[Christentum] Dämon - demon - daemon

Hallo zusammen,

Es geht um Dämonen. In der Computerwelt ist daemon Umschreibung für hilfreiche, arbeitsame Hintergrundprozesse, die einem Dienste anbieten und diese ohne zu murren erfüllen.

Aaaaber - da kommt dieses Wort ja nun nicht her. Tja, aber was ist denn nun ein daemon? Gut, böse, dazwischen? Antichristlich? Im Zweifelsfall geht es um die Schreibweise „daemon“, falls das einen Unterschied macht.

Hintergrund:
In der Mailingliste einer christlichen Hilfsorganisation kommt es vor, daß Mails von daemon@***mail.de verschickt werden. Davon fühlt sich ein Mitglied dieser Liste als Christ gestört.

Auf http://www.freebsd.org/copyright/daemon.html wird ein für mich unproblematisches Bild des daemon vermittelt, so hab ich’s immer verstanden und so sehe ich da auch kein Problem.

Wichtig: Es soll hier nicht darum gehen, daß man es doch einfach ändern kann, in server@***mail.de o.ä. Falls das möglich ist, kann man das natürlich tun, damit sich eben keiner gestört fühlt. Es geht mir darum, ob die Vorbehalte gegenüber diesem Begriff mit Bezug auf das Christentum berechtigt sind bzw. wo sie herkommen.

Dank & Gruß,

Doc.

Hallo,

Sokrates (gest. 399 v. Chr.) nannte seine innere Stimme, die ihm sagte, was richtig bzw. falsch ist, sein „daimonion“. In den modernen Platonübersetzungen wird das Wort meistens mit „Gewissen“ übersetzt.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hi Doc,

kenne mich mit der Sache zwar nicht so aus, habe aber extra fuer Dich mal 'n bisken gegoogelt. Und das kam dabei raus:

Das Wort „Daemon“ (auf griechisch „daimon“) wurde urspruenglich ohne negative Wertung für eine Gottheit niederen Ranges oder ein Mittlerwesen zwischen der goettlichen und der irdischen Welt verwendet. Erst im Laufe der juedisch-christlichen Religionsgeschichte wurde der Begriff auf die negative Sphaere des Transzendenten eingegrenzt.

Beitrag war auf den Seiten der Uni Tuebingen zu finden.

Viele Gruesse
tigger

fundamentalistische Variante
Hallo DocValde,

im Kontakt mit fundamentalistischen Christen habe ich mitbekommen, daß dort Dämone als negative personale Kräfte gesehen werden, die den Menschen von G-tt abhalten wollen - als Mächte der Finsternis.

Es gibt da richtige Dämonenhierarchien auch Dämonen, die für bestimmte Länder verantwortlich sind oder Dämonen des Islam etc.

In diesem Konzept bedeutet es dann auch, wenn man Dämonen erwähnt, daß man ihnen Macht gibt. Deswegen ist schon - nach dieser Anschauung - die Erwähnung von Dämonen oder daß man etwas nach ihnen benennt - ein Akt ihnen Macht zu geben.

Viele Grüße

Iris

So in der Art wurde es auch dort begründet… Denkst Du, daß das tatsächlich schon fundamentalistisch ist? Der betreffende Schreiber verwehrte sich gegen meinen Ausdruck „Hardcore-Christentum“ in diesem Zusammenhang…

Dank & Gruß,

Doc

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Hallo Doc,

Aaaaber - da kommt dieses Wort ja nun nicht her. Tja, aber was
ist denn nun ein daemon? Gut, böse, dazwischen?
Antichristlich? Im Zweifelsfall geht es um die Schreibweise
„daemon“, falls das einen Unterschied macht.

Der Begriff Dämonen wurde in seinen griechischen Ursprung her neutral verwendet. Im christlichen Kontext bekam es eine sehr negative Wertung. Hier bezieht sich der Begriff auf Geistgeschöpfe, die auf der Seite des Teufels stehen. Man könnte hier vom bösen Pedant zu den Engeln sprechen.

Nichtsdestotrotz wird der Begriff nicht nur in der Computertechnik sondern auch in der Physik verwendet. Man denke an den Laplace- und den Maxwell-Dämon.

