Cholesterin - Werte von Ernährung unabhängig

Seien Sie gegrüßt! Habe kürzlich aufgeschnappt, dass die Cholesterinwerte im Blut nun gar nicht von der Ernährung abhängen sollen. Sondern? Haben aber Wissenschaftler herausgefunden, war zu hören. Muss man also nicht darauf achten, was man isst? Wie senkt man sie denn dann aber bitte? Verwirrung, da hört man etwas ein Leben lang überall, die Nahrungsmittelindustrie bietet entsprechende Produkte, man nagt am Salat - und nun alles Kokolores? Na, ich danke für Erleuchtung :smile:

Hallo Bachiller,
Cholesterinwerte im Blut hängen nicht nur von der Ernährung ab. Es gibt auch andere Faktoren: erbliche Prädisposition, Dauerstress und Bewegungsmangel.
Mit Ernährung und Bewegung kann man auch bei erblicher Prädisposition sehr viel bewirken. Was die Nahrungsmittel"industrie" anbietet ist meist auch nicht das Wahre, am besten man ernährt sich fettarm (da hilft eine beschichtete Pfanne enorm, man braucht 3 Tropfen Öl für 4 Personen)regelmäßige Bewegung (Sport, Stiegensteigen statt den Lift zu nehmen, gehen/Rad fahren statt mit dem Auto etc).
Und nicht zu vergessen: ab und zu bewußt „sündigen“, so richtig opulent und kräftig zuschlagen bei schön fettigen Dingen, erstens hebt das die Lebensfreude und zweitens merkt man meist nach einer Zeit, dass die „verbotenen“ Dinge nicht mehr so gut schmecken wie früher, als man einfach nichts anderes gewohnt war, dann ist Ernährungsumstellung echt gelungen!
LG
Jutta

Hallo Bachiller,
Ähnliches habe ich auch in den Medien gehört. Ich würde erst einmal abwarten, denn in ein paar Wochen oder Monaten kommt bestimmt wieder etwas Neues in die Medien, das dem derzeitigen Stand wieder engegenspricht. Am besten wird es wohl sein, wenn Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens Ihre Cholesterinwerte besprechen.
Gruß,
Tomabella

Hallöchen!
Fakt ist, Cholesterin wird zwar über die Nahrung aufgenommen, doch die „Speicherung“ im Körper wird über die Gene gesteuert. Jedoch sollte man niemals die „Einzelbausteine“, die den Körper ausmachen, betrachten. Denn der Körper ist eine Einheit. Ist von einer Sache zu viel oder zu wenig da, streikt er. Das gilt für Vitamine und Mineralien genauso wie für Cholesterin und Fette. Deswegen sollte man sich auch umfangreich, jedoch GESUND!, ernähren (bekanntlich gehört McDonalds nicht dazu…)
Ich hoffe, die Antwort hilft weiter. Ilse

Hallo!

Die pauschale Aussage, dass die Cholesterinwerte nicht von der Ernährung abhängen ist sicherlich nicht richtig.
Wer viele tierische Fette, z. B. in Wurst, ißt, hat ein großes Risiko für einen erhöhten Cholesterinspiegel.
Es gibt allerdings auch Menschen, die sich supergesund ernähren und sportlich sind, die einen hohen Cholesterinspiegel haben. Das ist dann erblich bedingt und durch die Ernährung nicht zu steuern. Hier müssen Tabletten zur Senkung genommen werden.
Ein „normaler“ gesunder Mensch kann auf jeden Fall Einfluß nehmen, durch Aufnahme weniger tierischer Fette und Bewegung. Durch Sport z. B. kann eine Verbesserung der Werte gut erreicht werden.

Also, leider kein Freibrief für ungesunde Ernährung durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse!

Gruß!

Hallo,

nun, ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht - bei mir und bei meinen Kunden:

Man kann über eine Kohlenhydratreduzierte Ernährung mit mehr Eiweiß und gesunden Fetten sehr wohl die Blutfettwerte beeinflussen. Zumindest, solange es sich nicht um genetisch bedingte Erhöhungen handelt.

Die Triglyceride (ein Blutfettwert) ist z.B. direkt über die Menge der KH beeinflussbar. Das Cholesterin meistens auch. Allerdings sollte man auch auf die Kombination der Fettsäuren achten - also gesättigte Fett sowie einfach und mehrfach ungesättigte Fette. Bei den Omega-6 FS sollte man etwas Zurückhaltung üben, weil wir davon i.d.R. meist schon genug aufnehmen. Dafür sollte mehr Augenmerk auf die Omega-3 Fette gelegt werden, vor allem auf fetten Fisch.

Seitdem ich meine Ernährung entsprechend umgestellt habe, ist mein „gutes HDL“ vom Wert her mindestens so hoch wie das „böse LDL“ - es war auch schon höher. Und das LDL ist zwischen 70 und 98. Auch die Triglyceride sind meist unter 60.

