Christ und hilfe

Hallo.

Mir st das ehrlich gesagt einbischen peinlich xD.
Mir geht es in letzter zeit zimlich schlecht!
Ich bin sehr gläubig habe aber irgendwie probleme.

Ich habe das gefühl das ich egal was ich mache, ich sündige. Egal was ich mache. bevor ich etwas tue überlege ich mir ob es ruichtig oder faltsch ist, komme aber auf kein Ergebinss und dan ziueht mich sehr runter.

Dazu mal ein Beispiel: Bei uns in der Nähe gibt es einen Baggersee, da steht vorne dran: „Betreten verboten“, doch eig. geht da vile hin schwimmen. Auch meine Freunde, und ich früher auch. Jetzt überlege ich ob ich das als Christ überhaupt darf weil da ja „Betreten verboten“ dransteht. Dach zu meinen kumpels zu sagen: „da steht dran man darf da nicht rein, ich gehe da nicht rein“ istja auch einbischen blöd.

Ich bin zimlich fertig. Das da oben ist ja nur ein beispiel, so geht das den ganzen Tag. Ich habe selber zimlich angst vor Gott, obwohl ich mir immer sage das ich das nicht brauche.

Ich schreibe das jetzt mal hierein weil ich selber da nicht mehr mit Klaa komme.

Ich glaube ich bin sowieso von der psyche her zimlich krank. Früher hatte ich immer ein gutes gefühl bei allem was ich gemacht habe, weil ich immer wusse: 2Gott liebt mich". jetzt denke ich mir das auch noch, doch habe nur so ein lasches gefühl.

Hallo

Mal das Wichtigste voraus: Gott liebt dich, auch wenn du dich nichts davon „spürst“ :smiley:

Mir persönlich ist es immer eine grosse Hilfe, wenn ich solche Fragen direkt mit anderen besprechen kann. An deiner Stelle würde ich mich mal umschauen, wo es in der Nähe eine Kirche oder Gemeinde hat, in der du dich wohl fühlen könntest. Heute morgen war ich z.B. mal besuchsweise in der Evangelisch-methodistoschen Kirche hier im Ort und hatte dort ein gutes Gespräch mit der Pfarrerin: solche Menschen haben einen fundierten Hintergrund um dir gut bedachte Antworten geben zu können :wink:
Ich wünsche dir, dass du mit deinen Fragen bald jemanden zum Reden findest!

Hallo F11,
witziger Name. Was Du beschreibst, drückt halt zuallerst das aus, was den Menschen ausmacht. das was er tun soll, macht er nicht, das was er nicht tun soll, das macht er. Guck Dir Adam und Eva im 1. Buch Mose an. Sie leben im Schlaraffenland, haben alles, leiden keinen Mangel. Wahrscheinlich war es da schon etwa so, wie es mal im Himmel sein wird. 99 % der Dinge, die es dort gab, waren in Ordnung, nur dieses 1 % war ihnen nicht erlaubt, nämlich vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen. Trotzdem war das viel reizvoller als alles andere. Ich bin froh, dass Gott uns diese Freiheit der Entscheidung für ihn oder gegen ihn zu sein, da er keine Marionetten will. Und so sollst Du auch keine marionette sein, die nur darauf schaut, wo lauert das Böse und wie kann ich in die nächste Falle tappen. Gott liebt Dich grenzenlos, weil er weiß wie wir sind. Er hätte sich doch die ganze Geschichte mit uns ersparen können, hat er nicht getan. Er will uns. Aus dieser Liebe mit der er uns liebt und die am deutlichsten in Christus sichtbar wird, soll uns dazu bringen, Gott aus freien Stücken wieder zu lieben. Dazu gehört dann auch, gemäss unser Erkenntnis zu handeln. Wenn Du weißt, dass etwas falsch ist, dann tue es nicht. Lerne, so zu handeln. Du wirst Deine beziehung zu Gott nicht verspielen, wenn Du in diesem Badesee baden gehst, so kleinlich ist Gott nicht. Aber vielleicht ist das ein gutes Übungsfeld für Dich, dort nicht mehr hinzugehen. Gott hat uns die Gebote gegeben, damit sie uns helfen, damit sie uns einen Spiegel vorhalten und Dir sagen, handele nicht gegen sie, es tut Dir in der Konsequenz nicht gut. Gut in den Geboten geht es um Sünde, die Gott verabscheut. Aber nimmt dieses Schild als einen Hinweis, wie kann es mir helfen, einen geraden Weg zu gehen, darauf zu verzichten, sich in Gefahr zu begeben. Ich kenne einen
Fall, da ist jemand in einem baggersee ertrunken, obwohl es verboten war und dieser jemand war ein guter Schwimmer. Daraufhin hatten 2 Kinder keinen Vater mehr. Hätte er auf das Schild geachtet, würde er noch leben. Und wenn Du die gegen den baggerseec entscheidest, dann doch nicht deswegen, weil Gott es Dir verbietet, sondern weil es dort Menschen gibt, die diesen See für gefährlich halten und deshalb das Baden verbieten. Wir dürfen auch unseren gesunden Menschenverstand benutzen und nicht überall Gott vorschieben. Übe Dich im Widerstand gegen Versuchung, Sünde etc. und bitte Jesus um Kraft dafür, dass er Dir Stärke gibt. Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

