Christen und Kirche

Hallo!

Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“ reagiert.
Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen, was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä. Kirchen (ich schreibe das, ob wohl ich als Katholik nur von Kirche (Singular) reden dürfte, also: Kirchen sind für mich Gemeinschaften, die ihr Leben an Jesus ausrichten und „Kirchen“ sind Räume, in denen sich diese Gemeinschaften treffen zum Gebet, Gottesdienst feiern usw. Das ist eine Minimaldefintion: Es wäre schön, wenn weitere Definitionen kämen, um die grundsätzliche Frage nach Kirche hier einmal zu besprechen. Ich würde mich freuen, wenn weitere Vorschläge kämen.

Gruß

Heiner Kapp, Offenburg

Guten Abend,

Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein
anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“
reagiert.

Deine Feststellung könnte richtig sein. Ich habe den Eindruck, dass da eine Revolution von unten nach oben im Gange ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es z.B. lutherische, reformierte, katholische, neuapostolische und kirchenlose/ungläubige Menschen die in einem Kirchenchor mitwirken, der nicht ihrer Kirche entspricht. Wenn dann mal die eine oder die andere Kirche Gesang braucht, sind alle für einander da.
Es gibt auch Organisten, die mal hier und mal da spielen weil es weder ihnen noch den Pfarrern drauf ankommt, aus welcher Glaubensrichtung die Kirchenmusik kommt. Aber je weiter man in der Hierarchie nach oben geht, um so strenger werden die Grenzbestimmungen, habe ich den Eindruck.

Grüße

Pit

Hallo,

ich denke das Problem liegt darin, daß die Kirchen als Organisation eine absolute Deutungshoheit über das Christentum beanspruchen. Und das wird noch verschärft in Deutschland durch die Kirchensteuererhebung durch den Staat, die nun auch dem Gläubigen ein eindeutiges Bekenntnis zu ener bestimmten Kirche abverlangt.
Damit werden Grenzen gezogen, wo nach meinem Dafürhalten gar keine sein müßten und meines Wissens kennt zum Beispiel der Islam solche Grenzen nicht. Dort ist ein Gläubiger erst einmal ein Gläubiger und eine Moschee ein Gotteshaus für alle Gläubigen, obwohl es da ja auch verschiedene Strömungen und Richtungen gibt.
Wahrscheinlich haben sich die verschiedenen christlichen Kirchen da viel zu lange gegenseitig Knüppel zwischen die Beine gehauen und sich gegenseitig verteufelt, um da so ohne Weiteres einen normalen Umgang miteinander finden zu können. Und so lange in Rom einer sitzt, der für sich die allein richtige Deutungshoheit in Anspuch nimmt, wird es sowieso schwer.

Natürlich wird begrifflich vieles vermanscht. Kirche kann Gebäude sein oder die Summe der Gläubigen. Es kann aber auch sein, daß damit die offizielle Kirchenmeinung gemeint ist, die ja nicht unbedingt die meinung der Masse der Gläubigen sein muß, also die daß die obere kirchliche Hierarchie gemeint ist damit.
Im Übrigen würde ich es mal so sagen: Ich habe keine Probleme mit Gott. Nur mit seinem irdischen Bodenpersonal bin ich meist gar nicht so recht enverstanden.

Gernot Geyer

Hallo!

Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein
anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“
reagiert.
Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen,
was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä.

Hallo,
Also ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsene Atheistin. Mit Kirche assoziiere ich fast nur negatives, allerdings auf verschiedenen Ebenen.

Also zum einen Kirche=Gottesdients. Zum einen konnte ich schon als Kind nicht glauben was die da erzählten, zum anderen hat der Pfarer den Gottesdienst sehr langweilig gestaltet. Dann der mehr oder minder bestehende Zwang in die Kirche zu gehen,also nicht mir wirklichen druckmitteln, aber halt wenn du nicht mitkommen willst, dann musst du eben in der Zeit dein Zimmer aufräumen. Oder aber der Oma ists doch so wichtig, uns alle in der Kirche zu sehn. Also der soziale Zwang der „Gemeinschaft“ in ländlichen Regionen.