Wer sich in der Computertechnik auskennt, weiss, dass der Begriff wertneutral gemeint ist.
Meine persönliche Meinung ist, dass man nichts verliert wenn man auf diesen Begriff als Absender verzichtet.

Gruß
Carlos

Anhang: Auszug aus dem Buch Einsichten in die Heilige Schrift vom Wachturmverlag.

Ein unsichtbares böses Geistgeschöpf, das übermenschliche Kräfte besitzt. Das gebräuchliche griechische Wort für Dämon (dáimon) ist nur einmal in den Christlichen Griechischen Schriften zu finden, und zwar in Matthäus 8:31; an anderen Stellen erscheint der Ausdruck daimónion. Der griechische Begriff für „Geist“, pneuma, wird zuweilen auf böse Geister oder Dämonen angewandt (Mat 8:16). Er wird auch manchmal durch Wörter wie „böse“, „unrein“, „stumm“ oder „taub“ näher bestimmt (Luk 7:21; Mat 10:1; Mar 9:17, 25; siehe GEIST [Geistpersonen]).

Die Dämonen als solche wurden nicht von Gott erschaffen. Der erste, der sich zu einem Dämon machte, war Satan, der Teufel (siehe SATAN), der der Herrscher anderer Engelsöhne Gottes wurde, die sich ebenfalls selbst zu Dämonen gemacht hatten (Mat 12:24, 26). In den Tagen Noahs verkörperten sich ungehorsame Engel, heirateten Frauen, brachten ein Bastardgeschlecht, Nephilim genannt (siehe NEPHILIM), hervor und entmaterialisierten sich dann, als die Flut kam (1Mo 6:1-4). Nach ihrer Rückkehr in den geistigen Bereich gelangten sie jedoch nicht wieder in ihre ursprüngliche erhabene Stellung. In Judas 6 heißt es: „Die Engel, die ihre ursprüngliche Stellung nicht bewahrten, sondern ihre eigene rechte Wohnstätte verließen, hat er mit ewigwährenden Fesseln unter dichter Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten.“ (Siehe 1Pe 3:19, 20.) In diesem Zustand dichter geistiger Finsternis können sie nur noch beschränkt wirken (2Pe 2:4). Allem Anschein nach können sie sich nicht mehr verkörpern, sind aber trotzdem noch sehr mächtig und in der Lage, großen Einfluß auf den Geist und das Leben gewisser Menschen auszuüben. Sie sind sogar imstande, von Menschen und Tieren Besitz zu ergreifen, und die Tatsachen zeigen, daß sie auch von unbelebten Dingen wie Häusern, Fetischen oder Amuletten Gebrauch machen (Mat 12:43-45; Luk 8:27-33; siehe BESESSENHEIT [DÄMONEN]).

Der biblische Gebrauch des Wortes „Dämon“ ist eingeschränkt und spezifisch, verglichen mit den Vorstellungen der alten Philosophen und der Art und Weise, wie es im klassischen Griechisch verwendet wird. Diesbezüglich heißt es in dem Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von G. Kittel (Bd. II, 1935, S. 9): „Der Bedeutungsumfang dieses Adjektivs [daimónios] zeigt die besprochene Eigenart der griechischen Dämonenvorstellung aufs Deutlichste, denn es bezeichnet alles außerhalb des menschlichen Vermögens Liegende, das auf die Eingebung höherer Mächte zurückgeführt wurde, im Guten wie im Bösen. . . . [To daimónion] ist bei vorchristlichen Schriftstellern in der Bedeutung des ,Göttlichen’ zu belegen.“ Bei einem Wortwechsel mit Paulus schlußfolgerten einige epikureische und stoische Philosophen: „Er scheint ein Verkündiger ausländischer Gottheiten [gr.: daimoníon] zu sein“ (Apg 17:18).