Hallo,
Deine Anfrage lässt sich nicht mit wenigen Sätzen beantworten, sondern es scheint, als ob da vieles in Deinem Leben gerade gerückt werden müsste.
Sicher kann ich sagen, dass Gott Dich liebt und Du ihm wichtig bist. Hab keine Angst vor Gott, das ist ein Trick des Teufels.

John Ortberg hat gesagt: " Gott hat uns nicht dazu geschaffen, dass wir durchs Leben gehen und verzweifelt versuchen, Fehler zu vermeiden."

Darin ist alles gesagt: Du hast die Freiheit in Gott, nutze sie auf eine gute Weise.

Falls Du mehr Antworten brauchst, schreib noch mal!

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Hi!

Hier einmal mein Versuch dir weiterzuhelfen, also aufgepasst.
Im Fall mit dem Baggersee würde ich die Gemeinde fragen zu der er gehört und fragen ob das Schild noch von Bedeutung ist oder nicht, weil du da schon viele hast baden sehen. Und je nach Antwort gehst du dann noch zum baden dort hin oder eben nicht. Und zum Thema was sagen die anderen wenn ich sag ich geh da nicht hin,solltest du dir überlegen oder bei der Gemeinde sagen lassen weshalb man da nicht baden soll,das überzeugt die anderen dann vielleicht auch.
Das du dir bei allem Gedanken machst ob es richtig oder falsch sein könnte ist im Grunde nicht schlecht, doch solltest du regelmäßig dich mit dem Wort Gottes beschäftigen erledigen sich viele Dinge fast von alleine weil du dann weisst was Gott von dir grundlegendes möchte.
Und das beste zum Abschluß Gott liebt dich als sein Kind und hast du schon einmal Eltern erlebt die ihr Kind vor die Tür setzen nur weil es bei einem nicht so wichtigen Ding daneben gehauen hat? Wie viel mehr Liebe hat doch unser Vater im Himmel wie ein leiblicher Vater.
Ich wünsche dir viel Kraft und Erkenntnis des Herrn.