Bewegung hilft übrigens auch das HDL zu verbessern.

Bloß Finger weg von den „ach so tollen Margarinen, Drinks etc.“, was die Werte senken soll. Das braucht kein Mensch. Meist nutzen es die, die es erst recht nicht brauchen - wenn ich diese Werbung schon sehe …

http://www.youtube.com/watch?v=H03_KZ2ZbwQ

Die Basis ist halt Gemüse, Salat und 2 Portionen Obst am Tag. Dazu ausreichend Eiweiß aus unterschiedlichen Quellen und gesunde Fette.
Die immer so heiß empfohlenen KH aus Getreide, Kartoffeln & Co. sind nicht erforderlich - es sei denn, man arbeitet körperlich anstrengend (z.B. auf dem Bau) oder ist Hochleistungssportler.

Gruß Maren

Sorry, grade bei der Ernährung wird jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Meine Werte sind allerdings immer eher dem augenblicklichen Körpergewicht als der Art der Nahrungsmittel angepasst.
Da aber Art der Nahrungsmittel und auch der Energieverbrauch das Körpergewicht beeinflussen, kann ich meine Blutwerte durch Ernährung und Verbrauch (Sport) in gewissem Maße beeinflussen.
Also: Es hängt zusammen, aber eben nicht so unmittelbar. Jedenfalls bei mir.
Ansonsten gilt der erste Satz.
Gruß, SirGeore

Cholesterin ist lebensnotwendig für viele Funktionen im Körper und wird zu einem großen Teil vom Körper selbst synthetisiert. Es ist Zellwandbaustein, aus ihm werden Gallensäuren hergestellt und ist Grundbaustein von Hormonen. Nur ein Überangebot im Blut kann auf Dauer Gefäßverengungen hervorrufen. Der Körper stellt täglich ca. 1500 mg Cholesterin selber her. Durch die Nahrung sollten täglich ca. 300 mg aufgenommen werden, damit sich die Blutwerte in einem gesundheitlich optimalen Bereich aufhalten. Tatsächlich nimmt der Durchschnitt der Bevölkerung ca. 600 mg durch Lebensmittel tierischer Herkunft pro Tag auf. Im Verhältnis zur Eigenproduktion ist dies der geringere Teil. Seit vielen Jahren wird propagiert, dass durch die Ernährung Cholesterin eingespart werden kann. Das ist tatsächlich richtig, macht aber deutlich, dass der größere Teil nicht durch Ernährung beeinflussbar ist. Wesentlich ist dabei, welches Cholesterin in welcher Menge im Blut vorhanden ist. Deshalb werden bei Cholesterinuntersuchungen sowohl HDL und LDL gemessen. Für den Cholesterinspiegel ist weiterhin bedeutend, wie die körpereigene Cholesterinproduktion funktioniert. So gibt es Menschen, die aufgrund Ihrer Genetik viel Cholesterin produzieren. Weitere Stellgröße ist der allgemeine Lebenswandel. Wer sich oft in hohem Maße Stress aussetzt produziert mehr Cholesterin. Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, sorgt dafür, dass die Werte sinken. Im Sinne einer gesunden, cholesterinbewussten Lebensweise, sollte der überwiegende Teil der konsumierten Lebensmittel pflanzlicher Herkunft sein, weil nur tierische Lebensmittel Cholesterin enthalten. Weiterhin sollte auf eine ausgeglichene Lebensweise geachtet werden, in der Bewegung und Entspannung eine wichtige Rolle spielen. Diese Empfehlung gilt im besonderen Maße für Menschen, die aufgrund der erblichen Veranlagung zu einem hohen Cholesterinspiegel neigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit Ihre Frage beantworten.

MfG Elisabeth Possenriede

Ja die Ernährung ist schon wichtig ,aber so wie es die Ärzte vorschreiben ist es nicht richtig. Es sind nur vereinzelte LM die den Wert ansteigen lassen ,also man muss nicht nur Salat essen.
http://www.stern.de/ernaehrung/erkrankungen/choleste…

