Christentum: Tod und Sterben

Liebe Kundige,

bitte helft mir beim Schließen zweier Bildungslücken.

  1. Was passiert nach christlicher Vorstellung mit den Toten? Ich vermute mal, dass der Trost „Jetzt ist Opa im Himmel“ nicht möglich ist, da die Toten bis zum Jüngsten Gericht (?) wirklich tot sind. Stimmt das?

  2. Warum müssen die Menschen - wiederum nach christlicher Vorstellung - überhaupt sterben? Hätten Adam und Eva ewig leben können, wenn der Sündenfall nicht stattgefunden hätte? Ist die Sterblichkeit eine Konsequenz der Erbsünde?

Dank & Gruß
Michael

Hallo Michael,
Deine Fragen sind ja sehr interesant.
Zu Deinen zwei Punkten gibt es natürlich unterschiedliche Ansichten.
Wenn Du nach der biblischen Antwort suchst,die sich von der Allgemeinen
religiösen(katholischen/evangelischen)unterscheiden mag,
hier ein paar Bibelstellen zum selber nachschlagen.
Zu 1.)Du hast recht:
Johannes Kapitel 5 die Verse 28 und 29
Apostelgeschichte Kapitel 24 Vers 15
Daniel Kapitel 12 Vers 13,was Gott selbst zu Daniel sagte.
Johannes Kapitel 11 die Verse 23 und 24
Alle diese Verse zeigen,dass die Auferstehung ein zukünftiges
Ereignis wäre.
Zu 2.)Auch hier bin ich Deiner Meinung.
Gott sagte zu Adam er würde dann sterben,wenn er von der „verbotenen
Frucht“ essen würde.
Siehe 1. Mose (Genesis) Kapitel 2 Verse 16 und 17
Dann Römer Kapitel 5 Vers 12
Diese angeführten Verse aus der Bibel sprechen für sich und sind
klare Aussagen der Bibel,also keine menschlichen Meinungen sowie
die religiösen Vorstellungen der hier bei uns gängigen Religionen,wie
z.B. die Lehre der unsterblichen Seele,die nicht mit der Bibel
begründet werden kann.
Gruss Gerhard

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Hallo Chistian,

die Vorstellungen was nach dem Tod passiert, kann zwischen den unterschiedlichen Konfessionen variieren.

zu 2.)
Ohne den Sündenfall hätten die Menschen ewig leben können. Der Tod war nicht vorgesehen. Gott hatte Adam angedroht, dass er an dem Tag sterben würden, an den er die Frucht vom Baum der Erkenntnis essen würde.
Immehin lebte Adam nach dem Sündenfall noch mindestens 800 Jahre. (Nur so als Beispiel, welche Zeitspanne so ein „Tag“ umfassen kann.)

zu 1.)
Hier wird es schwierig. Es gibt nämlich zwei widersprüchliche Konzepte.
a.) Die Wiederauferstehung auf der Erde. Lazarus und Jesus sind nach ihrer Wiederauferstehung fleischlich auf der Erde herumspaziert.
b.) Die Apostel und die Jünger hatten die Hoffnung Jesus Christus in den Himmel zu folgen.

Beides sollte dann am letzten Tag erfolgen.

Bei den Z.J. wird der Widerspruch so aufgelöst, dass eine beschränkte Zahl als Menschen zusammen mit Jesus Christus im Himmel als Könige und Priester dienen.
Die Menschheit selber wird leiblich auf der Erde wiederauferstehen.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos

Gott hatte Adam angedroht, dass er
an dem Tag sterben würden, an den er die Frucht vom Baum der
Erkenntnis essen würde.

Ein Armutszeugnis für deinen Gott. Angst dazu. „Wissen ist Macht“ dürfte hier den Urspung haben

Immehin lebte Adam nach dem Sündenfall noch mindestens 800
Jahre. (Nur so als Beispiel, welche Zeitspanne so ein „Tag“
umfassen kann.)

Ein nettes Beispiel der Rechenkunststücke der ZJ. Zum schief lachen.

a.) Die Wiederauferstehung auf der Erde.

Da dürfte arge Plaatznot herrschen.

Lazarus und Jesus
sind nach ihrer Wiederauferstehung fleischlich auf der Erde
herumspaziert.

Zeugen? Die werden kaum als Skelette durch die Landschaft spaziert sein.

b.) Die Apostel und die Jünger hatten die Hoffnung Jesus
Christus in den Himmel zu folgen.

