Chronisches Benebelt-Sein ohne Drogen

Hallo, ich bin zwar selbst meines Zeichens Psychologe
jedoch seit Jahren nur mit „technischen“ Fragestellungen
vertraut, deswegen wende ich mich an Euch:

Eine Bekannte gibt an sie sei seit Jahren mit einer Art
getrübten Aufmerksamkeit unterwegs, sie nehme keine Drogen
und das Phänomen ist auch nicht Ortsgebunden, es sei so als
ob sie Ihr Leben mit angezogener Handbremse führen müsse…

Ich habe gerade einen alten Medizin Thread gelesen in dem
es um eine Enzymstörung ging bei dem der Körper den Zucker
so abbaut, das Alkohol entsteht… Kann das zutreffen?

Gibt es neuere Hinweise?

Viele Grüße

C. Schneider

Hallo

Eine Bekannte gibt an sie sei seit Jahren mit einer Art
getrübten Aufmerksamkeit unterwegs, sie nehme keine Drogen
und das Phänomen ist auch nicht Ortsgebunden, es sei so als
ob sie Ihr Leben mit angezogener Handbremse führen müsse…

das Problem ist zumindest in dieser groben Umschreibung nicht ganz unbekannt. Die Frage ist, wie alt deine Bekannt ist? Seit wie wann hat sie dieses Gefühl?

Mein Vorschlag wäre, daß sie erst mal die typischen „Frauenleiden“ ausschließt. Niedriger Blutdruck, starker Eisenmangel u. a. Das kann dazu führen, daß sie ständig müde ist und sich so fühlt, wie unter Drogen. Habe ich selbst ganz extrem so erlebt.
Je nach Alter können auch Depressionen so weit führen - das wird dir aber sicher bekannt sein…
Vielleicht sollte sie sich tatsächlich erst mal gründlich durchchecken lassen.
Gesunde Ernährung, Eisenaufbaupräparate und viel Bewegung können sehr helfen.

Ich hoffe, deine Bekannte findet bald die Ursache und erholt sich schnell.
Gruß
Petra

Ich habe gerade einen alten Medizin Thread gelesen in dem
es um eine Enzymstörung ging bei dem der Körper den Zucker
so abbaut, das Alkohol entsteht… Kann das zutreffen?

Hört sich sehr interessant an - würde mich auch interessieren…

Hallo Herr Schneider,
Sie sollten als Psychologe besser Bescheid wissen über solche Zustände.
Aber eben : wer nennt sich heute schon „Psychologe“.
So einfach ist es eben nicht.

Mit Gruss: harta

hi,

auch ein psychologe, der nicht klinisch tätig ist, sollte auf die idee kommen, dass es sich dabei um derealisation oder derpersonalisation handelt.

setzen, fünf!

Erst einmal körperliche Ursachen abchecken:

  • Menopause
  • hormonelle Kontrazeptiva (Pille?)
  • Verspannungen im Schulter-Nacken Bereich
  • Tinnitus

Besonders beliebt ist auch eine Störung der Schilddrüse: Hypothyreoidismus.

Wenn das alles ohne Befund ist, dann könnte es sich dabei auch um eine Dysthyme Störung handeln, die gehört zu den Affektiven Störungen, ist weniger stark als eine Depression, dafür aber lang anhaltend (min. 3 Jahre)

Dafür gibt es ausgezeichnete Therapieprogramme.

Liebe Wissende,

vielen dank für Euere Anregungen, ich habe alles Mal weitergegeben und werde beizeiten rückmelden was rausgekommen ist!

Sie geht erstmal zum Arzt um das eine oder andere abzuklären, denn bisher ist bei ihr keine Diagnose gestellt worden. Klar das für wenig dringliches mit soo vagen Angaben vor allem bei den Hausärzten die Ressoucen begrenzt sind, vor allem in diesen Zeiten.

Dank Euch!