Kirchen als Gebäude = geh ich nicht so gern hin,weil mittlerweile erinnern mich Kirchen doch sehr an Beerdigungen, weil des welche der wenigen Anlässe (außer Hochzeiten…) sind zu denen ich noch in Kirchen gehen würde. Aber dann find ichs nur schwer erträglich. Ebenfalls an Allerheiligen auf dem Friedhof. Da erzählt der Pfarrer was von wegeg ewigem Leben, des macht mich innerlich echt irgendwie wütend sowas anhören zu müssen, da ich das als mangelnden Respekt vor dem Tod und den Verstorbenen empfinde.

Kirche als hierachische Struktur. Also in der Katholischen Kirche ist das ja viel stärker ausgeprägt als z.B bei den Evangelen. Und was die Gemeindemitglieder glauben, ist oft nicht das was Leute wie Papst oder irgendwelche Kardinäle und Bischöffe so äußern. Aber diese sprechen für die gesamte katholische Kirche. Ich glaub das ists was viele Gläubige so negativ über Kirche denken lässt. Diese zum Teil sehr veralteten Ansichten. Z.B. warum dürfen den Frauen nicht Pfarrer werden? Und Ministrantinnen oft nur, weil nicht genug Jungs zu finden sind, die das machen wollen? Ich finds total scheinheilig, was da in Deutschland zum Teil für Anti-Islam Hetzte läuft, während eine der hießigen Großkirchen selbst Gleichberechtigung so wenig achtet. Und ich nehm an, dass wird auch einige Gläubige beschäftigen.

Und dann, das was mich aktuell am meisten bei der Kirche stört. Die Kirchen haben immer noch sooo viele Privilegien, bei einer immer geringeren Anzahl an Gläubigen. Sogar im Osten, wo die Gläubigen nun wirklich in der Minderheit sind, haben sie die durch Staatskirchenverträge zugestanden bekommen.
Wer was drüber wissen will, kann sich gerne z.B.hier [url] http://www.laizisten.de/index.php?option=com_content… informieren

Also das würd ich dann mal Kirche=Machtapparat nennen. Und das dann in Verbindung damit gesehen, dass soziologische Studien zeigen, dass Glaube und Kirche immer mehr zwei getrennte Dinge sind - also es gibt immer mehr Gläubige die die Institution Kirche ablehen oder nur lieber ihren Glauben privat praktizieren auf der anderen Seite gibt es viele Kirchenmitglieder, die nicht religiös sind und sich auch nicht als katholisch, evangelisch, etc beschreiben, und dann schließlich gibt es viele die sich als evangelisch, katholisch etc. bezeichnen aber nicht an einen Gott glauben (wirklich!), und dann gibt es die Gläubigen, die z.B. wegen Kirchesteuer oder so nicht mehr Mitglied in der Kirche sind, aber trotsdem ihren Glauben kirchlich leben - da haben diese Kirchenprivilegien in der heutigen Zeit doch wirklich keine Berechtigung mehr!

denkt die Sophie

Hallo Ihr Lieben,

das ist jetzt gerade wieder eingetroffen, was ich eigenlich nicht wollte. „Kirchenschelte“ Bin ich denn der einizge „Idiot“ auf der Welt, der trotz persönlicher negativer Erfanrung nicht mit Kirche, sondern mit Kirchenleuten, und mit dem Wissen über die Kirchengeschichte , trotzdem noch gerne bei der Kirche bin.Nicht weil ich ein Masochist bin, sondern weil für mich Jesus und der Glaube etwas bedeutet. Vielleicht will ich es auch ein wenig besser machen, wie andere. Und wo habe ich sonst eine so große Chnace über Gott, Jesus und usnere christliche Hoffnung zu sprechen. Kirche kann, muss nicht, aber kann wirklich eine Art „Transformationsriemen“ sein, das Evangelium Jesu auf die Mneschen zu übertragen. Gibt es hier im Chat niemand, der Kirche in irgend einer Art positiv erlebt hat???Bitte melden. Das wäre schön
PS. Ich finde es merkwürdig, niemand findet es grauslig zum Deutschen Staat zu gehören, weil vor einigen Jahrzehnten dieser Staat millionenfaches Verbrechen verübt hat. Nur am Rande bemerkt, ich hoffe, Ihr versteht was ich im Blick auf eure „Kirchenschelte“ sagen will
Gruß Heiner

