Hallo!
Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein
anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“
reagiert.
Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen,
was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä.
Hallo,
Also ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsene Atheistin. Mit Kirche assoziiere ich fast nur negatives, allerdings auf verschiedenen Ebenen.
Also zum einen Kirche=Gottesdients. Zum einen konnte ich schon als Kind nicht glauben was die da erzählten, zum anderen hat der Pfarer den Gottesdienst sehr langweilig gestaltet. Dann der mehr oder minder bestehende Zwang in die Kirche zu gehen,also nicht mir wirklichen druckmitteln, aber halt wenn du nicht mitkommen willst, dann musst du eben in der Zeit dein Zimmer aufräumen. Oder aber der Oma ists doch so wichtig, uns alle in der Kirche zu sehn. Also der soziale Zwang der „Gemeinschaft“ in ländlichen Regionen.
Kirchen als Gebäude = geh ich nicht so gern hin,weil mittlerweile erinnern mich Kirchen doch sehr an Beerdigungen, weil des welche der wenigen Anlässe (außer Hochzeiten…) sind zu denen ich noch in Kirchen gehen würde. Aber dann find ichs nur schwer erträglich. Ebenfalls an Allerheiligen auf dem Friedhof. Da erzählt der Pfarrer was von wegeg ewigem Leben, des macht mich innerlich echt irgendwie wütend sowas anhören zu müssen, da ich das als mangelnden Respekt vor dem Tod und den Verstorbenen empfinde.
Kirche als hierachische Struktur. Also in der Katholischen Kirche ist das ja viel stärker ausgeprägt als z.B bei den Evangelen. Und was die Gemeindemitglieder glauben, ist oft nicht das was Leute wie Papst oder irgendwelche Kardinäle und Bischöffe so äußern. Aber diese sprechen für die gesamte katholische Kirche. Ich glaub das ists was viele Gläubige so negativ über Kirche denken lässt. Diese zum Teil sehr veralteten Ansichten. Z.B. warum dürfen den Frauen nicht Pfarrer werden? Und Ministrantinnen oft nur, weil nicht genug Jungs zu finden sind, die das machen wollen? Ich finds total scheinheilig, was da in Deutschland zum Teil für Anti-Islam Hetzte läuft, während eine der hießigen Großkirchen selbst Gleichberechtigung so wenig achtet. Und ich nehm an, dass wird auch einige Gläubige beschäftigen.
Und dann, das was mich aktuell am meisten bei der Kirche stört. Die Kirchen haben immer noch sooo viele Privilegien, bei einer immer geringeren Anzahl an Gläubigen. Sogar im Osten, wo die Gläubigen nun wirklich in der Minderheit sind, haben sie die durch Staatskirchenverträge zugestanden bekommen.
Wer was drüber wissen will, kann sich gerne z.B.hier [url] http://www.laizisten.de/index.php?option=com_content… informieren
Also das würd ich dann mal Kirche=Machtapparat nennen. Und das dann in Verbindung damit gesehen, dass soziologische Studien zeigen, dass Glaube und Kirche immer mehr zwei getrennte Dinge sind - also es gibt immer mehr Gläubige die die Institution Kirche ablehen oder nur lieber ihren Glauben privat praktizieren auf der anderen Seite gibt es viele Kirchenmitglieder, die nicht religiös sind und sich auch nicht als katholisch, evangelisch, etc beschreiben, und dann schließlich gibt es viele die sich als evangelisch, katholisch etc. bezeichnen aber nicht an einen Gott glauben (wirklich!), und dann gibt es die Gläubigen, die z.B. wegen Kirchesteuer oder so nicht mehr Mitglied in der Kirche sind, aber trotsdem ihren Glauben kirchlich leben - da haben diese Kirchenprivilegien in der heutigen Zeit doch wirklich keine Berechtigung mehr!
denkt die Sophie