Chiropraktik hilft nur kurz

Hallo, ich bin 33 Jahre alt und muss mich seit meinem 19. Lebensjahr chiropraktisch behandeln lassen. Da ich in dieser langen Zeit viel dazugelernt habe, lasse ich mich fast ausschließlich von DCs (Doctor of Chiropractic) behandeln.
Einen Befund gibt es bis auf ein paar Kleinigkeiten nicht, weder CT, noch MRT. Ich habe diese Sache von meiner Mutter geerbt. Es äußert sich leider sehr unschön. Es kommen sehr starke Kopfschmerzen (durch C1 oder auch ISG Blockierungen), die dann auch noch den Brustkorb betreffen. Weiter kommt erhöhter Puls hinzu, die Konzentration nimmt ab. Alles in allem läuft es fast jedesmal auf einen fast nicht mehr auszuhaltenden Schmerzzustand hinaus, der ohne Behandlung auch nicht mehr weggeht. Anfangs traten diese Symptome alle 2-3 Wochen auf. Derzeit muss ich mich fast alle 4-7 Tage behandeln lassen. Die Chiropraktik wirkt sehr gut, allerdings nicht anhaltend. Ich habe auch schon in alle Richtungen gedacht (CMD, Haltung, Muskeln, Füße) - leider ergebnislos. Ich kann mich auch nicht damit abfinden, dass ich damit leben muss, denn das ist leider nicht einfach.

Wer kann mir vielleicht durch eine Idee helfen oder wer hat ähnliche Probleme? Ich fühle mich wie in einer Spirale, die immer enger wird. Ich habe auch schon davon gelesen, dass in diesen Fällen eine Zusammenarbeit mit Psychologen hilfreich sein soll. Zu Orthopäden gehe ich schon lange nicht mehr. Da gibt es ohnhin nur Röntgen, KG und den ganzen Quatsch.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

[MOD]: überflüssiges Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!

Beim Orthopäden gibt es nur „Quatsch“…? Und wie nennst Du das, wenn Du Dich alle 7 Tage „chiropraktisch“ behandeln lässt?
Willst Du das ein Leben lang machen?

Angie

Hallo Angie, entschuldige bitte, aber genau auf eine unqualifizierte Antwort Deiner Art kann ich verzichten. Wenn Du keine Ahnung von der traditionellen Chiropraktik hast, solltest Du eher gar nichts schreiben.
Meinst Du wirkluch, ich WILL das ein Leben lang machen? Ohne Chiropraktik wäre ich längst berufsunfähig, hätte eine implantierte Schmerzpumpe zur Opium-Abgabe und wäre in stationärer Psychotherapie… im günstigsten Fall.

Dass die Chiropraktik in Deutschland leider noch nicht als eigenständiger Beruf anerkannt ist, liegt leider m.M. nach an der Orthopädenlobby und am großen Geld.
Wieso darf sich jeder Arzt die Zusatzbezeichnung „Chirotherapie“ an die Klingel hängen, wenn diese Qualifikation auf einem Wochenendseminar beruht während Chiropraktoren 4-6 Jahre studieren müssen? Oder anders gefragt: Wieso gehe ich mit Zahnschmerzen nicht mal zum Hautarzt? Wieso sind alle EU-Länder schlauer als Deutschland? Wieso gibt es z.B. in Dänemark chiropraktische Notdienste?
Aber ich schweife vom Thema ab.

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Hallo Angie, entschuldige bitte, aber genau auf eine
unqualifizierte Antwort Deiner Art kann ich verzichten. Wenn
Du keine Ahnung von der traditionellen Chiropraktik hast,
solltest Du eher gar nichts schreiben.

Hi Heiko,

Dann frage ich mich allerdings, was die Chiropratik bei dir letzendlich gebracht hat, denn, wenn ich dein Loblied auf die Chiropraxis lese, dann sollte es dir eigentlich besser gehen.
Deswegen ist schon einmal der ansatzweise Gedanke zum Besuch eines Psychologen nicht schlecht, denn vielleicht sind die Ursachen deine Probleme nicht physischer Natur.

CU

Axel

[MOD]: überflüssiges Ganzkörperzitat entfernt. Bitte
beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7:
http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml
Danke!
[MOD]: überflüssiges Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!

Hallo Heiko,

ich verstehe nicht ganz warum die von Dir so gepriesene Chiropraktik eines „Doctor of Chiropractic“ nicht länger als 7 Tage hilft. Behandelt er Deine Weichteile nicht mit (Quer- und Längsdehnungen, Detonisierung, Thermotherapie)? Führt er nicht nach der „Chiropraktik“ das ganz wichtige funktionelle Training zur Stabilisation der wiedergewonnenen Bewegung durch?
Das wird z.B. von (jahrelang ausgebildeten) Manualtherapeuten bei uns gemacht! Glaub’ mir, ich habe Ahnung davon!

Aber sicher wäre für Dich eine begleitende Psychotherapie - neben der Physiotherapie - wichtig. Denn ohne KG - in welchem Zustand müssen Deine Muskeln und Bänder der Witrbelsäule inzwischen sein…

Angie

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Dann frage ich mich allerdings, was die Chiropratik bei dir
letzendlich gebracht hat:
CU

Axel

Die Chiropraktik hilft mir schon sehr, nur eben nicht andauernd. Ich vermute bei mir einen bisher unbekannten Gendefekt, denn meine Mutter hat das selbe Problem - hatte ich beschrieben - und mein Opa wohl auch. Ich suche hier vielmehr Personen, die ähnliche Probleme haben. Mit der Schulmedizin bin ich nach nunmehr 14 Jahren durch.

