Christkind oder Weihnachtsmann?

Geht es eigentlich nur mir so?

Ich habe das Gefühl, der Weihnachtsmann verdrängt das Christkind und das find ich unglaublich schade.

Ich hab meiner Tochter anfangs erzählt, das Christkind bringt die Geschenke. Später gingen wir dann dazu über, dass das Christkind nicht alle Geschenke selbst bringen kann, nur einen Teil. Und es besucht auf jeden Fall alle Herzen und Gedanken und kann so den Anstoß dafür geben, dass z.B. die Eltern, Geschenk xy kaufen. Inzwischen sind wir bei dem Status, dass Eltern etc. Geschenke besorgen, aber das Christkind trotzdem vorhanden ist - in unseren Gedanken, unsichtbar mit seinen Engeln um uns herumflatternd, sich um uns sorgend und halt (s.o.) in den Gedanken der Menschen dafür sorgt, das Wünsche in Erfüllung gehen.

Hinter dieser Geschichte kann ich voll und ganz stehen, ohne das Gefühl zu haben, mein Kind anzulügen. Denn für mich ist das Christkind existent - es ist für mich Jesus und somit die Basis unseres christlichen Glaubens und unserer Gesellschaft (obwohl ich selbst mich jetzt nicht als absolut gläubigen Christen bezeichnen würde…).

Jetzt drängt sich immer mehr dieser dicke Weihnachtsmann rein. Und ich weiß nicht, wie ich den hätte erklären sollen. Bei der Weihnachtsmann-Geschichte wäre ich mir als Lügnerin vorgekommen.

Der Weihnachtsmann steht für mich irgendwie für reinen Kommerz. Der fährt rum und bringt Geschenke. Punkt.

Das Christkind bringt für kleine Kinder die Geschenke, später gibt es halt nur den Anstoß dafür. Aber es bringt - für mich - noch mehr: Liebe, Zeit zum Innehalten, Freude etc. Also das, was für mich Weihnachten ausmacht.
Ich hab manchmal das Gefühl, dass ich ganz allein auf der Christkind-Front „kämpfe“. Fängt schon bei Weihnachtsbüchern an. Finde es kuschelig, sich in der Weihnachtszeit auch Weihnachtsgeschichten vorzulesen. Es ist aber inzwischen echt schwierig geworden, irgendwelche Bücher mit kindgerechten, netten Engelsgeschichten zu bekommen. Über Weihnachtsmänner - kein Problem.

Wüßte gerne mal, wie andere das sehen.

Geht bei meiner Tochter übrigens wunderbar, dass sie sich lange ihren Christkind-Glauben erhält: Wenn sie ankam, und sagte, xy sagt aber, es gibt kein Christkind, konnt ich immer erwidern: Das Christkind kommt nur zu denen, die an es glauben. Bei den anderen kommen die Geschenke von den Eltern. Das war für sie dann vollkommen logisch.
Und wie gesagt - ich glaub ja heute noch ans Christkind :wink:

Gespannt auf Antworten,
Brigitte

Seufz, mir geht die Weihnachtsmann-Invasion auch ein wenig auf die Nerven.
Bei uns sind das die Hilfsarbeiter des Christikinds, denn die vielen Geschenke zu verteilen wär ja ein wenig viel fürs Christkind. Ganz weglassen kann man den Kerl ja leider nicht, der läuft einem ja überall über den Weg und dann gerät man ja in Erklärungsnot…

Das besonders Schöne am Christkind ist ja auch, dass man es sich selbst vorstellen muss, überlegen muss, wie mag es aussehen??
Das ist so schön Geheimnisvoll und geht mit den ganzen Weihnachtsmännern ja doch verloren.

LG,

Birgit

Hallo!

Ich glaube weder an das Christkind noch an den Dicken mit dem Renntierschlitten. Ich finde es allerdings richtlich dass du dich hier an die deutsche Kultur hälst wie ich das von klein an kenne.

Wir sind nicht in Amerika und Santa Clause kommt in der Nacht von 5. auf den 6. Dezember… (jaja, der heilige Sankt Nikolaus).