Guten Abend,
weshalb wollen Sie denn Ihren Cholesterinspiegel überhaupt senken? Über die Nahrung ist so gut wie nichts zu machen. 90% des Cholesterins erzeugt der Körper selbst, weil der es braucht und sich nicht auf eine ungeregelte Zufuhr über die Nahrung verlässt. Kriegt er über sehr cholesterinhaltige Nahrung ein Zuviel,so regelt er seine Produktion runter. Also mit Nahrungsumstellung im Sinne einer strengen Diät sind ein paar % des Cholesterins zu senken. Aber wer macht das schon über eine längere Zeit und wozu auch. Ich zitiere aus Wikipedia, wo eine Studie aus 2006 zusammengefasst wird:" Weder das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen noch das Risiko für Schlaganfall, noch das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen konnte durch die Ernährungsumstellung
(weniger Fett, mehr Obst und Gemüse)reduziert werden."
Wenn man weiß, dass die keineswegs ungefährlichen Cholesterinsenker die höchste Einnahme im Medikamenten-
markt bringen, dann kann man verstehen, dass ganze Seilschaften bis runter zu den Apothekern gerne davon profitieren und auch wollen, dass es so bleibt. Deswegen wird die Cholesteringefahr völlig überbetont. Wobei jeder Kundige weiß, dass z.B. Bluthochdruck und Diabetes ein ganz anderes Gefahrenpotential darstellen.
Wissenschaftliche Ausführungen zu Cholesterin finden Sie also z.B. bei Wikipedia -sehr interessant. Ans Herz legen möchte ich Ihnen aber ein Skript von Ulrike Gonder, einer ausgewiesenen Fachfrau und Kritikerin des ganzen Cholesterinunwesens. Sie finden es, wenn Sie bei Google folgenden Halbsatz eingeben: Cholesterin: die Wissenschaft vergiftet
Es ist der 3. Link. Das Skipt ist zwar von 2003, aber die Ausführungen und Schlussfolgerungen sind immer noch gültig. Arbeiten Sie sich durch die 15 Seiten durch -ist übrigens sehr flüssig und verständlich geschrieben- und Sie werden aus dem Staunen und sich Wundern nicht mehr heraus kommen. Ich garantiere Ihnen, Sie haben dann bezüglich Cholesterin eine ganz entspannte Einstellung.
Viel Erfolg!
A. Hellendahl

Halllo,

das ist tatsächlich so. Es ist viel Theater um die Senker anzubringen. Der Körper stellt doch selbst Cholesterin her. Es gibt ein tolles Buch „Die Cholesterinlüge“.

Alles Gute
Renagk

Hallo,
in der Medizin ändern sich ständig die Dinge. was heute gut ist, ist morgen schlecht und übermorgen vielleicht doch wieder gut.ich gehe immer mehr dahin, auf meinen ( hoffentlich ) gesunden Menschenverstand zu vertrauen.In Punkto Ernährung bedeutet das für mich, worauf ich Lust habe, das braucht mein Körper !

Hallo, leider eine Korrektur nötig. Es ist bezüglich Ulrike Gonders Skript nicht der 3. sondern der 5. Link. Heute geht einfach alles rasend schnell. Sorry
A. Hellendahl

Hallo
Das Cholesterin wird im Körper gebildet und kann da schon zu hoch sein. Das ist meist anlagebedingt und man kann gar nicht immer etwas dagegen machen.
Doch trotzdem ist es gut, bei der Ernährung darauf zu achten, dass man nicht noch viel mehr Cholesterin zu sich nimmt.
Gruss Brigitte

Ich will versuchen, Dir einig Gedanken dazu zu vermitteln.Ich selbst habe mit den Colesterinwerten keine Probleme, meine Frau hat erhöhte, aber noch unbedenkliche Werte. Ihre Ärztin war für sofortige Medikamentenverschreibung! Wir haben aber mit einer gemischten Ernährung mit wenig Fleisch gute Erfolge erziehlt. Zumindestens dachten wir dass es damit zusammenhängt.Kürzlich habe ich mir von der Bibliothek ein Buch geholt,das mir die Hintergründe aufzeigte. Dort wird gut und einfach erklärt, dass alles auf unbegründeten Behauptungen beruht und die Festlegung der Colesterinwerte sehr abenteuerlich ist. Ich empfehle Dir das Buch von Udo Pollmer, „Lexikon der Ernährungsirrtümer“.Das fand ich sehr gut! Viel Erfolg!
stick

Hallo
Das ist so viel ich weiss, nur die halbe Wahrheit. Isst man jeden Tag ein Ei (oder sonst sehr Cholesterinhaltig) so kann das den Blutwert schon beeinflussen. Ist man aber an einem Tag 7 Eier und den Rest der Woche nicht, so hat das den geringeren Einfluss. Der Grund ist, dass der Körper selber auch noch Cholesterin herstellt und wenn man einmal viel zu viel ist, das überflüssige Cholesterin einfach wieder ausscheidet. Hält man aber den Spiegel immer hoch, so ist das auf die Dauer nicht gut. Es ist aber so, habe ich auf jeden Fall auch schon gelesen, dass je nach Veranlagung, die Blutwerte durch Ernährung mehr oder weniger beeinflusst werden können. Aber bei der Ernährung ist es meist das Selbe, irgendwann kommt wieder eine Studie heraus, welche genau das Gegenteil behauptet. Daher meine Persönliche Meinung: Wenn man sich ausgewogen ernährt, sich genügend bewegt, dann macht man sicher nicht viel falsch.
Liebe Grüsse
Nina