Hi,
fliege nächste Woche nach China und mache eine Rundreise.
Kann mir jemand irgendwelche insider tipps geben?
mfg
Michael
Hi,
fliege nächste Woche nach China und mache eine Rundreise.
Kann mir jemand irgendwelche insider tipps geben?
mfg
Michael
Hallo,
was willst denn wissen?
Gruß aus Tianjin (China)
Ingrid
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Hi Michael,
Kann mir jemand irgendwelche insider tipps geben?
ich schätze mal, Du wirst genau das zu sehen kriegen, was Dein Reiseleiter zulässt.
Individualtrips kannst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit vergessen.
Gandalf
Hallo!
Individualtrips kannst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit
vergessen.
Wieso denn? China kann man, von Ausnahmen abgesehen, durchaus individuell bereisen.
Gruß
Tom
Auch hi…
mal ehrlich, was erwartest du? Ich meine, China ist verdammt groß und ohne zumindest ungefähr zu wissen wo du lang fährst oder was du sehen willst, wird dir hier keiner helfen können.
Backs
Gandalf,
Verwechselst Du das mit Nordkorea? Bis auf Tibet und ein paar Regionen wo man als Tourist eh nicht hin will (z.B. das Atomtestgebiet Lop Nor in der Wueste) kannst Du Dich in ganz China voellig individuell und frei bewegen und brauchst auch keinen Reiseleiter. Wenn man dann noch Chinesisch spricht wird’s natuerlich noch einfacher z.B. beim Kauf von Zugtickets etc.
K.
Hallo,
naja, Chinesisch kann ich nicht, komm aber fast überall hin wo ich hinwill und verhungert bin ich auch nicht.
Hände und Füße und ein Taschenrechner, mehr brauchts meist nicht.
Taschenrechner insoweit, wenn man mit Leuten auf in Geschäften (Preisauszeichnung ist nicht immer deren Ding) den Märkten oder bei fliegenden Händler „handeln“ will. Taschenrechner raus, einschalten und denen unter die Nase halten. Die tippen dann den Preis ein.
Manchmal erlebt man dann angenehme Überraschungen. Abverkaufsrabatte, Promotion oder ähnl. sind zwar mit großen Plakaten versehen, aber verstehen tun wir davon nix (das Rabattzeichen fehlt nämlich und die Null auch z. B. bei 10 % Rabatt steht eine 9 dort). Verkäuferin tippt dann den Ursprungspreis und lässt den Rabatt rechnen und hält dann den Endpreis wieder unter die Nase.
In Märkten (Basaren) tippt der Verkäufer seine (total überhöhte) Preisvorstellung ein. Heftiges Kopfschütteln und entsetztes Gesicht der Kundin.
Verkäufer hält einem den Taschenrechner wieder hin und sein Zeigefinger tickt im schnellen Rythmus oberhalb des Tastenfeldes durch die Luft. Durch Handbewegungen zeigt er, dass man seine Vorstellung eingeben soll.
Kundin gibt ca. 25 % des Preises vom Verkäufer an. Jetzt bekommt dieser heftiges Schütteln im Kopf und einen entsetzten Gesichtausdruck.
Er nimmt den Taschenrechner und hat ca. 10 % Rabatt von seinem ursprünglichen Preis eingegeben.
So geht das lustig hin und her, bis man sich irgendwo einigt.
Ich kürze die Prozedur ab in dem ich meine letzte Preisvorstellung eingebe, laut und deutlich „finish“ sage, passende Handbewegung mache.
Das entsetzte Gesicht des Verkäufers ignoriere ich, zucke mit den Schultern und mache mich auf den Weg. Meist lässt er mich nicht gehen, sondern hält mich fest und der Handel ist perfekt.
Er ist freundlich und freut sich, dass er ein gutes Geschäft gemacht hat. Zeigt meist noch strahlend auf meine blauen Augen und babbelt was vor sich hin - vermutlich in die Richtung, dass ich es nur so billig bekommen habe, weil ich so schöne blaue Augen habe.
