Hallo Harald
Wenn Du mit Deinem Leben so zufrieden bist, kannst Du ja gerne
darauf vertrauen. Aber es gibt Menschen, die sich irgendwann
eingestehen, dass sie mehr vermurkst haben, als gut gewesen
wäre.
Und wieso hat man es dann als Christ besser ? Das macht das „Vermurkste“ doch auch nicht ungeschehen.
Auch ist es für uns Menschen nicht möglich, die eigenen
Werke wirklich objektiv zu beurteilen.
Wenn du das glaubst, dann kannst du doch auch nicht beurteilen, ob deine Werke nun im Sinne Christi sind oder nicht. Du bist quasi völlig am Schwimmen.
Aber ich glaube daran, dass es eine Möglichkeit gibt, bereits
zu Lebzeiten festzulegen, wo ich die Ewigkeit verbringen darf.
Jesus sagt:„Ich bin der Weg.“
Und diesen Weg gehe ich.
Ja, ok, das ist dein Weg. Aber die ursprüngliche Diskussion entstand ja daraus, dass dies der einzig wahre Weg sein soll und alle anderen, die ebenfalls „ihren“ Weg gehen, irregeleitet sind.
Und ich lade jeden ein, diesen Weg mit mir zu gehen. Wer das
nicht will, soll es sein lassen. Aber er soll nicht versuchen,
mir meinen Weg auszureden.
Allerdings bin ich immer bereit, darüber zu reden, warum ich
diesen Weg gehe.
Das freut mich. Mit wem sollte ich mich sonst hier unterhalten 
Die Aufgabe der Christen wäre es gewesen,
durch ihr vorbildliches Zusammenleben, die Menschheit von der
Richtigkeit ihrer Lehre zu überzeugen.
Ich kenne Christen, die dies durchaus so leben. Aber ich kenne
auch solche Buddhisten, Moslems und Atheisten.
Und wer konnte Dich bisher am ehesten überzeugen?
hm…also meine besten Freunde sind fast alle Atheisten (wobei ich jetzt mal die Buddhisten nicht als Atheisten bezeichnen will, um keine Begriffsverwirrung zu erzeugen).
Die Menschen, die ich getroffen habe, und die ihrer Religion in ihrem Leben am meisten Ausdruck verleihen und nach außen „strahlen“ sind Buddhisten. Vielleicht liegt es daran, dass Buddhisten in Deutschland noch recht dünn gesät sind und hier kaum einer in den Buddhismus hineingeboren wird. Wer sich also als Buddhist bezeichnet, hat sich i.d.R. diese Religion „erarbeitet“ und sich durch eigene Erfahrungen von der Richtigkeit ihrer Grundsätze überzeugt. So etwas wie „Glaube“ zählt im Buddhismus nicht sehr viel.
Der einzige Christ, der mich wirklich beeindruckt hat, ist ein katholischer Pastor. Gemessen an der Anzahl an Christen in diesem Land ist dieses Ergebnis wirklich mager, aber ich kenne echt sonst keinen Christen, von dem ich sagen könnte, sein Glaube spiegelt sich sichtbar (für mich) in seinem Leben wieder.
Tja, und ich glaube, einen wirklich religiösen Moslem oder Juden hab ich nie persönlich getroffen, oder zumindest war es mir nicht bewusst.
Natürlich gilt das allen Menschen.
Allerdings war eine der letzten Aufträge Jesu an seine Jünger,
dass sie seine Lehre allen Menschen mitteilen sollen.
Die direkte Lehre Jesu macht aber nur einen kleinen Teil des Christentums aus (im Grunde genommen sind das doch die vier Evangelien, oder ?). Bei den ganzen Zitaten aus der Bibel, die ich hier von Christen gefunden habe, war kaum eins aus den Evangelien dabei. Wieso eigentlich ? Müssten diese denn nicht das Wesen des Christentums ausmachen ?
Gruss
Marion