Hallo,
Seit einiger Zeit, ich schätze so ca. 1/4 Jahr, bemerke ich dass bei mir langsam aber sicher die Lust und Aktivität schwindet. Alles was mir früher Spass gemacht hat, alles was mir Freude bereitet hat empfinde ich immer weniger als angenehm, zwar nicht als unangenehm, aber irgendwie habe ich auf nichts mehr richtig Lust. Ich bin praktisch immer mehr oder weniger melancholisch, lustlos, passiv und müde. Manchmal artet es soweit aus, das ich eine 1/4 Stunde lang fast Regungslos dasitzen kann, inmitten von Menschenmassen. Nicht einmal gute Noten, von denen ich dieses Jahr nicht wirklich viele hatte, muntern mich auf irgendeine Weise auf. Ich lache zwar des öfteren, mache Spässe, aber ich glaube auch bei anderen kommt an, dass ich nicht wirklich „lustig“ bin.
Ich bin praktisch weder gut, noch schlecht drauf, nicht agressiv, nicht traurig, wozu ich auch überhaupt keinen Grund hätte. Das einzige worüber ich mich noch wirklich freuen kann, wozu ich wirklich Lust habe, ist schlafen. Früher empfand ich Schlafen als Nebensache, manchmal sogar als lästig, und konnte oft nicht einschlafen. Heute könnte ich den ganzen Tag im Bett liegen. Ich rede viel weniger, habe immer weniger Kontakt zu anderen Menschen, habe auch nicht mehr so oft Hunger, gerade auf Süßes.
Kein Hobby erfüllt mich noch so wie früher, kein nettes Wort verbessert wirklich meine Laune. Dabei hätte ich genug Grund zur Freude: Ich schreibe wieder bessere Noten, es wird endlich wieder Sommer, ich habe mir ein Buch und gleich 3 neue CDs gekauft. Aber mein „Zustand“ wird immer bedenklicher. Ich dachte schon an Depressionen, Burn-out, aber beides passt eigentlich nicht auf mein „Krankheitsbild“.
Wer weiß was? Wer weiß was das sein könnte? Hat das psychische oder gar körperliche Ursachen? Welche könnten das sein? Wer kann mir weiterhelfen?
Gruß,
Marcel :o|