Hallo,
Kürzlich wurde hier die Bedeutung des Cholesterins als Riskofaktor bei der Arteriosklerose diskutiert.
Da von den meisten Diskussionsteilnehmern hier Wert auf Wissenschaftlichkeit gelegt wird
möchte ich hier aus einem Artikel zitieren, verfasst von Prof. Dr. H. Robeneck vom Institut für Arterioskleroseforschung der Uni Münster sowie von Dr. G. Pandalis und Dipl. Biol. C. Klein. Titel der Abhandlung „Die chronische Lüge ums Cholesterin“ erschienen in :
Naturheilpraxis 2/2002
„Cholesterin ist ein unerlässlicher Baustein von Zellmembranen, vor allem in Nerven und Gehirnzellen.
Überdies ist die Substanz eine wichtige Vorstufe für die verschiedensten steroidischen
Verbindungen im Körper:
Dazu gehören …Gallensäuren als auch Provitamin D, die Sexualhormone Progesteron,
Östrodiol, Androsteron und Testosteron…Aldosteron…Cortisol.
Das eigentliche Risiko in Bezug auf Arteriosklerose entsteht erst dadurch, daß LDL-Partikel
aufgrund von schädlichen Einflüssen verändert werden können.“
„ So wird aus LDL sogenanntes oxoLDL“
„Befindet sich viel oxidiertes LDL in der Blutbahn, so nehmen vor allem die Makrophagen mehr oxoLDL auf, als sie verstoffwechseln können. Sie werden zu Schaumzellen umgewandelt, die wiederum Wachstumsfaktoren ausschütten, die die Proliferation von glatten Muskelzellen und die Bildung von Bindegewebe in der Gefäßwand stimulieren.
So kommt es dazu, daß „verfettete Makrophagen“ sich in der Gefäßwand ablagern und von
Muskelzellen und Bindegewebe überwuchert werden.“
„Interessant für diese Entwicklung ist also nicht der Cholesterinspiegel an sich, sondern viel eher der Oxidationsstatus des vorhandenen Cholesterins. Da dieser sich mit heutigen Methoden jedoch nicht messen lässt, wird uns weiterhin mit einer Artefaktmessung
(Cholesterinspiegel) Angst gemacht.“
Gruß
KH