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Hallo Ihr Lieben,

das ist jetzt gerade wieder eingetroffen, was ich eigenlich
nicht wollte. „Kirchenschelte“ Bin ich denn der einizge
„Idiot“ auf der Welt, der trotz persönlicher negativer
Erfanrung nicht mit Kirche, sondern mit Kirchenleuten, und mit
dem Wissen über die Kirchengeschichte , trotzdem noch gerne
bei der Kirche bin.Nicht weil ich ein Masochist bin, sondern
weil für mich Jesus und der Glaube etwas bedeutet. Vielleicht
will ich es auch ein wenig besser machen, wie andere. Und wo
habe ich sonst eine so große Chnace über Gott, Jesus und
usnere christliche Hoffnung zu sprechen. Kirche kann, muss
nicht, aber kann wirklich eine Art „Transformationsriemen“
sein, das Evangelium Jesu auf die Mneschen zu übertragen.
Gibt es hier im Chat niemand, der Kirche in irgend einer Art
positiv erlebt hat???Bitte melden. Das wäre schön
PS. Ich finde es merkwürdig, niemand findet es grauslig zum
Deutschen Staat zu gehören, weil vor einigen Jahrzehnten
dieser Staat millionenfaches Verbrechen verübt hat. Nur am
Rande bemerkt, ich hoffe, Ihr versteht was ich im Blick auf
eure „Kirchenschelte“ sagen will
Gruß Heiner

Hallo Heiner,
Ich glaube du interpretierst die Beiträge nicht richtig. Oder unser Verständnis von Kirchenschelte ist sehr unterschiedlich. Also Kirchenschelte wäre für mich auf die Kirche zu schimpfen. In den Beiträgen wurde aber, so lese ich sie vielmehr -ja auch aus eigener negativen Perspektive der Kirche gegenüber, weil wie sonst könnte mensch Kirchenschelte verstehen, wenn mensch nicht selbst die ein oder andere Kritik hätte, - als Versuche zu erklären warum es die von dir bemängelte Kirchenschelte gibt.
Was du mit deinem PS sagen willst versteh ich nicht, auf was beziehst du dich da? Es wurde in den Beiträgen doch gar keine historische Kirchenkritik im Sinne von Kreuzzüge, Hexenverbrennung als Argument angeführt. Nur wenn dies der Fall wäre würde ich deine Argumentation auch nur annähernd nachvollziehen können. Die Beuträge beziehen sich doch auf aktuele Problematiken.
Keiner von uns hat dich als Idiot abgestempelt, weil du Kirche als possitiv erlebst. Ist das Problem vielleicht gar nicht so sehr die Kirchenschelte, sondern, dass du dich durch andere Standpunkte angegriffen fühlst?

Also du siehst Kirche=Gemeinde als etwas possitives an, sowie Kirche=die Struktur zur Vermittlung von Glauben? Nun, ich denke, dann liegt auch ein großer Teil der Kontroverse in der unterschiedlichen Füllung, des sehr vielfältigen Begriffs Kirche. Ich verstehe dass beide Begriffe für dich aus persönlicher Erfahrung heraus possitiv belegt sind. Den ersten gönne ich dir sogar, zumindest solange es nicht zu einer Diffamierung von Nichtgläubigen kommt, was in der Gemeinde/Gemeinschaftsstruktur durchaus angelet sein kann. Die Vermittlung des Evangeliums dagegen betrachte ich vom Standpunkt einer Atheistin aus natürlich als negativ, da ich dessen Inhalte schlichtweg nicht als wahr begreife. Solange diese Vermittlung jedoch lediglich auf freiwilliger Basis geschieht und die vermittelten Inhalte keinen Schaden anrichten, so stoßt du sogar hierfür auf Toleranz meinerseits.

Grüsse, die Sophie.

