Christentum: wozu lebt der Mensch (Aufgabe)?

Hallo eine Frage zum Christentum, aber bitte, bitte keine „außerchristlichen“ Thesen, ich möchte das lediglich aus Christensicht (Bibel fundiert am besten) gerne wissen:

warum ist der Mensch eigentlich auf der Erde, oder besser: warum, mit welchem Ziel ist ihm das Leben überhaupt, gerade ihm, von Gott geschenkt worden? Welche „Aufgabe“ soll der Mensch für sein Leben erfüllen?

Ich hab kürzlich mit jemandem diskutiert, der es aus hinduistischer (?) Sicht sieht, dass der Mensch „etwas zu lösen“ hätte.

Wie sieht das eigentlich die Bibel?

danke.chris

Hi,

eine Frage zum Christentum, aber bitte, bitte keine
„außerchristlichen“ Thesen, ich möchte das lediglich aus
Christensicht (Bibel fundiert am besten) gerne wissen:

warum ist der Mensch eigentlich auf der Erde, oder besser:
warum, mit welchem Ziel ist ihm das Leben überhaupt, gerade
ihm, von Gott geschenkt worden? Welche „Aufgabe“ soll der
Mensch für sein Leben erfüllen?

Ich hab kürzlich mit jemandem diskutiert, der es aus
hinduistischer (?) Sicht sieht, dass der Mensch „etwas zu
lösen“ hätte.

Wie sieht das eigentlich die Bibel?

also an diesem punkt muss ich intervenieren. man sagt hier immer soll keine „hausaufgabenhilfe“ geben. Wenn du das für eine diskussion brauchst wirst du klaglos untergehn, wenn du dir einfach ein paar argumente zurechtlegen lässt. Dafür müsstest du schon selbst in die bibel schauen…

LG Alex

warum ist der Mensch eigentlich auf der Erde,

Als Bodenpersonal Gottes, würde ich sagen. Er soll heerschen über die Schöpfung.

oder besser:
warum, mit welchem Ziel ist ihm das Leben überhaupt, gerade
ihm, von Gott geschenkt worden?

Würde sagen: Gott liebt Menschen, er er freut sich bei jedem, der auch ihn liebt. Echte Liebe beruht aber auf einer freien entscheidung. Während des lebens kann man dies als Mensch tun.

Welche „Aufgabe“ soll der
Mensch für sein Leben erfüllen?

Zur Schöpfung schauen und Sorge tragen, Gott und andere Menschen zu lieben. Das wichtigste das alles enthält "liebe deinen Gott mit ganzer Seele, ganzem Herzen und ganzer Kraft (ups isteht nicht ganz so in der bibel, aber sehr ähnlich) und daraus auch leibe deinen nächsten wie dich selbst. Dazu glaube ich hat auch jeder eine bestimmte Aufgabe im Leben für das Reich Gottes

Ich hab kürzlich mit jemandem diskutiert, der es aus
hinduistischer (?) Sicht sieht, dass der Mensch „etwas zu
lösen“ hätte.

Ein Hindu muss sich selbst von seinen Sünden durch entsprechene Praktiken erlösen, damit er „weiterkommt“. Im Chtrsitentum ist dies nicht nötig, das ist einer der grössten Unterschiede zu anderen Glaubensrichtungen, da all die Strafe für unseer vergehen, Jesus christus durch seinen unschuldigen tod eben getragen hat und so jeder der dieses Opfer und damit Jesus annimmt und an ihn glaubt, erlöst ist und das ewige Leben hat.

Wie sieht das eigentlich die Bibel?

Siehe oben, das meiste ist aus der Bibel, einiges aber auch meine Meinung

Beat

Dafür

müsstest du schon selbst in die bibel schauen…

LG Alex

Hi,

ich bin einigermaßen bibelfest, aber hierüber gibt es tatsächlich keine Auskünfte, und ich halte die Frage: Warum schuf Gott den Menschen - was hatte er eigentlich davon? für sehr interessant. Was wäre jemandem entgegenzusetzen, der behauptet, Gott schuf den Menschen, um sich seine schöne Erde wieder zerstören zu lassen, weil Gott eben destruktiv ist? Oder war es ein Versehen? Kann nicht sein, denn Gott ist allmächtig, und der Allmächtige macht definitionsgemäß keine Fehler (was übrigens (nach Leibniz) seine Existenz beweist).

