorliegenden Chilischoten, sodass man ganz schön daneben langen kann.

Aktuelles Beispiel: In eine Marmelade sollte 2 Schoten rein. In weiser Voraussicht habe ich gleich 3 verwendet und immer noch keinen Effekt erzielt.

Weiß hier jemand einen brauchbaren Rat aus der Praxis? Wie machen es die großen (Pralinen)Köche?

Gruß
Falke

Hallo,

Gibt es irgendwelche Richtwerte, wieviel Chili in die
Schokolade kann?

nein, woher auch. Zwischen Gemüsepaprika und Bhut Jolokia liegen 1 Mio. Scoville-Einheiten http://de.wikipedia.org/wiki/Scoville-Skala

Ohne die Chilisorte (und letztlich auch die Kakaosorte) zu kennen, kann man dazu nichts sinnvolles sagen.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

Ohne die Chilisorte (und letztlich auch die Kakaosorte) zu
kennen, kann man dazu nichts sinnvolles sagen.

Ist klar! Aber gehen wir einfach mal von unserem 08/15-Chili aus, den es in 99,987 % der dt. Supermärkte zu kaufen gibt. Dummerweise ist auf diesen Packungen auch sehr selten die Sorte beschrieben, ganz zu schweigen ihr Stand auf der Scoville-Skala. Wahrscheinlich werde ich auch nicht nach Guatemala pilgern, um bei einem Indianerstamme eine noch unentdeckte Sorte zu finden, die einen besonders hohen Scoville-Wert aufweist. :wink:

Daher einfach mal von dem Standard-Chili ausgehen! Oder hast du dein Rezeptbuch nach dem Scoville-Wert katalogisiert?

Gruß
Falke

PS: Gleiches gilt übrigens für die Kakaosorte!!!

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Hallo Falke,
Du kannst wirklich nur experimentieren. Du brauchst viel Fingerspitzengefühl um das Ergebnis zu erzielen, was du willst.
Wie du feststellen wirst, ist in meiner Rezeptur keine genaue Angabe über die Anzahl Chili gegeben.
http://www.claude-gerum.de/index.php?site=product_de…
Ich habe lange Zeit eine Dosierung gesucht. Gescheitert bin ich an der Chilisorte.
Du kannst dich auch nicht auf superschlaue Tipps aus WIKI verlassen, Theorie ist das eine, Praxis ist das andere und wer sich nicht auskennt, sondern nur auf WIKI greift, da er sein sinnlos Verfasstes gerne liest, sollte die Finger davon lassen (ich meine von seiner Tastatur). Wie ich lese, hat es dich eher erbost als geholfen.
Fakt ist: Jede Chilimischung ist anders, jede Chili hat ihre Schärfe. Chili ist wie der Mensch, jeder ist anders. Ich spreche aus Erfahrung da, auch Profis mit dem Auge und das Gefühl würzend, aber auch kläglich auf die Schnauze fallen können, wenn es um Chili geht.
Gruß
Claude

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Anschlussfrage

Hallo!

Gibt es irgendwelche Richtwerte, wieviel Chili in die
Schokolade kann?

Gibt es eigentlich auch bestimmte Sorten die sich für Schokolade besonders eignen?

Ich hatte da schon schokoladen die eher bitter und pfeffrig schmeckten (also die scharfe Note, die Schokolade selbst war nicht bitter) und einige, die einen eher süßlichen Chiligeschmack hatte.

lg
Kate

Hallo Falke,

Gibt es irgendwelche Richtwerte, wieviel Chili in die
Schokolade kann? Oder läuft alles nur auf Try-and-Error und
vorsichtiges herumprobieren.

frag einen Mexikaner, Inder, Ghanaer und er wird Chili, von dem den Durchschnitts-Mitteleuropäer die Augen tropfen, als angenehm fruchtig beschreiben.

Mit anderen Worten - es ist wie mit Allem:
de gustibus non est disputandum

Ziel soll es sein, der
Schokolade, Kuchen, Nachtisch, Pralinen… einen leichten
scharfen Unterton zu vermitteln. Dummerweise kennt man in der
Regel nie die Schärfte der vorliegenden Chilischoten, sodass
man ganz schön daneben langen kann.

Gegenfrage: getrocknete Chili oder frische Chili?
Wie lange wurde das Produkt vor Deinem Kauf transportiert/gelagert?
Wenn frische: die aus dem Supermarkt oder die aus dem eigenen Gewächshaus?
Welche Sorte? Jalapeno oder andere?
Und wo stand das Gewächshaus: im kalten Oberfranken Deutschlands oder im warmen Baden?
Wurde die Pflanze fachmännisch gedüngt/gewässert/betüddelt?

Oder ganz einfach: wie soll denn ein Standard für ein Naturprodukt funktionieren?

Aktuelles Beispiel: In eine Marmelade sollte 2 Schoten rein.
In weiser Voraussicht habe ich gleich 3 verwendet und immer
noch keinen Effekt erzielt.

Kochen vermindert grundsätzlich Schärfe.
Süße vermindert Schärfeempfinden
wirfst Du noch den Abschluß-Schuß Alkohol in die Marmelade, musst Du vorher noch mehr Chili verwenden.
Alkohol oder Fett/Öl „wäscht“ wie Du weißt Schärfeempfinden von Zunge und Rachen.

Weiß hier jemand einen brauchbaren Rat aus der Praxis? Wie
machen es die großen (Pralinen)Köche?

wie die es machen, weiß ich nicht.
Meineeine hat immer Chilipulver in Reserve und würzt schlimmstenfalls ins fertige Produkt nach.

Ach, Stichwort Marmelade: Zeit=Lagerung vor Verbrauch schwächt Schärfe auch.

viele grüße
Geli