Chinesisch im Beruf

Hallo, ich hatte vor ein paar Monaten schon mal sowas ähnliches gefragt, aber wollte einfach nochmal fragen, wie aussichtsreich/lohnend es überhaupt ist chinesisch während eines BWL-Studiums (erst studienbegleitend und dann als Pflichtwahlfach und natürlich jeden Tag was lernen…mir ist schon klar, dass das kein einfaches Vorhaben ist, denk aber schon dass ich das auf die Reihe kriegen würde).

Manche Leute sagen, dass man wenn man chinesisch spricht und in der Wirtschaft tätig ist märchenhafte Zukunftsaussichten hat, andere sagen, dass einem das kaum etwas bringt da Asiaten eh alle so gut englisch sprechen (wobei andere wieder sagen, dass sie das nur sehr ungerne tun und das ganze eine besondere Türöffnerfunktion hat). Dann wiederum heißt es, dass sich die ganzen Chinesen aus den verschiedenen Regionen sowieso nur schriftlich miteinander verständigen können, da die Dialekte so unterschiedlich sind, …

Ich hoffe mal, dass mir jemand (der sich damit einigermaßen auskennt und nicht nur rät :wink:) sagen kann was davon wahr ist und was eher nicht, bzw. ob einem das Ganze wirklich viel bringen würde, oder eher nicht!

Gruß

Hallo!

Hier meine Ideen hierzu:

Hast Du schon mal bei einem deutschen Uni-Lehrstuhl für chin. Sprache oder an der deut-chien. Handelskammer oder Botschaft nachgefragt, ob es dort Infos od gesprächspartner gibt?

Kennst Du ein paar große chinesische Firmen bei Dir in de rNähe? Erkundige Dich dort. Evtl. Praktikum?!

Arbeitsamt hat eine internationale Abt. - ich glaube auch im www.

Viel Erfolg
Steffi

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Hi !

Wir nehmen bei uns zu Hause regelmäßig chin. Studenten auf. Dass diese untereinander Verständigungsprobleme hatten, ist bisher noch nicht aufgefallen.

In jeder Wirtschaftszeitung, sei es nun Handelsblatt, FTD, Wirtschaftswoche, etc. finden sich regelmäßig Abhandlungen über den chin. Markt.

ERGO: Es ist sicherlich erfolgversprechend die chin. Sprache zu erlernen. Man sollte sich dann aber auch darauf einlassen, dass man auch die gesamte Kultur verstehen lernen muss (Viele Gesten entsprechen nicht den europäischen Vorstellungen, „Geschenke“ gelten auch heute noch als eine übliche Form zur Erlangung bestimmter Leistungen,…). In den Traditionen leben auch die alten Geschichten noch fort, was teilweise auch bis in die Sprache durchschlägt (Bsp.: Husten = Drache auf dem Hals).
Meine Empfehlung: entweder mit einem Privatlehrer oder mit chin. Mitstudenten die Sprache/Kultur erlernen. Es geht einfacher, wenn man es in der täglichen Praxis (Küche, Kartenspiele, Gesang,…) üben kann.

Hoffe, ich konnte damit den Entschluss, diese Sprache zu erlernen, etwas bestärken.

BARUL76

Hi !

Hi, danke für die Antwort!

Wir nehmen bei uns zu Hause regelmäßig chin. Studenten auf.
Dass diese untereinander Verständigungsprobleme hatten, ist
bisher noch nicht aufgefallen.

Was genau meinst du jetzt mit „bei uns zu Hause“?

In jeder Wirtschaftszeitung, sei es nun Handelsblatt, FTD,
Wirtschaftswoche, etc. finden sich regelmäßig Abhandlungen
über den chin. Markt.

Also, dass der chinesische Markt der Zukunftsmarkt schlechthin sein soll usw. ist ja allgemein bekannt, aber ich höre immer wieder das Argument, dass es nicht allzu wichtig sei chinesisch zu sprechen (oder andere Fremdsprachen), da sich eigentlich v.a. in der Geschäftswelt jeder auf Englisch unterhält…und dass chinesisch z.B. nicht mehr als ein Gimmick sei. Kannst du mir vll. sagen inwiefern die chinesische Sprache dann genau zur Anwendung kommt?Also irgendwelche bestimmten Situationen im Geschäftsleben oder so…?