Gruß Ivo

Hallo,

hier das Original von Knecht Rupprecht der ja eigentlich der Weihnachtsmann ist, ich denke damit läßt sich viel erklären. Im übrigen find ich die viel schöner.
Hier findest du ihn nochmal und viele weitere schöne Gedichte zu Weihnachten
http://www.weihnachtsstadt.de/Gedichte/klassisch/kne…

Gruß Andrea

Knecht Rupprecht

von Theodor Storm

Rupprecht:
Habt guten Abend, alt und jung
bin allen wohl bekannt genung.

Von drauß vom Walde komm ich her;
ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
Knecht Rupprecht, rief es alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!

So geh denn rasch von Haus zu Haus.
such mir die guten Kinder aus,
damit ich ihrer mag gedenken
mit schönen Sachen sie mag beschenken.
Ich sprach: O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.
Hast denn das Säcklein auch bei dir?
Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
fressen fromme Kinder gern.
Hast denn die Rute auch bei dir?
Ich sprach: die Rute die ist hier.
Doch für die Kinder, nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.
Christkindlein sprach: So ist es recht.
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!
Von drauß, vom Walde komm ich her,
Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!
Nun sprecht wie ich’s hierinnen find:
sind’s gute Kind., sind’s böse Kind?

Vater:
Die Kindlein sind wohl alle gut,
haben nur mitunter was trotzigen Mut.

Rupprecht:
Ei,ei, für trotzgen Kindermut
ist meine lang Rute gut!
Heißt es bei Euch denn nicht mitunter:
Nieder den Kopf und die Hosen herunter?

Vater:
Wie einer sündigt so wird er gestraft;
die Kindlein sind schon alle brav.

Rupprecht:
Stecken sie die Nas auch tüchtig ins Buch,
lesen und scheiben und rechnen genug?

Vater:
Sie lernen mit ihrer kleinen Kraft,
wir hoffen zu Gott, daß es endlich schafft.

Rupprecht:
Beten sie denn nach altem Brauch
im Bett Ihr Abendsprüchlein auch?

Vater:
Neulich hört ich im Kämmerlein
eine kleine Stimme sprechen allein;
und als ich an die Tür getreten,
für alle Lieben hört ich sie beten.

Rupprecht:
So nehmet denn Christkindleins Gruß,
Kuchen und Äpfel, Äpfel und Nuß;
probiert einmal von seinen Gaben
morgen sollt ihr was besseres haben.
Dann kommt mit seinem Kerzenschein
Christkindlein selber zu euch herein.
Heut hält es noch am Himmel Wacht;
nun schlafet sanft, habt gute Nacht.

Hallo Brigitte,

Geht es eigentlich nur mir so?

Nein, ich glaub es geht nicht nur dir so.

Ich habe das Gefühl, der Weihnachtsmann verdrängt das
Christkind und das find ich unglaublich schade.

Kommt mir auch so vor. Obwohl das zum Glück bei uns (ich komm aus einem recht ländlichen Gebiet in Bayern) noch nicht ganz so ausgeprägt ist.

Ich hab meiner Tochter anfangs erzählt, das Christkind bringt
die Geschenke. Später gingen wir dann dazu über, dass das
Christkind nicht alle Geschenke selbst bringen kann, nur einen
Teil. Und es besucht auf jeden Fall alle Herzen und Gedanken
und kann so den Anstoß dafür geben, dass z.B. die Eltern,
Geschenk xy kaufen. Inzwischen sind wir bei dem Status, dass
Eltern etc. Geschenke besorgen, aber das Christkind trotzdem
vorhanden ist - in unseren Gedanken, unsichtbar mit seinen
Engeln um uns herumflatternd, sich um uns sorgend und halt
(s.o.) in den Gedanken der Menschen dafür sorgt, das Wünsche
in Erfüllung gehen.