Als Paulus zu den Athenern sprach, gebrauchte er eine Zusammensetzung des griechischen Wortes dáimon: „Ihr [scheint] . . . mehr als andere der Furcht vor Gottheiten hingegeben zu sein [gr.: deisidaimonestérous; Vulgata: „abergläubischer“]“ (Apg 17:22). Über dieses zusammengesetzte Wort erklärt F. F. Bruce in einem Kommentar: „Der Kontext muß entscheiden, ob dieses Wort in positivem oder negativem Sinne verwandt wird. Es war tatsächlich genauso ungenau wie ,religiös’ im Eng[lischen], und an dieser Stelle übersetzt man es am besten mit ,sehr religiös’. Aber das Wort ,abergläubisch’ in der King-James-Bibel ist nicht völlig falsch; für Paulus beruhte ihre Religion hauptsächlich auf Aberglauben, und ebenso war sie es, zwar aus anderen Gründen, für die Epikureer“ (The Acts of the Apostles, 1970, S. 335).

Was ist fundamentalistische Weltsichtl?
Hallo Doc,

So in der Art wurde es auch dort begründet… Denkst Du, daß
das tatsächlich schon fundamentalistisch ist? Der betreffende
Schreiber verwehrte sich gegen meinen Ausdruck
„Hardcore-Christentum“ in diesem Zusammenhang…

Wer wird schon gern Hardcore-Irgendwas genannt :wink:

Ich persönlich habe mehr Kontakt und arbeite mehr mit liberalen Christen zusammen und die sehen diese Gruppen, in denen diese Ideologie vertreten wird, auch als „fundamentalistisch“ an.

Ich will mich nicht in innerchristliche Belange einmischen. Das steht mir nicht zu. Warum ich diese Gruppen, die auch sehr sektiererische Züge haben, für fundamentalistisch halte, hat folgende Gründe:

  1. Sie haben ein in sich geschlossenes Weltbild, das in keinem Detail in Frage gestellt wird und werden darf.

  2. Alles wird mit Bibelzitaten belegt, aber es gilt nur das Bibelverständnis der Gruppe, denn:

  3. Sie sind vom heiligen Geist erfüllt und haben eine höhere Erkenntnisebene als diejenigen, die nicht diesen Gruppen angehören. Das läuft darauf hinaus, daß Du oder ich

  4. nicht mit ihnen auf gleicher Ebene diskutieren können.

Wenn es also beispielsweise um Fundamentalismus im Islam geht, gibt es für mich ganz unterschiedliche Erklärungsansätze.
Für angehörige dieser Gruppen (das sind z.B. charismatische Freikirchen aber auch der charismatische Zweig der Landeskirchen wie etwa Gruppen der GGE = geistliche Gemeindeerneuerung in der evangelischen Kirche) sind ökonomische, politische, soziale Erklärungen überflüssig oder völlig zweitrangig, denn für sie ist es eben der „Geist des Islam“ (gemeint ist ein personales Dämonenwesen), der dem Satan als höchsten von den „Mächten der Finsternis“ untersteht, unter dessen Herrschaft die islamischen Länder stehen.

Ihr Lösungsansatz ist dann, daß sie sich in Gruppen treffen, fasten und dagegen beten. Solche „Befreiungsgebete“ oder „Befreiungsdienst“ gibt es dann auch für Individuen, denn auch Homosexualität oder psychische Krankheiten können nach Ansicht dieser Gruppen dämonisch bedingt oder mitbedingt sein.

Hitler und das 3. Reich wird übrigens auch auf dieser Schiene erklärt, deswegen bin ich mit solchen Leuten auch näher über dieses Thema ins Gespräch gekommen.

Interessant war für mich auch, daß bei diesen Erklärungen hauptsächlich Bezug auf Bibelstellen aus der Torah genommen werden. Andere Auslegungsmöglichkeiten dieser Stellen lehnen sie völlig ab. Man könne die Bibel nur richtig auslegen, wenn man an Jesus als persönlichen Retter angenommen hat und deshalb mit den heiligen Geist erfüllt sei.

Bei Leuten, die das nicht sind, erübrige sich eine solche Diskussion.

Wenn das nicht fundamentalistisch ist, was ist es dann?

Viele Grüße

Iris

Hallo Carlos

Meine persönliche Meinung ist, dass man nichts verliert wenn
man auf diesen Begriff als Absender verzichtet.