Hatten??

Bei den Z.J. wird der Widerspruch so aufgelöst, dass eine
beschränkte Zahl als Menschen zusammen mit Jesus Christus im
Himmel als Könige und Priester dienen.

Zwei Klassen Gesellschaft. Die Könige und Priester werden wohl die ZJ sein - sollen sie, sie wurden schon auf Erden genug gestraft.

Die Menschheit selber wird leiblich auf der Erde
wiederauferstehen.

Glaubst du diesen Blödsinn tatsächlich?

P.

Die Menschheit selber wird leiblich auf der Erde
wiederauferstehen.

Da kann man nur hoffen, daß es diesen ‚Jüngsten Tag‘ niemals gibt. Denn dann würde die Erde einer Ölsardinenbüchse gleichen.

Ob der liebe Gott da wohl noch Platz hätte??

grinst
rolf

Die Menschheit selber wird leiblich auf der Erde
wiederauferstehen.

Denn dann würde die Erde einer Ölsardinenbüchse
gleichen.

ja, deshalb halten so viele juden den schabbat nicht. denn wenn alle juden dreimal den schabat halten würden, dann käme der messias. und dann würden alle toten auferstehen. und dann? dann kämen alle jemals verstorbenen verwandten auf einmal zu besuch !!!

:wink:

gruß
datafox

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Hallo Peter,

Ein nettes Beispiel der Rechenkunststücke der ZJ. Zum schief
lachen.

1.Mose 5:4 Und Adams Tage wurden, nachdem er der Vater Seths geworden war, achthundert Jahre.
Seth wurde nach dem Sündenfall geboren, also lebte Adam nach dem Sündenfall noch mindestens 800 Jahre.

a.) Die Wiederauferstehung auf der Erde.

Da dürfte arge Plaatznot herrschen.

Auf einer zum Paradies umgestalteten Erde? Nein warum?

Zeugen? Die werden kaum als Skelette durch die Landschaft
spaziert sein.

1. Korinther 5:3-8
3 Denn ich habe euch als etwas von den ersten Dingen das übermittelt, was ich auch empfangen habe, [nämlich] daß Christus gemäß den Schriften für unsere Sünden starb 4 und daß er begraben wurde, ja daß er gemäß den Schriften am dritten Tag auferweckt worden ist 5 und daß er Kephas erschien, dann den Zwölfen. 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt [am Leben] geblieben sind, einige aber sind [im Tod] entschlafen. 7 Danach erschien er Jakobus, dann allen Aposteln; 8 aber als letztem von allen erschien er auch mir, gleichsam einem vorzeitig Geborenen

Zwei Klassen Gesellschaft. Die Könige und Priester werden wohl
die ZJ sein - sollen sie, sie wurden schon auf Erden genug
gestraft.

Wenn man die Apostel und die Jünger in den ersten beiden Jahrhunderten als ZJ bezeichnet. :wink:
Die Zahl auf 144.000 beschränkt, und die Mehrzahl wurde schon in den vergangenen 2000 Jahren bestimmt.

Glaubst du diesen Blödsinn tatsächlich?

Und was soll ich sonst Glauben?
Dass die Menschen nur eine winzig kurze Zeit auf der Erde leben sollen um dann ewig im Himmel oder der Hölle zu existieren?
Dass die Menschen im Rad einer ewigen Widergeburt gefangen sind?
Dass nach dem Tod alles endgültig vorbei ist?

Gruß
Carlos

Hallo Peter,

Lazarus und Jesus
sind nach ihrer Wiederauferstehung fleischlich auf der Erde
herumspaziert.

Zeugen? Die werden kaum als Skelette durch die Landschaft
spaziert sein.

Joh.12
9 Eine große Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, daß er dort sei; und sie kamen nicht um Jesu willen allein, sondern damit sie auch den Lazarus sähen, den er aus den Toten auferweckt hatte.
10 Die Hohenpriester aber ratschlagten, auch den Lazarus zu töten,
11 weil viele von den Juden um seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten.

Lazarus war gerade mal 2 Tage tot, Jesus 3 Tage.
Wie sollten die in der kurzen Zeit skelettieren?

Gruss Harald

Hallo Gerhard,

Gott sagte zu Adam er würde dann sterben,wenn er von der
„verbotenen Frucht“ essen würde.