Das Find ich alles sehr schön. Ich werd das wohl mal ähnlich machen, wenn ich Kinder habe. Beim Weihnachtsmann funktioniert das doch gar nicht, weil der eben keine tiefere Bedeutung hat. Da kann man dann nicht sagen: „Er bringt zwar die Geschenke nicht, aber es gibt ihn trotzdem.“ (BTW: Mit dem Osterhasen funktioniert das wohl auch nicht so richtig. *g*)

Hinter dieser Geschichte kann ich voll und ganz stehen, ohne
das Gefühl zu haben, mein Kind anzulügen. Denn für mich ist
das Christkind existent - es ist für mich Jesus und somit die
Basis unseres christlichen Glaubens und unserer Gesellschaft

Genau so sehe ich das auch.

(obwohl ich selbst mich jetzt nicht als absolut gläubigen
Christen bezeichnen würde…).

Jetzt drängt sich immer mehr dieser dicke Weihnachtsmann rein.
Und ich weiß nicht, wie ich den hätte erklären sollen. Bei der
Weihnachtsmann-Geschichte wäre ich mir als Lügnerin
vorgekommen.

Stimmt, das ist wohl nicht ganz einfach. Aber wie wärs denn, wenn du ihr sagst, dass der Weihnachtsmann eben nur erfunden ist. Den habe die Leute erfunden, die nicht ans Christkind glauben. (Du schreibst ja weiter unten, dass du ihr erklärt hast, dass das Christkind nur zu denen kommt, die daran glauben)

Der Weihnachtsmann steht für mich irgendwie für reinen
Kommerz. Der fährt rum und bringt Geschenke. Punkt.

Was ich auch blöd finde, ist das der Weihnachtsmann, und der Nikolaus so vermischt werden. Der Nikolaus war schließlich ein Bischof. Der kommt wohl kaum mit der roten Zipfelmütze.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass ich ganz allein auf der
Christkind-Front „kämpfe“. Fängt schon bei Weihnachtsbüchern
an. Finde es kuschelig, sich in der Weihnachtszeit auch
Weihnachtsgeschichten vorzulesen. Es ist aber inzwischen echt
schwierig geworden, irgendwelche Bücher mit kindgerechten,
netten Engelsgeschichten zu bekommen. Über Weihnachtsmänner -
kein Problem.

Ganz allein bist du wohl nicht. Das mit den Büchern kann ich mir vorstellen. Kann dir da aber leider auch keine Tipps geben, weil ich noch keine Kinder hab.

Gruß
Michaela

Geht bei meiner Tochter übrigens wunderbar, dass sie sich
lange ihren Christkind-Glauben erhält: Wenn sie ankam, und
sagte, xy sagt aber, es gibt kein Christkind, konnt ich immer
erwidern: Das Christkind kommt nur zu denen, die an es
glauben. Bei den anderen kommen die Geschenke von den Eltern.
Das war für sie dann vollkommen logisch.
Und wie gesagt - ich glaub ja heute noch ans Christkind :wink:

Nachtrag Geschichte.
Hallo Brigitte,

ich hab grad eine Geschichte gefunden. Vielleicht gefällt sie dir ja. http://www.karl-leisner-jugend.de/Weihnacht3.htm

Gruß
Michaela

Hallo Brigitte,

Ich habe das Gefühl, der Weihnachtsmann verdrängt das
Christkind und das find ich unglaublich schade.

Logisch, der Weihnachtsmann bringt ja auch Geschenke - abgeleitet vom Nikolaus. Und der ist nun mal real da gewesen.

Ich hab meiner Tochter anfangs erzählt, das Christkind bringt
die Geschenke.

Kann ich nicht nachvollziehen. Das Christkind hat nichts geschenkt sondern ist laut apogrypher Schriften von den heiligen drei Königen beschenkt worden. Selbst in der Bibel ist aber von denen nicht mehr die Rede. Hat sicherlich seine Gründe.

Inzwischen sind wir bei dem Status, dass
Eltern etc. Geschenke besorgen, aber das Christkind trotzdem
vorhanden ist - in unseren Gedanken, unsichtbar mit seinen
Engeln um uns herumflatternd, sich um uns sorgend und halt
(s.o.) in den Gedanken der Menschen dafür sorgt, das Wünsche
in Erfüllung gehen.