Doch das tut man - und zwar verliert man dadurch die Achtung und das Vertrauen seiner nicht-christlichen Umwelt und beschmutzt damit - als Repräsentant des Christentums - das Ansehen Gottes.

Wichtig dabei ist es, Glaube und Aberglaube zu differenzieren. Dass es Dämonen gibt, ist eine Sache des Glaubens, damit werden sich auch unsere nicht-christlichen Freunde abfinden können. Dass Dämonen aber dadurch, dass man das Wort wertneutral in einem technischen Umfeld verwendet, Macht über uns gewinnen, ist nicht nur Aberglaube, sondern widerspricht auch dem biblischen Zeugniss.

Gruss
Thomas

hallöchen,

Also gut, wahrscheinlich trete ich damit einigen Leuten auf den Schlips, aber egal…

So in der Art wurde es auch dort begründet… Denkst Du, daß
das tatsächlich schon fundamentalistisch ist? Der betreffende
Schreiber verwehrte sich gegen meinen Ausdruck
„Hardcore-Christentum“ in diesem Zusammenhang…

Ich denke nicht unbedingt, daß es was mit „fundamentalistisch“ zu tun hat. Für micht klingt das lediglich ein bißchen nach der bei Religionsanhängern öfter mal anzutreffenden Engstirnigkeit.

Und zwar in dem Sinne, daß nur die eigene Meinung akzeptiert wird und jeder andere mehr oder weniger aufdringlich eigentlich dazu genöigt wird, sich entsprechend zu verhalten bzw. vielleicht sogar die (angeblich reinere, bessere oder was auch immer) Meinung anzunehmen.

Ich hatte mal eine recht heftige Diskussion mit einer Christin die mich gleich in die Hölle schicken wollte, weil ich mehr in Richtung Buddhismus oder Zen tendiere und auch so was wie Erleuchtung für möglich halte…

Aber um wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich würde dem Herrn zunächst mal zeigen, daß es auch andere Sichtweisen eines Dämons geben kann und seine nicht unbedingt die allein gültige ist. Und falls das nicht fruchtet, bleibt es ja immer noch den Beteiligten überlassen, in wie weit sie Rücksicht auf die Empfindungen anderer nehmen, oder auch nicht, hehe :smile:

Schönen Tag noch,

Stephan

Hallo,

Tja, aber was
ist denn nun ein daemon? Gut, böse, dazwischen?
Antichristlich? Im Zweifelsfall geht es um die Schreibweise
„daemon“, falls das einen Unterschied macht.

Wie schon in anderen Antworten: Mein Lexikon sagt auch nix grundlegend Negatives über Dämonen. Richtig schlecht gemacht haben sie erst die Christen. Was natürlich eine unvollständige Unterdrückung vorher existent gewesener Religionen war. Denn - wenn es nur einen, dafür aber allmächtigen, Gott geben soll, dann kann kein Dämon auch nur ein Fünkchen Macht besitzen.

Daraus müßte eigentlich abgeleitet werden, daß es sie in der christlichen Glaubenswelt gar nicht geben kann. Somit könnte ein elektronisches Helferlein solchen Namens auch nix Böses sein.

daemon@***mail.de
Davon fühlt sich ein Mitglied dieser Liste als Christ gestört.

Ich würde das auch als fundamentalistisch qualifizieren. Wir wollen uns doch wohl nicht auf eine Stufe stellen (lassen) mit Religionsstaaten wie Afghanistan, wo alles, was nicht ins jeweilige extremistische Weltbild paßt, verboten und verfolgt wird.

Es geht mir darum, ob die Vorbehalte
gegenüber diesem Begriff mit Bezug auf das Christentum
berechtigt sind bzw. wo sie herkommen.