Gruß Tom

hi chris,
ich stimme mit max überein. Jedoch -

warum ist der Mensch eigentlich auf der Erde, oder besser:
warum, mit welchem Ziel ist ihm das Leben überhaupt, gerade
ihm, von Gott geschenkt worden? Welche „Aufgabe“ soll der
Mensch für sein Leben erfüllen?

es googelt sich leicht:

Schöpfungsauftrag
Nach 1. Mose 1,28 soll der Mensch die Erde in Besitz nehmen und über Fische, Vögel und Landtiere herrschen. Die herkömmliche Übersetzung, dass er sich die Erde „untertan machen“ solle, hat zu folgenschweren Missverständnissen geführt. Die Natur soll keineswegs der Willkür des Menschen ausgeliefert werden. Dieser Text stammt aus einem Umfeld, in dem Herrschaft und Fürsorge zusammen gehören. Die Könige im alten Orient galten zugleich als Hirten des Volkes. Darum übersetzt die „Gute Nachricht Bibel 1997“ zutreffend: „Ich setze euch … über alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer Fürsorge an.“ Der Mensch ist zu einem fürsorglichen Umgang mit der Schöpfung angehalten.
Diese Aufgabe wird im zweiten Schöpfungsbericht in 1.Mose 2,15 bestätigt: „Gott, der Herr, brachte den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen.“ Gott setzt den Menschen in einen blühenden Garten. Der Mensch findet sich als Geschöpf inmitten des Geschaffenen vor. Er soll die Erde bebauen und die Schöpfung bewahren. Gott bringt dann die Tiere zum Menschen, „um zu sehen, wie er jedes einzelne nennen würde“ (1. Mose 2,19). Adam, das heisst „der Mensch“, gibt allen Lebewesen einen Namen.
www.jesus.ch
Sehr ertragreich auch:
http://www.joerg-sieger.de/glaube/themen/mensch.htm#… es aus

hinduistischer (?) Sicht sieht, dass der Mensch „etwas zu
lösen“ hätte.

Der Christgläubige darf sich mit Jesu Hilfe aus seiner Verhaftung mit den Irrtümern des materiellen Lebens lösen, um hier und jetzt das Reich Gottes zu errichten und in ihm als göttliches Wesen (Kind Gottes) zu leben. Wie das zu tun ist, sagt Jesus ausführlich. Jedenfalls behaupten die das, die ihn zitieren. (Offensichtlich ist das noch nicht gelungen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.)
Manche andere Religion, ohne Jesus, fordern ihre Mitglieder vielleicht auf, stärker an sich zu arbeiten (zB im günstigsten Fall friedfertiger zu leben), um ebenfalls aus den Verstrickungen des Irdischen einmal befreit zu sein. Die Erlösung ist den Christen nicht durch Jesus geschenkt worden, seine Botschaft war, dass sie mit den Schuldzuweisungen aufhören und stattdessen seinen Weg in ihre Befreiung gehen sollen.

Im Prinzip sagen Religionen, die Friedfertigkeit und Vergebung predigen, auch nichts anderes.
Die Christen haben ein Problem damit, dass Jesus sich als echten Gott (Sohn des Vaters, wer mich sieht, sieht den Vater) bezeichnet haben soll - UND gleichzeitig den Menschen predigt, dass sie genau dasselbe sind. Nun sind die Christen sauer, weil sie nicht über Wasser gehen und daher ihre eigene Göttlichkeit nicht glauben können. Sie sind aber auch nicht bereit, ihr verworrenes „Leben“ hinzugeben, um das Reich Gottes in sich selbst zu finden. Das scheitert schon an dem gebuchten Urlaub, an dem neuen lover oder an Hartz IV.
Gruß, Geris

Hi, nochmal

ich bin einigermaßen bibelfest, aber hierüber gibt es
tatsächlich keine Auskünfte

Die urpostFrage ist hinreichend in der Bibel beantwortet

Warum
schuf Gott den Menschen - was hatte er eigentlich davon? für
sehr interessant.