Geht alles ohne ein Wort Chinesisch. Ich kann fünf Worte Chinesisch. Verhandlungsfördernd kann „MEO“ sein - das heißt nein. Setze ich erst gegen Ende der Verhandlung ein, dann freut sich nämlich der Händler, dass die „Langnase“ doch etwas Chinesisch sprechen kann.
Aber wie alle schon geschrieben haben (ich ja auch) es stellt sich die Fragen, was der Frager wissen will. China ist nicht nur groß, es hat viele Völker. Dann welcher Art ist die Rundreise? Wohin gehts, wie sieht die Organisation aus (also gibt es Freizeiten und wo) und wie lange dauert die Reise.
Mein Ding ist es nicht, hinter einem gelben Schirmchen durch die „verbotene Stadt“ zu dackeln. Ich suche mir im Internet/Reisebüchern usw. meine Ziele selber und nehme die Überraschungen die am Weg lauern, gerne mit.
Gruß
Ingrid
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Mensch Gandalf,
China ist anders, als die Presse z. Zt. suggeriert. Morgen, wenn das Wetter hoffentlich schön ist, wollen wir in den Stadtkern von Tianjin (wir wohnen in einem Vorort und der ist nur ca. 40 km entfernt) fahren und uns dort den Wasserpark ansehen.
Die Reise haben wir mit Hochbahn und Taxi geplant. Wenn wir nicht ankommen, ist es auch nicht schlimm. Zurück finden wir mit Hilfe von Taxen immer wieder - hier hilft die Visitenkarte vom Hotel.
Vor Jahren habe ich - damals von der Inneren Mongolei aus - viele spontane Ausflüge gemacht. Nur begleitet von unserer Taxifahrerin. Dort u. a. Klöster aufgesucht - in einem wurde (laut dort aufgestellter Bilder und Urkunden) der Dalia Lama zeitweise aufgezogen und unterrichtet.
Auch vor zwei Jahren haben wir viele spontane Ausflüge gemacht. Kein Mensch kümmert sich darum. Die Menschen bestaunen einen (man kommt sich teilweise vor wie ein Tier im Zoo), sind freundlich und hilfsbereit. Schmunzeln weil ich immer noch nicht mit Stäbchen essen kann und immer mein Besteck am Mann (besser wohl der Frau) trage.
Ich schmunzele zurück, wenn in (pseudo) westlichen Restaurants sich die Leute vergeblich mit Messer und Gabel abmühen.
Die einzige Sorge die Wächter und Polizisten haben ist, dass wir Langnasen mal von bösen Menschen geklaut werden. Die Luxushotelanlage wo wir jetzt seit Monaten in einem Appartement wohnen, wird bewacht wie Fort Knoxx. Die vielen Sicherheitsleute haben zwar (offensichtlich) keine Waffen, aber überall gibt es Videokameras, Aufzug geht nur mit Türkarte in Gang zu setzen usw.
Man hat Angst, dass der in der Architektur und Aufmachung der Anlage zur Schau gestellte „Reichtum“ Neid bei den oft wirklich armen Menschen erweckt. Sobald wir die Anlage verlassen, ist das Hotel nicht mehr für unsere Sicherheit verantwortlich und wir machen was wir wollen.
Jeder Weiße gilt als reich, auch wenn es nur ein in Deutschland unterbezahlter Monteur auf Montage oder ein Austauschstudent ist. Ist aber auch kein Wunder. Unser Zimmermädchen verdient etwa 1.100 RMB = ca. 110 Euro und zwar im Monat.
Man kann sich völlig frei bewegen, wenn es einem nicht stört, dass man von allen Menschen wie ein Marsmännchen angestaunt wird, wenn man sich außerhalb der Touristenhochburgen bewegt.
Gruß
Ingrid
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Ich kann mir ein Ticket nach China kaufen, ein Visum holen und dann fast das ganze Land individuell bereisen. Da ist nie ein Aufpasser dabei.