P.S. Die erste Komminion fand ich schön, große Feier viele Geschenke und den nächsten Tag schulfrei. Das ist mein possitivstes Kircherlebnis. (auch wenn aus Glaubensperspektive, schon damals nicht richtig) Außerdem war ich mal ne Zeitlang mit anderen Mädels in ner Kirchlichen Schönstadt-Kindergruppe im Dorf. Fand ich ne Zeitlang schon schön. (nur halt im Nachhinein betrachtet nicht gut. Kinder mögen halt basteln, singen etc., dass benutzen um sie an die Kirche zu binden. Also die Schwester die das geleitet hat wollte z.B. meine Freundin, die evangelische Eltern hatte und nicht getauft war zur katholischen Taufe überreden. Und dann gabs da die Marienweihen, wo die Mädels irgendwelche komischen Scwüre ablegen mussten, z:B. keine nackten Leute zu sehn. Und wir, also die anderen Kinder, die zwar in der Gruppe waren aber nicht zur „Elite“ gehörten die diese Weihen machten *g* überlegt, ob die jetzt überhaupt noch die Bravo lesen dürfen und ob die im Badeanzug baden und duschen müssen).
Hm, wollt eigentlich deinem Wunsch entsprechen und auch ein paar possitiver Erfahrungen schildern, hat aber leider nicht so gut geklappt, naja.

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Hallo,

na zumindest Dein Vergleich zwischen der Kirche und deutschland hinkt mächtig.
Die deutschen Regierungen haben sich von dem distanziert, was damals geschehen ist und haben sich entschuldigt und und auch finanzelle Wiedergutmachung gezahlt. Da ist ein bewußtsein des damaligen Unrechtes.
Aber die katholische Kirche beharrt heute noch darauf, daß sie sich nicht irrt und nie geirrt hat. Da gab es nie ein Eingeständnis von Schuld - in 2.000 Jahren nicht. DAberuft man sich sogar ausdrücklich auf die Kontinuität. Da hat niemand den Mut zu sagen, daß Papst sowieso üder das Konzil sowieso Scheiße gebaut hat.

Ungeachtet dessen: Was war, ist lange vorbei. Und mache Leute können halt nicht über den eigenen Schatten springen (wobei man es dann aber wenigstens auch vermeiden sollte, als moralische Instanz auftreten zu wollen - das wirkt dann nämlich immer nur unglaubwürdig).
Ich habe nichts gegen die Kirche, wem es etwas gibt, der mag da selig werden. Störend finde ich aber den Anspruch, alleine die Wahrheit vertreten zu wollen - das fordert ganz einfach den Wiederspruch förmlich heraus.
Ich bin souverän genug, anzuerkennen, daß ich nicht wirklich weiß, ob das, was ich Glaube absolut wahr ist und ich bin auch bereit, mich da einer ergebnisoffenen Diskussion zu stellen. Weshalb kann Benedikt in Rom das nicht? Wieso verbeißt der sich ernsthaft in Diskussionen über den Limbus, wo er doch gar nicht wissen kann, was da ober wirklich ist? Gott wird ihn schon noch richtig zuzammenscheißen angesichts dieser Anmaßung, wenn er ihn später trifft - der Himmel ist schließlig allein sein Ressort, da bestimmt nun wirklich kein Mensch, was es da zu geben hat und was nicht.

Ich zweifle wie gesagt nicht am ehrlichen Glauben der Gläubigen. Aber man möge dann auch nicht meinen Glauben von vorherein als irrig verwerfen.

Gernot Geyer

Hallo!

Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein
anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“
reagiert.

Ich denke, das liegt vor allem daran, dass die Kirche das ist, was nach außen sichtbar ist und auch nur das ist, was von Nicht-Christen wahrgenommen wird.
Für mich ist Christ-Sein in erster Linie auch eine Art Lebenseinstellung (ich weiß jetzt nicht, wie ich es besser bezeichnen kann). Das (Aus-)Leben des Christentums kann aber bemerkenswert unspektakulär sein und wird deswegen nicht so wahrgenommen, wie es „die Kirche“ als Institution ist- in den Medien erscheint es so, als ob Enzykliken, Dogmen, Papstreden etc. das alles beherrschende Thema für Katholiken ist, während keine Zeitung über die innere Einstellung zu Gott und der Bibel berichtet.

Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen,
was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä.

Für mich, wenn ich Kirche höre, denke ich eigentlich nur an die Institution kath. Kirche, was aber eigentlich nur daran liegt, dass ich mit ihr am meisten zu tun hatte.
Und um die Frage gleich zu beantworten: Ich denke, man braucht Kirchen (so wie du sie unten definiert hast, als Ansammlung von Gläubigen), nicht um zu glauben, aber um den Glauben leben zu können.