Ist die Aussage wirklich so klar, wie du es sagst? Deine Formulierung zumindest könnte auch heißen, dass Adam an dem Apfel stirbt, aber nicht, dass er irgendwann an was anderem, z.B. Altersschwäche, stirbt!?

Gruss, Stucki

Hallo Carlos, hallo Harald

Mich wundert, beim Geier, wo die Elite-Christen immer die genauen Zeitangaben hernehmen. IMHO ist die Bibelchronologie ein reines Phatasieprodukt, da eine Beweisführung nicht möglich ist
Die ZJ legen z.B. die Erschaffung Adams auf das Jahr 4026 - woher das angebliche Wissen oder auch nur ein Phatasieprodukt des Herrn Russel? Lachhaft und entgegen allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Wie auch seine angeblichen Sprachkenntnisse, eine Behauptung von ihm die, wie vieles andere, zu seinen Ungunsten vor Gericht endete…

Ein nettes Beispiel der Rechenkunststücke der ZJ. Zum schief
lachen.

1.Mose 5:4 Und Adams Tage wurden, nachdem er der
Vater Seths geworden war, achthundert Jahre.

Seth wurde nach dem Sündenfall geboren, also lebte Adam nach
dem Sündenfall noch mindestens 800 Jahre.

Ich habe die Zahlenspielereien bei 1.Mose 5.4 nachgelesen und ob all der biologischen Wunder nicht schlecht gestaunt. Oder war mit Jahr ein Mondumlauf gedacht. Dann werden die Lebensdaten wahrscheinlicher, aber kaum wahr.

Auf einer zum Paradies umgestalteten Erde? Nein warum?

Wo steht dies schon wieder? Oder nur den Köpfen der ZJ eingebleut?

Die Zahl auf 144.000 beschränkt, und die Mehrzahl wurde schon
in den vergangenen 2000 Jahren bestimmt.

Ich staune nur noch über euer Wissen - grinsend. Es geht mir nicht in den Kopf, das jemand überhaupt auf diesen Quatsch eingeht, bzw. glaubt. Ich tippe auf massivste Indoktrination.

Und was soll ich sonst Glauben?
Dass nach dem Tod alles endgültig vorbei ist?

Ich halte es mit dieser Variante.

Gruß
Peter

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Hallo Peter,

Mich wundert, beim Geier, wo die Elite-Christen immer die
genauen Zeitangaben hernehmen. IMHO ist die Bibelchronologie
ein reines Phatasieprodukt, da eine Beweisführung nicht
möglich ist

von genauer Zeitangabe kann keine Rede sein :wink:
Und was die Beweisführung angeht ist die Archäologie dabei, die Beweise Stück für Stück auszugraben.

Die ZJ legen z.B. die Erschaffung Adams auf das Jahr 4026 -
woher das angebliche Wissen oder auch nur ein Phatasieprodukt
des Herrn Russel? Lachhaft und entgegen allen
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, kann man darüber reden.
Deine Aussage weiter unten läßt mich leider daran zweifeln.

Meiner bescheidenen Meinung nach erfolgte die Vertreibung aus dem Paradies ca. 4000 J. v.Chr.
Das hat aber gar nichts mit der Erschaffung der Erde zu tun.
Und da die Existenz des Garten Edens nicht nachgewiesen werden kann, kann die Naturwissenschaft auch gar nichts Gegenteiliges behaupten.

Ich habe die Zahlenspielereien bei 1.Mose 5.4 nachgelesen und
ob all der biologischen Wunder nicht schlecht gestaunt. Oder
war mit Jahr ein Mondumlauf gedacht. Dann werden die
Lebensdaten wahrscheinlicher, aber kaum wahr.

Eher unwahrscheinlcher.
„Mahalalel war 65 Jahre alt und zeugte Jared.“ (1.Mose 5,15)
Kann der Junge mit 65 Monaten einen Sohn zeugen?

Außerdem wurde das Jahr mit Sommer und Winter bezeichnet (1.Mose 8,22)

Gruss Harald

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Tod: Wer-glaubt-was?

Wenn Du nach der biblischen Antwort suchst,die sich von der
Allgemeinen
religiösen(katholischen/evangelischen)unterscheiden mag,
hier ein paar Bibelstellen zum selber nachschlagen.