Es sieht mir schon fast wie Verfolgungswahn aus. Es ist einfach der völlig unberechtigt erhobene Anspruch auf die ungeteilte Macht. An Inquisition und Hexenverbrennungen kann gemessen werden, wo das hingeführt hat. Allen guten Geistern sei Dank, daß diese Zeit vorbei ist. Wer’s noch nicht begriffen hat, ist ein paar Jahrhunderte zu spät auf der Welt,

meint
Barney

Danke an alle.
Danke an alle. Ich habe hier sehr unterschiedliche und äußerst interessante Meinungen lesen können! Ich selbst befinde mich sicher irgendwo dazwischen. Normalerweise würd ich einem bei so einem Einwand den Vogel zeigen (verbal), weil ich es für absoluten Quatsch halte, so etwas zu mokieren. Schließlich müsste man auch dann alle Damen und Herren bspw. mit dem Nachnamen „Teufel“ aus jeder Kirche und Gemeinschaft verbannen.
Nachdenklich hat mich hier lediglich die Tatsache gemacht, daß es sich eben um die ML einer _christlichen_ Hilfsorganisation handelt.

Wer noch etwas weiteres dazu sagen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen, aber ich bin zunächst in meinem Interesse befriedigt! :smile:

Gruß,

Doc.

Hallo Thomas

Meine persönliche Meinung ist, dass man nichts verliert wenn
man auf diesen Begriff als Absender verzichtet.

Dass Dämonen aber dadurch, dass man das Wort
wertneutral in einem technischen Umfeld verwendet, Macht über
uns gewinnen, ist nicht nur Aberglaube, sondern widerspricht
auch dem biblischen Zeugniss.

Das behaupte ich ja nicht. Ich verlange es ja auch nicht. Meinen Arbeitskollegen gegenüber habe auch ich diesbezüglich niemals etwas erwähnt (ich verwende selber einen CratePrintserver-„Daemon“). Der Punkt um den es geht, ist Rücksicht auf die religiösen und ethischen Gefühle von Mitmenschen zu nehmen.
Aus dem gleichen Grund würde ich empfehlen auf eine Bezeichnung wie „babykiller-script“ oder „Buddha-procedure“ zu verzichten. Es kostet doch nichts eine andere Bezeichnung zu wählen, falls man im Zweifel ist. Und ein Blöse würde man sich auch nicht geben.

Gruß
Carlos

Hallo DocValde,

eine sehr interessante Frage - und ebensolche Antworten, besonders die verschiedenen Sichtweisen/Bedeutung für „Dämon“. Spannend.

Ich selbst bin nicht gläubig, kann jedoch gut verstehen, dass sich jemand aus der christlichen Mailingliste gestört fühlt. Für einen Fachmann, wie Du es bist (und einige Fachkollegen ja auch gesagt haben hier im Thread), ist es sicherlich „hirnrissig“ - um es mal salopp auszudrücken: Für Euch ist es eine übliche Bezeichnung für ganz normale technische Abläufe, weit verbreitet und ohne irgendwelche Zweideutigkeiten.

Für den Otto Normalverbraucher ist das keineswegs so. Ich erinnere mich, dass ich das erste Mal, als ich Post vom „mailerdemon“ bekam ganz große Augen machte :smiley:

Jetzt stelle ich mir vor, ich abonniere eine christlich orientierte Mailingliste und dann ist der Absender „Daemon“ - Das fände ich schon etwas befremdlich.
Selbst wenn mir dann jemand erklärt, dass das üblich ist, käme es mir komisch vor.

Auch wenn Du es selbst als Quatsch empfindest, fände ich es toll von Dir, in dieser Hinsicht ein taktvolles Zugeständnis zu machen.

Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest.

Gute Nacht
Gitte

Der Punkt um den es geht, ist
Rücksicht auf die religiösen und ethischen Gefühle von
Mitmenschen zu nehmen.
Aus dem gleichen Grund würde ich empfehlen auf eine
Bezeichnung wie „babykiller-script“ oder „Buddha-procedure“ zu
verzichten. Es kostet doch nichts eine andere Bezeichnung zu
wählen, falls man im Zweifel ist. Und ein Blöse würde man sich
auch nicht geben.

Das sehe ich ähnlich. Auch wenn ich die Anstoßnahme mindestens ebenso befremdlich finde wie der Betr. den „daemon“ kann man das natürlich ändern - ich wollte hier lediglich ein wenig Unterstützung, diese REaktion einordnen zu können.

Dank & Gruß,

Doc.