Guten Morgen,
habe eine chron. Entzündung der Schulter, laut Röntgenbild keine Ablagerungen. Der Arzt empfiehlt Kortisonspritzen plus Spritzen mit Gelenkflüssigkeit und Stoßwellentherapie.
A:Wer hat Erfahrung mit Stoßwellentherapie gemacht? Wie kann das helfen wennn eh keine Ablagerungen vorhanden sind?
B: Weiß jemand eine wirkungsvolle alternative Therapie?
Gruß,
Claudette
Die Stoßwellentherapie ist eine Therapieform, die ihre Wirksamkeit bisher nur erfolgreich ein einer Hinsicht belegen konnte: nämlich was den Geldbeutel des behandelnden Arztes angeht. Obwohl die Therapie seit inzwischen 20 Jahren angeboten wird, fehlen ordentliche Langzeitstudien in Bezug auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Sie wird daher auch nicht von den Krankenkassen bezahlt.
Bei chronischer Entzündung der Schulter hilft eigentlich nur eines: konsequente Physiotherapie / Krankengymnastik. Je nach Stadium zunächst eher passiv, sowie möglich auch in Grenzen aktiv. Die Grenzen werden vom Physiotherapeuten abgesteckt. Ruhigstellen oder übermäßiges Schonen ist schädlich. Kortison nur, wenn der akute Zustand der Schulter das dringend erforderlich macht. Ist die Schulter noch in Grenzen beweglich und lassen sich die Schmerzen noch per Ibuprofen o.ä. bekämpfen, kann und sollte man darauf verzichten.
Der Hintergrund, warum statt Physiotherapie lieber Stoßwelle verordnet wird? Das Eine spült ordentlich Geld vom Patienten als Selbstzahler in die Kasse. An der Physiotherapieverordnung verdient der Arzt nichts, im Gegenteil: Verschreibt er zu oft und zu viel, kann das unangenehm werden. Sollte es also Probleme geben, würde ich eher den Arzt wechseln als das Problem weiter zu verschleppen.
Danke,
genau so habe ich das auch empfunden. Stosswellentherapie a 60€ und Gelenkflüssigkeitsspritzen a 50€ und bitte gleich unterschreiben! Bin regelrecht geflüchtet.
Werde den Arzt auf jeden Fall wechseln.
Gruß,
Claudia
Hallo,
ich hatte auch lange damit zu tun - weil ich es „verschleppt“ habe, da kein Arzt es erkannt hat.
Als dann endlich mal jemand auf die Idee kam, gab es erstmal Cortisonspritzen (auf SojaBasis - die sollen besser verträglich sein). Es hat geholfen. Dann kam eine Reha mit viel Bewegung und Sport. Irgendwann kam es wieder. Es gab Physio - sonst wollte ich keine Spritze wieder. Die Schmerzen blieben lange Zeit - latent im Hintergrund.
Da ich aber beruflich einsatzfähig sein musste, habe ich irgendwann beschlossen, die Schmerzen zu ignorieren und einfach meinen Sport weiterzumachen. Wenn es mehr zwickte, gab es Voltaren drauf.
Was soll ich sagen? Seit einiger Zeit merke ich nur selten mal ein kurzes pieken. Aber ich achte bei meinem Sport sehr darauf, dass die Schultern immer „unten“ sind - also weg von den Ohren, da ich auch sog. Impingementsyndrom habe. Das hilft Platz zu schaffen und Erleichterung für die Schleimbeutel.
Gruß Maren
Guten Morgen,
Aber ich achte bei meinem Sport sehr
darauf, dass die Schultern immer „unten“ sind - also weg von
den Ohren,
ja das kenne ich. Möchte aber irgendwann mal wieder meinen Arm ganz hochheben können.
Bei dir haben also die ganzen Spritzen und Reha nacvhhaltig nicht geholfen.
Jemand hat mir erzählt, er hätte Erfolg mit Blutegeln gehabt…
Mal sehen,
Gruß,
Claudette