Hallo Strubbel,
über die Frage, ob es betreffend den Zusammenhang Ernährung/Blutcholesterinspiegel Menschen mit unterschiedlichen Dispositionen gibt, brauchen wir glaub ich nicht noch einmal diskutieren - um des Kaisers Bart auch nicht. Aber das:
natürlich müssen diese leute teurere lebensmittel bis an ihr
lebensende kaufen
ist - mit Verlaub - Unfug.
Ich gehöre zu den Wunderwesen, die per Ernährung (natürlich nicht nur damit) den Blutcholesteringehalt in den Griff bekommen können. Sogar bei hemmungslosem Weiterrauchen.
Und ich stell jetzt grade gegenüber, was da billiger und was teurer geworden ist.
Haufenweise Äpfel statt Candybars und Konsorten: Billiger
Käse sehr selten (um den tuts mir schon leid): Billiger
Vogelfutter statt Croissants, Butter, … zum Frühstück: Billiger
Linsenmus statt Wurscht auf der Stulle: Billiger
Selten mal ne Rehkeule oder einige Wachtelchen oder dergleichen statt öfter mal ne Currywurst: Ungefähr gleich, geringfügig teurer.
Rindfleisch gekocht statt gebraten: Billiger, weil in Reichsdeutschland ein Tafelspitz oder eine Ochsenbrust im Vergleich zum Hl. Rumpsteak nicht so viel kostet.
Doraden, Schwertfisch, Bacalau und Konsorten statt Kässpätzle, Zwiebelrostbraten,…: Teurer, das geb ich zu
Schwerpunkt bei warmen Mahlzeiten Gemüse, gedämpft, mit einem ordentlichen Schluck Oliven- oder Walnussöl angerichtet: Wegen der Öle teurer - aber auf gutes Öl steh ich sowieso. Wäre teurer geworden, wenn ich jemals gerne Müllgemüse gegessen hätte.
Lieber ein Viertel Roten als drei Halbe Bier: Geringfügig teurer, weil beim Roten meine Ansprüche relativ höher sind.
Spirituosen quasi Null: Billiger
Tee statt Kaffee: Billiger, obwohl ich schlechten Tee verabscheue.
Und sekundär:
An möglichst vielen Sonntagen entweder betulich 20-30km zu Fuß runterschrappen oder den Garten versehen oder gemütliche 50km auf dem Radel: Billiger, weil diese Dinge mit der ÖPNV-Monatskarte eh leichter und vergnüglicher gehen als mit dem Auto.
Per summa: Draufzahlen tu ich eigentlich bloß mit der Altersversorgung, die ich hoffentlich brauchen werde. Dafür hab ich im Gegenzug eine gewisse Aussicht auf noch einige Jahre, die ich länger unausstehlich sein kann - das gleichts dann wieder aus.
Beiläufig: Bei einem früheren Arbeitgeber, der sich mit der Erhebung von Marktdaten für die Pharmaindustrie beschäftigt, konnte ich mich davon überzeugen, dass der Internist, der mir die Anleitung für die genannten Dinge gegeben hat, jedenfalls kein Pfizer-Fän ist. Auch aus diesem Grund hab ich ihn ausgesucht.
In diesem Sinne
MM