Kirchen
(ich schreibe das, ob wohl ich als Katholik nur von Kirche
(Singular) reden dürfte, also: Kirchen sind für mich
Gemeinschaften, die ihr Leben an Jesus ausrichten

der Definition könnte ich zustimmen, allerdings ist -wie schon gesagt- „die“ Kirche für mich mit kath. Kirche besetzt. Mein Opa z.B. ist Adventist und ich würde eher sagen „Er ist in einer kirchl. Geminschaft“ und nicht „in der Kirche“.

und
„Kirchen“ sind Räume, in denen sich diese Gemeinschaften
treffen zum Gebet, Gottesdienst feiern usw.

würde ich zustimmen

Das ist eine
Minimaldefintion: Es wäre schön, wenn weitere Definitionen
kämen, um die grundsätzliche Frage nach Kirche hier einmal zu
besprechen. Ich würde mich freuen, wenn weitere Vorschläge
kämen.

Was genau möchtest du jetzt mit der Definition erreichen? An der Tatsache, dass Christen als stumpfe Herdentiere, die ihren geld- und machtgierigen Oberen hinerhertrotten, wahrgenommen werden, werden alle Definitionen, auf die wir uns hier einigen könnten, auch nichts ändern. Oder habe ich dich falsch verstanden?

Gruß
Kati

Hallo!

Ich finde das Thema das du gewählt hast sehr gut. Ja Kirchen sollten ihr Leben an Jesus ausrichten nur tun sie es leider nicht oder sehr selten. Das sind meine Beobachtungen und ich traue mir das als Katholik durchaus zu sagen, da ich auch schon Kritik öffentlich darüber geäußert hab. Da sind einerseits sämtliche Diskriminierungen, so das ich verstehen kann, dass manche Menschen die Gottesdienste nicht mehr aufsuchen wollen.

Kirche soll in erster Linie den Menschen ein Stütze und Orientierung bieten. Das fängt bei der christlichen Nächstenliebe an und hört bei der Toleranz auch gegenüber anderen Religionen auf. Ich finde, das sollten uns vorallem die Priester vorleben. Kirche soll caritativ mehr tätig sein und manche Dinge liberaler sehen. Am meisten stört es mich, wenn ich höre, wenn ich das oder jenes lese oder das oder jenes tue dann führt mich das von Gott weg. Was mich noch immer stört ist die Tatsache dass die katholische Kirche die evangelische Kirche und auch die altkatholische Kirche zuwenig tolerieren können.

Gruss

Petra H.

Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen,

was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä. Kirchen
(ich schreibe das, ob wohl ich als Katholik nur von Kirche
(Singular) reden dürfte, also: Kirchen sind für mich
Gemeinschaften, die ihr Leben an Jesus ausrichten und
"Kirchen

Hallo!

Ich stelle fest, wo auch immer ich das Thema Christsein
anschneide, wird bisweilen heftig mit „Kirchenschelte“
reagiert.
Ich denke wir sollten einmal in aller Ruhe darüber sprechen,
was Kirche ist, was sie soll,ob wir sie brauchen, u.ä. Kirchen
(ich schreibe das, ob wohl ich als Katholik nur von Kirche
(Singular) reden dürfte, also: Kirchen sind für mich
Gemeinschaften, die ihr Leben an Jesus ausrichten und
„Kirchen“ sind Räume, in denen sich diese Gemeinschaften
treffen zum Gebet, Gottesdienst feiern usw. Das ist eine
Minimaldefintion: Es wäre schön, wenn weitere Definitionen
kämen, um die grundsätzliche Frage nach Kirche hier einmal zu
besprechen. Ich würde mich freuen, wenn weitere Vorschläge
kämen.

