Diesesmal bin ich mal nicht auf der Suche nach einer Lösung für ein chemisch / analytisches Problem sondern ich benötige eine Definition zum Thema Chromatografie.
Gibt es eine Norm (DIN, EN, ASTM, ISO…) in welcher genau definiert ist, was ein Chromatogramm ist und wie es zustande kommt und wenn ja, wie heißt diese Norm (mit Nummer)? Sowas müsste es doch geben, oder? Vielleicht hat ja jemand von euch sowas zufällig im Labor rumliegen oder kann mal nachschauen für mich.
Gibt es eine Norm (DIN, EN, ASTM, ISO…) in welcher genau
definiert ist, was ein Chromatogramm ist und wie es zustande
kommt und wenn ja, wie heißt diese Norm (mit Nummer)? Sowas
müsste es doch geben, oder? Vielleicht hat ja jemand von euch
sowas zufällig im Labor rumliegen oder kann mal nachschauen
für mich.
Als Norm findest du bestimmte Tests.
Diese sind aber ganz spezifisch für bestimmte Substanzen und bestimmte Anwendungen. Die Idee dahinter ist, dass man die Resultate, ohne irgendwelche Umrechnungen, weltweit direkt vergleichen kann.
Das Chromatogramm ist einfach die graphische Darstellung des Resultats und kann sehr unterschiedlich aussehen:
Bei der Gaschromatographie ist das meist eine Zackenkurfe.
Bei Papir-, Dünschicht- Platten, Gel- usw. Chromatographie kann das ein Foto sein. bei Papier-C. und Dünnschicht-C. kann es auch sein, dass man die Substanzen fixieren kann.
Dann gibt es Verfahren mit radioaktiven Markerm. Dabei legt man die Platte, oder was man verwendet hat, ein Zeit lang auf einen Film und entwickelt diesen anschliessend.
Ein Chromatogramm ist das Ergebnis einer Chromatographie.
Es wird zwischen äußeren und inneren Chromatogrammen unterschieden. Ein äußeres Chromatogramm ist die zeitaufgelöste Messkurve eines Detektors, der das von der Trennsäule kommende Gemisch vermisst.
Ein inneres Chromatogramm ist die örtliche Verteilung der aufgetrennten Verbindungen in der stationären Phase. Für die Entwicklung innerer Chromatogramme besonders geeignet sind die Papier- und die Dünnschichtchromatographie. Hier kann z.B. mit Hilfe einer Fotoplatte die Lage radioaktiv markierter Verbindungen ermittelt werden. Eine andere Möglichkeit ist das Aufsprühen von Reagenzien, die mit den gesuchten Verbindungen farbige Derivate bilden.
Danke, was ein Chromatogramm ist und wie es aussehen kann weiß ich. Die Frage zielt dahin ab, dass ich die genaue Definition für die Dokumentation einer Projektarbeit an einer GC/MS benutzen möchte, um den Unterschied zwischen einem „echten“ Chromatogramm und einem anderen zeitlich aufgelösten Messsignal darzustellen. In der verwendeten Gerätesoftware wird dieses zeitlich aufgelöste Messsignal ebenfalls als Chromatogramm bezeichnet, ohne das die Substanz jedoch mit der GC Säule getrennt wurde. Es erfolgt lediglich eine thermische Spaltung der Probe was man wegen des eingestellten Temperaturgradienten natürlich auch über die Zeit auftragen kann - nur ist es meiner Meinung nach eben dann kein „echtes“ Chromatogramm. Um das eindeutig zu belegen würde ich gerne eine Definition aus einer allgemeinen Chromatografie-Norm (oder vielleicht eine Definition der IUPAC) für meine Dokumentation verwenden.
Eigentlich sollte ein Chromatogramm keine Zeitachse haben, sondern eine „Teilchen-Achse“. Die Chromatographie ist eigentlich alles „nur“ Interaktion von Teilchen und Oberflächen miteinander. Die dabei auftretende Trennung und die Peakformen lassen sich mit Hilfe von Statistik beschreiben. Es kommt eben darauf an, wieviele Teilchen involviert sind, wie groß die Wahrscheinlichkeiten einer Wechselwirkung sind, wie stark die Wechselwirkungen sind, usw…
Wenn man dem Chromatogramm der Einfachheit halber eine Zeitachse gibt, dann impliziert das, daß ein hinreichend konstanter, oder zumindest reproduzierbarer Teilchenstrom durch das System fließt. Dann, und nur dann, kann man Zeiten als Vergleichsmaßstab anlegen.
Es gab schon Ansätze, bei der HPLC die Zeitachse durch eine Volumenachse zu ersetzen. Sofern sich das Volumen exakt bestimmen und damit die Chromatogrammachse skalieren ließe, würde das die extremen Genauigkeitsanfordereungen an die Pumpe mit einem Schlag überflüssig machen.
Da aber Chemiker i.d.R. ein recht konservatives Volk sind, und die Leute nun mal Zeitachsen gewohnt sind, wurden diese Ansätze bisher nicht weiter verfolgt.
Wenn man dem Chromatogramm der Einfachheit halber eine
Zeitachse gibt, dann impliziert das, daß ein hinreichend
konstanter, oder zumindest reproduzierbarer Teilchenstrom
durch das System fließt. Dann, und nur dann, kann man Zeiten
als Vergleichsmaßstab anlegen.
Moderne Chromatographiesysteme, sowohl HPLC, GC oder IC, sind doch heutzutage wohl durchaus in der Lage, einen gut reprodzuierbaren und gleichmäßigen Teilchenstrom zu erzeugen. Ansonsten wäre eine quantitative Auswertung ja fast unmöglich.
Da aber Chemiker i.d.R. ein recht konservatives Volk sind, und
die Leute nun mal Zeitachsen gewohnt sind, wurden diese
Ansätze bisher nicht weiter verfolgt.
Also ich komme mit dem Begriff Retentionszeit super klar. Diese Werte lassen sich gut reproduzieren und vergleichen. Warum also ein anderes, neues System einführen wenn das alte gut funktioniert? Never change a running system!
Ich fürchte diese Diskussion führt etwas ab von meiner eigentlichen Fragestellung nach einer genormten Begriffsbestimmung für ein Chromatogramm. Ich benötige eine zitierfähige Quelle für eine Facharbeit. Die Wikipedia hilf mir da leider wenig.