Hallo Nina,
Ja,„Einrenken“ KANN gefährlich sein. Zumeist habe ich das aber nur bei Orthopäden erlebt, die eben nur die Zusatzausbildung haben und nicht mehrere Jahre NUR genau das studiert haben, mit wesentlich mehr Praxisstunden, als das Medizinstudium bietet.
Wenn ich mir überlege wie oft wir in unserem Studium das Einrenken speziell an der Halswirbelsäule üben und welchen Respekt wir davor haben, würde ich das manchem Orthopäden wünschen. (Auch meinem)
Bei mir hat auch noch nie ein Arzt vorher ein Röntgenbild gemacht.
Und eine Verwandte von mir liegt seit einer Einrenkaktion im Koma.
Der liebe Arzt hatte nicht nach sogenannten Kontraindikationen gefragt, sonst hätte er entdeckt, das die eigentlich erst 42 Jahre alte Frau starke Zystennieren hat und dadurch nicht den Blutdruck einer 42 jährigen und das dazu häufig Aneurysmen an der Schädelbasis dazu gehören sollte er wissen.
Knack, Sickerblutung, Koma…
Ich lasse mich trotzdem noch einrenken.
Warum:
Eine gut ausgeführte „Mobilistionstechnik“ ist sanft und effektiv! Kurz gesagt: Ein Segen.
Und da ich keinerlei Kontraindikationen habe, evtl unbekannte Aneurysmen auch bei anderer Gelegenheit aufbrechen können, nehme ich den Nutzen daraus erst mal mit.
Wer führt die gut aus?
Diejenigen, die die entsprechende Ausbildung dafür haben, also 5 - 6 Jahre Studium der Chiropraktik (ECHTE Chriopraktiker!) oder Osteopathen.
Für mich gehört immer dazu: Vorher untersuchen und befragen, zum einen auf Risikofaktoren hin, zum anderen Ursachensuche, denn sie muss nicht da liegen, wo Du die Schmerzen momentan hast.
Wenn zum Beispiel ein Beckenschiefstand vorliegt, behandel ich den zuerst (auch als Prophylaxe, damit Du lange was von der Th. hast) dann „renke“ ich ein, dann geh ich an die Muskeln, die entw. die Blockade verursacht haben, oder unter ihr gelitten haben, und löse die Verspannungen.
Danach das ganze warmhalten, evtl mit Finalgon oder anderem einreiben, evtl. auch mal über Nacht die vom Arzt verschriebenen Muskelentspannungsmittel nehmen und das ganz sieht viel besser aus.
In der Osteopathie haben wir Techniken gelernt die ganz viele Komponenten am Wirbel einstellen und damit die gefährliche Bewegung, also die Rotation gering halten.
Bei diesen „Multileverage“ (Hebel) techniken hat man in Studien nachgeschaut, wieviel der Kopf mit der HWS nun rotiert und es war immer innerhalb des normalen Bewegungsausmaßes!!
Ich merke mir nicht mehr jede Studie im Detail, wüsste aber, das ich Paul Klein von der Freien Universität Brüssel fragen könnte. (Dort Prof. für Biomechanik und immer auf dem neuesten Stand insgesamt.
Paul Klein führt auch freiwillig eine Statistik, zusammen mit anderen Osteopathen, über Unfälle durch Einrenken und das länger als 10 Jahre.
Diese Unfälle waren ca 10 Stück gegenüber den Chiropraktikern in der gleichen Gegend, bei denen ich nicht weiß, welchen Ausblildungstand die haben, mit 200 Stück.
Es gibt auch andere Techniken, das ist nur das, was ich gelernt habe.
Desweitern ist Einrenken an der BWS am ungefährlichsten, an der HWS am gefährlichsten und an der LWS gefährlicher als an der BWS.
Hat was mit dem Aufbau der Abschnitte zu tun.
So, was jetzt machen.
Die Meinungen über was man muss, und was nicht, gehen weit auseinander. Zum einen kann man es sanft versuchen, aber aus meiner Erfahrung brauchen länger bestehende Blockaden einmal eine stärkere Behandlung. genauso wie sehr lang verspannte Muskeln kräftigere Griffe brauchen. Mir hilft das NUR Sanfte nicht auf Dauer! Die Mischung macht es und ie richtige Einrenktechnik ist meiner Meinung nach Sanft. Es ist eher so, das man dem Wirbel anbietet, sich zu lösen und es nicht mit Hauruck forciert!!! Das ist Wichtig!
Da es die BWS bei Dir ist, könntest Du es probieren. Ich hab einen Arzt, der auch austestet, ob es überhaupt an den Wirbeln liegt, oder evtl,. Z.b. am Magen o.ä. Er macht applied Kinesiology und Osteopathen können da auch etwas mit anfangen. d.h. er renkt nur ein, wenn es wirklich am Wirbel liegt, also selten!
)
Worum Du nicht herumkommst ist vielleicht mal insgesamt gucken zu lassen, was „schief“ ist. Evtl Gesohnheiten zu überdenken und HAltuns- und Muskelaufbau zu betreiben.
Da mag ich gerne für: Cantienica und Brügger-Therapie, findest Du beides beim Googeln. Selbst machen muss man es trotzdem noch.
Puh, war das lang!
Ich hoffe, es hilft ein wenig beim Orientieren
Gruß
Kathy