Das klingt doch schon ganz anders. Ist zwar geschichtlich gesehen nicht haltbar aber klingt schön.
Stelle mir gerade vor wie ein knapp 40-jähriger bärtiger und buckliger Engel sich um mich sorgt.
Ich glaub ich ziehe den gemütlichen dicken Weihnachtsmann vor.

Hinter dieser Geschichte kann ich voll und ganz stehen, ohne
das Gefühl zu haben, mein Kind anzulügen.

Öhm … nicht? Da ist wohl noch viel Aufklärungsarbeit nötig ehe 2000 Jahre Falschinformation aufgearbeitet sind.

Der Weihnachtsmann steht für mich irgendwie für reinen
Kommerz. Der fährt rum und bringt Geschenke. Punkt.

Diese Meinung wiederum kann ich voll und ganz teilen. Aber das ist ja gerade das schöne für die Kinder (leider).
Die Reizüberflutung ist einfach zu groß und die Geschenkerwartung ebenso.
Aber ich denke für echten Gleuben hat man immer noch den Drei-Königs-Tag am 06.01. - Im Übrigen auch wieder sehr komisch interpretiert. Dir kleinen Könige bringen keine Geschenke sondern erbetteln welche.
Man dreht sich halt die Geschichte so hin wie man es gerade am liebsten hat oder gerade gebrauchen kann.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass ich ganz allein auf der
Christkind-Front „kämpfe“.

Nein, ich kämpfe auch an dieser Front - nur auf der anderen Seite.

Herzliche Grüße und ein friedliches Weihnachtsfest.
Dobbs

Hallo Brigitte,

zuerst einmal finde ich deine Einstellung zum Christkind sehr schön. Du erziehst dein Kind in deinem Glauben und lügst ihnen nichts vor, sondern gibst weiter, was du für richtig erachtest.
Andererseits (ein Aber gibt es immer) solltest du die Menschen, die mit dem Christkind rein gar nichts anfangen können, deswegen nicht verurteilen. In Deutschland ist es regional bedingt, wer wohin kommt. Bevor ich nach Franken gezogen bin, habe ich noch nie in meinem Leben etwas vom Christkind gehört! Gut, dass es in Nürnberg den Christkindelsmarkt gibt wusste ich schon, auch Christstollen hatte ich schon gehört. Aber dass da wirklich ein als Engel verkleidetes blond gelocktes Mädchen über jeden Christkindelsmarkt rennt, hätte ich nicht gedacht. Und als ich erstmals die Geschichte vom Christkind hörte, muss ich ehrlich sagen, hatte ich mir die Figur wirklich ganz anders vorgestellt.
In Mitteldeutschland gehen wir auf Weihnachtsmärkte, wir stellen Tannenbäume (oder Weihnachtsbäume) auf und „glauben“ an den Weihnachtsmann. Der ist, soweit wie ich die Geschichte kenne, auch viel älter als das Christkind, da er sich aus dem Nikolaus abgeleitet hat. Was natürlich nicht heißt, dass das Christkind weniger Daseinsberechtigung hat!

Dennoch denke ich, ist es wichtig, seinen Kindern nicht vorzugaukeln, dass irgendjemand die Geschenke bringen würde. Wie alt ist denn dein Kind? Ich habe die Weihnachtsmann-Entlarvungsphase meines kleinen Bruders hautnah miterlebt und ich muss sagen: Das ging ziemlich schnell. Ihm da noch einzureden, dass er sich täuscht, wäre doch auch unfair gewesen, oder!?

Bücher: Habe bei amazon einfach mal „Christkind“ eingegeben und 186 Ergebnisse bekommen. Damit kommst du über Weihnachten, bis dein Kind 18 ist ;o) Sicherlich ist nicht jedes Buch für jedes Alter geeignet, aber da sollte doch was zu finden sein!?!

So, liebe Grüße jetzt von der Lidscha, die jetzt Weihnachtsplätzchen backt und sich arg auf den Weihnachtsmann freut ;o)

wo ist das Problem?
Hi Brigitte,

wo ist das Problem?
Nur weil die katholische Kirche (bzw. einer ihrer Vertreter)
sich dieses Jahr dieses ach-so-populäre Thema rausgesucht hat
und gegen den Weihnachtsmann Front (geht’s noch?) macht, und weil
es so schön in die derzeitige anti-USA-Stimmung passt (da kann
man sich so beliebt machen, als Kirche), braucht man doch
nicht aus diesem Nicht-Problem eins zu machen.