Das ist eine neue Frage.
Was hast du davon (oder deine Eltern), Kinder in die Welt zu setzen? Angenommen, es seien Wunschkinder.

Was wäre jemandem entgegenzusetzen, der
behauptet, Gott schuf den Menschen, um sich seine schöne Erde
wieder zerstören zu lassen,

Wieviel Schaden hast du bei deinen Eltern angerichtet? Auch Hunde und Katzen sind zu einiger Zerstörung in der Wohnung fähig, und sie werden freiwillig gehalten

weil Gott eben destruktiv ist?

Merkst du, wie unsinnig die Frage so ist?

Oder war es ein Versehen?

Bei deinen Eltern vielleicht

Kann nicht sein, denn Gott ist
allmächtig, und der Allmächtige macht definitionsgemäß keine
Fehler (was übrigens (nach Leibniz) seine Existenz beweist).

Er hat denselben „Fehler“ machen müssen wie deine Eltern und alle anderen: Er hat vorher niemanden fragen können, ob er denn ins Leben wollte. Deshalb darfst du ihn ungestraft hassen, wenn dir danach ist.
Was er davon hat, dass du lebst?
Er sieht das Objekt seiner Liebe und Sehnsucht an.
Gruß Geris

Soweit ich mich erinnere, hatte er sein Ebenbild im Sinn, als er den Menschen in die Welt setzte. Wie passt das zu all den Schreckensgestalten der Weltgeschichte - und noch wichtiger: welcher Plan steckt dahinter? Angenommen es gäbe eine medizinische Methode, mit der sich die Vita eines noch nicht geborenen Kindes voraussagen ließe, und angenommen man identifizierte dabei einen mordenden Psychopathen, der sein Elternhaus zerstören wird: Würde man unter dieser Prognose sein Kind zur Welt bringen? Mit Sicherheit NEIN. Aber Gott hätte es doch voraussehen müssen, oder? Ich meine Scheiterhaufen, Kreuzzüge, Genozide, Terror… Hat er sich vertan?

Hi Tom

Soweit ich mich erinnere, hatte er sein Ebenbild im Sinn, als
er den Menschen in die Welt setzte.

Ja, die Menschen sind geistig gesehen (Gott ist doch wohl „Geist“?)aus demselben „Stoff“, haben dieselben Anlagen und Fähigkeiten, so wie ein Kind alles von den Eltern erbt und damit ein eigenes, neues Leben gestaltet

Wie passt das zu all den
Schreckensgestalten der Weltgeschichte - und noch wichtiger:
welcher Plan steckt dahinter?

Irgendwo müssen die „Kinder“ doch lernen, wie sie sich als künftige Partner Gottes in dem ganzen Schöpfungsspiel bewegen sollen

Angenommen es gäbe eine
medizinische Methode, mit der sich die Vita eines noch nicht
geborenen Kindes voraussagen ließe, und angenommen man
identifizierte dabei einen mordenden Psychopathen, der sein
Elternhaus zerstören wird: Würde man unter dieser Prognose
sein Kind zur Welt bringen? Mit Sicherheit NEIN.

Bis jetzt hat noch keiner das göttliche Elternhaus auch nur annähernd zerstört, und das wird auch nie geschehen. Deshalb kann Gott es zulassen, dass sie learning by doing sich so richtig ausleben.

Aber Gott
hätte es doch voraussehen müssen, oder?

Ja, selbstverständlich. Deshalb wurde die Erde ja erschaffen, um den randalierenden Kindern einen Ort zu geben, wo sie keinen bleibenden und irreparablen Schaden anrichten können

Ich meine
Scheiterhaufen, Kreuzzüge, Genozide, Terror… Hat er sich
vertan?