Carsten

Der Zweck dieses Beitrages wird nicht deutlich.
Er ist weder produktiv, noch konstruktiv und
aus diesem Grunde völlig langweilig :

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Kollege „alpha“,

ja danke das Sie dem Kind einen Namen geben - allein es
gilt Ursachen zu finden, denn die Person gibt an es gäbe
keine Änderungen in Ihrem Leben, eine hausärztliche
Untersuchung ergab keinen Befund und es wurde kein weiterer
Handlungsbedarf gesehen.

Aber es gibt in diesem Forum ja ein paar Menschen mit
Vorschlägen aus der Praxis, die über eine reine Einordnung
der Symptome hinaus gehen.

Viele Grüße

C. Schneider

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

viele Hausärzte können dazu wohl wenig sagen, viele suchen auch nach körperlichen Ursachen. Ich, Nicht-Fachmann, würde ihr einen Psychotherapeuten ans herz legen- mit Alphas Diagnose (oder ohne). So mal eben geht das Problem nicht weg und kann man es auch nicht benennen, da es vermutlich ihre ganze Persönlichkeit betrifft. Es ist eben kein TECHNISCHES Problem, dem man durch eine Reparatur Abhilfe verschaffen kann.

Gruß,
Anwärter

zum Beispiel?

ich beziehe mal die etwas unspezifische Frage auf meine Feststellung, dass es ausgezeichnete Therapieprogramme gibt.

sehr erfolgreich sind verhaltenstherapeutische Interventionen, aber auch eine tiefenpsychologische Behandlung kann erfolgreich sein. letztere nimmt aber meist sehr viel mehr Zeit in Anspruch. Die Langzeitwirkungen sind jedoch vermutlich vielversprechender. Betreffende Studien dazu laufen im Moment, da kann ich nichts genaueres zu sagen.

jeder psychologische Psychotherapeut kann da weiterhelfen.

LG, liberty

Herzschwäche? Stoffwechselstörung?
Arzt konsultieren! (einen guten, versteht sich)

leute mal achtung hier
entschuldigung,

ES GIBT KEINE INTERNET-DIAGNOSEN! schon gar nicht von mir.

dazu ist ein mensch nötig, nein: zwei, eine begegnung von fachmann und patient.

derealisation und depersonalisation sind vielen vorrangig somatisch behandelnden ärzten nicht bekannt, es spielt in der hausarztpraxis eine untergeordnete rolle, und zwar untergeordnet unter angst. das ist im übrigen keine schlechte unterodnung.

behandlung läuft psychotherapeutisch über gespräch, ggf. in kombination, je nach störungsbild, mit einem pharmakon, muss aber nicht.

zur beruhigung des betroffenen kann man ihm/ihr sicher mitteilen, dass es sich dabei um ein harmloses phänomen handelt, das einen nicht weiter beunruhigen muss, man kann es einfach abwarten, bis es vorbei geht. kann man sich individuelle strategien ausdenken, was man, wenn es auftritt, hilfreiches tun kann. in keinem fall macht depersonalisation irgendetwas schädliches im körper oder ist ergebnis einer krankheitsverschlimmerung.

sollte aber psychotherapeutisch behandelt werden, damit´s weniger wird und auch weggehen kann.

ich erinnere danran, dass dies überhaupt nicht auf eine uns unbekannte person zutreffen kann und hier keine fern- , verdachts- und spekulationsdiagnosen gestellt werden.

Hallo,

da gebe ich Dir Recht, letztendlich kann ein persönliches Gespräch mit dem Psychologen und/oder Arzt nicht ersetzt werden durch ein paar Tipps aus einem Forum.

Nur wenn die Ursachenforschung sich wie in ihrem Falle als besonders wenig offensichtlich darstellt kann man ja Mal fragen ob hier Menschen mit einschlägiger Praxiserfahrung eine Idee haben.

Um noch genauer zu sein: Das was ICH hier über die Bekannte berichtet habe KLINGT nach …

Viele Grüße

C Schneider

1 „Gefällt mir“