ERGO: Es ist sicherlich erfolgversprechend die chin. Sprache
zu erlernen. Man sollte sich dann aber auch darauf einlassen,
dass man auch die gesamte Kultur verstehen lernen muss (Viele
Gesten entsprechen nicht den europäischen Vorstellungen,
„Geschenke“ gelten auch heute noch als eine übliche Form zur
Erlangung bestimmter Leistungen,…). In den Traditionen leben
auch die alten Geschichten noch fort, was teilweise auch bis
in die Sprache durchschlägt (Bsp.: Husten = Drache auf dem
Hals).
Meine Empfehlung: entweder mit einem Privatlehrer oder mit
chin. Mitstudenten die Sprache/Kultur erlernen. Es geht
einfacher, wenn man es in der täglichen Praxis (Küche,
Kartenspiele, Gesang,…) üben kann.

Hoffe, ich konnte damit den Entschluss, diese Sprache zu
erlernen, etwas bestärken.

BARUL76

Hi !

Was genau meinst du jetzt mit „bei uns zu Hause“?

Genau das, was jeder unter dieser Wortgruppe versteht. Du stellst gegen Miete ein Zimmer zur Verfügung.

Also, dass der chinesische Markt der Zukunftsmarkt schlechthin
sein soll usw. ist ja allgemein bekannt, aber ich höre immer
wieder das Argument, dass es nicht allzu wichtig sei
chinesisch zu sprechen (oder andere Fremdsprachen), da sich
eigentlich v.a. in der Geschäftswelt jeder auf Englisch
unterhält…und dass chinesisch z.B. nicht mehr als ein
Gimmick sei. Kannst du mir vll. sagen inwiefern die
chinesische Sprache dann genau zur Anwendung kommt?Also
irgendwelche bestimmten Situationen im Geschäftsleben oder
so…?

Es ist sicherlich richtig, dass zumindest der überwiegende Teil der chin. Unternehmer auch in der Lage ist ein gutes Englisch zu sprechen. Es gibt aber auch immer wieder Menschen in China genauso wie auch in Deutschland, die keine Fremdsprache (oder nur sehr schlecht) sprechen. Und man hat eben nicht immer nur mit den Bossen, sondern manchmal auch mit den kleinen Leuten zu tun.

Die nächste Überlegung, die ich dann meist anstelle ist:
Mag ich perönlich es lieber, in einer Fremdsprache oder in meiner Muttersprache zu kommunizieren? Und das nächste Problem, was passiert, wenn zwei Leute in einer jeweils dritten Fremdsprache kommunizieren. Das führt auch bei uns zu Hause manchmal zu witzigen Situationen, die im Geschäftsleben aber sicher nicht angebracht sind.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass 1 Mrd. Chinesen alle englisch sprechen. Wir hatten auch bereits einige aufgenommen, die nur Deutsch, nur Französich oder nur Spanisch konnten. In all diesen Fällen würde wohl auch Englisch nicht sehr weiter helfen.

Hoffe, genügend Situationen dargestellt zu haben, in denen das Chinesisch hilfreich ist.

BARUL76

PS: und wenn man eine Sprache schon nicht aktiv einsetzt, so kann bei Verhandlungen doch auch ein passives Chinesisch sehr hilfreich sein. Wir hatten grade erst eine russische Delegation zu Gast. Die wußten nicht, dass ich vom Schul-Russisch doch noch so einiges behalten hatte. Wollte ich denen auch nicht unbedingt auf die Nase binden. Als die sich dann so unterhalten haben, konnte man vieles, was dann gedolmetscht wurde auch viel besser einordnen.
Das half sowohl bei den Verhandlungen als auch bei den zu machenden Erklärungen sehr. Ich konnte mir doch die entsprechenden Antworten bereits zurecht legen, als die Fragen noch gar nicht gestellt waren.