Gruß

Heiner Kapp, Offenburg

Hallo Kati,

ich will eigentlich damit erreichen, dass sich hier Christen melden und einfach ungeniert sagen, was für sie Kirche ist. Es muss doch auch positive Einstellung zur Kirche geben, dass kann doch nicht sein dass man immer nur im „Mist“ rumwühlt. Ich würde mich freuen, dass sich Menschen melden, die mit Ihrer Kirche, oder Glaubensgemeinschaft gute Erfahrungen gemacht haben. Ich habe teilweise sehr schlechte Erfarungen mit Pfarrern, mit der Kirchenbehörde gemacht und bin trotzdem ein engagierter Diakon geworrden. Mit 30 Jahren noch Religionspädogogik studiert usw . Dass Kirche oder Kirchen ,oder die Menschen in der Kirche Fehler haben, ist doch klar. Ich habe auch schon mal einem Schüler eine Ohrfeige gegeben, ich hoffe, dass er mir das persönlich ankreidet, nicht der Kirche. Mitlerweilen habe ich aber schon zwei seiner Kinder die Taufe gespendet. Das ist Kirche.
Ich verzweifle fast, weil die Menschen immer auf dem Negativen rumreiten. sag mir, was du dazu meinst, was ich jetzt geschrieben habe.

Gruß Heiner

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Hallo Heiner,

ich will eigentlich damit erreichen, dass sich hier Christen
melden und einfach ungeniert sagen, was für sie Kirche ist.
Es muss doch auch positive Einstellung zur Kirche geben, dass
kann doch nicht sein dass man immer nur im „Mist“ rumwühlt.

Jetzt verstehe ich, was du meinst.

Ich würde mich freuen, dass sich Menschen melden, die mit
Ihrer Kirche, oder Glaubensgemeinschaft gute Erfahrungen
gemacht haben.

ich melde mich hiermit :smile: (was nicht heißen soll, dass es nur gute gab)

Dass Kirche oder Kirchen
,oder die Menschen in der Kirche Fehler haben, ist doch klar.
Ich habe auch schon mal einem Schüler eine Ohrfeige gegeben,
ich hoffe, dass er mir das persönlich ankreidet, nicht der
Kirche. Mitlerweilen habe ich aber schon zwei seiner Kinder
die Taufe gespendet. Das ist Kirche.
Ich verzweifle fast, weil die Menschen immer auf dem Negativen
rumreiten.

Ich kann dir in vielem zustimmen. Ich habe einige Jahre kirchl. (kath.) Jugendarbeit hinter mir (Gemeinde- und Dekanatsebene) und ich habe die Erfahrung gemacht, dass in der Kirche auch Neid und Missgunst herrschen können, dass es auch Machtspielchen gibt, dass manche Leute nur auf ihren Vorteil bedacht sind und heiliger darstehen wollen als sie sind.

ABER: Das sind für mich menschliche Eigenheiten, die Tatsache, dass es pädophile Priester gibt ändert für mich nichts daran, dass die Kirche (oder sagen wir der Glaube) vielen Menschen Trost und Halt gibt, Machtspielchen unter Hauptamtlichen ändern nichts daran, dass ich überzeugt bin, mit der Jugendarbeit ein gutes Werk zu tun.

Ich mag es nicht, wenn auf die Kirche immer eingedroschen wird, ohne ein gutes Argument, wenn ich mich vor Kollegen rechtfertigen muss, weil ich auf dem Weltjugendtag war, oder immer schon warum ich so dumm bin, „bei denen“ eherenamtlich mitzuarbeiten- für mich persönlich ist Kirche positiv besetzt, nicht wegen dem Katechismus (über dessen Bezug zur Bibel man manchmal streiten kann) oder weil ich den Papst verehre (was ich nicht tue), sondern weil ich Kirche als etwas lebendiges erlebt habe.

sag mir, was du dazu meinst, was ich jetzt
geschrieben habe.

Wie schon gesagt, ich kann dich sehr gut verstehen, aber ich glaube, du wirst überzeuhte Kirchgegner nicht vom Gegenteil überzeugen können.
Ach ja: Es wäre schöner, wenn du nicht den gesamten Text in deiner Antwort zitierst, das erleichtert das Lesen :smile:

Viele Grüße
Kati

Hallo Gernot,
was du da schreibst, stimmt nicht. Seit Papst Paul VI hat jeder Papst sich für irgend ein oder mehreren „fatalen Fehlleistungen“ entschuldigt. Bitte etwas vorsichtiger mit solchen Behauptungen,
dass nur der Deutscghe Staat sich von den Greueltaten der Nazis distanziert hat. Die Kath Kirche ist mutiger geworden, aber das wollen nicht alle wissen.Das passt nicht in bestimmet Klischee-Vorstellungen.

Gruß Heiner

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