Hallo,
also dass Gott dich noch immer liebt, daran habe ich keine Zweifel.
Jesus als Gottes Sohn hat sich gegen Regeln aufgebäumt, die nur ausgeführt werden, weil es eben schon lange so gemacht wird. Ich schätze Jesus so ein, dass er sich für jede Regel die Frage gestellt hat: „Ist die Regel gut für den Menschen?“ Was das Schwimmen angeht: Tut es mir gut, da rein zu springen? Bin ich sicher, wenn ich das Schild übertrete oder bringe ich mich eventuell dabei in Gefahr? Sollte keine Gefahr bestehen (ist zu überprüfen!) und dir das Baden so richtig Spaß machen, dann wäre Jesus bestimmt mit dir ins Wasser gesprungen :wink: Er mag nämlich, wenn du dir selbst etwas Gutes tust und ein positives Verhältnis zu deinen Freunden hast. Sollte das Schwimmen an diesem Ort aber zu gefährlich sein, werden deine Freunde - wenn sie echte Freunde sind - vesrtehen können, wenn du nicht reinspringst.
Ich denke, wenn du dir bei allen Dingen die du tust die Frage stellst, ob es gut für dich ist und du dabei keinem Mitmenschen Schaden zufügst, ist alles erlaubt.

Wenn dieser Denkanstoß dir noch nicht weiterhilft, solltest du vielleicht eine Person - z. Bsp. ein Psychologe - aufsuchen, der ein offenes Ohr hat und mit dir auf konkrete Situationen eingehen kann.

Viele Grüße!

Hallo,

schwierig, auf so persönliche Fragen in einem Forum zu antworten! Ich kann daher kaum mehr als ein paar Fragen stellen und an der Oberfläche kratzen.

Erstmal finde ich es wichtig zwischen „Sünde“ (an sich) und „Sünden“ im Sinne von konkretem Fehlverhalten zu unterscheiden. „Sünde“ an sich meint, dass der Mensch von Gott getrennt lebt. Das ist einfach so, so leben wir auf der Welt. Jesus hat durch seinen Tod und seine auferstehung diesen Zustand beendet und uns eine Brücke zu Gott über den Abgrund des Getrenntseins gebaut. D.h. egal, was ich tue, der Weg zu Gott steht mir immer wieder offen und seine Arme sind weit offen, gerade für Menschen die ihre Fehler einsehen und bereuen (die anderen kommen ja gar nicht oder meinen das nicht zu brauchen).

Was konkretes Fehlverhalten angeht (also das wo sich Dein Gewissen meldet): Du bist als Mensch ja frei in Deiner Entscheidung, Dinge zu tun oder zu lassen. Wenn Du Dich z.B. dem Gruppenzwang beugst, ist das Deine Entscheidung. - Nur, egal was Du tust, lass Dir nicht den Weg zurück zu Gott vernebeln. Fehler eingestehen, Gott um Vergebung bitten - dann haben wir die Zusage, dass Gott uns annimmt und unsere „Sünden“ sofort und unwiderruflich wegwischt. Die Zuversicht auf einen großen und gnädigen Gott darfst Du Dir nicht rauben lassen. Du tust Dir selbst nichts Gutes damit, wenn Deine Gedanken an dem Punkt vernebelt werden.

Mit der Frage „psychisch krank?“ (klingt ziemlich krass!) könntest Du Dich an einen christlichen Psychotherapeuten wenden; ich habe selbst an dem Punkt nicht ausreichend Erfahrung. Und um hier tiefer einzusteigen, muss man sowieso richtig miteinander reden.

Ansprechpartner findest Du z.B. hier:
http://www.feuerflamme.de/katalog/show.php?rubrik_id…

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen.