Nein. Innerhalb dieses Irrenhauses haben sehr viele seiner Kinder bereits gewaltig gelernt: Echtes, tiefes Mitgefühl; sie sind fähig für andere sogar ihr Leben zu opfern; sie sind zur Liebe (naja fast) fähig geworden, wenn es auch noch nicht die ganz große göttliche ist. Sie haben zwar teure, aber unschätzbare Erfahrungen gesammelt. Die Erkenntnis von „Gut und Böse“, die Erfahrung der Polarität und Schlimmeres, und das hingegebene SUCHEN nach Gottes Meinung und Antwort ist ein Erfolg für das Gelingen seines Planes. Der Plan war, erwachsene Kinder zu bekommen, die von den göttlichen Ideen und vom göttlichen Wesen restlos begeistert sein werden, wenn sie alles erstmal durchschauen. Schau hp site „ich-bin-da“
Gruß, Geris

Hallo Geris

Dir grösstenteils zustimme. Aber zu folgenden muss ich dir widersprechen:

Der Christgläubige darf sich mit Jesu Hilfe aus seiner
Verhaftung mit den Irrtümern des materiellen Lebens lösen, um
hier und jetzt das Reich Gottes zu errichten und in ihm als
göttliches Wesen (Kind Gottes) zu leben. Wie das zu tun ist,
sagt Jesus ausführlich. Jedenfalls behaupten die das, die ihn
zitieren. (Offensichtlich ist das noch nicht gelungen. Aber
das ist nur meine persönliche Meinung.)

Siehe gespräch mit Nikodemus und dem wichtigsten gebot das über allen anderen steht, bzw alle anderen selbstverständlich macht. Liebe deinen gott mit allem und deinen nächsten so wie Dich selbst. Das letztere ergibt sich aus dem ersteren, ds ist auch ein unterschied zur reinen hilosophie der Nächstenliebe.

Die
Erlösung ist den Christen nicht durch Jesus geschenkt worden,

Oh doch Geri, wie kommst Du darauf? Bibelstellen bitte?
Das ist ein zentraler Baustein des Evangeliums, jeder der Jesus christus bekennt und annimmt, ist erlöst und hat ewiges Leben.
„ich bin der weg, die wahrheit und das Leben“ sagte er. Gibt noch andeer stellen in den Evangelien und bei Paulus.

seine Botschaft war, dass sie mit den Schuldzuweisungen
aufhören

das nebenbei auch, dass tut man dann auch meist automatisch, wenn obgenanntes gemacht7entschieden wurde

Im Prinzip sagen Religionen, die Friedfertigkeit und Vergebung
predigen, auch nichts anderes.

Stimmt, aber das wieso, die Grundlage wieso man so leben soll, die ist eine andere.

Die Christen haben ein Problem damit, dass Jesus sich als
echten Gott (Sohn des Vaters, wer mich sieht, sieht den Vater)
bezeichnet haben soll - UND gleichzeitig den Menschen
predigt, dass sie genau dasselbe sind.

Wirklich? Die meisten haben damit klein Problem, ich auch nicht.

Nun sind die Christen
sauer, weil sie nicht über Wasser gehen und daher ihre eigene
Göttlichkeit nicht glauben können.

Es ist gerade andersrum, wie bei Petrus. Weil sie nicht genug/richtig dh mit dem Herzen glauben, können sie nicht auf dem Wasser gehen

Sie sind aber auch nicht
bereit, ihr verworrenes „Leben“ hinzugeben, um das Reich
Gottes in sich selbst zu finden.

Oh doch, sonst sind es eben keine (richtigen) Christen. Das wäre eben die wichtigste Entscheidung im leben, die Wiedergeburt, von der Christus zu Nikodemus sprach.
Das vom Zeitpunkt dieses Entscheides/Wiedergeburt gleichzeitig auch ein Prozess beginnt, damit das von Dir erwähnte immer weniger wird, muss dabei auch beachtet werden

Gruss
beat