  1. Hat Lidscha ja schon beschrieben, dass der Weihnachtsmann
    so undeutsch gar nicht ist.
  2. Muss es denn ein Entweder-Oder geben?

Ich habe jahrelang im „feindlichen“ Ausland gelebt (erst in
Afrika, dann in Saudi-Arabien, umgeben von Mitgliedern der
verschiedensten Kulturen und Traditionen, christliche und andere).
Bei uns kam das Christkind. Fertig. Bei den anderen
kam eben Santa Claus etc. Oder auch gar niemand. Bei uns
war die Bescherung ja auch am 24. abends, bei den anderen
wurden die Geschenke erst in der Nacht gebracht und am 25.
morgens ausgepackt. Richtig auf den Trichter gekommen, wer
da die Geschenke bringt, sind meine Kinder so etwa mit 7 und 8,
was wohl ein ziemlich durchschnittliches Alter ist, auch
für Kinder, die in einer kulturell homogenen Umgebung (gibt’s
das überhaupt noch?) aufwachsen (ich z.B., vor einigen Jahren).
Erklärungsnotstand gab es nie. Wir haben die verschiedenen
Traditionen gemischt und voneinander profitiert.

Grüße
Elke

Hallo

Ich hätte ja auch am ehesten angenommen, dass das Christkind der neugeborene Jesus sein soll.

Aber dass da wirklich ein als Engel
verkleidetes blond gelocktes Mädchen über jeden
Christkindelsmarkt rennt, …

Aber das passt doch irgendwie nicht. Scheint ja eher so eine Art Weihnachtsengel zu sein.

Viele Grüße
Thea

Hallo

Inzwischen sind wir bei dem Status, dass
Eltern etc. Geschenke besorgen, aber das Christkind trotzdem
vorhanden ist - in unseren Gedanken, unsichtbar mit seinen
Engeln um uns herumflatternd, sich um uns sorgend und halt
(s.o.) in den Gedanken der Menschen dafür sorgt, das Wünsche
in Erfüllung gehen.

Das klingt doch schon ganz anders. Ist zwar geschichtlich
gesehen nicht haltbar aber klingt schön.

Finde ich auch.

Stelle mir gerade vor wie ein knapp 40-jähriger bärtiger und
buckliger Engel sich um mich sorgt.

Wieso muss der Engel 40-jährig, bärtig und buckelig sein?

Viele Grüße
Thea

Moin,

warum nicht den Weihnachtsmann quasi zum Boten des Christkinds erklären ? Als Paketdienst sozusagen ?.

Das Fest dreht sich dann natürlich ums Christkind, aber es bringt die Geschenke nicht selbst, sondern das macht der Weihnachtsmann im Auftrag des Christkinds mit seinem Schlitten. So ist der Weihnachtsmann bestens integriert, ohne den Status des Christkinds zu schmälern.

Gruß
Marion

Hi!

Aber das passt doch irgendwie nicht. Scheint ja eher so eine
Art Weihnachtsengel zu sein.

Man kann sich das Christkind auf den Seiten des Nürnberger Christkindlesmarkt anschauen. Ein goldener Engel mit riesiger Krone und bezauberndem Lächeln. Ob da jetzt mein geliebter roter, dickbäuchiger Weihnachtsmann mehr kommerziell ist? Ich weiß nicht. Der Weihnachtsmann ist wenigstens gemütlich und erinnert mich an meinen Liebsten… ;o)

Grüße!

Wieso muss der Engel 40-jährig, bärtig und buckelig sein?

Nun Jesus als Christkind / Engel. Gekreuzigt wurde er in einem Alter von Mitte/Ende 30 und er war von kleinem Wuchs und bucklig.
Ich kann doch auch nichts dafür, wenn er so beschrieben wird in Beschreibungen aus dieser Zeit.