lg

Stefan

Hallo F11!
Ich denke, jeder Mensch, der Jesus ernsthaft nachfolgen möchte, wird mit dem konfrontiert, was Du jetzt erlebst. Gott hat ja auch gesagt, Sei heilig, denn ich bin heilig.
Leider passiert es uns Menschen allzu schnell, dass wir dann glauben, wir müssten perfekt leben. Alles richtig machen, alle Regeln einhalten und Gott bloß nie enttäuschen.
Wenn das möglich wäre, hätte Jesus gar nicht sterben müssen, weil wir ja perfekt sein könnten. Aber wie Du auch merkst, geraten wir täglich an unsere Grenzen.
Ich glaube, bei Dir hat sich einfach ein Gedankenmuster verfestigt, aus dem Du Dich nun mit Gottes Hilfe wieder befreien musst. Das geht, aber es ist auch ein wenig anstrengend, finde ich. Ich habe mich auch schon in Situationen wieder gefunden, wo sich in mir Gedanken verfestigt haben, die mir und meinem Umfeld nicht gut taten. Als mir dass der Herr irgendann gezeigt hatte, fing ich an, folgendes zu tun: Jedes Mal, wenn ich wieder in dieser Richtung gedacht habe, hielt ich inne und bat Gott, meine Gedanken zu reinigen und mich mit seiner Liebe und seinem Heiligen Geist zu füllen. Ich habe bekannt, dass es Sünde ist, wenn ich solche schlechten Gedanken habe und das auch so vor Gott ausgesprochen.
Das tat ich dann ein paar Tage - und Wochen später ist mir plötzlich aufgefallen, dass ich diese Gedanken gar nicht mehr hatte!!! Paulus war es glaube ich, der davon sprach, dass wir Gedanken gefangen nehmen sollen.
Ich kenne Dich nicht, aber meinst Du nicht, dass es etwas vorschnell ist, sich psychisch krank zu nennen?
Zu Deinem Gefühl: hast du schonmal einen traurigen Film gesehen und bist dabei auch traurig geworden? Oder wenn in einem Film jemand gemein behandelt wird, dass Du dann wütend wurdest? Wut und Trauer sind auch Gefühle, die in diesem Zusammenhang durch eine Illusion, nämlich durch den Film, ausgelöst wurden. In anderen Worten: Gefühle lügen! Wenn Du im Moment nicht mehr so ein wonniges Gefühl in Bezug auf Gottes Liebe hast, dann sagt das erstmal nichts über Gottes Liebe für Dich aus.
Gott ist derselbe gestern, heute und für immer. Er liebt seine Menschen so sehr, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingegeben hat. Willst du wissen, wieviel Du ihm wert bist? Dann schau Dir an, wie hoch der Preis war, den er für Dich bezahlt hat: Das Leben Seines Sohnes hat er für Dich gegeben. So lieb hat er Dich, das ändert auch Dein ungutes Gefühl nicht.
Was Du für Dich selbst überprüfen musst: Gehst Du regelmäßig in eine Gemeinde?
Hast Du Gemeinschaft mit anderen Christen?
Liest Du regelmäßig (täglich) in der Bibel und hast Gemeinschaft mit dem Herrn im Gebet?
Mit Gott zusammen sein bedeutet, dass Er Dich verändern wird. Denke nicht so sehr an Deine Sünde, sondern an das, was Jesus für Dich getan hat.
In Philipper steht: „Er, der das gute Werke in Dir begann, wird auch treu sein, es zu vollenden.“ Gott lässt Dich nicht los. Er liebt Dich dazu viel zu sehr. Es gibt nichts, was Dich von der Liebe Gottes trennen kann (Römer 8).
Alles Gute wünscht Dir
Christina

Hallo F11,
leider musste ich erst mal eine Weile über deine Frage nachdenken, da ich gerade kurz zuvor eine recht ähnliche beantwortet hatte. Ich fragte mich, ob mich da jemand auf die Schippe nimmt, aber ich habe beschlossen, trotzdem ernsthaft zu antworten.

Mir geht es in letzter zeit zimlich schlecht!
Ich bin sehr gläubig habe aber irgendwie probleme.

Das eine schließt das andere nicht aus. Keiner hat uns versprochen, dass das Paradies losgeht, sobald wir glauben. Viele Christen haben viele Nöte. Da kannst du beruhigt sein, bei dir ist nichts „unnormal“.

Ich habe das gefühl das ich egal was ich mache, ich sündige.

Es gibt Situationen, da kann man sich nur zwischen Pest und Cholera entscheiden, es gibt keine „gute“ Lösung. Dann kann man beten und darum bitten, dass Gott einem helfen möge, sich richtig zu entscheiden. Und irgend wann muss man dann eben eine Entscheidung fällen.