[…]

Besten Dank! Und was sagt der evangelische / katholische Pfarrer dazu? Oder, um die Frage noch zu erweitern: weiß jemand, was der „normale Gläubige“ (sorry, der Begriff ist schlecht und soll keineswegs eine Wertung implizieren) zu dieser Frage denkt? Gibt es da vielleicht Umfragen, die Aufschluß geben?

Gruß
Michael

Lasst Michael nicht hängen!
Hallo Allerseits,

Die Frage, was nach dem Tod passiert, ist ein Grundbestandteil aller Religionen.
Es kann doch nicht sein, dass Michael nur zwei „Minderheitsmeinungen“ zu lesen bekommt. Wenigstens die katholische und evangelische Sicht sollte erläutert werden.

Gruß
Carlos

Hallo Harald

von genauer Zeitangabe kann keine Rede sein :wink:
Und was die Beweisführung angeht ist die Archäologie dabei,
die Beweise Stück für Stück auszugraben.

Da ich in meinem Berufsleben sehr viel mit dieser Zunft zu tun hatte, weiss ich, dass zwischen Wunschdenken und Realität ein ganz scharfer Strich gezogen werden muss. Frage: Wieso gibt es vor Ort geistliche Herren, die Archäologe spielen?

Meiner bescheidenen Meinung nach erfolgte die Vertreibung aus
dem Paradies ca. 4000 J. v.Chr.

Ob der Oetzi sich verirrt hat? Die Herren von der Ur- und Frühgeschichte samt den Paläontologen werden bestimmt nicht wegen ein paar hirnrissigen Bibelschwingern die Geschicht umschreiben.

Das hat aber gar nichts mit der Erschaffung der Erde zu tun.
Und da die Existenz des Garten Edens nicht nachgewiesen werden
kann, kann die Naturwissenschaft auch gar nichts Gegenteiliges
behaupten.

Tut sie, im Gegensatz zu anderen Leuten, überhaupt nicht, sie bleibt immer schön auf dem Teppich.

„Mahalalel war 65 Jahre alt und zeugte Jared.“ (1.Mose 5,15)
Kann der Junge mit 65 Monaten einen Sohn zeugen?

Glaubst du in diesem Fall nicht an Wunder? Oder ist der Schwindel eh schon gross genug?

Gruss Peter

Moin, moin Michael,

da Du ja nach dem Pfarrer geschrieen hast, will ich mich also auch äußern.
Es ist in der Tat die landläufige Vorstellung, daß die Auferstehung erst beim Jüngsten Gericht stattfinden wird. Das geht vor allen Dingen zurück auf die Rede Jesu über die Scheidung der Böcke von den Schafen in Matthäus 25. Es gibt aber auch noch eine andere Vorstellung, und die steht in Lukas 16 im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Da sitzt nämlich der Arme unmittelbar nach seinem Tod in Abrahams Schoß - er hat also das Gericht und das Urteil schon hinter sich, und das Urteil ist in seinem Fall die ewige Seligkeit.
Nun ist die Frage, was es denn ist, was da übrigbleibt vom Menschen und was sich vor Gottes Richterthron verantworten muß: die Seele? Mit der Vorstellung von der unsterblichen Seele habe ich so meine Schwierigkeiten, weil das ein Begriff aus der griechischen Philosophie ist, der erst im Laufe der Jahrhunderte in die christliche Theologie eingedrungen ist. Wenn Jesus von der Seele spricht, dann meint er ganz gewiß nicht diese unsterbliche Seele der Philosophen. Ich würde dehalb lieber von der Unsterblichkeit der Identität oder der Verantwortung sprechen, so unanschaulich das Ganze damit auch ist: Gott - oder Christus - wird uns zur Verantwortung ziehen, und wir werden uns vor ihm zu verantworten haben. Und es ist klar, daß eine Kontinuität zwischen dem gestorbenen und dem auferstandenen Menschen bestehen muß.

Das andere: Gott hat im Paradies den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis gepflanzt. Vom Baum des Lebens ist neben 1. Mose 2, 9 noch in 1. Mose 3, 22 die Rede: „Nun aber, daß er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!“ Es ist also offenbar so gedacht: der Mensch ist von Anfang an als Sterblicher geschaffen, der Tod ist also nicht die Folge seines Essens vom Baum der Erkenntnis - er würde ohnehin haben sterben müssen. Aber das Essen vom Baum der Erkenntnis führt zum sofortigen und unmittelbaren Tod: „denn an dem Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben.“
Dieser Baum des Lebens wird dann wieder erwähnt in Offenbarung 2, 7 und 22, 2. Es scheint mir also ein Trugschluß der Theologie zu sein, daß der Tod die Folge der Sünde sei - dieser Trugschluß fängt allerdings schon bei Paulus an, der in Römer 6, 23 schreibt, daß der „Tod der Sünde Sold“ sei.