Zu Angie: Natürlich findet auch eine Weichteilbehandlung statt. Wie gesagt, es handelt sich um Chiropraktik (nach Palmer). Diese Methode ist im übrigen für Bänder und Sehnen vollkommen ungefährlich. Eine Chirotherapie vom Orthopäden oder Manualtherapeuten, wie sie in Österreich heißen, wohl schon eher.
Letztlich habe ich sowieso keine andere Chance. Andere Therapien helfen nicht. Wie gesagt, ich habe alles durch, Krankengymnastik, PMR, Isometrische Übungen, Muskelaufbau (das schlimmste für mich), schwimmen, röntgen, MRT, CT, nur die Proliferationstherapie noch nicht.

Ich habe mich hier nur daher deutlich der traditionellen Chiropraktik zugesprochen, damit der Leser nicht denkt, ich lasse mich alle paar Tage vom Orthopäden einrenken, denn damit hat das nix zu tun.

Hallo,

lies Dir mal meinen Artikel im Archiv vom 4.11.07 durch: Hand kribbelt u. Finger stehen komisch ab.

Leidensgenossin Rosa

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Hallo Heiko
Als Arzt UND ähnlich geschlagener Patient muss ich Dir leider mitteilen, dass -so hilfreich eine vorübergehende gute Chirotherapie ist- die wiederholte Anwendung derselben mest nicht sonnvoll ist.
Erstens, weil es af Dauer nichts mehr brint und zweitens, weil es ja doch eine verhältnismäßig und vergleichsweise heftige Manipulation der Wirbel und vernindenden Elemente darstellt.
Ich kann Dir also nur raten, mit der Chirotherapie aufzuhören und zu einer langfristig sowohl schonenderen als auch effizienteren Behandlungskombination überzugehen.
Ich selber habe seit vielen Jahren eine gute Krankengymnastin, die mir verschiedene Übungen zum Selbermachen zeigte und mich auch von Zeit zu Zeit durch Extensionen (Muskeldehnungen und Wirbelsäulenstreckungen, sanft, mit ihen Händen) behandelt.
Des weiteren habe ich eine exzellente Masseurin., die mich von Zeit zu Zeit durchwalkt, was ebenso wichtig ist.
Die von den anderen Usern hie auch angesprochene begleitende Psychotherapie (evtl. auch Körperpsychotherapie) ist ebenfalls anzudenken.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

bei den Nachteilen der Chirotherapie stimme ich Dir zu. Bei der Chiropraktik nicht. Einer Chirotherapie unterziehe ich mich nur im allerschlimmsten Notfall, etwa im Urlaub. Ansonsten muss ich die Chiropraktik in Anspruch nehmen.
Dabei werden die Wirbelgelenke nur innerhalb des normalen Bewegungsausmasses manipuliert, wobei die das Gelenk sichernden Bänder und Muskeln nicht überdehnt werden können; zum anderen belegen gross angelegte amerikanische Studien, dass durch wiederholte chiropraktische Behandlungen ein positiver Reiz auf die Wirbelsäule ausgeübt wird, der zu einer Straffung der Bänder und damit zu einer Stabilisierung der Wirbelgelenke führt.
Diese Studien haben ergeben, dass zwei sechzigjährige Amerikaner, der eine regelmässig chiropraktisch behandelt und der andere nicht, sich darin unterscheiden, dass der behandelte eben nicht den Verschleiss seiner Wirbelsäulengelenke zeigt, den der andere altersentsprechend mit sich bringt.

Werden Blockierungen NICHT mobilisiert, dann gibt es langfristig Probleme mit den Bändern, da diese dann unter ständiger Überdehnung stehen.

Auch, wenn das nicht so wäre, hätte ich ohnehin keine Wahl. Hättest du vergleichbare Symptome, bliebe dir auch keine Wahl. Ich habe stationäre Aufenthalte hinter mir, viel Hokuspokus von Ärzten, Orthopäden und Neurologen. Keiner hat vor 14 Jahren erkannt, dass Wirbelblockierungen vorliegen.

Bitte entschuldige, aber ich lasse mich nicht mehr freiwillig von einem deutschen Arzt bez. dieser Symptomatik behandeln, sei denn, dieser hat im Ausland ein (in aller Welt nur hier nicht) anerkanntes Studium der Chiropraktik ablegegt.

Ich habe in Deutschland noch keinen einzigen Arzt kennengelernt, der sich mit der traditionellen, schonenden Chiropraktik auskennt. In meiner Praxis habe ich Patienten mit OP-Termin zwecks Bandscheinbenvorfall o.ä. gesehen, die nun wieder laufen können, ohne Schmerzen. Ich habe Patienten gesehen, die im Rollstuhl in die Praxis gekommen waren und nach wenigen Behandlungen wieder laufen konnten. All diese Patienten haben jahrelange Erfahrungen mit der Schulmedizin hinter sich. Eine Patientin war zuvor bei über 60 (!!) deutschen Ärzten, Orthopäden, Manualtherapeuten, Psychologen, Neurologen…ohne Hilfe. Hilfe bekam sie durch Chiropraktik.