Egal was ich mache. bevor ich etwas tue überlege ich mir ob es
ruichtig oder faltsch ist, komme aber auf kein Ergebinss und
dan ziueht mich sehr runter.

Dazu mal ein Beispiel: Bei uns in der Nähe gibt es einen
Baggersee, da steht vorne dran: „Betreten verboten“, doch eig.
geht da vile hin schwimmen. Auch meine Freunde, und ich früher
auch. Jetzt überlege ich ob ich das als Christ überhaupt darf
weil da ja „Betreten verboten“ dransteht. Dach zu meinen
kumpels zu sagen: „da steht dran man darf da nicht rein, ich
gehe da nicht rein“ istja auch einbischen blöd.

Na, verboten ist verboten, ist ja relativ klar. Aber da geht es nicht um Christ sein, das ist für jeden verboten. Auch für Atheisten und Buddhisten. Ich finde, auch als nicht gläubiger Mensch sollte man das Eigentum anderer achten und sich an die Regeln des Miteinanders halten.

Für Christen ist mehr die Frage: Wie stehe ich zu Jesus? Bin ich nur „gläubig“ im Sinne von „fromm“ und „gesetzestreu“ oder habe ich eine persönliche Beziehung zu Jesus? Lese ich sein Wort, um ihn besser kennen zu lernen? Rede ich mit ihm? So wie ich mit einem Freund reden würde, um zu wissen, was ihn freut und was ihn stört?

Ich bin zimlich fertig. Das da oben ist ja nur ein beispiel,
so geht das den ganzen Tag. Ich habe selber zimlich angst vor
Gott, obwohl ich mir immer sage das ich das nicht brauche.

Nun ja, Gott ist nicht der liebe Opi mit dem langen Bart. Der heißt nämlich Weihnachtsmann und den gibt es nicht. Gott ist schon wichtig, dass wir verstehen, dass wir Vergebung für unseren Lebensmist brauchen, aber er gibt sie uns gern, wenn wir sie annehmen wollen.
Wir sollten nicht dem Irrtum aufsitzen, dass wir unsere Chance auf Vergebung verbessern können, indem wir besonders brav sind. Vergebung ist für die Sünder und nicht für brave. Wir sind alle Sünder. Automatisch.

Wenn es so ist, wie du schreibst, hast du vielleicht noch etwas nicht verstanden. Vielleicht könnte da ein Gespräch mit einem netten, gläubigen und angstfreien Menschen helfen? Kann sein, dass das für dich ein ganz neues Bild ergibt.

Ich schreibe das jetzt mal hierein weil ich selber da nicht
mehr mit Klaa komme.

Ich glaube ich bin sowieso von der psyche her zimlich krank.

Wenn du wirklich denkst, dass du psychisch krank bist, dann ist das kein Problem für ein Forum, sondern dann lass das bitte abklären. Auch für psychische Probleme gibt es Fachleute, und manchmal ist schon der Hausarzt eine große Hilfe.

Früher hatte ich immer ein gutes gefühl bei allem was ich
gemacht habe, weil ich immer wusse: 2Gott liebt mich". jetzt
denke ich mir das auch noch, doch habe nur so ein lasches
gefühl.

„Gott liebt mich“ ist, wenn man älter wird, manchmal nicht genug. Dann muss man es genauer wissen. Das kann man aber nur, indem man sich mit Gott auch beschäftigt. Er will eine Beziehung zu dir. Frag ihn. Bitte ihn. Lies sein Wort. Rede mit Christen. Geh in Gottesdienste.

Ich wünsche dir alles Gute.

Hallo F11,

also zunächst mal: Dir muss dein Anliegen auf keinen Fall peinlich sein. Glaubenskrisen kommen vor und sind etwas ganz normales. Wichtig ist dabei, dass man sich mit anderen Christen und/oder Freunden austauscht, so wie du es ja gerade machst. Von daher: Super, dass du über dein Anliegen sprichst. Hut ab!