Hab ich Dir ein wenig helfen können?

Ich wünsch Dir einen gesegneten Feiertag - Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es ist in der Tat die landläufige Vorstellung, daß die
Auferstehung erst beim Jüngsten Gericht stattfinden wird. Das
geht vor allen Dingen zurück auf die Rede Jesu über die
Scheidung der Böcke von den Schafen in Matthäus 25. Es gibt
aber auch noch eine andere Vorstellung, und die steht in Lukas
16 im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Da
sitzt nämlich der Arme unmittelbar nach seinem Tod in Abrahams
Schoß - er hat also das Gericht und das Urteil schon hinter
sich, und das Urteil ist in seinem Fall die ewige Seligkeit.

Lässt sich daraus jetzt ableiten, was mit Opa passiert, wenn er tot ist? Bietet der christliche Glaube da einen unmittelbaren Trost für die Hinterbliebenen? Als Materialist und Atheist wünsche ich mir gelegentlich, ich könnte so tröstliche Dinge sagen (und selbst glauben), wie „Opa ist jetzt beim lieben Gott“ oder meinetwegen auch „Opa sitzt jetzt in Abrahams Schoß“. Dann erscheint mir mein eigener Unglaube irgendwie defizitär, weil ich den Tod als die - irreversible - Abwesenheit von Leben nicht relativieren (oder schönen) kann. In dem Zusammenhang habe ich mich gefragt, worin eigentlich der christliche Trost angesichts des Todes genau besteht.

Hab ich Dir ein wenig helfen können?

Oh ja, durchaus. Danke!

Ich wünsch Dir einen gesegneten Feiertag - Rolf

Auch so!
Michael

Hallo Michael,

bitte helft mir beim Schließen zweier Bildungslücken.

wie Du sicher gemerkt hast, gibt es darüber verschiedene Ansichten.
Ich versuche mal, einige Antworten aus der Bibel darzustellen.

  1. Was passiert nach christlicher Vorstellung mit den Toten?

In Dan.12,13 sagt Gott zu Daniel:
Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.

Ich vermute mal, dass der Trost „Jetzt ist Opa im Himmel“
nicht möglich ist, da die Toten bis zum Jüngsten Gericht (?)
wirklich tot sind. Stimmt das?

Teilweise :wink:
Rolf hat darauf verwiesen, dass Lazarus in „Abrahams Schoß“ war.
Allerdings ist nicht belegt, dass es sich hier um den „Himmel“ handelt.

Über den „Himmel“ sagt Jesus zu seinen Jüngern ( Joh.14,2-3 )
Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Um in den Himmel zu kommen, müssen wir also auf die Wiederkunft Jesu warten.
Dazu schreibt Johannes in der Offenbarung (Apokalypse) 20,4-6:
und [ich sah] die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.

  1. Warum müssen die Menschen - wiederum nach christlicher
    Vorstellung - überhaupt sterben? Hätten Adam und Eva ewig
    leben können, wenn der Sündenfall nicht stattgefunden hätte?
    Ist die Sterblichkeit eine Konsequenz der Erbsünde?

Im Prinzip ja.
Wobei es ja völlig egal ist, ob der Mensch stirbt, weil er sterblich ist, oder weil er keinen Zugang zum „Baum des Lebens“ hat, also zu einem lebensverlängernden „Mittel“.

Gruss Harald

Hallo Peter,

Frage: Wieso gibt es
vor Ort geistliche Herren, die Archäologe spielen?

diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Mir sind solche Leute nicht bekannt.

Meiner bescheidenen Meinung nach erfolgte die Vertreibung aus
dem Paradies ca. 4000 J. v.Chr.

Ob der Oetzi sich verirrt hat?

Warum?
Der Ötzi soll ca 3300 v.Chr. gelebt haben. Also nach meiner Rechnung etwa 700 Jahre nach Adam. Wo ist das Problem?

