Hi,
ist es möglich die chinesische Sprache zu erlernen, auch wenn man lediglich ein „Ottonormalgebildeter“ ist ,bzw. gibt es Sprachschulen für so eine Konstellation?
Wie lange dauert es, bis man erste Erfolge erzielt, und man etwas kommunizieren kann?
LG Alex
Hallo Alex - oder ni hao.
ja, es ist lernbar - meines Erachtens sogar besser als z.B. französisch, weil man kaum Grammatik pauken muß. Uns kommt die Sprache etwas fremd vor, weil ein Wort nur 3 Buchstaben hat - manchmal 4. So ein Wort hat dann eine sehr weite Bedeutung bzw kann viele Bedeutungen haben - so muss man praktisch immer noch ein zweites dazutun, damit es näher bestimmt wird.
Im chinesischen gibt es vier Töne. Das ist uns ziemlich fremd. Eine solche Silbe bekommt, wenn man sie anders ausspricht eine völlig andere Bedeutung. Das wird immer als Horrorbeispiel angeführt, daß es zu schwierig sei, chinesisch zu lernen. Ich denke aber, daß man nicht einzelne Wörter nur lernen sollte, sondern Wörter in ihrem Zusammenhang - also Sätze. So verlieren die 4 Töne auch ihre Schrecken. Hierzu kann ich das Lernprogramm „Rosetta Stone“ empfehlen.
Im ersten halben Jahr hat man das Gefühl, daß nichts voran geht - es ist zuerst wirklich sehr mühsam. Danach entdeckt man aber, daß es eine sehr schöne Sprache ist, die sich wirklich zu lernen lohnt. Bis man auch ein wenig reden kann braucht man mehr als ein Jahr. Ich habe zunächst ein Jahr alleine gelernt - jeden Tag. Dann habe ich mehrere Urlaube in China an einer Uni verbracht und habe vor Ort gelernt. Gewohnt habe ich im Studentenheim für Auslandstudenten - so habe ich auch sehr viel über China gelernt. Heute spreche ich einigermaßen fliessend - das hat aber so 3 jahre gedauert, bis es einigermaßen ging.
Eine ganz besondere Sache sind die Schriftzeichen. Das kann ansich schon ein Hobby sein - und ist es auch für viele Chinesen. Das Schöschreiben (shufa) ist in China eine sehr verbreitete Kunst und ist m.E. schon eine Meditation.
Ich wünsche Dir, daß es klappt (wo zhu ni cheng gong)
Schöne Grüße
Uli
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altes chinesisches splichwolt
ohne fleiß kein leis…
hihi
hey! 
also ich finde, dass es die bisher am einfachsten zu lernende Sprache war, die ich gelernt habe 
Ich binm jez seit 5 MOnaten auf Taiwan, davor kommte ich kein Wort sagen und jetzt kann ich schon mit den Leute unterhalten und kommunizieren 
was mit nur so nebenbei auffaellt…kommt es mir nur so vor oder wollen jetzt in Deutschland ploetzlich sooo viele Menschen Chinesisch lernen? Als ich noch in Deutschland war hatte ich nicht diesen Eindruck…!!!
schoene gruesse Magi
Hallo Magi,
also ich finde, dass es die bisher am einfachsten zu lernende
Sprache war, die ich gelernt habe
Einerseits, nach dem, was ich über Chinesisch weiß, verstehe ich das. Wenn die Leute bei uns glauben, Chinesisch sei schwer, liegt das daran, dass sie Sprechen mit Schreiben gleichsetzen. Das sind aber, anders als in den Sprachen, in denen sich die Schreibweise an der Aussprache orientiert, zwei verschiedene Dinge. Chinesisch zu sprechen, ist eine Sache, Chinesisch zu schreiben, ein ganz anderes, nur mit sehr, sehr viel Fleiß zu lösendes Problem.
Andererseits, nach dem, das ich über die Unterschiede zwischen Chinesich und anderen asiatischen Sprachen weiß: Im Chinesischen spielt die Lautmelodie eine große Rolle. Ich kenne ein (amerikanisches) Chinesisch-Lehrbuch, das beginnt mit Noten! Zur Demonstration der Bedeutung der Lautmelodie enthält es folgende Anekdote:
Ein Amerikaner hat Privatunterricht bei einer Chinesin namens Wong. Eines Tages sagt sie zu ihm: Ich erkläre Ihnen heute die sieben Bedeutungen des Wortes Wong. Wenn man es Wong ausspricht, bedeutet es … . Spricht man es aber Wong aus (er bemerkt keinen Unterschied) bedeutet es … . Sie gibt noch weitere Beispiele, er bemerkt auch hier keinen Unterschied in der Aussprache. Vorsichtig und höflich (Eigenschaften die nicht allen Amerikanern fremd sein sollen) antwortet er: Ja, ich verstehe! Und Sie heißen auch Wong! - Daraufhin wird sie knallrot und antwortet: Wieso Wong? Ich heiße Wong!
Frage hieraus: Glaubst du, das Lautmelodieproblem gelöst zu haben? Wie und wieso?
Gruß
Peter
Ich kenne ein (amerikanisches) Chinesisch-Lehrbuch, das beginnt
mit Noten!
Und wenn man so anfängt zu lernen, geht es höchstwahrscheinlich schief! Klar, die Melodien sind wichig - keine Frage. Aber wenn man anfängt eine Silbe mit ihren unzähligen Bedeutungen zu lernen, die sich über die Melodie ausdrücken, dann schmeißt man das Buch bald in die Ecke und glaubt, man könne so etwas nie lernen. Mit Recht! M.E. darf man so nicht anfangen! Man muss möglichst viel (nach) - sprechen - ganze Sätze! Meine Empfehlung wäre hier das Lernprogramm „Roseta Stone“ bestimmt gibt es auch noch andere gute Lernprogramme.
Genauso wenig kann man das Flugandbuch für einen Hubschrauber auswendig lernen und dann losfliegen. Man muß doch die Reaktion jeder Handbewgung beim Fliegen „in Fleisch und Blut“ bekommen. Mit dem Verstand geht das nicht. Ähnlich sehe ich es hier.
Auch glaube ich, daß die Lehrbücher, die es für chinesisch gibt, didaktisch oft recht fragwürdig sind. Man muss seinen eigenen Weg finden.
Laßt euch von schlechten Lehrbüchern nicht abschrecken! Auch nicht von so Beispielen wie die Geschichte der Frau Wong! Die kommen oft von Leuten, die selbst nicht einmal versucht haben, die Sprache zu lernen.
Schöne Grüße
Uli
hallo 
Frage hieraus: Glaubst du, das Lautmelodieproblem gelöst zu
haben? Wie und wieso?
nein, das habe ich glaube ich nicht 
meine aussage war auch ewas anders gemeint…ich lerne hier -bin zur zeit auf taiwan- kein „schulisches“ chienischisch …sondern mich im alltag verstaendlich zu machen und ich habe andere sprachen vorher gelernt und ich konnte nie sso schnell mich unterhalten 
das lesen finde ich auch nicht all zu schwer…bei schreiben entfaellt einem dann aber doch der ein oder andere strich 
jedenfalls auch wennich die toene nich treffe, verstehn die leute hier den sinn meiner aussage 
ach wie auch imemr jedenfalls wuerdei chauf die frage antworten : ja, chinesisch ist lernbar 