Ich hab mir erst auch mal überlegen müssen, was ich dir schreibe und habe deshalb bis zum WE mit der Antwort gewartet, damit ich etwas mehr Zeit habe. Ich habe auch parallel meine Mutter gefragt, welche Antwortidee sie für dich hat, da meine Mutter und ich ganz unterschiedlich unseren Glauben leben und ich dir zwei verschiedene Anregungen mitgeben wollte.

Ich gebe dir zunächst mal die Antwort meiner Mutter und schreibe danach meine Antwort. Die Antworten haben wir beide in Word vorgeschrieben und dann auf wer-weiss-was kopiert. Es kann sein, dass das mit dem Text kopieren und einfügen nicht funktioniert. Dann melde dich einfach nochmal.


Hier erstmal die Antwort meiner Mutter:

Hallo liebe/r Frageschreiber,

super, dass du dein Problem bei wer-weiß-was geschrieben hast, das dir mit Sicherheit nicht leicht gefallen ist.
Du schreibst von früher, dass du immer ein gutes Gefühl hattest bei allem was du getan hast und dass du wusstest, dass dich Gott liebt. Und jetzt denkst du das zwar auch noch, aber hast dabei ein lasches Gefühl.

Irgendwas ist wohl zwischen „früher“ und „jetzt“ geschehen, dass du jetzt nicht mehr die Freiheit hast Dinge mit Freude und ohne schlechtes Gewissen zu tun.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie belastend es für dich ist, vor allem Tun erst mal zu fragen ob es richtig oder falsch ist, dann zu keinem Ergebnis zu kommen und noch das Gefühl des Sündigens zu haben.
Eines kann ich dir mit Sicherheit sagen: wir alle machen ständig Fehler, treffen oft falsche oder gar keine Entscheidungen und sündigen. Aber, wir Kinder Gottes haben das große Glück, dass Gott auch aus unseren Fehler etwas Gutes machen kann. Bleib mit IHM im Gespräch, das ist das Wichtigste!

Das andere ist, dass uns Gott zur Freiheit berufen hat. Er will, dass es uns gut geht, dass wir Freude am Leben haben, dass wir die Liebe, die ER uns schenkt weitergeben, egal wie.

Ich geb dir einfach den Tipp, dass du ds Schöne siehst, das was du ständig geschenkt bekommst wie Essen, Wohnung, Luft zum atmen, Freunde/ Kumpels, die Vielfalt in der Natur, … Vielleicht hilft dir das, dass du die Angst vor Gott verlierst, der es doch gut mit dir meint und dich nicht los gelassen hat!

Du darfst gerne nochmals schreiben!


Also generell ist es ja nicht verkehrt, dass man sich Gedanken macht ob das was man tut richtig oder falsch ist. Das sollte meiner Meinung auch so sein und ich mache das zum Beispiel auch. So wie du es beschreibst klingt es jedoch eher danach, dass du dir diese Fragen zu oft stellst und sie dich deshalb eher fertig machen.
Der Glaube an Jesus fordert uns zwar heraus aber er ist nicht dazu da, dass wir uns selbst fertig machen und darin eingehen. Der Glaube soll aufbauend wirken und uns in unserem Leben helfen.
Bei dem Beispiel mit dem Baggersee, das du angebracht hast wüsste ich auch nicht eindeutig wie ich reagieren soll. Bei mir käme es ein bisschen darauf an, mit wem ich unterwegs bin. Ich habe z.B. verschiedene Freundeskreise:

1.) Mein christlicher Freundeskreis aus dem Hauskreis:
Wenn ich mit diesen Freunden in solch eine Situation kommen würde, könnte ich mein Problem (auch aus Sicht des Glaubens) offen ansprechen und diskutieren. Ich denke, dass wir am Ende uns darauf einigen würden, das Verbotsschild zu beachten und nicht in den Baggersee zu gehen.

