Chinesische (Malaysische) Sitten bei Besuchen

Hallo,
bin am Wochenende bei einer Chinesischen Familie in Malaysia zu Besuch und wollte mal fragen, ob es irgendwelche Sitten gibt die besonders zu beachten sind?

Was ich bisher gehört hab, ist das Gastgeschenke unüblich sind, sondern es eher erwartet wird, dass ich sie mal zum Essengehen einlade.
Stimmt das?

Also, was auch immer ihr dazu wisst: Her damit!


Gruss
Dirk
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Hallo Dirk,

Ganz im Gegenteil: D die Zahl Zwei in China als Glückzahl gilt, bringt man gerne auch 2 Gastgeschenke zu einer Einladung mit.

Sitten und Gebräuche in China:
Eine Besonderheit in China ist das Etagen-System großer Restaurants. In Parterre gibt es die preiswerten Gericht und z.B. in der 3. Etage die teuren Delikatessen.

Chinesische Eßsitten sind sehr rauh:
• Das Geschirr wird achtlos auf den Tisch geworfen.
• Der Tee fließt auf die Decke.
• Es wird laut und ohne Geheimnisse gesprochen.
• Geschäftsleute schliessen feste Verträge während des Essens.
• Wer allein ißt, hat etwas falsch gemacht.
• Geschäftsleute trinken oft hochprozentigen maotai (Hirseschnaps) oder XO-Kognak aus Wassergläsern.

Das zweitliebste Getränk nach Tee ist in China Bier (Pijiu).

Eine der größten Tugenden in Asien ist die „Selbstbeherrschung“. Harmonie ist der erstrebenstwerteste aller Zustände.
Seine Zufriedenheit über gutes Essen äußert man auch heute noch in vielen asiatischen Ländern wie z.B. in China durch lautes Rülpsen. In China und allen kulturähnlichen Ländern empfängt man alle Gegenstände mit beiden Händen, auch gilt es als höflich, zum Händeschütteln beide Hände zu nehmen. Niemals aber sollte ein Chinese dazu gezwungen werden, sein Gesicht zu verlieren. Man sollte für einen Fehler dem Chinesen immer eine Möglichkeit der Ausrede lassen, bei begründeten Fehlern z.B. des Personals wird das nie vor Dritten und auch nicht direkt gesagt. Für diese Form benötigt der Nichtchinese schon viel Fingerspitzengefühl. Auch wird ein Geschenk eines Chinesen nicht in aller Öffentlichkeit ausgepackt, es beschämt ihn vor den anderen, die ja mehr geschenkt haben könnten. Toben, Zorn und Ungetüm sind in Asien nicht gern gesehen. Schimpfen und Schreien hilft auch nicht weiter.

Ebenso ist in China, Taiwan, Hongkong, Singapur, Japan, Korea, San Francisco Chinatown usw. alles zu meiden, was mit der Zahl 4 zu tun hat. Gestik beim Sprechen sollte man in China vermeiden, da die Chinesen mit ihrer Gestik vieles auszudrücken versuchen und dies bei Ungeübten zu Missverständnissen führen kann. Es ist respektlos, Buddhafiguren oder davor Betende zu fotografieren. Auch das Schulterklopfen ist in China fehl am Platze, es bedeutet Pech im Spiel bzw. bei Schwangeren die Gefahr einer Fehlgeburt.

Sollte der Tourist während des Essens in Japan oder China einen Niesreiz oder Schnupfen bekommen, so ist Naseputzen während des Essens verpönt. Dafür gibt es die Toilette. Es ist unüblich, in Trainingsanzügen oder sonstiger Sportkleidung durch die Stadt zu laufen. Männer in kurzen Hosen gelten eher als lächerlich. Im privaten Umgang und bei Touristenreisen trägt man keine formelle Kleidung, auch keine Abendkleidung für Theater oder Peking-Oper. Für Geschäftsleute ist Anzug und Krawatte ein Muß. Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist verpönt. Chninesische Frauen mögen es überhaupt nicht gern, wenn man beim Fotografieren seine Arm um ihre Schulter legt. Menschen gleichen Geschlechts gehen aus nur freundschaftlichen Gründen manchmal Hand in Hand. Homosexualität wird als krankhaft angesehen und nur bei Unauffälligkeit gedulded. Chinesen sprechen in der Regel ungeniert über Alter, Leibesfülle und andere persönliche Eigenschaften, dies gilt nicht als unhöflich. Auch direkte Fragen nach Familie oder Einkommen gehören nach kurzer Bekanntschaft zur normalen Unterhaltung.

Umgangsformen: Das Gesicht zu verlieren ist für Chinesen das Schlimmste. Chinesen umschreiben das Nein. Beim Grüßen nicken Chinesen höflich oder verbeugen sich leicht. Abgesehen von großen Menschenmengen, in denen Körperkontakt unvermeidbar ist, berühren Chinesen niemanden, den sie nicht kennen. Einem Lächeln gibt man den Vorzug vor einem Schulterklopfen oder einer ähnlichen Geste. Verspätungen werden als sehr unhöflich empfunden. Viele Chinesen stehen zeitig auf und beenden einen geselligen Abend daher auch früh.

Die Tischsitten sind rauer als bei uns. Herzhaftes Schlürfen, Schmatzen, Rülpsen ist in Ordnung, Naseputzen in der Öffentlichkeit dagegen nicht. In China, Taiwan, Hongkong, Singapur, Japan, Korea, San Francisco Chinatown usw. alles zu meiden, was mit der Zahl 4 zu tun hat. Die Zahl 4 ist die Zahl des Todes, oft gibt es z.B. in Hotels keine 4.Etage.

Sollte der Tourist während des Essens in Japan oder China einen Niesreiz oder Schnupfen bekommen, so ist Naseputzen während des Essens verpönt. Dafür gibt es die Toilette.

Viele Grüße
Peter