Chronische Tracheitis?

Hallo liebe Leute,

ich hoffe, dass mir einer von Euch weiterhelfen kann, da ich langsam echt nicht mehr weiss was ich machen soll:

Alles fing vor etwa 3 Monaten mit Schmerzen in der Kehlkopfgegend an, weshalbe ich zum HNO gegangen bin. Dieser verschrieb mir ein Kortison-Präparat zum sprühen (eins für Asthmatiker). Nach 2 Wochen sollte ich bei dem Arzt noch mal erscheinen- die Symptome waren unverändert. Der Arzt meinte nur der Kehlkopf seie nich betroffen und er würde sich keine Sorgen machen, ich solle das Cortison weiternehmen.

Nach einer weiteren Woche war immer noch keine Besserung in Sicht, weshalb ich zu einem anderen Arzt ging.

Dieser verkündete dann nachdem ich ihm geschildert habe, dass mich die Sache seit 5 Wochen verfolgt freudig dass der Kehlkopf zum Glück nicht betroffen sei und verschrieb mir „Locabiosol“. Das machte die Sache aber nur noch schlimmer, also nach 2 Wochen wieder zum Arzt, der nun ein 3-Tages-Antibiotikum auskramte. Da ich was den Darm angeht etwas vorbelastet bin, habe ich dies aber nicht genommen, da dort Darmbluten als Nebenwirkung drin stand.

Jetzt sind 3 Monate vergangen und ich habe den Mist immer noch. Ich habe keinen Husten und auch sonst kein Krankheitsgefühl (wie etwa bei einer akuten Erkältung oder so) sondern immer nur diesen dumpfen Schmerz in der Kehlkopfgegend.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich (wenn auch sehr wenig) rauche. Das habe ich bei anderen leichten Erkältungen auch immer gemacht und die sind bisher immer weg gegangen.

Nur dieser Mist hält sich hartnäckig. Kann man jetzt nach 3 Monaten sagen, dass die Sache chronisch ist? Was kann ich jetzt noch tun?

Ich habe schon mal überlegt zu einem Heilpraktiker zu gehen, weiß aber nicht ob das was bringen könnte.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und

viele Grüße

Syl

Hallo noch mal,

habe noch eine Sache vergessen:

Ich war auch schon bei einer Magenspiegelung da ein HNO den Verdacht äußerte die Entzündung könne durch aufsteigende Magensäure ausgelöst worden sein.

Was soll ich sagen: Kein Befund- alles in Ordnung (bis auf leichte Undichtigkeit der Magenklappe).

Deshalb würde ich eine Bronchoskopie auch kategorisch ablehnen (mal abgesehen davon, dass ich auf einen Termin wahrscheinlich 2 Monate warten könnte).Ich habe dieses Jahr schon eine Darm- und eine Magenspiegelung über mich ergehen lassen müssen und die Schnauze echt langsam voll von dieser ergebnislosen Spiegelei.

Habe mir übrigens jetzt noch Wobenzym geholt, bin mir aber nicht sicher, ob das nicht evtl. nur Humbuck ist…

Danke für Eure Aufmerksamkeit :smile:

Gruß,

Syl

Ok, also du hast einen lokalen Entzündungshemmer bekommen und ein lokales antibiotikum (was machte es daan schlimmer? Nebenwirkungen oder mehr Schmerzen?)
Ein generalisiertes Antibiotikum hast du aber nicht genommen, das evtl auch Entzündungen an anderer Stelle beseitigt hätte? Wenn du Darmprobs hast hättest du das den Doc sagen müssen, dann hätte er ein anderes ausgesucht oder er wäre das Risiko eingegangen (nach entsprechnder Abwägung der Risiken)
Dann bist du Magengespiegelt worden und Darm (was hat der Darm mit dem Kehlkopf zu tun, oder wars wegen einer anderen eben der Darm-Geschichte)auch?
Die Bronchoskopie, die nun endlich Aufschluß darauf geben könnte, ob es auf der anderen Schiene (Luft- statt Speiseröhre)was gibt magst du aber auch nicht machen… Das wäre aber durchaus eine sinnvolle Ergänzung, insbes. da du Raucherin bist, um zB. Lungenkrebs auszuschließen.
Als Nächste Idee wäre evtl noch die Schilddrüse dran, das kommt auf die Lokalisation und die Art von Schmerz und Begleitsymptome drauf an… (manchmal denkt ein HNO nicht dran, was sagt denn der Hausarzt dazu)

Wer möchte das etwas gefunden wird, sollte auch suchen lassen…
Wer vermeiden möchte dass etwas (schlimmes?)gefunden wird, verkriecht sich eben.
man muss sich eben entscheiden

Gruß
Susanne

Erst mal vielen Dank für Deine Antwort.

Die Schmerzen sind unter der Therapie unverändert geblieben. Ich spüre sie besonders unter Anstrengung (z.B beim Treppen steigen oder Joggen).

Die Darmspiegelung wurde aufgrund unklarer Schmerzen im linken Unterbauch gemacht (Verdacht auf Divertikulose) und weil ich vor kurze m eine Lebensmittelvergiftung mit Campylobacter-Bakterien hatte (hatte also mit der Luftröhrengeschichte nichts zu tun).

Der Punkt mit der Bronchoskopie ist halt, dass ich Luftröhrenentzündung (wohlgemerkt ohne Husten) nirgends als Indikation für eine solche (nicht unbedingt risikoarme) Untersuchung gefunden habe. Lungenkrebs würde ich trotz Rauchen eher ausschließen, da für eine Krebserkrankung aus meiner Sicht eher wenig spricht. Außerdem habe ich auf den Termin für die Magenspiegelung schon 2 Monate warten müssen. Wer weiß wie lange das dann erst bei so einer Untersuchung dauert (zumal ich in einer relativ kleinen Stadt mit gerade mal 2 Lungenfachärzten wohne).

An Schilddrüse habe ich auch schon gedacht, da ich momentan leider auch gewichtsmäßig einen ziemlichen Aufwärtstrend habe (kann aber auch daran liegen, dass ich mich in letzter Zeit nicht so toll ernährt habe…).

Leider ist mein Hausarzt selber ziemlich träge was die Abklärung angeht (auch ein Grund warum ich im Internet rumhänge :smile:). Man muss ihm quasi ständig selber Vorschläge für anschließende Untersuchungen machen. Das ist anstrengend und ich komme mir langsam etwas doof dabei vor.

Ich denke ich werde den Hausarzt einfach mal wechseln und dann weitersehen.

Vielen Dank auf jeden Fall noch mal und

viele Grüße

Syl