2.) Mein nicht-christlicher aber vernünftiger Freundeskreis:
Mit diesen Freunden würde ich auf das Verbotsschild hinweisen und auch darüber diskutieren. Ich würde versuchen zu klären, warum das Verbot verhängt wurde. Wenn es z.B. deswegen verhängt wurde, weil die Besucher zu viel Müll ans Ufer werfen, würde ich darauf bestehen, nachher keinen Müll oder Spuren zu hinterlassen.
Oft ist aber nicht klar, wieso das Verbot verhängt wurde, deshalb würde ich einfach generell das Verbot ansprechen und einfach generell darauf achten, dass wir uns vorbildlich benehmen. Ich würde aber mitgehen, weil ich denke, dass ich das Betreten verantworten kann und auch dann auch mehr Einfluss auf das Verhalten der Gruppe habe.

3.) Mein nicht-christlicher und eher unvernünftiger Freundeskreis:
Mit diesem Freundeskreis wäre ein Betreten des Baggersees problematisch. Ich wüsste, dass meine Freunde sich nach dem Motto verhalten „Wir wollen Spaß haben, egal welche Auswirkungen das hat“. Ich finde so eine Einstellung blöd, weil wegen solchen Einstellungen erst ein Betreten-Verboten-Schild aufgestellt wird. Ich würde auf jeden Fall die Sache zur Sprache bringen. Ich würde da zunächst nicht meinen Glauben ansprechen sondern mit meinen Freunden versuchen, dass ihre Einstellung Verbotsschilder hervorruft und ich das schade finde. Wenn meine Freunde das nicht verstehen wollen und einfach nur auf ihren Spaß aus sind, dann widerspricht das meinen Glaubensgrundsätzen und ich würde nicht mit den Freunden mitgehen. Da wäre es wichtig ein Zeichen zu setzen. Schließlich sind wir als Christen das Licht dieser Welt und ich finde es wichtig Grenzen zu setzen, da wo Menschen nicht mehr auf andere Rücksicht nehmen und zu egoistisch werden.

Soweit zu dem Baggersee-Beispiel. Aber dein Problem reicht ja weiter, weil du dich ständig fragst, ob du etwas falsch machst und so wie ich das verstehe denkst du, dass du ständig sündigst, oder?

Also ich kenne das auch. Ich hatte so eine Phase auch eine Zeit lang und habe mich gefragt was ich da tun kann. Mein Problem damals war, dass ich mich nicht so richtig lieben konnte und immer dachte, dass ich nichts wert bin. Mir hat ein wenig das Doppelgebot der Liebe (Mt 22,37-40) geholfen:

Jesus spricht: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

Im zweiten Teil fiel mir dabei auf, dass Jesus sagt, ich solle andere lieben wie mich selbst. Da ist es die wichtigste Voraussetzung, dass ich mich erstmal selbst liebe und wertschätze und mich so akzeptiere wie ich bin.
Bei solchen Situationen wie auch bei dir, bei denen ich immer nicht so sicher war, was ich tun soll, habe ich dann einfach gebetet und Jesus gefragt, was jetzt gerade dran. Ich habe mein Anliegen dann so vor Gott gebracht, dass ich z.B. in etwa gebetet habe: „Herr, ich weiß gerade absolut nicht, was ich tun soll. Ich werde jetzt einfach mit zum Baggersee geben. Wenn du da anderer Meinung bist, dann melde dich bitte jetzt oder gehe mit mir.“
Meistens hatte ich dann ein Bauchgefühl oder einen Gedanken, der mir spontan kam. Nach diesem habe ich mich dann gerichtet. Manchmal habe ich auch gemerkt, dass das Problem nur in meinem Kopf ist und eigentlich kein Problem für Jesus sein sollte und dann könnte ich mich von meinem Grübeln auch befreien. Es wird aber auch vorkommen, das man merkt, dass man etwas, das man machen wollte, nicht machen soll. D.h.: Gebet in der spontanen Situation half mir. Ich bin mir sicher, dass Gott auch dir Antworten in so einer Situation gibt. Bringe dein Anliegen doch da einfach vor Gott wenn du dich wieder in so einer Situation befindest.

