Hallo,
1.: Wenn jemand chronisch entzündete Mandeln hat, aber überhaupt
keine Beschwerden hat, also überhaupt nichts davon merkt, daß
die chronisch entzündet sind, ist es trotzdem sinnvoll, sich
die rausnehmen zu lassen?
Wer hat denn dann festgestellt, daß die Mandeln „chronisch“ entzuündet sind? Auf welcher Grundlage wurde die Diagnose gestellt?
2.: Was ist das für eine Operation?
Wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt, man kriegt nix mit.
Sehr unangenehm hinterher?
Unterschiedlich. Manche Leute haben ein paar Tage Schmerzen, und müssen Schmerzmittel einnehmen, bei manchen reicht Kühlung (z.B. durch Speiseeis), um die Schwellung zu mindern, und wieder andere haben keine Beschwerden nach der OP. ABER…
Wie lange bleibt man im Krankenhaus?
…nach einer Mandelentfernunge (= Tonsillektomie) kann es - wie bei jeder OP - zu Nachblutungen kommen, teilweise soger erst ein paar Tage später; gerade im Mund-Rachen-Raum ist das sehr unangenehm, kann unter (seltenen) Umständen sogar gefährlich werden, wenn man es nicht rechtzeitig erkennt und behandelt (vor allem kleine Kinder und alte Menschen können nicht unerhebliche Mengen Blut in die Lunge anatmen).
Daher behalten viele Krankenhäuser die Patienten grundsätzlich für eine Woche bei sich, um den Verlauf der OP-Wunden besser im Blick zu haben. Viele HNO-Ärzte bieten natürlich auch ambulante OPs an (am selben Tag wieder nach Hause…), und es gibt Gerüchte, daß die Komplikationsraten hier wesentlich höher sind, ich selber kenne aber keine aussagekräftige Statistik dazu.
Ist man nach der Krankenhausentlassung sofort wieder
arbeitsfähig?
Wenn keine Gefahr besteht, daß es nachblutet, kann man wieder arbeiten.
Grüße,
Vlado