Hi Michael,
Mehr Tipps kann man kaum geben. Deine Rundreise hat ja eine feste Route, bei der Du bestimmte Höhepunkte kennenlernen wirst. Zumindest auf dieser Strecke kannst Du gar nichts verpassen.
Viel Vergnügen, Linchen
Wie ist es mit der Sprache. Sind die Strassenschilder und sonstige Anweisungen in Englisch, oder in iregeneiner lateinischer Umschrift? Sprechen die Leute Englisch. Was man in der Presse liest, ist recht enttaeuschend.
Wie ist es mit der Sprache. Sind die Strassenschilder und
sonstige Anweisungen in Englisch, oder in iregeneiner
lateinischer Umschrift? Sprechen die Leute Englisch. Was man
in der Presse liest, ist recht enttaeuschend.
Hallo,
das mit den Straßenschildern ist recht unterschiedlich. In Großstädten wie Peking, Tianjin, Shanghai usw. sind die Straßenschilder zweisprachig und chinesisch und in englisch.
In Baotou - Millionstadt in der Inneren Mongolei - sind sie auch zweisprachig - aber chinesisch und mongolisch. 
Problematisch wird es im Landesinneren in Regionen wo es wenig Ausländer gibt. Dort sind manchmal die Hauptrichtungen in englisch angegeben.
Verkehrszeichen sind international wie bei uns. Es gibt einige, die es bei uns nicht gibt, die aber gut interpretierbar sind.
Fremdsprachen und hier vor allen Dingen englisch ist auf dem Vormarsch. Schon die Kindergartenkinder müssen englisch lernen. Das Problem ist die Qualität der Lehrer.
Das hat mit der unterschiedlichen „Sprechweise“ zu tun. Die ein und die selbe Silbe kann in China vier verschiedene Bedeutungen haben. Die Bedeutung ergibt sich aus der Aussprache und „Tonhöhe“. Die Konsonanten sind dabei relativ unwichtig.
Wenn ein Chinese dann auf ein ausländisches Wort hört - Namen z. B. Hans - hört er weniger auf die Buchstaben sondern als auf die (ich will das beschreiben) „Melodie“.
Uns ist in einem 5-Sterne-Luxushotel schon passiert, dass wir nach einem Car für einen Ausflug gefragt haben. Dann wollte die Frau hinter dem Thresen unsere Card mit der man die Zimmertür öffnet.
Wir waren gestern im Zoo und Wasserpark in Tianjin (Einwohner insges. mit Vororten ca. 10 Mio. mit einer Fläche fast so groß wie Schleswig-Holstein) gewesen. Dort waren die Namen vieler - aber nicht aller - Tiere auch in englisch und im lateinischen zoologischen Namen angegeben. Wegweiser waren auch überwiegend zweisprachig.
Geschäfte haben oft den Inhabernamen in lateinischen Buchstaben auf dem Schild stehen. Nuuur, das hilft mir wenig weil ich daraus nicht erkennen kann, was er verkauft - also muss ich rein und selber nachschauen.
Ähnlich ist es bei Restaurants. Oft steht Restaurant in lateinischen Buchstaben oben drüber. Heißt aber nicht, dass man die Speisekarte übersetzt bekommt. Wenn man Glück hat, erhält man ein „Bilderbuch“.
Übersetzte Speisekarten sind nur halb übersetzt. Da steht dann z. B. in englisch drauf: Huhn gebraten. Welche Teile vom Huhn steht nicht dort. Wenn man Pech hat, hat man gebratene Hühnerfüße (Füße! nicht Schenkel) bestellt und wenn man Glück hat „nur“ den Hals. Ach ja: knochen- und knorbelloses Fleisch wie beim „Chinesen“ in Deutschland ist in China nicht üblich. Dort wird der Hals (Flügel, Schenkel usw.) eines Geflügels einfach zerhackt und zubereitet.