Mir fällt auch ein, dass wir uns neulich in unserem Hauskreis das Thema „Wer ist Jesus für mich?“ behandelt haben. Da haben wir uns überlegt, wie wir Jesus beschreiben würden. Es kamen dabei ganz unterschiedliche Rollen von Jesus raus:

  • Jesus als der liebevolle Kumpel
  • Jesus als der barmherzige Helfer
  • Jesus als der harte Richter
  • Jesus der Revoluzzer
  • und so weiter
    Am Ende kam dabei heraus, dass es nicht wichtig ist, welches Bild wir von Jesus haben oder wie wir uns Jesus vorstellen. Wichtig ist, dass wir uns von Jesus leiten lassen und den Mut haben ihn als unseren Chef im Leben auch wirklich anzuerkennen.

Ja soweit erstmal meine Gedanken zu der Sache. Ich kann mir auch vorstellen, dass dir eine Gemeinschaft mit Christen gut tun würde. Also eine Gemeinschaft mit der du offen über dieses Problem reden kannst und die dich mit deinen Fragen annehmen. Ein Austausch unter Christen ist da immer sehr gut.

Ich glaube übrigens nicht, dass du von deiner Psyche her krank bist. Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch hat seine Macken. Das ist normal aber deshalb ist man nicht gleich psychisch krank. Also mach dir keine Sorgen, wenn du denkst, dass du dir zu viele Gedanken zu etwas machst. Oft kommt das daher, dass man zu wenig Austauschmöglichkeit mit anderen Gleichgesinnten hat. Dann muss man halt einfach dafür sorgen, dass man diesen Austausch bekommt und seine Gedanken loswird. Sozusagen den Druck im Gehirn ablassen :smile:
Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisschen weiterhelfen. Wenn du weitere Fragen hast, melde dich einfach. Ich bin allerdings jetzt erstmal eine Woche weg und kann dir dann erst ab nächsten WE antworten.

Hallo lieber Leser & Christ

Ich möchte hier Ihrer Frage ein wenig näher kommen; aber das alles kann natürlich nur ein kleiner Teil dazu sein.

Zuerst ein paar Worte aus dem ewigen Worte Gottes dazu:
-aus Römer 8,31-39 :

Was wollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht geschonte, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt; wer ist, der verdamme? Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auch auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden“. Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Jakobus 2, 10-13

10 Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.
11 Denn der gesagt hat (2. Mose 20,13-14): »Du sollst nicht ehebrechen«, der hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten.« Wenn du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes.
12 Redet so und handelt so wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.
13 Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht."

Jakobus Kap. 4:

1 Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt’s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten?

2 Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet;

3 ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt.

4 Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.

5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen,

6 und gibt umso reichlicher Gnade? Darum heißt es (Sprüche 3,34): »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.«

7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.

9 Jammert und klagt und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit.

10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.

11 Verleumdet einander nicht, liebe Brüder. Wer seinen Bruder verleumdet oder verurteilt, der verleumdet und verurteilt das Gesetz. Verurteilst du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter.

12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der selig machen und verdammen kann. Wer aber bist du, dass du den Nächsten verurteilst?

So nun meine Persönliche Zusammenfassung:
Ich vermute, Du müßtest erst einmal vor Gott
treten und ihm ehrlich Deine Sorgen kundtun.
Da wird noch einige Zeit für in`s Land
gehen, bis das alles aus Dir herauskommt. Vergeben kann uns Christus alles- das ließt sich aus Jakobus 2,13. Aber wir haben nicht das Recht, uns nur halb auf den Weg zu Gott zu machen. Dazu gehört dann auch unsere Umkehr & das jeden Tag!
Kein Christ hat jemals dabei ausgelernt und ich spreche dabei auch aus eigener Erfahrung.

Gottes Schutz & Kraft für Dich!
Liebe Grüße von Heiko.