Hallo Doc,
Aaaaber - da kommt dieses Wort ja nun nicht her. Tja, aber was
ist denn nun ein daemon? Gut, böse, dazwischen?
Antichristlich? Im Zweifelsfall geht es um die Schreibweise
„daemon“, falls das einen Unterschied macht.
Der Begriff Dämonen wurde in seinen griechischen Ursprung her neutral verwendet. Im christlichen Kontext bekam es eine sehr negative Wertung. Hier bezieht sich der Begriff auf Geistgeschöpfe, die auf der Seite des Teufels stehen. Man könnte hier vom bösen Pedant zu den Engeln sprechen.
Nichtsdestotrotz wird der Begriff nicht nur in der Computertechnik sondern auch in der Physik verwendet. Man denke an den Laplace- und den Maxwell-Dämon.
Wer sich in der Computertechnik auskennt, weiss, dass der Begriff wertneutral gemeint ist.
Meine persönliche Meinung ist, dass man nichts verliert wenn man auf diesen Begriff als Absender verzichtet.
Gruß
Carlos
Anhang: Auszug aus dem Buch Einsichten in die Heilige Schrift vom Wachturmverlag.
Ein unsichtbares böses Geistgeschöpf, das übermenschliche Kräfte besitzt. Das gebräuchliche griechische Wort für Dämon (dáimon) ist nur einmal in den Christlichen Griechischen Schriften zu finden, und zwar in Matthäus 8:31; an anderen Stellen erscheint der Ausdruck daimónion. Der griechische Begriff für „Geist“, pneuma, wird zuweilen auf böse Geister oder Dämonen angewandt (Mat 8:16). Er wird auch manchmal durch Wörter wie „böse“, „unrein“, „stumm“ oder „taub“ näher bestimmt (Luk 7:21; Mat 10:1; Mar 9:17, 25; siehe GEIST [Geistpersonen]).
Die Dämonen als solche wurden nicht von Gott erschaffen. Der erste, der sich zu einem Dämon machte, war Satan, der Teufel (siehe SATAN), der der Herrscher anderer Engelsöhne Gottes wurde, die sich ebenfalls selbst zu Dämonen gemacht hatten (Mat 12:24, 26). In den Tagen Noahs verkörperten sich ungehorsame Engel, heirateten Frauen, brachten ein Bastardgeschlecht, Nephilim genannt (siehe NEPHILIM), hervor und entmaterialisierten sich dann, als die Flut kam (1Mo 6:1-4). Nach ihrer Rückkehr in den geistigen Bereich gelangten sie jedoch nicht wieder in ihre ursprüngliche erhabene Stellung. In Judas 6 heißt es: „Die Engel, die ihre ursprüngliche Stellung nicht bewahrten, sondern ihre eigene rechte Wohnstätte verließen, hat er mit ewigwährenden Fesseln unter dichter Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten.“ (Siehe 1Pe 3:19, 20.) In diesem Zustand dichter geistiger Finsternis können sie nur noch beschränkt wirken (2Pe 2:4). Allem Anschein nach können sie sich nicht mehr verkörpern, sind aber trotzdem noch sehr mächtig und in der Lage, großen Einfluß auf den Geist und das Leben gewisser Menschen auszuüben. Sie sind sogar imstande, von Menschen und Tieren Besitz zu ergreifen, und die Tatsachen zeigen, daß sie auch von unbelebten Dingen wie Häusern, Fetischen oder Amuletten Gebrauch machen (Mat 12:43-45; Luk 8:27-33; siehe BESESSENHEIT [DÄMONEN]).
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Der biblische Gebrauch des Wortes „Dämon“ ist eingeschränkt und spezifisch, verglichen mit den Vorstellungen der alten Philosophen und der Art und Weise, wie es im klassischen Griechisch verwendet wird. Diesbezüglich heißt es in dem Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von G. Kittel (Bd. II, 1935, S. 9): „Der Bedeutungsumfang dieses Adjektivs [daimónios] zeigt die besprochene Eigenart der griechischen Dämonenvorstellung aufs Deutlichste, denn es bezeichnet alles außerhalb des menschlichen Vermögens Liegende, das auf die Eingebung höherer Mächte zurückgeführt wurde, im Guten wie im Bösen. . . . [To daimónion] ist bei vorchristlichen Schriftstellern in der Bedeutung des ,Göttlichen’ zu belegen.“ Bei einem Wortwechsel mit Paulus schlußfolgerten einige epikureische und stoische Philosophen: „Er scheint ein Verkündiger ausländischer Gottheiten [gr.: daimoníon] zu sein“ (Apg 17:18).
Als Paulus zu den Athenern sprach, gebrauchte er eine Zusammensetzung des griechischen Wortes dáimon: „Ihr [scheint] . . . mehr als andere der Furcht vor Gottheiten hingegeben zu sein [gr.: deisidaimonestérous; Vulgata: „abergläubischer“]“ (Apg 17:22). Über dieses zusammengesetzte Wort erklärt F. F. Bruce in einem Kommentar: „Der Kontext muß entscheiden, ob dieses Wort in positivem oder negativem Sinne verwandt wird. Es war tatsächlich genauso ungenau wie ,religiös’ im Eng[lischen], und an dieser Stelle übersetzt man es am besten mit ,sehr religiös’. Aber das Wort ,abergläubisch’ in der King-James-Bibel ist nicht völlig falsch; für Paulus beruhte ihre Religion hauptsächlich auf Aberglauben, und ebenso war sie es, zwar aus anderen Gründen, für die Epikureer“ (The Acts of the Apostles, 1970, S. 335).