Immer mehr verbreitet sich „importierte“ Speisen. Steaks bekommt man in den meisten verschiedenen Coffee. Dort stehen statt Stühle dann Couchen. UBC Coffee z. B. ist eine große Kette und überall zu finden. Wer also vom Abenteuer Chinesisch-Essen genug hat, sucht sich Coffee und hat fast immer ein Steakhaus. Hier bildet aber SPR-Coffee und Starbucks Ausnahmen. SPR ist eine Mischung aus Cafe und Eisdiele.
KFC war schon vor Jahren weit verbreitet, auch in kleineren Städten. Inzwischen holt McDonald auf. Hier in einem Vorort von Tianjin gibt es mehrere Pizza Hut oder auch einen Papa Johns (amerikanische Pizza-Kette). Achtung bei KFC ist - außer den Nuggets - alles sehr scharf gewürzt.
Gestern bei Pizza Hut konnte die Serviererin allerdings kein englisch. Obwohl ich beim Getränk eindeutisch auf 7UP (Sprite einer anderen Firma) gezeigt habe, kam Mirinda (entspricht dem Fanta). Eiscafe wurde mit Wassereis geliefert.
Tipp, wenn man sich von Reiseführer unabhängig machen will: unbedingt Taschenrechner. Vorher im Internet übersetzte Speisekarten zweisprachige suchen und ausdrucken. Die Gaststätten haben zwar selten das gleiche Menu im Angebot, aber man weiß, was man ungefähr möchte. Das Gleiche gilt für Reiseziele bzw. Sachen die man ansehen will. Auch wichtige Wörter kann man im Internet gut auch in chinesischen Schriftzeichen finden.
Gute Hotels geben ihren Gästen eine Visitenkarte mit, wo auf der einen Seite die Adresse vom Hotel drauf ist und auf der Rückseite Ziele in der Gegend in englisch und chinesisch. Das den Taxifahrern unter die Nase halten.
Wir haben manches schon angesehen, wenn ich ein (vorher aus dem Internet gezogenes) Foto von z. B. einem Kloster dem Taxifahrer gezeigt habe.
Ein Taxi nehmen, das zusammen mit mehreren steht. Wenn der „ausgesuchte“ Taxler das Bild nicht erkennt, macht er großes Palaver mit seinen Kollegen. Hat bei uns grundsätzlich immer funktioniert.
Für längere Strecken vorher - mit Hilfe des Taschenrechners - den Preis verhandeln. Außer in Peking (dort wird man meist von den Taxifahrern beschi… wie man zuguckt, es hilft auch keine Taxiuhr) sind aber die Taxifahrer in den anderen Landesteilen (auch in Tianjin) in der Preisgestaltung meist recht fair. Also nicht zu weit runterhandeln.
Bei längeren Entfernungen wartet der Taxifahrer gerne, wenn es nicht zuuuu lange dauert. Dann kommt die Rückfahrt auch billiger.
Ansonsten darauf achten, dass das rote Schildchen vorne oben auf dem Armaturenbrett „umgelegt“ wird. Das startet die Taxiuhr, die jedes offizielle Taxi hat.
Von Stadt zu nächsten Stadt kommt man öfters günstig, wenn man zum zuständigen Busbahnhof/S-Bahn o. ä. fährt. Dort wird man dann von Taxifahrern angesprochen, die aus der anderen Stadt kommen und die eine leere Rückfahrt vermeiden wollen. Preis aushandeln - Uhr bleibt aus.
Etwas verstehen hier fast alle: o.k.
Gruß
Ingrid
Die Chinesen haben sogar einen eigenen Englisch-Stil erfunden-„Chinglisch“: www.chinglish.de
K.
Hallo!
Naja, ganz so einfach ist es derzeit nicht, weil die Visabestimmungen verschärft wurden, eben zum Schutz vor feindlich-negativen Kräften bei den olympischen Spielen. Lt. Homepage der Botschaft ist aber die Verschärfung keine Verschärfung, weil nach wie vor alle ein Visum bekommen, die die gesetzlichen Voraussetzungen hiefür erfüllen…
Vielleicht haben sie das eh schon wieder geändert.
Gruß
Tom