kennt jemand von euch einen Arzt in Hannover oder näherer Umgebung, der Chronische Müdigkeit diagnostizieren/therapieren kann? Und möglicherweise auch ein Forum, in dem sich Betroffene austauschen?
was für Untersuchungen wurden denn bisher schon mit welchem Ergebnis durchgeführt?
Wie lange besteht das Problem der Müdigkeit und gibt es weitere Probleme/Beschwerden?
Liegen andere Krankheiten etc. vor?
die wenigsten Ärzte können dieses Krankheitsbild offenbar erkennen, bzw. wissen, wie man es behandeln könnte. In einem TV-Beitrag, den ich vor einiger Zeit gesehen habe, wurde jedoch ein Arzt aus Heidelberg, Dr. Huber, gezeigt, der die Erkrankung der porträtierten Patientin mittels verschiedener Tests diagnostizieren konnte. Er half ihr durch verschiedene hochdosierte (ich glaube, es waren) Vitamin B-Präparate.
Ich an Deiner Stelle würde dort entweder in der Praxis anrufen und fragen, ob sie Dir einen Spezialisten dafür in/um Hannover empfehlen können oder vielleicht selbst besser gleich einen Termin in Heidelberg ausmachen…
die wenigsten Ärzte können dieses Krankheitsbild offenbar
erkennen, bzw. wissen, wie man es behandeln könnte.
Häufig verbirgt sich dahinter eine Eisenmangelanämie, was in so ziemlich jedem regulären Blutbild enthalten ist und was dann wohl sogar ein dressierter Affe erkennen könnte.
Wenn allein das Symptom „Müdigkeit“ im Raum steht, empfehle ich der UP den Gang zum Hausarzt mit Laborblutdiagnostik und ggf. Überweisung zur weiteren Facharztbehandlung.
Falls vorher schon untersucht wurde, wäre es hilfreich zu wissen, was dabei herausgekommen ist.
Buchtipp + Patientenverband mit Forum
Hallo nochmal,
ich hatte bei meiner Antwort vergessen, dass Du auch nach einem Forum gefragt hattest, deshalb melde ich mich auf Deine Frage nochmal.
Es gibt einen Patientenverband: http://www.fatigatio.de
Fatigatio e.V. ist der Patientenverband derjenigen in Deutschland, die vom Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffen sind.
Und abschließend habe ich noch eine Buchempfehlung:
Leben mit chronischer Erschöpfung - CFS: Ein Ratgeber für Patienten
ISBN-10: 3886039609 Buch anschauen
hier die Antworten auf eure Fragen:
Erste Beschwerden hatte ich schon im letzten Jahr, durchgängig sind die Symptome seit Beginn dieses Jahres. Nach einer Rippenfell- und anschließender Lungenentzündung im April hat sich alles noch verschlimmert. Mein Blut wurde mehrfach untersucht, bis auf einen starken Mangel an Vitamin D zunächst alles in Ordnung, später wurden noch leicht erhöhte Leberwerte gefunden. Ultraschalluntersuchungen der Organe ohne Befund.
Bis jetzt war ich bei zwei Allgemeinmedizinern und einem Internisten, die mit meinen Beschwerden nichts anfangen konnten.
ein starker Mangel an Vitamin D ist bereits ausreichend, um chronische Müdigkeit zu erklären (s. hierzu z.B. das Buch „Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“ von Dr. med. Raimund von Helden).
Wurde der Mangel denn durch Gabe von hochdosiertem Vit. D ausgeglichen? Wenn nicht, solltest du das erst mal versuchen. Möglicherweise hat sich das Problem dann schon erledigt. Allerdings kennt sich nicht jeder Arzt damit aus. Eine Liste von Ärzten, die in der Vitamin D Therapie bewandert sind, kannst du kostenlos bei http://www.vitamindelta.de/die-arztliste-praxisnetz… anfordern.
danke für die Antwort.
Ja, ich nehme schon seit einem halben Jahr hochdosiert Vitamin D. Ich weiß aber nicht, ob mit dem Vitamin.D-Mangel auch alle anderen Beschwerden - angefangen von Schlafstörungen bis hin zu Depressionen - zu erklären sind.
Schlafstörungen und Depressionen gehören auch zu den Symptomen, die u.a. durch einen Vit. D Mangel ausgelöst werden können.
Welches Präparat nimmst du und wie viele Internationale Einheiten Vit. D sind darin enthalten?
Vigantoletten, Wirkstoff Colecalciferol, 1000 Einheiten als Tagesdosis.
Phasenweise gab es leichte Besserungen, sonst aber eher eine Verschlimmerung der Symptome, ich bekomme nach wie vor nichts geregelt, habe Schweißausbrüche/Angstzustände, Wahrnehmungs-, Konzentrations-, Kommunikationsschwierigkeiten, grippeähnliche Infekte. Allein zum Schreiben dieser Information habe ich 10 Minuten gebraucht. Gehört dies alles mit zu den Vitaminmangelerscheinungen?
zu den Symptomen eines Vit. D Mangels gehören u.a.:
Verkrampfungen, Zucken, Zittern, Schmerzen und Schwäche der Muskeln, Kraft- und Antriebslosigkeit, dauernde Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Rastlosigkeit, Koordinationsstörungen (Unsicherheit beim Gehen und Stehen), Kreislauf- und Durchblutungsstörungen, Kältegefühl besonders an Händen und Füßen, Osteoporose etc.
Eine Zufuhr von 1.000 I.E. ist bei einem schweren Vit. D Mangel ein Witz. Mit dieser Dosis lässt sich meist auch bei langfristiger Einnahme kein normaler Wert erreichen.
Wieviel Vit. D wurde denn bei dir gemessen und welche Werte lieferten Kontrolluntersuchungen, falls es welche gab?
Eingesetzt wird als effektive Vit. D Therapie oft „Dekristol“. Das ist verschreibungspflichtig und enthält 20.000 I.E. Vit. D. In der Anfangstherapie werden dann für wenige Tage Dosen bis zu 100.000 I.E. angewandt und danach eine geringere Erhaltungsdosis. Die genaue Dosierung muss ein Arzt festlegen. Sie ist u.a. abhängig von deinem Vit. D. Spiegel, deinem Körpergewicht und dem Vit. D Spiegel, den man erreichen will.
Lass dir am besten mal die Therapeutenliste zur Vit. D-Therapie schicken. Evtl. gibt es da auch jemanden in deiner Nähe.
ich war bei zwei Allgemeinmedizinern, die meinen Vitamin-D-Mangel wohl nicht gravierend fanden, beim ersten bekam ich die genannten Tabletten verschrieben. Das war Mitte Juni, ein weiterer Bluttest zur Überprüfung fand nicht statt. Der Wert war 9.9 ng/ml, gelb gemarkert.
Nach den Symptomen befürchte ich CFS, wäre froh, wenn es nur am fehlenden Vit.D liegt. Ich habe schon gegoogelt, aber nichts zum Thema einschlägiger Therapeuten im Raum Hannover gefunden.
Ob deine Beschwerden auf den Vit. D Mangel zurückzuführen sind, wirst du erst wissen, wenn mittels hochdosiertem Vit. D ein vernünftiger Wert erreicht wurde. Bei korrekter Therapie fühlen viele schon nach wenigen Tagen eine Besserung. Spätestens nach vier Wochen sollte sich merklich was getan haben, wenn Vit. D Mangel die Ursache ist.