Hallo

Nun Jesus als Christkind / Engel. Gekreuzigt wurde er in einem
Alter von Mitte/Ende 30 und er war von kleinem Wuchs und
bucklig.

Wo steht das denn? Da habe ich ja noch nie was gehört (kleiner Wuchs und bucklig).

Ansonsten würde ich natürlich annehmen, wenn schon, dann stellt das Christkind Jesus in sehr jugendlichem Alter dar; es heißt ja schließlich Christ_kind_.

Viele Grüße
Thea

Hallo

Nun Jesus als Christkind / Engel. Gekreuzigt wurde er in einem
Alter von Mitte/Ende 30 und er war von kleinem Wuchs und
bucklig.

Wo steht das denn? Da habe ich ja noch nie was gehört (kleiner
Wuchs und bucklig).

Ich suchs Dir raus - mals sehen ob ich es diese Woche schaffe.
(per Mail?)

Ansonsten würde ich natürlich annehmen, wenn schon, dann
stellt das Christkind Jesus in sehr jugendlichem Alter dar; es
heißt ja schließlich Christ_kind_.

Aber in den Himmel ist er doch erst nach der Kreuzigung gefahren.
Du siehst die Geschichte ist voller Mißverständnisse:

  • das Christkind bringt gGeschänke obwohl Jesus eigentlich beschenkt wurde
  • beschenkt haben ihn die heiligen drei Könige, aber am 06.1. ziehen diese jedes Jahr bettelnd durch die Straßen - anstatt was zu verteilen.
  • Christkind wird als Engel dargestellt - also gebräuchliche Darstellungsform für diejenigen die in den Himmel gefahren sind. - Bei Jesus geschah das aber nicht kurz nach der Geburt sondern nach seine Kreuzigung mit fast 40 Jahren.

Das sind mir alles viel zu viele Ungereimtheiten, deshalb halte ich mich an den dicken gemütlichen Weihnachtsmann.

Außerdem ist es mir im Winter ohnehin lieber im dicken Mantel vor der Tür zu erscheinen als in Hemdchen und Flügeln - holt man sich ja den Tod. :wink:)

Danke.
Also erstmal vielen Dank für eure Antworten. Hab mich bei einigen köstlich amüsiert, andere haben mich zum nachdenken gebracht und andere wieder werde ich in „meine Geschichte“ einbinden.

Aber das möcht ich noch absteiten: ich reit garantiert auf keiner Welle oder sitz einer Anti-Ami-Stimmung auf. Oder ich bin ein Vorreiter :wink: Die Gedanken beschäftigen mich nämlich sicherlich schon seit ca. 8 Jahren und finde halt, dass das Christkind seitdem immer mehr verdrängt wurde (also seitdem es mir aufgefallen ist vor 8 J.)

Mit vorweihnachtlichen Grüßen
Brigitte

Ach so: und danke für die einzelnen Links! (o.T.)

Beweis für Weihnachtsmann - Brief in der SUN
Jaja,… auch wenn ich mehr für´s Christkind als für den Weihnachtsmann bin, so finde ich diese (wahre!) Geschichte trotzdem wuuunderschön:

Die achtjährige Virginia O´Hanlon aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung „Sun“ einen Brief:

„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? - Virginia O´Hanlon.“

Die Sache war dem Chefredakteur so wichtig, daß er seinen erfahrensten Kolumnisten, Francis P. Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der „Sun“.

"Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können.
Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiß wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen.
Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiß, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.
All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen - das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.
„Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia. Dein Francis Church."

P.S.: Der Briefwechsel zwischen Virginia O´Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der „Sun“ 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt

Hallo

Wo steht das denn? Da habe ich ja noch nie was gehört (kleiner
Wuchs und bucklig).

Ich suchs Dir raus - mals sehen ob ich es diese Woche schaffe.
(per Mail?)

Wenn du magst, gerne. Steht doch oben drüber, meine Mail-Adresse, oder nicht?

Außerdem ist es mir im Winter ohnehin lieber im dicken Mantel
vor der Tür zu erscheinen als in Hemdchen und Flügeln - holt
man sich ja den Tod. :wink:)

Ach, bist du der Weihnachtsmann?

Viele Grüße
Thea