Die Herren von der Ur- und
Frühgeschichte samt den Paläontologen werden bestimmt nicht
wegen ein paar hirnrissigen Bibelschwingern die Geschicht
umschreiben.

Verlange ich auch nicht. Ich habe auch gesagt, dass es kein letztgültiges Zahlenmaterial in der Bibel gibt.
Aber einige Datierungen der Paläontologen würde ich in Frage stellen :wink:

„Mahalalel war 65 Jahre alt und zeugte Jared.“ (1.Mose 5,15)
Kann der Junge mit 65 Monaten einen Sohn zeugen?

Glaubst du in diesem Fall nicht an Wunder? Oder ist der
Schwindel eh schon gross genug?

Wenn schon Wunder, warum dann nicht so, wie es in der Bibel steht?
Was soll daran so unwahrscheinlich sein, dass die ersten Menschen ein paar hundert Jahre gelebt haben?
Es gab damals noch keine Umweltbelastungen und Zivilisationskrankheiten. Und die Medizin bestätigt, dass bei gesunder Lebensweise der Körper 120 Jahre halten könnt. Das könnte doch früher (als die Welt im Ganzen noch viel gesünder war) auch länger möglich gewesen sein.

Gruss Harald

Hallo Peter, hallo ihr alle,

Auf einer zum Paradies umgestalteten Erde? Nein warum?

Wo steht dies schon wieder? Oder nur den Köpfen der ZJ
eingebleut?

Offenbarung 21: 3-5: Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“

  1. Petrus 3:13: Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.

Die Zahl auf 144.000 beschränkt, und die Mehrzahl wurde schon
in den vergangenen 2000 Jahren bestimmt.

Ich staune nur noch über euer Wissen - grinsend. Es geht mir
nicht in den Kopf, das jemand überhaupt auf diesen Quatsch
eingeht, bzw. glaubt. Ich tippe auf massivste Indoktrination.

144 000: Offenbarung 14:1
Die ZJ glauben, dass die 144 000 die „Regierung“ bilden, die Bevölkerung auf der Erde sind dann die Untertanen. Vergleich: Die Regierung eines Landes bilden eine bestimmte Anzahl von Personen - die Bevölkerung besteht aus einer viel größeren Anzahl von Menschen - zumindest bei uns in Österreich ist das so :smile:

Und was soll ich sonst Glauben?
Dass nach dem Tod alles endgültig vorbei ist?

Ich halte es mit dieser Variante.

Fragt sich, ob du an die Evolutionstheorie glaubst, oder an einen Gott, der uns für 80 Jahre in einer ungerechten Welt leben lässt und danach ist alles vorbei - mich persönlich würde beides zweifeln lassen.

Wünsche euch noch einen schönen Tag,
Birgit

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Hallo Harald

diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Mir sind solche
Leute nicht bekannt.

Aber mir. Sogar vor Ort angetroffen…

Warum?
Der Ötzi soll ca 3300 v.Chr. gelebt haben. Also nach meiner
Rechnung etwa 700 Jahre nach Adam. Wo ist das Problem?

Da bleibt jede weitere Diskussion sinnlos. Wenn Naturwissenschaften und von irgend einer Religion vernebelte Hirne aufeinander stossen…

Verlange ich auch nicht. Ich habe auch gesagt, dass es kein
letztgültiges Zahlenmaterial in der Bibel gibt.
Aber einige Datierungen der Paläontologen würde ich in Frage
stellen :wink:

Das ist ja genau die verdammte Ueberheblichkeit von euch Brüdern und Schwestern. Falls etwas nicht ins abstruse Weltbild passt, wird zurecht gebogen und manipuliert.

Wenn schon Wunder, warum dann nicht so, wie es in der Bibel
steht?

Auch Grimms Märchen habe ich schon als kleiner Junge nicht geglaubt.

Was soll daran so unwahrscheinlich sein, dass die ersten
Menschen ein paar hundert Jahre gelebt haben?

Warum ist es unwahrscheinlich, dass dies wahrscheinlich ist?

Es gab damals noch keine Umweltbelastungen und
Zivilisationskrankheiten.

Nein? Nur jede Menge Umweltgifte: Quecksilber, Blei und andere Schwermetalle,usw.

Und die Medizin bestätigt, dass bei
gesunder Lebensweise der Körper 120 Jahre halten könnt.

Frage einen Zellbiologen. Der wird dir erklären wieso dies nicht möglich ist.

Gruss P.